bft 6 – gypsy tail wind

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    gypsy-tail-wind
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    nail75#8: Auch wieder ein Mood-Piece, aber so etwas mag ich ja. Wiederum ein angenehm ausdrucksvoller Bass und schönes Saxophonspiel. Ich wiederhole mich, aber es ist so…

    Yep… mal schauen, ob katharsis schon mal von der Scheibe gehört hat – Auflösung folgt ja gleich!

    nail75#9: Ebenfalls reizvoll aufgrund der durchaus komplexen, aber gleichzeitig schlüssigen Struktur mit Tempo- und Rhythmuswechseln.

    Schön, dass das doch noch jemandem gefällt ausser mir!

    nail75#10: Das Flötenspiel in diesem Mood-Piece (do I see a pattern?) gefällt mir ausgezeichnet, auch das Saxophon überzeugt. Wolltest Du uns vermitteln, dass Deutsche keinen Hot-Jazz können, dafür aber stimmungsvolle Musik umso besser beherrschen? Wenn ja, ist es Dir gelungen! ;-)

    Das war eigentlich keine geplante Absicht, aber es hat sich bei der Programmierung von CD2 aufgedrängt! Die Alternative, dauernd zu wechseln in Tempo und Stimmung fand ich jedenfalls unbrauchbar… so wurde es etwas „moody“, aber das mag ich auch ganz gerne so!

    nail75#11: Da gefällt mir die ausgezeichnet ineinander verworbenen Instrumente und der dichte Gruppenklang sehr gut, auch wenn das Stück die Spannung vielleicht nicht in jedem Moment halten kann, lässt sie es doch auch nie komplett schleifen. Das Klavierspiel ist auch insgesamt weitaus besser als auf CD1.

    Puh! Minuten vor der Auflösung doch noch einer, dem das Stück gefällt! Danke!

    nail75#12: Auch hier wieder schönes Saxophonspiel, das ist so ein Grundmuster, wie mir scheint. ;-)

    Kann schon sein… ist ja auch „mein“ Instrument :-)

    nail75#13: Ist mir ein wenig zu zerfahren, aber schlecht ist es wiederum auch nicht. Zeigt jedenfalls, dass die deutsche Avantgarde international durchaus mithalten konnte.

    Hier hab ich schon gedacht, dass Dir das gefallen wird! Musst Dir mal die ganze Scheibe anhören, wenn ich aus den Ferien zurückbin ;-)

    nail75#14: Die Albert Ayler-Werdung der deutschen Blasmusik? Überraschend, aber gar nicht so übel.

    Genau! Ayler liegt hier doch wirklich auf der Hand, ja? Schön, dass ich mit der Ansicht nicht allein dastehe, hab mich schon fast gewundert!

    nail75Ich glaube auf der gesamten CD hat mir nichts gar nicht gefallen. Am Ende werden die Kommentare etwas kurz, aber ich wollte das noch schreiben, bevor Du abreist.

    Danke Dir!

    Und Dank auch noch an katharsis – bin jetzt etwas in Zeitnot, daher keine ausgiebigen Antworten und Kommentare mehr… aber ich werde in einer Woche gerne nochmal reinschauen hier!

    Ich mach mich jetzt mal hinter die Auflösung (bitte nicht dazwischen-posten, brauche wohl 6 Posts, wegen der Forums-Bilder-Enge…

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #138: 14.2., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #30: tba
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    gypsy-tail-wind
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    01 – BABS (Werner Pfüller) 2:14
    Werner Pfüller Quintett: Werner Pfüller (t), Helmut Meyenberg (ts), Harry Nicolai (p), Hans-Joachim Scheuner (b), Wolfgang Henschel (d)
    Berlin, 18. Oktober 1961 (Amiga 5 50 143, 7″ EP; auch auf: „Jazz“, Amiga 850 009, LP; „Jazz auf Amiga 1947-1962 5“, Amiga 850 856, LP)*

    02 – ALL THE THINGS YOU ARE (Jerome Kern) 3:00
    Theo Schumann Combo: Theo Schumann (p) Lothar Spiller (b) Gerd Schönfelder (d)
    Berlin, 19. May 1964 (Amiga 5 50 207, 7″ EP)*

    03 – LITTLE CONCERT (Roland Kovac) 3:42
    Hans Koller New Jazz Stars: Hans Koller (ts), Willi Sanner (bari), Roland Kovac (p), Johnny Fischer (b), Rudi Sehring (d)
    Brahmssaal, Wien, 6. Dezember 1955 (Koller Plays Kovac Vol. 2 (Amadeo AVRS7104/Vanguard VRS8509, 10″ LP; CD: Universal Austria 2001 (Teil-Reissue der LPs mit zuvor unveröffentlichten Tracks)
    Anm: Das Aufnahmedatum wird von Bruyninckx als 25. Oktober 1955 angegeben, der 6. Dezember wird in der CD von 2001 angegeben.

    04 – EINE LAPPALIE (Walther) 2:33
    Manfred Ludwig-Sextett: Heinz Becker (t), Ernst-Ludwig Petrowsky (as), Wolf Hudalla (bari), Siegfried Labrot (p), Ulli Türkowsky (b), Wolfgang Winkler (d)
    Berlin, 2. Dezember 1964 („Jazz mit Dorothy Ellison und dem Manfred Ludwig-Sextett“, Amiga 8 50 047, LP)

    *) diese Titel auch auf:
    „Jazz in Deutschland – Aus dem Amiga-Archiv, 1947-1965″ (Hansa Musik/BMG 74321433802, 5CD, 1996)
    Weitere Angaben zur Box: http://www.ostbeat.de/JazzInDeutschland.htm

    Den Einstieg macht ein wie ich finde catchy Stück von Werner Pfüller – wie viele Aufnahmen aus dem Fundus von Amiga, aufgenommen in Berlin in den Jahren vor dem Mauerbau. Die Idee danach war, quasi vom Cool (mit natürlich bemängelten bzw. erkannten akademischen Anklängen) langsam zur Avantgarde zu wechseln, mit Fokus auf die frühen 60er, in denen diese Stile in Europa fast überall zeitgleich existierten oder erst ausgelotet wurden.

    Hans Koller, ein Österreicher mit starken Bezügen zur deutschen Szene etwa über Jutta Hipp, war unter den etwas älteren Musikern wohl eine Ausnahmefigur in Europa. Einer, der schon eine mehr oder minder eigene Instrumentalsprache gefunden hatte, als sonst kaum viel mehr als dilletantischer Bebop mit steifen Swing-Rhythmen zu hören war… oder eben flüssige Tanzmusik, die allerdings manchmal – etwa in den Händen von Günter Hörig und etwas später Kurt Edelhagen in Köln – auch ganz gut sein konnte.
    Was die Diskographie betrifft hab ich hier nicht ganz den Durchblick (mir scheint auch, Bruyninckx sei hier fehlerhaft), aber von „Koller Plays Kovac“ gab’s in der kurzlebigen „Austrian Jazz Art“-Reihe von Universal Austria mal eine CD, die sehr hörenswert ist – hier.

    Das Manfred-Ludwig-Sextett war wohl die feinste Hardbop-Combo Deutschlands, benannt nach Manfred Schulze (s.u.) und Ernst-Ludwig Petrowsky, dem grossartigen Altsaxophonisten, der wohl sowas wie der Dreh- und Angelpunkt des BFT geworden ist. Die „Lappalie“ ist in der Tat kaum mehr als genau das, aber mit der tollen Kollektivimprovisation mittendrin halte ich das Stück für äusserst bemerkenswert! Aufnahmen gibt es leider nicht viele, die LP mit Dorothy Ellison ist voll mir weiteren kurzen Stücken, immer eins mit der Sängerin und eins vom Sextett ohne sie – ein etwas eigenartiges Konzept. Falls jemand an der Scheibe interessiert ist, PN an mich!
    Hier noch ein Link: http://www.ostbeat.de/ManfredLud.htm

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    gypsy-tail-wind
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    05 – OPUS 90 (Günter Fuhlisch) 3:22
    Rolf Kühn feat. Klaus Doldinger: Rolf Kühn (cl), Klaus Doldinger (ts), Ingfried Hoffmann (org), Herman Schoonderwalt (b), Cees See (d)
    Studio Hamburg, 1.-3. Oktober 1962 („Rolf Kühn feat. Klaus Doldinger“, Brunswick 87 911, LP; CD: Universal, 2009, „Most Perfect Sound Edition“)

    06 – DER BLUES IST DER KÖNIG (Klaus Lenz) 2:12
    Quintett 61: Klaus Lenz (t, ldr), Peter Baptist (tb), Heinz Schröter (ts), Gert Lübke (b), Udo Reichel (d)
    Berlin, 3. April 1962 (Amiga 5 50 189, 7″ EP; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 1“, Amiga 850 023, LP)*

    07 – GRUß AN KURYLEWICZ (Günter Hörig) 3:07
    Günter Hörig Trio: Günter Hörig (p), Lothar Spiller (b), Siegfried Ludwig (d)
    Berlin, 29. Mai 1961 (ursprüngliche Veröffentlichung vermutlich: Amiga 5 50 122, 7″ EP; auch auf: „Jazz“, Amiga 850 009, LP; „Jazz mit Günter Hörig“, Amiga 8 50 024, LP; „Jazz auf Amiga 1947-1962 5“, Amiga 850 856, LP)*

    08 – FÜR ACHIM (Volkmar Schmidt) 5:17
    Volkmar Schmidt-Combo: Hans-Joachim Graswurm (t), Volkmar Schmidt (ts), Max Dolsdorf (g), Hans Schätzke (b), Wolfgang Schneider (d)
    Berlin, 13. Mai 1965 (ursprüngliche Veröffentlichung unbekannt; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 3“, Amiga 8 55 177, LP)*

    *) diese Titel auch auf:
    „Jazz in Deutschland – Aus dem Amiga-Archiv, 1947-1965″ (Hansa Musik/BMG 74321433802, 5CD, 1996)
    Weitere Angaben zur Box: http://www.ostbeat.de/JazzInDeutschland.htm

    Zur Brunswick-LP von Rolf Kühn mit Klaus Doldinger wurde wohl schon alles gesagt, was es zu sagen gibt: Die Besetzung ist speziell und toll, Rolf Kühn ist ein kriminell unterschätzter Musiker, die LP ist hübsch, die Stücke leider allesamt etwas kurz, als hätte man sich davor gefürchtet, dass den jungen Wilden die Rosse durchgehen könnten – schade, aber dennoch eine vergnügliche und hörenswerte Scheibe (die überdies vor ein paar Jahren in der MPS-Reihe von Universal auf CD aufgelegt worden ist).

    Vom Quintett 61 kenne ich genau die beiden Stücke, die hier im BFT zu hören sind – das zweite kam besser an, für mich war das weniger klar (sonst hätte ich eventuell eins rausgeworfen vor den endgültigen Auswahl). Klaus Lenz leitete diese Gruppe und er zählt zu den zentralen Figuren des deutschen modernen Jazz jener Jahre. Hier steht allerdings die tolle Posaune von Peter Baptist im Mittelpunkt. Die Gruppe wurde anscheinend später um Pianist Armin Baptist (der Bruder) zum Sextett erweitert und auch Günter „Baby“ Sommer spielte eine Zeit lang mit.

    Günter Hörig gehörte zu den wichtigsten Jazzmusikern der DDR, war schon in den späten 40ern aktiv und leitete später die Dresdner Tanzsinfoniker (auch in der Namensgebung werden die akademischen Bezüge sichtbar, aber Joe Dixie hatte die Band gegründet, Hörig nach dessen Flucht aus der DDR die Leitung übernommen). Einen Nachruf von Günter „Baby“ Sommer gibt’s hier zu lesen.

    Volkmar Schmidt kenne ich gar nicht – abgesehen vom Discogs-Eintrag zur oben abgebildeten EP findet man Treffer zu Lee Harvey Oswald und dem KGB und ähnliches… Den Höhepunkt setzt hier Trompeter Hans-Joachim Graswurm, ein sehr toller Solist.

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    09 – MINORITY (Gigi Gryce) 2:48
    Quintett 61: Klaus Lenz (t, ldr), Peter Baptist (tb), Heinz Schröter (ts), Gert Lübke (b), Udo Reichel (d)
    Berlin, 3. April 1962 (Amiga 5 50 189, 7″ EP; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 1“, Amiga 850 023, LP)*

    10 – PONT À MOUSSON (Brandt-Ohlsen) 3:32
    Helmut Brandt Combo: Conny Jackel (t), Helmut Brandt (bari), Ludwig Ebert (p), Klaus Gernhuber (b), Hans-Dieter Taubert (d)
    Berlin, 28. Februar 1957 (Amiga 5 50 132, 7″ EP; Amiga 159596[?], Split 7″ EP, erste Hälfte von Gustav Brom)*

    11 – GROG (Joachim Kühn) 5:05
    Werner Pfüller Quintett: Werner Pfüller (t), Helmut Meyenberg (ts), Joachim Kühn (p), Klaus Koch (b), Wolfgang Henschel (d)
    Berlin, 9. Januar 1963 (Amiga 5 50 167, 7″ EP; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 1“, Amiga 850 023, LP)*

    12 – THREE SECONDS (Oliver Nelson) 8:06
    Michael Naura Quintet: Peter Reinke (as), Wolfgang Schlüter (vib), Michael Naura (p), Wolfgang Luschert (b), Joe Nay (d)
    Hamburg, 1. & 4. Februar 1963 („European Jazz Sounds“, Brunswick LPBM 87 912, LP)

    *) diese Titel auch auf:
    „Jazz in Deutschland – Aus dem Amiga-Archiv, 1947-1965″ (Hansa Musik/BMG 74321433802, 5CD, 1996)
    Weitere Angaben zur Box: http://www.ostbeat.de/JazzInDeutschland.htm

    „Minority“ kam erstaunlich gut an, was mich sehr freut! Was mich etwas enttäuscht ist, dass fast niemand das Stück erkannt hat – das spricht wohl Bände darüber, wie’s um Gigi Gryce bestellt ist. Das Buch von Noal Cohen kenne ich übrigens auch nicht, wohl aber einige Aunahmen von Gryce, der nicht nur tolle Stücke und Arrangements geschrieben hat, sondern auch ein hervorragender Altsaxophonist in der Parker-Nachfolge war. In den späten 50ern leitete er mit Donald Byrd das Jazz Lab Quintet (Lonehill hat deren Aufnahmen auf drei tollen CDs gesammelt, die allerdings deppert programmiert sind… wenn sie schon mal was tolles machen, dann schaffen sie’s am Ende eben doch noch, dass es nicht wirklich gut gelingt…), dann hat er sein eigenes Quintett geleitet mit Richard Williams an der Trompete und Richard Wyands am Piano – drei grosse vergessene des Hardbop.
    Lenz war nicht der einzige Europäer, der Gefallen an Gryce‘ Musik fand. Schon einige Jahre früher fanden einige Gryce-Arrangements aus dem book von Stan Getz Eingang ins Repertoire von französischen Jazzmusikern.

    Dieses eine Stück von Helmut Brandt haut mich immer wieder um. Es ist von sublimer Schönheit. Brandt gehörte wie Hörig der älteren Generation an, spielte mit Dixieland-Bands, mit Tanzorchestern, aber auch mit der 1967 von Don Ellis zusammengestellten Berlin Dream Band. Hier gehört ihm die ganze Welt, wenigstens für dreieinhalb Minuten… ich kenne von dieser Gruppe nur die drei Stücke, die auf der Amiga-Box zu hören sind (die anderen gehören anderen Band-Mitgliedern). Falls jemand da weiteres findet oder Hinweise geben kann, würd ich mich freuen!
    Noch ein Link.

    Dann Michael Naura… egal, was man von ihm halten mag – der Herr hat grosse Verdienste, und die Scheibe, auf der er diese Oliver Nelson-Komposition einspielte, gehört zu den grossen Klassikern des europäischen Jazz jener Zeit. Nelsons eigene Aufnahme des Stückes findet sich auf seinem Prestige-Album „Screamin‘ the Blues“ mit Eric Dolphy, falls jemand sich gewunder hat, wo er das Stück schon mal gehört hat… der Vibraphonist Wolfgang Schlüter setzt hier vielleicht das grösste Glanzlicht, er gehört meiner Meinung nach zu den grossen seines Instrumentes.

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    13 – ERIKSON (Theo Schumann) 2:42
    Theo Schumann Combo: Iri Atonov (ts), Theo Schumann (p) Lothar Spiller (b) Gerd Schönfelder (d)
    Berlin, 20. May 1964 (Amiga 5 50 207, 7″ EP)*

    14 – SWEETIE’S BOUNCE (Klaus Doldinger) 5:53
    Klaus Doldinger (ts), Ingfried Hoffmann (org), Benoît Quersin (b), Kenny Clarke (d)
    Live, NDR-Studio, Hamburg, 7. Dezember 1962 (28. NDR Jazz Workshop) („Early Doldinger: The Complete Philips Sessions“, Universal 06024 9877999, 4CD, 2006)

    15 – C.T. & C.B. (Benny Bailey) 3:58
    Joe Haider Septet: Benny Bailey (t), Rudi Fuessers (tb), Olaf Kübler (ss, ts), Hans Hermann (as, ts), Joe Haider (p), Isla Eckinger (b), Kurt Bong (d)
    Union und Trixi Studios, München, November 1968 (Joe Haider / Karel Velebny: „Fascination“, Wewerka INMUS 20020, CD, 2000)
    Anm: vermutlich handelt es sich bei „Hans Hermann“ um Heinz von Hermann

    16 – HL 20 (Joki Freund) 11:25
    Joki Freund: Joki Freund (ts,ss,arr), Emil Mangelsdorff (as,fl), Wolfgang Dauner (p), Eberhard Weber (b), Kart Theodor Geier (b), Peter Baumeister (d)
    Walldorf Tonstuddio, Frankfurt am Main, 20. November 1963 („Yogi Jazz“, CBS BPG62273, LP; auch auf: L+R 41.008, LP, 1981; CD: L+R 710320, 2008)
    Anm: Weber spielt die hohe Bass-Stimme, Geier die tiefe.

    17 – BLUE FANFARE (Albert Mangelsdorff) 10:19
    Albert Mangelsdorff Quintett: Albert Mangelsdorff (tb), Günther Kronberg (as), Heinz Sauer (ts), Günter Lenz (b), Ralf Hübner (d)
    Walldorf Studios, Frankfurt, 6./7. Juni 1964 („Abstractions“, Wewerka/INMUS 20001, CD, 2000; gekürzte Version ursprünglich auf: „Now Jazz Ramwong“, CBS 62398, LP; ebenso als: Amiga 8 50 041, LP; L+R LR41007, LP; L+R CDLR71001, CD)

    *) diese Titel auch auf:
    „Jazz in Deutschland – Aus dem Amiga-Archiv, 1947-1965″ (Hansa Musik/BMG 74321433802, 5CD, 1996)
    Weitere Angaben zur Box: http://www.ostbeat.de/JazzInDeutschland.htm

    Das Stück von Theo Schumann stammt von der oben bereits abgebildeten Single oder EP oder wie auch immer, das Cover der Haider-CD folgt unten.

    An dieser Stelle ein Link zur Jazz-Seite von Ostbeat, auf der sich weitere Infos zu diversen vorgestellten Gruppen finden:
    http://www.ostbeat.de/Jazz.htm

    Zu Theo Schumann (und auch zu anderen hier im BFT vertretenen Musikern) gibt’s dort eine eigene Seite mit lustigen Fotos – scheint mir nicht mehr viel mit Jazz zu tun zu haben, wenn man der Cover-(Anti-)Ästhetik glauben darf.

    Das Doldinger-Stück mit Kenny Clarke entstand wohl in einer Jam-Session, in der zwei Drittel des Kenny Clarke Trios (mit Gitarrist René Thomas, falls es ein Quartett war wäre wohl noch Eddy Louiss dabei gewesen) auf die Hälfte des Doldinger Quartetts trafen. Mir gefällt der seltsam wabernde Groove, das Stück entwickelt einen Sog, baut allerdings wenig Spannung auf… sehr eigenartig. Es ist mir jedenfalls ans Herz gewachsen.

    Von Joe Haider hab ich gleich zwei Tracks ausgewählt, obgleich katharsis schon in seinem BFT eine Nummer von diesen Aufnahmen drauf hatte. Die Trompete von Benny Bailey gehört für mich zu den tollsten überhaupt. Die beiden kurzen Stücke, die gut von einem Film-Soundtrack stammen könnten, stammen aus den Archiven von Wewerka und sind auf der CD „Fascination“ zu hören, die auch ein paar Stücke der tollen Band von Karel Velebny (von ihm gibt’s ein tolles ESP-Album!) enthält. Das Cover folgt unten, beim zweiten Track der Band.
    Beim Altisten handelt es sich vermutlich – wie ich schon bei katharsis angemerkt hatte – um Heinz von Hermann.

    Joki Freund und Albert Mangelsdorff… was soll ich sagen? Zwei meiner Lieblingsalben aus Europa und überhaupt. Die Atmosphäre, die Freund mit den beiden Bässen von Eberhard Weber und K.T. Geier schafft, gefällt mir ausserordentlich. Wolfgang Dauner sitzt am Piano, Peter Baumeister, der später auch das Dave Pike Set antreiben sollte, am Schlagzeug. Als zweiter Bläser ist Emil Mangelsdorff zu hören, der ältere Bruder von Albert, der mich meistens nicht sonderlich interessiert, mich aber auf diesem Album überzeugt.

    Von Albert Mangelsdorff hab ich das eine Stück ausgewählt, das überraschenderweise auf dem Wewerka-Reissue von „Now Jazz Ramwong“ (oben das Amiga-Cover sowie jenes des Reissues, der „Abstractions“ heisst) einige Minuten länger ausfiel als auf allen zuvor gehörten Ausgaben, auch dem aktuell greifbaren von L+R. Es ist bestimmt nicht die beste Nummer dieser grossartigen Band, aber eine, in der die drei Bläser viel Raum kriegen, um zu spielen, und das gefällt mir sehr. Günter Kronberg hab ich bereits ein paar Male hervorgehoben und mache es hier nochmal: er ist für mich einer der allerbesten europäischen Saxophonisten und setzt in den Aufnahmen (und Live-Mitschnitten) des Mangelsdorff Quintetts manch einen Höhepunkt!

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    01 – ARABIA ROCK (Joachim Kühn) 7:11
    Rolf & Joachim Kühn: Rolf Kühn (cl), Joachim Kühn (p), Günter Lenz (b), Ralf Hübner (d)
    Trixi Studios, München, Oktober 1966 („Avantgarde“, Wewerka/INMUS 20022, CD, 2000; auch auf „Forum West: Modern Jazz from West Germany), Wewerka Archive 1962-1968“, SonarKollektivSK019CD)

    02 – MY LITTLE DARLING (Joe Haider) 9:24
    Joe Haider Trio: Joe Haier (p), Isla Eckinger (b), Pierre Favre (d, perc)
    Horst Jankowski Studio, Stuttgart, 12. Oktober 1971 („Katzenvilla“, Intercord 28772-2U, LP; auch auf: Ego 4013, LP; CD: JHM Records 3622, 2000)

    03 – VIRTUE (Manfred Schoof) 4:11
    Manfred Schoof/Alexander von Schlippenbach: Manfred Schoof (tp), Gerd Dudek (ts), Alexander von Schlippenbach (p), Buschi Niebergall (b), Jackie Liebezeit (d)
    Trixi Studios, München, Dezember 1966 („Avantgarde“, Wewerka/INMUS 20022, CD, 2000)

    04 – NUR ALS GAST? (Eberhard Weber) 5:37
    Ensemble Studio 4: Hans-Joachim Graswurm (t, flh), Hubert Katzenbeier (tb), Ernst-Ludwig Petrowsky (as, ldr, arr), Eberhard Weise (p), Klaus Koch (b), Wolfgang Winkler (d)
    Berlin, 16. April 1969 („Jazz mit dem Ensemble Studio 4“, Amiga 8 55 187, LP)

    Ich muss mich etwas kürzer fassen, die Zeit rennt… das Kühn-Stück findet sich auf der „Forum West“ Compilation, die soweit ich weiss Quelle von katharsis‘ Joe Haider-Stück war… sehr zu empfehlen, nicht nur für Einsteiger – eine sehr tolle Compilation!

    Auf der Wewerka CD „Avantgarde“ findet sich ein zweiter Titel sowie eine Manfred Schoof Quintett-Session, die teilweise auf FMP erschienen ist. „Virtue“ ist eins von zwei (? hab ich jetzt nicht nochmal nachgeprüft) Stücken, die nicht auf der FMP-Scheibe landeten (aber die LP enthielt dafür ihrerseits ein paar Stücke, die nicht auf der Wewerka CD sind… so es sich denn nicht nur um andere Namen für dieselben Stücke handelt).

    Das zweite Stück stammt ebenfalls von Joe Haider – und das wird für viele wohl einigermassen überraschend kommen. Die Trio-Scheibe „Katzenvilla“ war eine Herzensangelegenheit von Haider und fügt sich bestens in den aufbrechenden europäischen Jazz der späten 60er und frühen 70er ein, mit Isla Eckinger und Pierre Favre ist das Trio exzellent besetzt. Das Album ist auf Joe Haiders JHM-Label auf CD wiederaufgelegt worden und sehr zu empfehlen!

    Dann kommt wieder Petrowsky, der heimliche Star des ganzen BFT… diesmal mit dem Ensemble Studio 4, dem auch Hans-Joachim Graswurm und Hubert Katzenbeier angehörten.

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    05 – FREE FALL (Wolfgang Dauner) 3:49
    Wolfgang Dauner Trio: Wolfgang Dauner (p), Eberhard Weber (b), Fred Braceful (d)
    Studio Villa Berg, Stuttgart, 14. September 1964 („Dream Talk“, CBS BPG62478, LP; auch auf: L+R 41.004, LP, 1980; L+R 710627, CD, 2008)

    06 – LADEGÄSTE (Wauer-Petrowsky) 4:38
    Ernst-Ludwig Petrowsky Trio & Günter Wauer: Ernst-Ludwig Petrowsky (ss), Klaus Koch (b), Günter Sommer (d, perc), Hans-Günter Wauer (Ladegast-Orgel)
    Live, Dom zu Merseburg, 27. September 1977 („Ernst-Ludwig Petrowsky“, Amiga 8 55 621, LP)

    07 – TRAUMA (Joe Haider) 4:29
    Joe Haider & His Orchestra: Benny Bailey, Karl Barthelmes (t), Rudi Fuessers, Horst Gmeinwieser, Hermann Breuer (tb), Olaf Kübler (ss, ts), Hans Hermann (as, ts), Joe Haider (p), unknown (g), Isla Eckinger (b), Kurt Bong (d)
    Union und Trixi Studios, München, November 1968 (Joe Haider / Karel Velebny: „Fascination“, Wewerka INMUS 20020, CD, 2000)
    Anm: vermutlich handelt es sich bei „Hans Hermann“ um Heinz von Hermann

    08 – FACE IN THE NIGHT (Klaus Doldinger) 6:55
    Klaus Doldinger Quartett: Klaus Doldinger (ss), Ingfried Hoffmann (p), Helmut Kandelberger (b), Cees See (d)
    München, 19. August 1968 („Blues Happening“, World Pacific ST-20167, LP)

    Dass es sich beim Herrn in #5 um Wolfgang Dauner handelt, hätte ruhig jemand rauskriegen dürfen… das Album ist bei L+R auf CD greifbar und sehr hörenswert!

    #6 ist eine Spielerei, die ganze LP kenne ich nicht, sie ist aus diversen Sessions zusammegestellt. Petrowsky überzeugt auch am Sopran.

    #7 stammt von der gleichen Haider-CD von Wewerka – mit etwas erweiterter Band und wieder Benny Bailey an der Trompete. Eine Gitarre ist zu hören (oder was ist das für ein Instrument?), die in den Infos, die ich finden konnte, nicht verzeichnet ist (meine Wewerka-CDs haben ausser Tracklisten gar keine Angaben, die Cover sind alle innen leer).

    Bei #8 hab ich gedacht, dass katharsis die Scheibe vielleicht können könnte? Nach den frühen Philips-Scheiben (die auf der oben abgebildeten 4CD-Box zu finden sind), konnte das Doldinger Quartett 1968 eine Scheibe bei World Pacific unterbringen.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #138: 14.2., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #30: tba
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    09 – VIOLETT MIT EIWEISS (Konrad Bauer) 5:30
    Gruppe FEZ: Konrad Bauer (tb), Hannes Zerbe (p), Christoph Niemann (b), Peter Gröning (d)
    Rundfunk der DDR, 17./18. Januar 1977 („Gruppe FEZ“, Amiga 8 55 585)

    10 – BALLADE (Hubert Katzenbeier) 4:03
    Hubert Katzenbeier: Hubert Katzenbeier (tb), Konrad Körner (fl), Hans Schätzke (b), Wolfgang Winkler (d)
    Amiga-Studio Berlin, Oktober/November 1972 (Friedhelm Schönfeld/Hubert Katzenbeier: „Jazz“, Amiga 8 55 307)

    11 – ENGLISH GARDEN WALK (Fritz Pauer) 9:14
    Fritz Pauer Trio: Fritz Pauer (p), Jimmy Woode (b), Tony Inzalaco (d)
    MPS-Studio, Villingen, 6. März 1978 („Blues Inside Out“, MPS 15 522, LP;
    CD: Universal, 2003, „Most Perfect Sound Edition“)

    Die Split-LP von Schönfeld und Katzenbeier ist wohl meine liebste DDR-Scheibe bisher (hab ich auch mal auf Vinyl gefunden, manches andere hat mir ein Bekannter, der viele EPs und LPs gefunden hat, kopiert – von ihm stammen auch einige Vinyl-Transfers, die ich hier verwendet habe).

    Die Pauer-Scheibe war wohl die meistgeschmähte hier? Mir ist sie nach mehrmaligem Hören sehr ans Herz gewachsen (und sie widerlegt beim Blindhören schön den Mythos, dass MPS stets exzellente Aufnahmequalität hingebracht habe).

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    12 – BLUES-MARCH (Manfred Schulze) 8:04 (solos: Petrowsky, Katzenbeier, Schulze, Lenz, Winkler/Sommer)
    Modern Jazz Big Band 65: Klaus Lenz (t, ldr), Günter Gocht, Heinz Becker, Bojidar Hristoff, Herbert Rößner (t), Hubert Katzenbeier, Karl-Heinz Fabian, Peter Baptist, Ali Schilling (tb), Ernst-Ludwig Petrowsky (as, ts), Klaus Smesny (as), Heinz Schröter, Jens Glevke (ts), Manfred Schulze (bari, arr), Armin Batist (p), Ulrich Türkowsky, Horst Krüger (b), Günter „Baby“ Sommer, Wolfgang Winkler (d)
    Live, Theater der Freundschaft, Berlin, 22. Januar 1965 („Modern Jazz Big Band 65 mit Manfred Krug“, Amiga 8 50 057, LP)*

    13 – METAMPORPHOSEN III (Hannes Zerbe, nach „Eisengiesserei“ von Alexander Wassiljewitsch Mossolow) 4:22 (solos: Breuker, Mayes)
    Hannes Zerbe Blechband: Harry Kuhn, Reiner Auerbach (t), Jochen Gleichmann (t, flh), Wolfgang Stahl, Reiner Hoffmann, Egon Hellrung (frh, Jagdjorn), Martin Mayes (frh), Hermann Anders, Bernd Swoboda (tb), Dietrich Unkrodt, Pinguin Moschner (tuba), Willem Breuker (ss, as, cl, bcl), Manfred Hering (as), Helmut Frosthoff (ss, as), Manfred Schulze (bari, cl), Hannes Zerbe (p, arr), Dieter Keitel (d)
    AMIGA-Studio, Berlin, 9.-15. Januar 1984 („Hannes Zerbe Blechband“, Amiga 8 56 043, LP)

    14 – AUS TEUTSCHEN LANDE / ES FIEL EIN REIF IN DER FRÜHLINGSNACH (trad., arr. Ulrich Gumpert) 2:29
    Ulrich Gumpert Jazz Werkstatt Orchester: Jochen Gleichmann, Klaus Richter (tp), Conny Bauer, Sieghart Schubert (tb), Ernst-Ludwig Petrowsky (ss), Manfred Hering (as), Helmut Forsthoff (ts), Manfred Schulze (bari), Ulrich Gumpert (elp), Gert Lübke, Christoph Niemann (b), Günter Sommer, Wolfgang Winkler (d)
    Berlin, Kammerspiele des Deutschen Theaters, 4. April 1972 (Konzert „Jazz in der Kammer Nr. 48“) („Retrospektive“, Amiga 8 55 549, LP)
    Anm: vermutlich gekürzt

    *) diese Titel auch auf:
    „Jazz in Deutschland – Aus dem Amiga-Archiv, 1947-1965″ (Hansa Musik/BMG 74321433802, 5CD, 1996)
    Weitere Angaben zur Box: http://www.ostbeat.de/JazzInDeutschland.htm

    Der „Blues March“ fand nicht besonders Anklang – einmal mehr ist Klaus Lenz der Leader und Petrowsky der beste Solist. Warum ich das Stück dabei haben wollte ist aber, weil man den Barisaxer Manfred Schulze (Co-Namensgeber des Manfred Ludwig Sextetts) hören kann – und er musste einfach rein.

    Die letzten beiden Tracks exemplifizieren zwei völlig unterschiedliche Zugriffe auf die Avantgarde. Gumpert war damals eher für völlig formlose, lärmige, wenig strukturierte im Kollektiv erarbeitete Musik zuständig. Manches davon ist gut, anderes ermüdet doch rasch (ich muss da allerdings weitergraben und mir endlich mal die Jazzwerkstatt-Reissues besorgen).

    Hannes Zerbe ging ganz anders vor, er adaptierte für die Amiga-Scheibe seiner Blechband u.a. Musik von Eissler und Mossolov. Mit Martin Mayes und Willem Breuker hatte er zwei internationale Gäste dabei, die in diesem v.a. der Kürze wegen gewählten Stück als Solisten auftreten. Manfred Schulze ist auch hier dabei, übrigens.
    Mir gefällt die Scheibe ganz ausserordentlich gut, ich kenne bisher auch nichts vergleichbares! Musik irgendwo zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Freiheit und Struktur, die mich immer wieder fasziniert und anregt.

    --

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    01 – BABS (Werner Pfüller) 2:14
    Werner Pfüller Quintett: Werner Pfüller (t), Helmut Meyenberg (ts), Harry Nicolai (p), Hans-Joachim Scheuner (b), Wolfgang Henschel (d)
    Berlin, 18. Oktober 1961 (Amiga 5 50 143, 7″ EP; auch auf: „Jazz“, Amiga 850 009, LP; „Jazz auf Amiga 1947-1962 5″, Amiga 850 856, LP)*

    02 – ALL THE THINGS YOU ARE (Jerome Kern) 3:00
    Theo Schumann Combo: Theo Schumann (p) Lothar Spiller (b) Gerd Schönfelder (d)
    Berlin, 19. May 1964 (Amiga 5 50 207, 7″ EP)*

    03 – LITTLE CONCERT (Roland Kovac) 3:42
    Hans Koller New Jazz Stars: Hans Koller (ts), Willi Sanner (bari), Roland Kovac (p), Johnny Fischer (b), Rudi Sehring (d)
    Brahmssaal, Wien, 6. Dezember 1955 (Koller Plays Kovac Vol. 2 (Amadeo AVRS7104/Vanguard VRS8509, 10“ LP; CD: Universal Austria 2001 (Teil-Reissue der LPs mit zuvor unveröffentlichten Tracks)
    Anm: Das Aufnahmedatum wird von Bruyninckx als 25. Oktober 1955 angegeben, der 6. Dezember wird in der CD von 2001 angegeben.

    04 – EINE LAPPALIE (Walther) 2:33
    Manfred Ludwig-Sextett: Heinz Becker (t), Ernst-Ludwig Petrowsky (as), Wolf Hudalla (bari), Siegfried Labrot (p), Ulli Türkowsky (b), Wolfgang Winkler (d)
    Berlin, 2. Dezember 1964 („Jazz mit Dorothy Ellison und dem Manfred Ludwig-Sextett“, Amiga 8 50 047, LP)

    05 – OPUS 90 (Günter Fuhlisch) 3:22
    Rolf Kühn feat. Klaus Doldinger: Rolf Kühn (cl), Klaus Doldinger (ts), Ingfried Hoffmann (org), Herman Schoonderwalt (b), Cees See (d)
    Studio Hamburg, 1.-3. Oktober 1962 („Rolf Kühn feat. Klaus Doldinger“, Brunswick 87 911, LP; CD: Universal, 2009, „Most Perfect Sound Edition“)

    06 – DER BLUES IST DER KÖNIG (Klaus Lenz) 2:12
    Quintett 61: Klaus Lenz (t, ldr), Peter Baptist (tb), Heinz Schröter (ts), Gert Lübke (b), Udo Reichel (d)
    Berlin, 3. April 1962 (Amiga 5 50 189, 7″ EP; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 1″, Amiga 850 023, LP)*

    07 – GRUß AN KURYLEWICZ (Günter Hörig) 3:07
    Günter Hörig Trio: Günter Hörig (p), Lothar Spiller (b), Siegfried Ludwig (d)
    Berlin, 29. Mai 1961 (ursprüngliche Veröffentlichung vermutlich: Amiga 5 50 122, 7“ EP; auch auf: „Jazz“, Amiga 850 009, LP; „Jazz mit Günter Hörig“, Amiga 8 50 024, LP; „Jazz auf Amiga 1947-1962 5“, Amiga 850 856, LP)*

    08 – FÜR ACHIM (Volkmar Schmidt) 5:17
    Volkmar Schmidt-Combo: Hans-Joachim Graswurm (t), Volkmar Schmidt (ts), Max Dolsdorf (g), Hans Schätzke (b), Wolfgang Schneider (d)
    Berlin, 13. Mai 1965 (ursprüngliche Veröffentlichung unbekannt; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 3″, Amiga 8 55 177, LP)*

    09 – MINORITY (Gigi Gryce) 2:48
    Quintett 61: Klaus Lenz (t, ldr), Peter Baptist (tb), Heinz Schröter (ts), Gert Lübke (b), Udo Reichel (d)
    Berlin, 3. April 1962 (Amiga 5 50 189, 7“ EP; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 1″, Amiga 850 023, LP)*

    10 – PONT À MOUSSON (Brandt-Ohlsen) 3:32
    Helmut Brandt Combo: Conny Jackel (t), Helmut Brandt (bari), Ludwig Ebert (p), Klaus Gernhuber (b), Hans-Dieter Taubert (d)
    Berlin, 28. Februar 1957 (Amiga 5 50 132, 7″ EP; Amiga 159596[?], Split 7″ EP, erste Hälfte von Gustav Brom)*

    11 – GROG (Joachim Kühn) 5:05
    Werner Pfüller Quintett: Werner Pfüller (t), Helmut Meyenberg (ts), Joachim Kühn (p), Klaus Koch (b), Wolfgang Henschel (d)
    Berlin, 9. Januar 1963 (Amiga 5 50 167, 7“ EP; auch auf: „Modern Jazz Studio Nr. 1“, Amiga 850 023, LP)*

    12 – THREE SECONDS (Oliver Nelson) 8:06
    Michael Naura Quintet: Peter Reinke (as), Wolfgang Schlüter (vib), Michael Naura (p), Wolfgang Luschert (b), Joe Nay (d)
    Hamburg, 1. & 4. Februar 1963 („European Jazz Sounds“, Brunswick LPBM 87 912, LP)

    13 – ERIKSON (Theo Schumann) 2:42
    Theo Schumann Combo: Iri Atonov (ts), Theo Schumann (p) Lothar Spiller (b) Gerd Schönfelder (d)
    Berlin, 20. May 1964 (Amiga 5 50 207, 7″ EP)*

    14 – SWEETIE’S BOUNCE (Klaus Doldinger) 5:53
    Klaus Doldinger (ts), Ingfried Hoffmann (org), Benoît Quersin (b), Kenny Clarke (d)
    Live, NDR-Studio, Hamburg, 7. Dezember 1962 (28. NDR Jazz Workshop) („Early Doldinger: The Complete Philips Sessions“, Universal 06024 9877999, 4CD, 2006)

    15 – C.T. & C.B. (Benny Bailey) 3:58
    Joe Haider Septet: Benny Bailey (t), Rudi Fuessers (tb), Olaf Kübler (ss, ts), Hans Hermann (as, ts), Joe Haider (p), Isla Eckinger (b), Kurt Bong (d)
    Union und Trixi Studios, München, November 1968 (Joe Haider / Karel Velebny: „Fascination“, Wewerka INMUS 20020, CD, 2000)
    Anm: vermutlich handelt es sich bei „Hans Hermann“ um Heinz von Hermann

    16 – HL 20 (Joki Freund) 11:25
    Joki Freund: Joki Freund (ts,ss,arr), Emil Mangelsdorff (as,fl), Wolfgang Dauner (p), Eberhard Weber (b), Kart Theodor Geier (b), Peter Baumeister (d)
    Walldorf Tonstuddio, Frankfurt am Main, 20. November 1963 („Yogi Jazz“, CBS BPG62273, LP; auch auf: L+R 41.008, LP, 1981; CD: L+R 710320, 2008)
    Anm: Weber spielt die hohe Bass-Stimme, Geier die tiefe.

    17 – BLUE FANFARE (Albert Mangelsdorff) 10:19
    Albert Mangelsdorff Quintett: Albert Mangelsdorff (tb), Günther Kronberg (as), Heinz Sauer (ts), Günter Lenz (b), Ralf Hübner (d)
    Walldorf Studios, Frankfurt, 6./7. Juni 1964 („Abstractions“, Wewerka/INMUS 20001, CD, 2000; gekürzte Version ursprünglich auf: „Now Jazz Ramwong“, CBS 62398, LP; ebenso als: Amiga 8 50 041, LP; L+R LR41007, LP; L+R CDLR71001, CD)

    Disk 2

    01 – ARABIA ROCK (Joachim Kühn) 7:11
    Rolf & Joachim Kühn: Rolf Kühn (cl), Joachim Kühn (p), Günter Lenz (b), Ralf Hübner (d)
    Trixi Studios, München, Oktober 1966 („Avantgarde“, Wewerka/INMUS 20022, CD, 2000)

    02 – MY LITTLE DARLING (Joe Haider) 9:24
    Joe Haider Trio: Joe Haier (p), Isla Eckinger (b), Pierre Favre (d, perc)
    Horst Jankowski Studio, Stuttgart, 12. Oktober 1971 („Katzenvilla“, Intercord 28772-2U, LP; auch auf: Ego 4013, LP; CD: JHM Records 3622, 2000)

    03 – VIRTUE (Manfred Schoof) 4:11
    Manfred Schoof/Alexander von Schlippenbach: Manfred Schoof (tp), Gerd Dudek (ts), Alexander von Schlippenbach (p), Buschi Niebergall (b), Jackie Liebezeit (d)
    Trixi Studios, München, Dezember 1966 („Avantgarde“, Wewerka/INMUS 20022, CD, 2000)

    04 – NUR ALS GAST? (Eberhard Weber) 5:37
    Ensemble Studio 4: Hans-Joachim Graswurm (t, flh), Hubert Katzenbeier (tb), Ernst-Ludwig Petrowsky (as, ldr, arr), Eberhard Weise (p), Klaus Koch (b), Wolfgang Winkler (d)
    Berlin, 16. April 1969 („Jazz mit dem Ensemble Studio 4“, Amiga 8 55 187, LP)

    05 – FREE FALL (Wolfgang Dauner) 3:49
    Wolfgang Dauner Trio: Wolfgang Dauner (p), Eberhard Weber (b), Fred Braceful (d)
    Studio Villa Berg, Stuttgart, 14. September 1964 („Dream Talk“, CBS BPG62478, LP; auch auf: L+R 41.004, LP, 1980; L+R 710627, CD, 2008)

    06 – LADEGÄSTE (Wauer-Petrowsky) 4:38
    Ernst-Ludwig Petrowsky Trio & Günter Wauer: Ernst-Ludwig Petrowsky (ss), Klaus Koch (b), Günter Sommer (d, perc), Hans-Günter Wauer (Ladegast-Orgel)
    Live, Dom zu Merseburg, 27. September 1977 („Ernst-Ludwig Petrowsky“, Amiga 8 55 621, LP)

    07 – TRAUMA (Joe Haider) 4:29
    Joe Haider & His Orchestra: Benny Bailey, Karl Barthelmes (t), Rudi Fuessers, Horst Gmeinwieser, Hermann Breuer (tb), Olaf Kübler (ss, ts), Hans Hermann (as, ts), Joe Haider (p), unknown (g), Isla Eckinger (b), Kurt Bong (d)
    Union und Trixi Studios, München, November 1968 (Joe Haider / Karel Velebny: „Fascination“, Wewerka INMUS 20020, CD, 2000)
    Anm: vermutlich handelt es sich bei „Hans Hermann“ um Heinz von Hermann

    08 – FACE IN THE NIGHT (Klaus Doldinger) 6:55
    Klaus Doldinger Quartett: Klaus Doldinger (ss), Ingfried Hoffmann (p), Helmut Kandelberger (b), Cees See (d)
    München, 19. August 1968 („Blues Happening“, World Pacific ST-20167, LP)

    09 – VIOLETT MIT EIWEISS (Konrad Bauer) 5:30
    Gruppe FEZ: Konrad Bauer (tb), Hannes Zerbe (p), Christoph Niemann (b), Peter Gröning (d)
    Rundfunk der DDR, 17./18. Januar 1977 („Gruppe FEZ“, Amiga 8 55 585)

    10 – BALLADE (Hubert Katzenbeier) 4:03
    Hubert Katzenbeier: Hubert Katzenbeier (tb), Konrad Körner (fl), Hans Schätzke (b), Wolfgang Winkler (d)
    Amiga-Studio Berlin, Oktober/November 1972 (Friedhelm Schönfeld/Hubert Katzenbeier: „Jazz“, Amiga 8 55 307)

    11 – ENGLISH GARDEN WALK (Fritz Pauer) 9:14
    Fritz Pauer Trio: Fritz Pauer (p), Jimmy Woode (b), Tony Inzalaco (d)
    MPS-Studio, Villingen, 6. März 1978 („Blues Inside Out“, MPS 15 522, LP;
    CD: Universal, 2003, „Most Perfect Sound Edition“)

    12 – BLUES-MARCH (Manfred Schulze) 8:04 (solos: Petrowsky, Katzenbeier, Schulze, Lenz, Winkler/Sommer)
    Modern Jazz Big Band 65: Klaus Lenz (t, ldr), Günter Gocht, Heinz Becker, Bojidar Hristoff, Herbert Rößner (t), Hubert Katzenbeier, Karl-Heinz Fabian, Peter Baptist, Ali Schilling (tb), Ernst-Ludwig Petrowsky (as, ts), Klaus Smesny (as), Heinz Schröter, Jens Glevke (ts), Manfred Schulze (bari, arr), Armin Batist (p), Ulrich Türkowsky, Horst Krüger (b), Günter „Baby“ Sommer, Wolfgang Winkler (d)
    Live, Theater der Freundschaft, Berlin, 22. Januar 1965 („Modern Jazz Big Band 65 mit Manfred Krug“, Amiga 8 50 057, LP)*

    13 – METAMPORPHOSEN III (Hannes Zerbe, nach „Eisengiesserei“ von Alexander Wassiljewitsch Mossolow) 4:22 (solos: Breuker, Mayes)
    Hannes Zerbe Blechband: Harry Kuhn, Reiner Auerbach (t), Jochen Gleichmann (t, flh), Wolfgang Stahl, Reiner Hoffmann, Egon Hellrung (frh, Jagdjorn), Martin Mayes (frh), Hermann Anders, Bernd Swoboda (tb), Dietrich Unkrodt, Pinguin Moschner (tuba), Willem Breuker (ss, as, cl, bcl), Manfred Hering (as), Helmut Frosthoff (ss, as), Manfred Schulze (bari, cl), Hannes Zerbe (p, arr), Dieter Keitel (d)
    AMIGA-Studio, Berlin, 9.-15. Januar 1984 („Hannes Zerbe Blechband“, Amiga 8 56 043, LP)

    14 – AUS TEUTSCHEN LANDE / ES FIEL EIN REIF IN DER FRÜHLINGSNACH (trad., arr. Ulrich Gumpert) 2:29
    Ulrich Gumpert Jazz Werkstatt Orchester: Jochen Gleichmann, Klaus Richter (tp), Conny Bauer, Sieghart Schubert (tb), Ernst-Ludwig Petrowsky (ss), Manfred Hering (as), Helmut Forsthoff (ts), Manfred Schulze (bari), Ulrich Gumpert (elp), Gert Lübke, Christoph Niemann (b), Günter Sommer, Wolfgang Winkler (d)
    Berlin, Kammerspiele des Deutschen Theaters, 4. April 1972 (Konzert „Jazz in der Kammer Nr. 48“) („Retrospektive“, Amiga 8 55 549, LP)
    Anm: vermutlich gekürzt

    *) diese Titel auch auf:
    „Jazz in Deutschland – Aus dem Amiga-Archiv, 1947-1965“ (Hansa Musik/BMG 74321433802, 5CD, 1996)
    Weitere Angaben zur Box: http://www.ostbeat.de/JazzInDeutschland.htm

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    #8186981  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

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    Danke Euch allen für die Rückmeldungen und die Diskussion – hat einmal mehr Spass gemacht, hoffe Euch auch! :-)

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    #8186983  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 10,517

    gypsy tail windhat einmal mehr Spass gemacht, hoffe Euch auch! :-)

    na, da kannst du drauf wetten. viele entdeckungen, einige überraschungen. angesichts des gesamtkonzepts habe ich ein wenig wuppertal vermisst. ;-) und auch aktuellere sachen natürlich. petrowsky und schlippenbach habe ich mehrfach live gesehen in den letzten monaten, letzteren sogar erst am donnerstag (spontaner jam in duisburg, nach der premiere eines kurzen dokumentarfilms über das schlippenbach trio auf der duisburger filmwoche).

    überrascht hat mich der junge dauner, da fand ich ja einiges sehr hinhörenswert. haider kannte ich vorher gar nicht, das wird sich jetzt ändern – dass der tolle schlagzeuger auf 2.2 favre ist, wundert mich rückblickend gar nicht.

    einen noch weiteren bogen werde ich trotz des arabischen rocks um joachim kühn machen, um pauer auch.

    großartige entdeckungen sind tatsächlich graswurm, brandt, aber auch ernst schröter – nur scheint es da ja gar nicht so viel zu geben, das man noch weiterverfolgen könnte.

    YOGI JAZZ habe ich mir gleich nochmal auf dvd bestellt, um sie besser würdigen zu können. ganz großartiges album. aber auch KATZENVILLA ist schon auf dem weg und die schoof-band mit schlippenbach und dem can-drummer liebezeit ist wohl eine recherche wert.

    merwürdig, dass ich conny bauer nicht erkannt habe. mit seinem bruder (auf dem gleichen instrument) wäre mir das wohl nicht so gegangen…

    toll, vielen dank und gerne demnächst wieder. weiß gar nicht, ob ich thematische bfts so zwingend finde…

    nach meiner erinnerung könnte dann, sobald es passt, redbeans den nächsten machen, danach friedrich… gab es sonst noch interessenten? ich würde irgendwann noch mal einen post-80s-bft machen, ob’s euch passt oder nicht. auf jeden fall werde ich noch gypsys anregung aufgreifen, die bisherigen tests ein wenig ’nachzubesprechen‘.

    --

    #8186985  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 12,291

    alexischicke arbeitet glaube ich auch fieberhaft an seinem bft?

    --

    .
    #8186987  | PERMALINK

    ferry

    Registriert seit: 31.10.2010

    Beiträge: 2,379

    @ Vielen Dank für die Zusammenstellung dieses sehr interessanten BFT, und die Diskussion. Und ich hoffe natürlich, dass Du einen schönen Urlaub hattest.

    Einige Stücke habe ich mir nachträglich nochmals angehört. Bei CD2 war ich vielleicht etwas zu kritisch mit #2.1 und #2.7, aber auch mit #2.2 und #2.5.

    Was für die Wunschliste in Frage kommt, ist mir noch nicht klar, da es einiges ja auch nur auf LP gibt (evtl. schwer zu finden).

    --

    life is a dream[/SIZE]
    #8186989  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

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    Die nächsten Tage beginnt die Diskussion einer gekürzten (nur noch eine CD-Länge) und leicht geänderten Version dieser Zusammenstellung auf Organissimo. Falls jemand dort mitlesen möchte und wissen will, um welche Tracks es jeweils geht, kann ich gerne per PN die Infos liefern (und auch den DL-Link, bei Interesse).

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #138: 14.2., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #30: tba
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