Who’s Gladys Thompson, anyway? (Auf der Suche nach Chuck Thompson, Jazz-Drummer)

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  • #11713151  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    ich hab auch noch was, einen wegen mangelnder Qualitaet geloeschten wikipedia Artikel, von Chucks Neffen Gary Thompson wiki, discogs (da mischt sich aber was, denk ich), facebook:

    Gary Mario Thompson was born in Sun Valley CA on 23 September 1951. His father was in The U.S. Military Academy at West Point. Gary’s mother was Concert pianist and Soprano Vocalist. His uncle Chuck Thompson was a Drummer for jazz greats Miles Davis, John Coltrane, Hampton Hawes. Gary’s grandmother worked for Charlie Chaplin in New York. She was given a Stradivarius violin as a present. At age 13 Gary was given a beat up two string guitar and fumbled with it for a year. He then got a job and bought his first electric guitar.

    Thompson began his musical career at the age of 16, playing guitar with the Chicago Wicker Park Garage Band at Sorority’s and Fraternity houses at Northwestern University, Purdue University and others. While attending Tuley High School in Chicago IL, Gary played guitar with local groups The Mystics, The Outlaws. Gary played guitar with The Notations. While Gary attended Kennedy King College in Chicago IL, he was in their Jazz Ensemble. Thompson was in the band Ememanon a derivative of the band Second Coming on Mercury Records when they auditioned for Curtis Mayfield. Curtis Mayfield chose Gary and Gary became a reasonably prominent member of the Curtis Mayfield band. Gary recorded albums, movie sound tracks and toured with Curtis for ten years. Thompson then met Norman Whitfield, a Grammy-winning songwriter, producer and arranger for Motown Records. Thompson spent 15 years working and composing music with Norman Whitfield. His work with Norman included several Motown artists including The Temptations „Back to Basis“ album.

    ich glaub da jetzt nicht jedes Wort von, aber… damit waere die Familie gefunden… und eine Curtis Mayfield connection gibt es auch…

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    #11713191  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

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    redbeansandrice

    Gary Mario Thompson was born in Sun Valley CA on 23 September 1951. His father was in The U.S. Military Academy at West Point. Gary’s mother was Concert pianist and Soprano Vocalist. His uncle Chuck Thompson was a Drummer for jazz greats Miles Davis, John Coltrane, Hampton Hawes. Gary’s grandmother worked for Charlie Chaplin in New York. She was given a Stradivarius violin as a present. At age 13 Gary was given a beat up two string guitar and fumbled with it for a year. He then got a job and bought his first electric guitar. Thompson began his musical career at the age of 16, playing guitar with the Chicago Wicker Park Garage Band at Sorority’s and Fraternity houses at Northwestern University, Purdue University and others. While attending Tuley High School in Chicago IL, Gary played guitar with local groups The Mystics, The Outlaws. Gary played guitar with The Notations. While Gary attended Kennedy King College in Chicago IL, he was in their Jazz Ensemble. Thompson was in the band Ememanon a derivative of the band Second Coming on Mercury Records when they auditioned for Curtis Mayfield. Curtis Mayfield chose Gary and Gary became a reasonably prominent member of the Curtis Mayfield band…

    ich glaub da jetzt nicht jedes Wort von, aber… damit waere die Familie gefunden… und eine Curtis Mayfield connection gibt es auch…

    Der Link zu Facebook ist sicher interessant. Dass man den Bruder von Chuck bei der Army suchen könnte, hatte ich ja schon mal vorgeschlagen. Hier wird leider gar kein Name genannt, der von der Mutter fehlt leider ebenfalls noch. Immerhin scheinen sich noch andere Leute dafür zu interessieren…

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    #11713259  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    dass es nur den einen Bruder gibt, Robert Anthony Thompson (18 Juli 1923 New York – 30 August 1972 Los Angeles), wuerd ich mal bis auf weiteres stark annehmen… da Gary ja 1951 geboren ist, muesste ein weiterer Bruder spaetestens Mitte der 30er geboren sein, wofuer es bislang keine Anzeichen gab… Armee hab ich natuerlich bei allen soweit es geht nachgesehen, aber nur mit Name und Geburtsjahr kann man bei Leuten, die so heissen, echt nicht viel sagen… jetzt gibt es ja ein paar zusaetzliche Infos, mit denen vielleicht was geht… den Namen von Garys Mutter findet man hier, Foulkes, weiter bin ich noch nicht, aber da geht natuerlich noch mehr, immer wenn neue Informationen da sind, fallen ein paar Puzzlesteine…

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    #11713265  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,518

    Da nun Gladys das Leben von Lita gerettet hatte, finde ich das mit der Stradivardi nicht so sehr unwahrscheinlich. Die Söhne von Chaplin darf man dabei auch nicht vergessen, weil die teilweise beim Vater waren. Ja, möglich wäre es. Aber solche Sachen sollten nicht ungeprüft bleiben. Das wurde ja wahrscheinlich zuerst auf FB gepostet, aber das schaue ich mir später an.

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    #11713271  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,817

    thelonicaDa nun Gladys das Leben von Lita gerettet hatte, finde ich das mit der Stradivardi nicht so sehr unwahrscheinlich. Die Söhne von Chaplin darf man dabei auch nicht vergessen, weil die teilweise beim Vater waren. Ja, möglich wäre es. Aber solche Sachen sollten nicht ungeprüft bleiben. Das wurde ja wahrscheinlich zuerst auf FB gepostet, aber das schaue ich mir später an.

    Es gibt ja auch Chucks Erzaehlung an Leonard Feather, sein Vater sei Geigenbauer gewesen… Irgendwas mit einer Geige war da also – aber es sind schon sehr unterschiedliche Geschichten… und direkt fuer Chaplin hat Gladys vermutlich nie gearbeitet… deine angedeutete Story weiter oben, dass vielleicht Chuck seinen Schlagzeugunterricht in Hollywood (von dem er ja auch erzaehlt hat) in irgendeiner Weise via Lita bekommen hat, find ich uebrigens auch nicht so abwegig…

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    #11714421  | PERMALINK

    thelonica

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    Ja, das sind ziemlich unvollständige Erzählungen oben im Zitat. Wir wissen halt nicht wirklich, wo die Violinen von Chaplin repariert oder restauriert wurden. Vielleicht hatte der Vater von Chuck mit den Instrumenten zu tun, genug Werkstätten in New York dürfte es ja wohl gegeben haben.  Wir wissen nicht viel über die Bestände von Chaplin, was wann weggegeben wurde, was seine Söhne bekamen oder sein Halbruder Wheeler Dryden behalten konnte. Um 1953/1954 wurde jedenfalls sein Studio verkauft, damit hatte Wheeler zu tun. Und wir wissen nicht, ob eine Stradivari nicht vielleicht Chaplin geschenkt wurde. Er hatte halt viel Prominenz empfangen. (Ergänzung: Mysteriös sind die vielen Vorfälle bei denen Instrumente verschwanden. Chaplin hätte eine Stradivardi vielleicht nicht zum Spielen für sich selber erworben, da er Geige ja wohl linkshändig gespielt hatte und ab irgendwann etwas frustriert von seinen Möglichkeiten auf dem Instrument war, siehe Buch von Charlie Jr. Eine Anschaffung für seine Gäste wäre möglich. Es wäre noch seltsamer, wenn ihm vielleicht eine gestohlene Violine untergejubelt wurde.)

    Dass der Vater von Chuck Geigenbauer war, stelle ich eher nicht in Frage. Vielleicht war es schwierig genauer darüber zu sprechen, weil es teils ein Geheimnis war. Eine echte Verbindung zur Chaplin-Familie wäre vielleicht heikel, hätte vielleicht einiges an Staub aufgewirbelt (im zweiten Buch von Lita steht noch, dass das FBI Lita zum Ex-Mann befragen wollte, sie hatte das aber abgelehnt). Im Buch von Hampton Hawes steht dazu nichts(?). Falls Hawes es wusste, hatte es ihn sicher beeindruckt. Spencer Dryden (Drummer bei Jefferson Airplane u.a.) hatte das ebenfalls nicht so publik gemacht. Ob Chuck selber noch Schlagzeugunterricht gegeben hatte, können wir z.B. wohl nicht mehr herausfinden. Dass er am Anfang einen weiteren Mentor hatte, halte ich allerdings für wahrscheinlich. Lita und Gladys hatten das vielleicht zusammen unterstützt…

     

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    #11729025  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    ein kleines Update, wir hatten ja zwischenzeitliche Sorge, dass Gladys ihre ganze Familie ueberlebt hat… aber das Gegenteil ist der Fall… Robert Anthony, Chucks aelterer Bruder, starb zwar recht jung 1972, aber er und seine Frau Annette hatten vier Kinder, Antoinette, Edmund Venoy (benannt nach Chucks zweitem Namen nehm ich an), George Nirvano und den oben erwaehnten Gary Mario, alle geboren zwischen den mittleren vierziger und fruehen fuenfziger Jahren… so dass im Nachruf auf Edmund Venoy Thompson eine ziemlich substantielle Familiengemeinschaft nachzulesen ist…

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    #11729089  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

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    redbeansandriceIn Raise Up Off Me wird es so dargestellt, dass Thompson irgendwann waehrend der sechsmonatigen Amerikatour des Hawes Trios physisch am Ende war („But Chuck couldn’t make it anymore and fell out. I called up Kenny Burrell who drove up from New York to join us for the rest of the tour. We gave Chuck what money we could and left him sitting on a hospital cot in a white bathrobe.“) Genau laesst sich das ohne weitere Informationen nicht lokalisieren und datieren, aber vom Kontext her scheint es Rochester oder Buffalo gewesen zu sein, in Buffalo spielte das Trio im April und Juni 1956 (link)… ich behaupte mal der Vorfall war im Juni oder Juli bei der naechsten Tourstation in Rochester…

    Skeptisch bin ich übrigens immer noch was diese Erzählung im Buch angeht. Im Buch steht relativ wenig zu Chuck, meistens geht es nur um Hampton Hawes. Das Schicksal von vielen Drummern vermutlich, dass ihre Geschichten zu kurz kommen. Ja, physisch eine fordernde Tour, sicherlich mit lästigen Kontrollen (wg. Hawes) verbunden. Da wir nun ungefähr wissen, was Gladys für Lita getan hatte, halte ich es nicht für unmöglich, dass Chuck die Tour auf Rat seiner Mutter abgebrochen hat. Die Geschichte bei Hawes im Buch klingt nicht 100% echt (für mich), zumindestens verkürzt, weil eigentlich hatte er vermutlich das größere Problem mit Drogen. Und dann war ja noch der Bruder von Chuck da, aber schwer zu sagen, wie groß der Einfluss auf seinen jüngeren Bruder war.

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    #11729203  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,817

    in der Tat, die Geschichte wird meist nicht aus der Sicht der Schlagzeuger geschrieben… oben im Thread ist ja dieses Zitat von Red Mitchell, der indirekt auf diese Passagen in der Autobiografie von Hawes angesprochen wird, und sich darin eher nicht wiederfindet… Letztlich zerfaellt die Geschichte des grossen Hampton Hawes Trios ja in zwei Phasen, die stabilen Engagements in Los Angeles, und dann die aus dem Ruder gelaufene Tour… Was die Phase in LA betrifft, erinnert sich Mitchell, dass Hawes zu der Zeit clean war, und Thompson seine Sucht sehr gut im Griff hatte, nur immer eine gute Stunde vor den Auftritten von Mitchell zu einer bestimmten Strassenecke gefahren werden musste… und dann kam die Tour, bei der das Trio zerbrach, weil die Probleme von Hawes und Thompson eskalierten… macht ja viel Sinn, was Hawes da beschreibt, New York war nicht das Problem, Chicago wahrscheinlich auch nicht, aber mit dieser Art von Suchtproblem durch unbekannte Kleinstaedte tingeln ist eine Herausforderung, zumal in den 50er Jahren und die Hautfarbe duerfte auch nicht geholfen haben – die unmittelbaren Probleme sind ja entweder, wenn kein Stoff da ist, oder wenn die Polizei ins Spiel kommt, weil man nicht weiss, wem man „vertrauen“ kann… ich hab drei Vorschlaege, warum es dann Thompson war, der die Tour abbrechen musste: 1) Hawes hatte mehr Geld und damit mehr Moeglichkeiten, sich ueber Wasser zu halten, mal eben nach New York zu seinem Dealer zu fliegen (dreimal), oder den Dealer aus New York einzufliegen 2) Hawes hatte seine Frau dabei, die sich ein wenig kuemmerte, zb irgendwo einen befreundeten Arzt auftat, der Methadon verschrieb – wahrscheinlich nur fuer Hawes und nicht fuer Thompson 3) zwei Leute mit solchen Problemen war einfach einer zu viel, und ein Hampton Hawes Trio ohne Hampton Hawes keine Option..

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    #11752325  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    #11752329  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    #11752377  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    die Bildhauerin Julie MacDonald ist scheinbar eine von vielen Schluesselfiguren in Charlie Parkers Biografie, s hier, da sieht man auch eins ihrer Stuecke… tatsaechlich hat sie auch eine Doppelseite in Reisner’s Charlie Parker Buch… zu Freddie Threats findet man nicht so leicht was (also, vermutlich Fred Lee Threats, 13 Aug 1926 in LA – 25 Oct 1987 in SF, Vater Fred Threats Sr war schon Saxophonist, und irgendwo stand was von einer Party, bei der er und Hampton Hawes eingeladen waren, Jugendfreunde scheinbar)

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    #11754377  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 46,303

    Falls dies hier eh nicht schon vorgekommen ist …. :

    Melba Liston, Charles Fox, Chuck Thompson, Ross Russell und Dexter Gordon während einer Dial Records Session am 5ten Juni 1947 @ Los Angeles (Photographie : Ray Whitten Photography/Michael Ochs Archives) ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #11754385  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 62,096

    Die Diskussion war hier schon mal, glaub ich (dass das gar nicht Chuck Thompson sei)?

    Hier kam das Foto zum ersten Mal in diesem Thread:
    http://forum.rollingstone.de/foren/topic/auf-der-suche-nach-chuck-thompson-jazz-drummer/page/4/#post-11114639

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11754397  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 46,303

    gypsy-tail-windDie Diskussion war hier schon mal, glaub ich (dass das gar nicht Chuck Thompson sei)? Hier kam das Foto zum ersten Mal in diesem Thread: http://forum.rollingstone.de/foren/topic/auf-der-suche-nach-chuck-thompson-jazz-drummer/page/4/#post-11114639

    Thnx …. besser doppelt als gar nicht 😎 ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
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