Anthony Braxton

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  • #83559  | PERMALINK

    newk

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    Ich versuche es mal mit einem kleinem Überblick. Braxtons Discographie ist auf den ersten Blick natürlich extrem umfangreich, läßt sich aber auch relativ einfach in verschiedene Kategorien unterteilen.

    Quartet Books:

    Unter den Quartet Books faßt Braxton seine Kompositionen für Jazz-combos zusammen. Hier finden sich meiner Meinung nach seine schönsten Arbeiten, besonders die Aufnahmen mit George Lewis, Dave Holland und Barry Altschul sowie mit Marilyn Crispell, Mark Dresser und Gerry Hemingway sind grandios.
    Ähnlich gut sind Performance (Quartet) 1979 und Seven Compositions (Trio) 1989 auf Hat Hut.

    Solo Books:

    Erklärt sich von selbst. Zu dieser Kategorie zählt auch sein wohl bekanntetes Album For Alto, es gibt aber noch über ein Dutzend weitere Soloaufnahmen. Hier paßt Braxtons Ruf als kalter Akademiker wohl am ehesten. Ich finde ihn solo auch etwas anstrengend, trotzdem gibt es sehr gute Kompositionen wie bspw. das letzte Stück auf Saxophone improvisations Series F.

    Creative Orchestra Music:

    So werden seine Kompositionen für Big Band bezeichnet. Auch hier finden sich sehr schöne Aufnahmen, Creative Orchestra Music 1976 und Creative Orchestra (Köln) zum Beispiel.
    Etwas enttäuschend fand ich das vom Penguin Guide hochgelobte Eugene (1989).

    Neue Musik:

    Opern, Streichquartette, Klaviermusik also Werke, die sich stark an europäischen Vorbildern orientieren komponiert Braxton seit den Sechzigern. Hier fehlt mir etwas das Interesse, oft sind die Interpretationen wohl auch problematisch.

    Ghost Trance Music:

    Inzwischen dürfte wohl ein großer Teil seines Outputs aus Kompositionen der GTM Series bestehen. Ich kann leider nicht viel mit anfangen, oft bestehen die Stücke aus unisono gespielten, scheinbar endlosen Ketten von Achtelnoten, was halt auf die Dauer extrem monoton wirkt.

    Standards:

    Besonders seit Mitte der Neunziger gibt es sehr viele Alben, die in erster Linie oder ausschließlich aus Interpretationen von Jazz-Standards bestehen. ME liegt hier nicht Braxtons Stärke, das Charlie Parker Project hat aber ein paar nette Momente.

    Freie Improvisation:

    Ganz ohne kompositionelle Vorgaben arbeitet Braxton auf vielen frei improvisisierten Alben. Besonders mit Richard Teitelbaum, Derek Bailey und Evan Parker spielt bzw. spielte er des öfteren. Sehr gelungen ist das Duo -Album mit Evan Parker Duo (London) 1993.

    --

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    #8651985  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
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    Sein Output ist riesig … was ich bisher aus der Arista-Box von Mosaic gehört habe (die ersten beiden CDs mit den Alben „New York, Fall 1974“, „Five Pieces, 1975“ und mit Muhal Richard Abrams im Duo „Duets 1976“) hat mir sehr gefallen, aber am allerbesten finde ich wohl ebenfalls die Quartette und Quintette mit Lewis, mit Holland, mit Marilyn Crispell … auf Hat sind da einige tolle Dinge erschienen, die ersten beiden leider vergriffen: „Quintet (Basel) 1977“, „Quartet (Dortmund) 1976“, „Performance (Quartet) 1979“ … das ist für mich wohl der „Kern“ von Braxton. „For Alto“ und die America Solo-Aufnahmen haben mich bisher weniger gelackt, die Standards-Projekte habe ich nicht verfolgt (ein paar mittelprächtig überzeugende ROIOs haben mir gereicht, die Boxen bei Leo waren ja stets schnell weg … aber andere Leo-Alben aus den Siebzigern und Achtzigern sollte man wohl mal suchen). Das Duo mit Andrew Cyrille auf Intakt (zwei CDs) finde ich auch ziemlich gut, ebenso die beiden mit Roach (Hat und Black Saint), die Hat mit Ran Blake hübsch, aber eher auf der leichteren Seite … die Soul Note/Black Saint-Box hat mich insgesamt aber eher ein klein wenig enttäuscht, mit „Eugene“ (das ich davor schon einzeln hatte) geht es mir ähnlich, einen richtigen Zugang habe ich ich gefunden (allerdings hab ich das auch seit vielen Jahren nicht mehr versucht).
    Braxtons Werk ist riesig, eigentlich fast nicht zu fassen, und ich habe noch längst keinen rechten Überblick, dünkt mich.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: 24.9., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #19: Klassikstunde #2, 27.8., 22:00; #20: Ennio Morricone, 12.9., 22:30
    #8651987  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
    Moderator

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    gypsy tail winddie Standards-Projekte habe ich nicht verfolgt

    „Eight (+3) Tristano Compositions 1989“ und „Six Monk’s Compositions (1987)“ mag ich sehr, die beiden Sets auf SteepleChase aus den 70s etwas weniger. Die Präferenzen liegen bei mir aber auch bei den Quartett/Quintett-Sachen, insbesondere gemeinsam mit Marilyn Crispell (die Studio- & Liveaufnahmen aus Willisau auf HatHut, die drei Mitschnitte der England-Tour auf Leo).

    Ansonsten eben viel verstreutes: „The Iron Men“ mit Woody Shaw, „Seven Compositions (Trio) 1989“ mit Tony Oxley, das „Paris-Concert“ von Circle, die Trio-Aufnahme „Beyond Quantum“ auf Tzadik, sicherlich auch „3 Compositions of New Jazz“, Hollands „Conference Of The Birds“, „Levels and Degrees of Light“ von Abrams…

    Aus den letzten Jahren kenne ich verhältnismäßig wenig, erst recht seitdem Braxton über New Braxton House Records jeden Monat 100 Stunden Musik veröffentlicht – einiges davon interessiert mich auch nicht sonderlich. Das Quintett mit Ho Bynum und Halvorson vor einer Woche in Berlin war aber ziemlich toll!

    --

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    #8651989  | PERMALINK

    newk

    Registriert seit: 09.10.2008

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    gypsy tail wind
    Braxtons Werk ist riesig, eigentlich fast nicht zu fassen, und ich habe noch längst keinen rechten Überblick, dünkt mich.

    Wie gesagt, so schwer zu fassen ist es eigentlich gar nicht wenn man es erst mal aufdröselt.
    Bei den Quartet Books komme ich auf 29 Alben:

    3 Compositions of New Jazz
    B-Xo/ N-O-1-47A
    This Time
    The Complete Braxton 1971
    Donna Lee/Dona Lee
    Town Hall 1972

    Four Compositions (1973)
    Live at Moers Festival
    New York Fall 1974
    Five Pieces 1975
    News from the ’70s

    Dortmund (Quartet) 1976
    The Montreux/Berlin Concerts
    Quintet (Basel) 1977
    Performance (Quartet) 1979
    Seven Compositions 1978 (sic)
    Six Compositions: Quartet
    Four Compositions (Quartet) 1983
    Six Compositions (Quartet) 1984
    Prag 1984 (Quartet Performance)
    Quartet (London) 1985
    Quartet (Birmingham) 1985
    Quartet (Coventry) 1985
    Five Compositions (Quartet) 1986
    Seven Compositions (Trio) 1989
    Willisau (Quartet) 1991
    Victoriaville (1992)
    Twelve Compositions: Live at Yoshi’s, July 1993
    Quartet (Santa Cruz) 1993

    Die kursiv markierten Alben enhalten auch Aufnahmen in anderen Besetzungen und/oder Fremdkompositionen.
    Davon abgesehen gibt es auch Aufnahmen von 6f und 6l mit Circle.

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    #8651991  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Biomasse

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    Napoleon Dynamite“Eight (+3) Tristano Compositions 1989″ und „Six Monk’s Compositions (1987)“ mag ich sehr, die beiden Sets auf SteepleChase aus den 70s etwas weniger. Die Präferenzen liegen bei mir aber auch bei den Quartett/Quintett-Sachen, insbesondere gemeinsam mit Marilyn Crispell (die Studio- & Liveaufnahmen aus Willisau auf HatHut, die drei Mitschnitte der England-Tour auf Leo).

    Monk, das ist die auf Black Saint mit Mal Waldron? Die fand ich zwar etwas besser als die anderen Quartette im Box-Set, aber ich hatte mir acuh etwas mehr erhofft. Die Leo-Sachen mit Cirspell sind es, die ich wohl mal haben sollte.

    Napoleon DynamiteAnsonsten eben viel verstreutes: „The Iron Men“ mit Woody Shaw, „Seven Compositions (Trio) 1989“ mit Tony Oxley, das „Paris-Concert“ von Circle, die Trio-Aufnahme „Beyond Quantum“ auf Tzadik, sicherlich auch „3 Compositions of New Jazz“, Hollands „Conference Of The Birds“, „Levels and Degrees of Light“ von Abrams…

    Oh ja, „The Iron Men“, die Muhal, Circle, Holland – die mag ich auch sehr! Die anderen erwähnten Aufnahmen kenne ich (noch) nicht.

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    #8651993  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Braxtons Sextett in Prato:
    http://intoabluehaze.blogspot.de/2012/10/anthony-braxton-echo-echo-mirror-house.html

    Und hier nochmal der Youtube-Link zum Konzert der grossen Band in Venedig:
    https://www.youtube.com/watch?feature&v=oYkHFh3ZWKc

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    #8651995  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Anthony Braxton / Taylor Ho Bynum / Gerry Hemingway – Willisau, 1. September 2013, 14:00 Uhr

    Ich habe das Folgende fast genau so gerade in eine Mail an redbeans getippt … eigentlich waren nur zwei, drei Sätze beabsichtigt, da das so lange wurde, hole ich es mal – etwas überarbeitet und erweitert – hier rein.

    Dauerte etwas, bin ich rein fand in die Musik, war irgendwie AACM halt, viel Geplänkel. Gerry Hemingway hatte hinter seinem Drumset ein Marimba und ein Vibarphon, die er aber fast nur dazu benutzte, ganz feine leise Linien zu spielen, die Säge und diverses Kleinzeugs kamen später auch zum Einsatz (Hemingway ist wohl sieben Mal zwischen Luzern und Willisau hin und hergefahren um den ganzen Krempel dahinzukriegen, in Zürich letztes oder vorletztes Jahr spielte er nur ein kleines Drumkit) … also viel „Aufbau“ und so, dann aber eine lange, sehr intensive Phase, in der Braxton sehr toll war (Altsax vor allem, er griff auch zum Sopranino und weniger oft zum Sopran) … Taylor Ho Bynum ging dann mal in die Hocke und es wurde klar, warum er zwei Flaschen mit Wasser da hatte … die eine leerte er nämlich in Schüben vorn in sein Kornett und hielt dieses dann kauernd zum Mikro hoch, spielte wilde, logischerweise gurgelnde Phrasen, spuckte Wasser über die ganze Bühne … erst traf er mehrmals Braxton, der seine Brille putzen musste aber keine Miene verzog … und dann traf er das Mikrophon – POPP! und aus war’s, machte aber nichts, da ich in der ersten Reihe sass und eh fast alles direkt und unverstärkt hörte … dass das Mikro wirklich hinüber war begriff ich erst, als zehn Minuten später einer kam, um ein neues hinzustellen … kein Konzert, das mich wirklich umhaute (wie die beiden Matana mit Band oder das erste Solo-Konzert, das ich von ihr hörte, oder Brötzmanns Chicago Tentett oder Mike Reed diesen Winter, oder ja, auch Trixie Whitley), aber es war doch sehr gut.

    Die „Vorband“ Sqwakk aus Berlin (und Saarbrücken), war okay, sehr verkopft, zuwenig Momente, in denen sie einfach mal spielten … aber gute Musiker v.a. Jan Roder und Michael Griener (an Bass bzw. Schlagzeug), Rudi Mahall war wie immer etwas überpäsent und oft ziemlich langweilig (er spielte fast nur ruppige Sounds, penetrant laute Kürzel und Einwürfe, die er wohl für sehr frech und witzig hielt – manchmal waren sie’s auch, aber längst nicht immer – und wenn er mal ausgiebiger solierte, war er fast immer gleich beim hyperintensiven Überblasen. Wenn er aber mal bemüht war, ein paar Linien zu improvisieren (er tat das eher an der Klarinette als an der Bassklarinette), kam das sehr gut … der Posaunist (der ist eben aus Saarbrücken, ich kannte ich davor als einzigen noch nicht) Christof Thewes jeoch war ziemlich verdammt toll! Aber er stand zwangsläufig etwas im Schatten von Mahall. (Ich hörte vor einigen Jahren eine ähnliche Band, mit Nils Wogram und Uli Jennessen statt Thewes und Griener, da war das weniger ausgeprägt, dafür kam damals der Jennessen, der das Slingerland-Kit von Han Bennink bearbeitete, nicht mit dem Sound klar und war viel zu laut und überwältigend.)

    Das Trio spielte ein langes Set, das durch verschiedene Teile ging (Braxton gab herumfuchtelnd ein paar Anweisungen, alle hatten ein Blatt – aber nur eines – auf dem Notenpult) und nach einer wie erwähnt längeren Heranführung ziemlich explosiv wurde. Fordernde Musik – aber ja: Das war gut!

    Bei aller Verkopftheit, die man Braxton gewiss vorwerfen kann: Im direkten Vergleich wurde überdeutlich, dass er auch einfach mal loslassen kann und dass seine „geplanten“ Passagen viel mehr sind als Verdammt-vertrackte-post-Dolphy-Musik (so würd ich Quaak mal beschreiben, in einem – ähm – Wort). Bei Braxton gibt es MUSIK! Er kann loslassen und drauflosspielen, und dann zieht er sich wieder zurück. Seine kleinen Einwürfe sind viel präziser als die schnoddrig-komödiantischen Mahalls. Ein wirklich recht lehrreicher Vergleich, die bieden Gruppen nacheinander zu hören.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: 24.9., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #19: Klassikstunde #2, 27.8., 22:00; #20: Ennio Morricone, 12.9., 22:30
    #8651997  | PERMALINK

    bullschuetz

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    Beiträge: 1,683

    Elend große Frage, ich weiß, der Mann hat ja ein Riesenwerk – aber egal:

    Anthony Braxton … womit fange ich an?

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    #8651999  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 7,786

    For Alto?

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    .
    #8652001  | PERMALINK

    vorgarten

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    Beiträge: 5,638

    quartet (dortmund) 1976.

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    #8652003  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    Oder Sachen auf Hat Hut, die man nicht kriegen kann ;-) (Basel, Dortmund … Willisau und Santa Cruz kenne ich selbst noch nicht.)

    Aber „For Alto“ ist sicher ein guter Einstieg. Oder natürlich „Conference of the Birds“ von Dave Holland auf ECM (eigentlich das damalige Sam Rivers Trio mit Holland und Barry Altschul plus Braxton). Die Arista-Aufnahmen, soweit ich sie bisher angehört habe, sind auch toll (die Mosaic-BOx enthält aber auch ein paar dieser megalomanen Dinger, die vermutlich kein Mensch braucht).

    Was ich mir auch recht gut als Einstieg vorstellen kann: die beiden Duo-Alben mit Andrew Cyrille auf Intakt.

    Denke irgendwie aber, bei Braxton gehen Empfehlungen am Ende eh irgendwie ins Leere – man kann mit hundert Sachen anfangen und muss sich selbst einen Weg pflügen und schaufeln.

    EDIT: vorgarten war um Sekunden schneller – aber was Dortmund betrifft: :bier:

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    #8652005  | PERMALINK

    newk

    Registriert seit: 09.10.2008

    Beiträge: 428

    bullschuetzElend große Frage, ich weiß, der Mann hat ja ein Riesenwerk – aber egal:

    Anthony Braxton … womit fange ich an?

    Auf keinen Fall mit For Alto, die klingt nach Pfeife, Strickjacke und Brille, also etwas kalt und akademisch.

    Wie vorgarten schon schreibt eignet sich wohl Quartet (Dortmund) 1976 am besten als Einstieg, die dürfte aber etwas schwer zu finden sein.
    Falls Du Vinyl hörst wären New York Fall 1974, Five Pieces 1975, The Montreux/Berlin Concerts oder Creative Orchestra Music 1976 vielleicht was, die stehen in jedem zweiten Pattenladen rum.
    Die Alben mit Marilyn Crispell, Mark Dresser und Gerry Hemingway aus den 80ern und 90ern sind auch toll aber weniger eingängig.

    --

    #8652007  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 5,638

    newkAuf keinen Fall mit For Alto, die klingt nach Pfeife, Strickjacke und Brille

    :lol:

    newk oder Creative Orchestra Music 1976

    ja, die ist auch super.

    --

    #8652009  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

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    Dissen von Klassikern qua Klassiker ist plöd.

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    #8652011  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 5,638

    gypsy tail windDissen von Klassikern qua Klassiker ist plöd.

    ich mag FOR ALTO, finde es aber keinen guten einstieg. solo als purster ausdruck eines künstlers ist ja quatsch – ohne dass das hier jemand behauptet hätte. aber gerade das oft recht unkommunikativ wirkende spiel von braxton ist eben doch in band- oder zumindest duo-kontexten sehr reizvoll. finde ich.

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