Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Miles Davis - Bitches Brew
BlackJack
01.09.2004, 09:36
Wie im "folgendes Album höre ich gerade"-Thread schon erwähnt habe ich mir gestern dieses Album zugelegt und bin restlos begeistert.
Mich würde aber mal interessieren, was die alteingesessenen Jazzer hier im Forum dazu meinen. Ist das für euch noch guter Jazz oder schon zu übertrieben? Oder gibt es (was ich annehme) noch viel verücktere Sachen, die ich einfach nicht kenne und deswegen im Moment dieses Album für mich das Maß aller Dinge ist?
Saffer38
01.09.2004, 10:08
Ich weiß nicht, was Du über die Enstehungsgeschichte dieses Album weißt? Es ist ja nicht nur vom spielerischen eine einzigartige Leistung, sondern v.a. produktionstechnisch, da es von Miles und Teo Marcero aus - was weiß ich wieviel -Stunden Gejamme auf Band zusammengeschnitten wurde.
Für mich ist es die logische Weiterentwicklung in Miles's Musik nach den Bebop, Hardpop, Cool-Jazz-Jahren mit seinem ersten großen Quintett/Sextett bis Anfang der 60er und dem zweiten großen Quintett, mit dem er ja schon bei "ESP, "Milessmiles" und "Nefertiri" alle gängigen Formen und Stilmittel ad absurdum führte - mit kongenial musikalischen Ergebnissen!
"In a silent way" - habe ich Dir ja als "Übergangsplatte" vom akutischen zum elektrischen Jazz der "Bitches"-Phase schon ans Herz gelegt, es ist für mich aber auch meine persönliche Abschlußscheibe von Miles, da ich seine Sachen danach nichrt mehr so moche(er ist dann diese Zusammengeschnippsel-Phase weitergefahren, allerdings mit nicht mehr so gigantischen Ergebnissen wie eben "Bitches Brew"
Ähnlich "Durchgeknalltes" gibt es noch jede Menge (das böse F-Wort dazu ist "Fusion")
Also wenn Dir die Bitches wirklich soo gefällt, dann kannst Du gerne mal Zappa (v.a. seine Platten zw. 69 und 79), Mahavishnu Orchestra, Return to forever, Stanley Clarke, Herbie Hanckock, Weather Report, Joe Zawinul, Keith Jarrett, Jaco Pastorius und ihre Werke v.a aus den 70 antesten!
Dominick Birdsey
01.09.2004, 11:02
Originally posted by mick67@1 Sep 2004, 10:05
Aber bis heute hat sich mir der Reiz nicht so ganz erschlossen.
Mir hat er sich überhaupt nicht erschlossen. :ph34r:
Mark Oliver Everett
01.09.2004, 12:32
Ich hab das Album immer als sehr revolutionär verstanden, weil es sich an eine Art Jazz-Rock-Pop herangewagt hat, welche zuvor noch absolutes Neuland war. Also muss das Album musikhistorisch sehr wichtig seinn, hat sich aber mir persönlich, in ihrem Reiz nie so ganz erschlossen. Geht mir da gleich wie BlackJack: Überall war das Album unter den Besten und wurde sehr gelobt, aber hat sich mir nie so eröffnet.
jimmyjazz
01.09.2004, 13:06
die puristen mögen das album ja auch überhaupt nicht, also...
Dominick Birdsey
01.09.2004, 14:04
Ich bin ein Purist. ;)
Mark Oliver Everett
01.09.2004, 14:44
Originally posted by mick67@1 Sep 2004, 12:45
Du meinst, es geht Dir wie mir...
oh sorry, falsch gekuckt. ;)
Ich hatte es auch, zusammen mit Kind of Blue Aufgrund von Empfehlungen/Bestenlisten gekauft. Bitches Brew hat mich nie erreicht oder ich es nie Verstanden. Kind Of Blue leg ich immer wieder gerne auf.
Gruß,
ZUFO
captain kidd
01.09.2004, 16:37
brew hat mich auch nie wirklich berührt. in a silent way oder jack johnson find ich besser. aber fusion ist eh nicht so mein ding. weather report, okay. aber sonst...
Saffer38
01.09.2004, 16:49
Originally posted by captain kidd@1 Sep 2004, 15:37
brew hat mich auch nie wirklich berührt. in a silent way oder jack johnson find ich besser. aber fusion ist eh nicht so mein ding. weather report, okay. aber sonst...
ja, Fusion, schwieriges Feld...komme ja aus der Generation, die damit am Vorabend des Punk noch ziemlich leben musste...obwohl....habe in den letzten Jahren mit einigen Sachen (Weather Reports "Birdland", Stanely Clarke's "Schooldays" uvm.) meinen Frieden gemacht und höre sie mir heute - z.B. beim Putzen, Spülen (NICHT NEGATIV GEMEINT - is einfach gute funktionale Musik) gerne an!!
Und wenn ich die Wahl hätte: Immer "In a silent way" vor "Bitches..."
Prince Kajuku
01.09.2004, 16:59
Ich glaube, Bitches Brew gehört zu der Sorte Platten, die man sich kauft, weil alle sie sich kaufen und wo man sich hinterher fragt, was alle so toll daran finden. Mich persönlich macht die Platte nervös, als ich sie gerade neu hatte (kannte nur Kind Of Blue vorher), legte ich mich voller Erwartung in die Badewanne um zu entspannen, bin eingepennt und schweissgebadet wieder aufgewacht. :D http://www.mysmilie.de/smilies/verschiedene/2/img/013.gif
Allerdings denke ich, daß die Scheibe auch zu den Platten gehört, die man sich mit jedem mal etwas schöner hört...was ja auch seinen Reiz hat.
Saffer38
01.09.2004, 17:03
Originally posted by Prince Kajuku@1 Sep 2004, 15:59
. Mich persönlich macht die Platte nervös, als ich sie gerade neu hatte (kannte nur Kind Of Blue vorher),
das hab ich oft gehört: Viele haben nur die "Kind of blue" und holen sich dann die "britches..." - das ist in etwa so, als ob man direkt von "Love me do" zu Revolution No.9" springen würde - dazwischen gibt es doch noch soooo viel zu entdecken!!
Saffer38
01.09.2004, 17:07
Habe mal unter "Solokünstler" den Miles Davis-Thread mal wieder vorgeholt, da sind für die "Novizen" bestimmt noch einige gute Tips dabei!!
dougsahm
01.09.2004, 19:06
Bitches Brew war 1970 überbewertet und heute unterbewertet.
Oder war sie 1970 unterbewertet und heute überbewertet ?
Für meinen Zugang zu Jazz war sie jedenfalls genauso unwichtig wie Yes für den Zugang zu Rock.
Es geht also auch ohne Bitches Brew und Miles.
Klar war sie vor 34 Jahre ein Meilenstein. Erstens Auflösen von gewohnten Strukturen. Zweitens charming, weil jeder dachte, ein Musiker, der Titel bringt, die bis zu 27 Minuten lang sind, MUSS etwas auf den Kasten haben.
Und keiner traut sich bis heute was dagegen zu schreiben und durch ständiges voneinander Abschreiben landet sie permanent in irgendwelchen TOP10 der Jazz-Alben.
Ich habe sie, ich höre sie, ich würde sie mir wieder kaufen, ich brauche sie nicht und ich würde sie niemals zum Einstieg empfehlen. Genauso zwittrig wie der letzte Satz ist das Album auch.
Mark Oliver Everett
01.09.2004, 19:12
Originally posted by dougsahm@1 Sep 2004, 19:06
Es geht also auch ohne Bitches Brew und Miles.
Ohne Bitches schon, aber ohne Miles? <_<
dougsahm
01.09.2004, 19:19
Ja ohne Miles ginge es auch.
Obwohl ich auch ca 40 habe.
Hab mir aber durch ihn keine neuen Erkenntnisse erschlossen. War nur ein Erweiterung in der Breite. Was ja auch schon was ist.
Andere mögen es fundamentalistischer sehen ....
dagobert
01.09.2004, 22:13
vielleicht nehme ich den mund noch ein wenig zu voll, aber ich komme so langsam zu einer ählichen überzeugung, wie dougsahm. von den (klassischen) jazz-alben, die ich kenne, die sich auf vielleicht 20 stück belaufen, hat miles davis mit abstand die schwächsten beigetragen (fairerweise muss ich dazu sagen, dass diese paar alben wild herausgepickt sind, ob ganz frühe count basies oder die "doo bop" von miles, alles querbeet).
der punkt ist nur, dass miles davis zu einer art marke geworden ist, an die die meisten leute denken, wenn sie an jazz denken. als neulig, der ja irgendwo anfangen muss, kommt mal also nur schwer an ihm vorbei.
und eines finde ich komisch. man liest hier vom "erschliessen", "erreichen", "logischen konsequenzen" etc pp, aber wem gefällt dieses album eigentlich?
Mark Oliver Everett
01.09.2004, 23:45
Mir gefällt dieses Album nicht. Aber ich glaube die Wichtigkeit von Miles Davis für den Jazz und die Musik im allgemeinen, kann man nicht überschätzen. Ich bin überhaupt auch kein Jazzkenner und was dougsahm mag sicherlich auch grösstenteils stimmen, aber wenn man jemanden aus dem Genre fragen würde, dann würde der uns sicher einen Vortrag über die Wichtigkeit und Vorbildrolle von Davis erzählen. und das ist es doch gerade oder? Miles war der Revolutionäre, Unersetzbare. Oder nicht? Spannendes Thema übrigens ;)
Originally posted by dagobert@1 Sep 2004, 22:13
aber wem gefällt dieses album eigentlich?
mir auch nicht. Es gibt ein paar Miles Alben (natürlich nur von den wenigen, die ich kenne...), die mir so überhaupt nicht gefallen, das hier gehört dazu.
Die Bedeutung von Miles, grade für Jazz-Einsteiger, sehe ich ähnlich - man kommt irgendwie nicht drumrum, er ist der Name, der immer genannt wird und im Raume steht. Quasi das Jazz-Aquivalent zu den Beatles.... ;)
Originally posted by Saffer38@1 Sep 2004, 15:49
Und wenn ich die Wahl hätte: Immer "In a silent way" vor "Bitches..."
oh ja! obwohl ich nicht verstehe warum Bitches Brew nicht verstanden wird? mir gefällt es außerordendlich gut und ich ziehe es sogar Kind of Blue vor. ich mag das "durcheinander" von Bitches Brew und In a silent way. vielleicht fehlt mir der bezug zu dem früheren Davis, aber seine mittlere phase gefällt mir sehr!
Saffer38
02.09.2004, 09:01
Also wenn man sich ein bißchen mit seiner Technik, seinem Ansatz, seinem musikalischen Konzept, wie man ein Solo aufbaut beschäftigt, merkt man schon, daß Miles NEU, AUFREGEND, UNKOVENTIONELL war!
Er hat z.B. den irre-hektischen Bepop von Parker/Gillespie defintiv in ein neues Format, eben dem sogenannten Cool Jazz transformiert, hat viele Jazzer (Coltrane, Adderley, Rollins, Baker) inspiriert und immer wieder aktiv aufgefordert, sich der - seiner - Form der modalen Spielweise (also wenig Akkorde = Harmonisch, sondern mehr Solo = Melodfsich) anzuschließen, was dem Jazz DEFINTIV eine neue Richtung gegeben hat.
In den 60er löste er Strukturen wie Tempi, Takte noch mehr auf und schuf so eine Art surrealistsichen Jazz, der aber immer noch Form hatte (im Gegensatz zum Free Jazz)
Und schließlich galt der olle Motherfucker (Eigenzitat Davis) als DER Endtecker junger Talente, denn was aus seinen beiden Quintetten hervorging, ist nach wie vor die First Class of Jazz
Für mich neben Coltrane (SO GEGENSÄTZLICH zu Davis) JAZZ-Gott
BlackJack
02.09.2004, 10:24
Originally posted by dagobert@1 Sep 2004, 22:13
und eines finde ich komisch. man liest hier vom "erschliessen", "erreichen", "logischen konsequenzen" etc pp, aber wem gefällt dieses album eigentlich?
Wie schon gesagt: MIR!
Ich habe schon erwartet, dass es solch auseinandergehende Meinungen zu diesem Album gibt, aber so wie es den Leuten hier geht, geht es mir z.B. bei manchen Bob Dylan Alben so, dass ich nicht weiss, was die Welt so großartig daran findet.
Ich bin leider nur (sehr interessierter) Jazzneuling und habe mir die Platte gekauft, weil ich gerade ein Buch lese und auch mal musikalisch nachvollziehen wollte, was dort textlich steht. Ich bin absolut hin und weg von der Scheibe. Wie wichtig Miles Davis für den Jazz war, kann ich (im Moment noch) nicht abschätzen, aber ich mag das, was ich von ihm habe sehr gerne. Trotzdem bin ich ja gerade erst dabei meinen Jazzhorizont aufzubauen und habe somit wie im ersten Post schon angesprochen kaum Vergleichsmöglichkeiten. Bin nur gespannt, welche Platte mich als nächste so possitiv überrascht. "Spanish Key" ist für mich übrigens DER Song auf der CD.
Saffer38
02.09.2004, 10:44
Weiter so Black! Habe auch erst relativ spät angefangen, mich für Jazz ernsthaft zu interessieren, aber es ist ein spannender Weg geworden (ist es immer noch!!)
Hast Du denn schon die nächsten Miles-Platten anvisiert?
Also, wie gesagt, würde Dir unbedingt "In a silent way" empfehlen und
vielleicht mal was aus den 60ern vom 2. großen Quintett, z.B. "ESP"
Miles Davis hat(te) einen besonderen Status im Jazz, nicht nur weil er ein außergewöhnlicher Künstler war, sondern weil es Columbia und Teo Macero gelang Miles Davis auf vorher nie gekannte Weise zu vermarkten. Das ist einer der wichtigsten Punkte, warum Miles Davis auch heute noch so populär ist. Es gab vor und nach ihm „bessere“ Trompeter und Bandleader, aber gerade mit dem stetig ansteigendem Erfolg der Platten der elektrischen Phase und einer Öffnung zu einem anderen/größeren Publikum begann die Popularität Davis zu einem Superstar zu steigen.
Bitches Brew wird immer etwas verklärt, da es oftmals als das erste Album eines neuen Genres (Electric Jazz/Fusion/Rockjazz/Jazzrock) gehandelt wird. Dies ist natürlich genauso falsch, wie so viele andere Irrtümer einer Musikhistorisierung, die fälschlicherweise immer linear abzulaufen scheint. Eine Annäherung von Rock und Jazz gab es natürlich schon vorher, doch erst durch Bitches Brew gelang dieses neue Genre zu neuer Popularität und ebnete den goldenen Nährboden für Hunderte von Gruppen.
Und selbstverständlich sollte man Bitches Brew genauso wie jedes beliebige Album nicht zwanghaft lieben, nur weil es in irgend welchen Listen steht.
Bitches Brew war für mich eine der ersten Schallplatten, die ich mir gekauft habe und ich mag sie und einige der späteren Davis Alben bis 1975 immer noch sehr gern, wobei ich sie nur selten höre.
Was das erwähnte „Zusammenstückeln“ im Studio angeht, so muß man bedenken, dass dies schon vorher viel stärker bei In A Silent Way und später bei A Tribute To Jack Johnson praktiziert wurde.
Saffer38
02.09.2004, 12:29
Originally posted by atom@2 Sep 2004, 11:14
Miles Davis hat(te) einen besonderen Status im Jazz, nicht nur weil er ein außergewöhnlicher Künstler war, sondern weil es Columbia und Teo Macero gelang Miles Davis auf vorher nie gekannte Weise zu vermarkten. Das ist einer der wichtigsten Punkte, warum Miles Davis auch heute noch so populär ist. Es gab vor und nach ihm „bessere“ Trompeter und Bandleader, aber gerade mit dem stetig ansteigendem Erfolg der Platten der elektrischen Phase und einer Öffnung zu einem anderen/größeren Publikum begann die Popularität Davis zu einem Superstar zu steigen.
ja, ganz wichtiger Aspekt!!
siehe v.a. auch dszbgl. seine Zeit bei Prestige und dann bei Columbia, examplarisch die Sessions für "Round about midnight"
Originally posted by Saffer38@2 Sep 2004, 12:29
ja, ganz wichtiger Aspekt!!
siehe v.a. auch dszbgl. seine Zeit bei Prestige und dann bei Columbia, examplarisch die Sessions für "Round about midnight"
Genau. Columbia hatte zu dem Zeitpunkt einfach die technisch besseren Möglichkeiten. Das ist eigentlich der wichtigste Unterschied zwischen den drei Columbia Sessions für Round About Midnight und den beiden Prestige Sessions aus dem selben Jahr.
Saffer38
02.09.2004, 12:42
Und das v.a. Macero der wesentlich pingeligere Proudzent war als Rudy van Gelder
Obwohl vieles bei den Prestige Aufnahmen eher unter Weinstocks und Davis Regie stand. Davis selbst wollte wohl eher diesen onetake Charakter und die Nightclubatmosphäre beibehalten. Für Columbia legte er dann viel mehr Wert auf die Präzision der Stücke.
Saffer38
02.09.2004, 13:03
Stimmt, Weinstock war der Aktivere, und seit seiner Zeit bei CBS - darf man nicht vergessen- war er auch wieder clean!
Manche Alben hat er ja vorher buchtsäblich ratzfatz eingespielt um schnell Stoff zu kaufen
Da ist natürlich etwas wahres dran, ab insgesamt gebe ich nicht so viel auf das, was Troupe und Davis rückblickend und sehr verdichtend und reißerisch geschrieben haben.
Saffer38
02.09.2004, 13:46
ja, hast recht mal "minus der ganzen hot stories" hört man es aber auch an seinem Spiel, besonders fällt das ab der "Milesstones" auf, wo seine Chops scharf und kantig gesetzt sind, sein Spiel aber absolut flüssig - vielleicht hings aber auch nur daran, daß Trane ihm mit seínem Spiel ordentlich Feuer unterm Arsch gemacht hat
Gauloises
02.09.2004, 14:23
Ich glaub ich muss mir das Album jetzt mal anhören, mein Vater hat es ja aber bis jetzt hab ichs noch nie gehört.
Saffer38
02.09.2004, 14:28
Originally posted by Gauloises@2 Sep 2004, 13:23
Ich glaub ich muss mir das Album jetzt mal anhören, mein Vater hat es ja aber bis jetzt hab ichs noch nie gehört.
nur ran, die beißt nicht! ;)
Gauloises
02.09.2004, 14:36
läuft grad
Saffer38
02.09.2004, 14:47
und????
schon so: :blink:
oder so: :o
oder so: :huh:
so: :rolleyes:
oder gar so: :hau
Gauloises
02.09.2004, 15:56
Erst "schon so :blink: "
dann "oder so :o "
aber eigentlich
so :)
Reißt mich nicht vom Hocker, war vielleicht damals Revolutionär aber mich interessiert es jetzt eigentlich weniger bin kein Fan von so extreme langen Stücken.
Werde hier damit vielleicht nich auf Freunde stoßen aber für mich ist es eher Richtung "Easy Listening" nichts zum intensiv hören für mich.
Vielleicht gut fürs Auto, muss ich mal ausprobieren.
FifteenJugglers
02.09.2004, 16:08
Hat bei mir auch erst spät gefunkt ... Auf jeden Fall LAUT hören!
Napoleon Dynamite
02.09.2004, 20:48
Originally posted by FifteenJugglers@2 Sep 2004, 16:08
funk
richtig! :lol:
Sinnerman
02.09.2004, 21:16
Für mich war "Bitches Brew" tatsächlich meine Initialzündung in Sachen Jazz. Damals habe ich aufgrund der allerorten anzutreffenden Lobeshymnen ganze 50 DM hingelegt und diese nach dem ersten Durchgang für Aus-dem-Fenster-Herausgeschmissen betrachtet. Doch mich überkam ein (in diesem Fall) gesunder Trotz, denn nach einigen weiteren Anläufen (5?) machte es das berühmte "Klick" und ich war hinfort nicht nur Miles Davis, sondern vielen Großen des Jazz verfallen.
Das Album hat's wirklich in sich!! Ob es besser oder schlechter ist als "Kind of Blue" spielt doch dabei eigentlich nicht die geringste Rolle (wie ich überhaupt einen Vergleich dieser beiden Werke für völlig daneben halte)..
Jörg König
15.09.2004, 22:41
Ich mag den frühen Miles Davis, vor In A Silent Way. Wenn ich's aber überlang und dröhnend haben will, höre ich lieber Bruckner, da hat's wenigstens noch Melodien.
Bin momentan in einer absoluten Bitches Brew Phase.
Für mich ist das eines der größten Gesamtkunstwerke überhaupt, den sowohl die Musik als auch das Cover und vor allem der kongeniale Album Titel passen perfekt zusammen.
Es ist Musik in die man sich richtig fallen lassen kann, und vor allem klingt diese Platte auch heute noch unglaublich aufregend und modern.
Finde sie setzt irgendwie kaum Staub an.
Lohnen sich eigentlich die kompletten Bitches Brew Sessions oder reicht die Original Platte?
Lohnen sich eigentlich die kompletten Bitches Brew Sessions oder reicht die Original Platte?
Es reicht eigentlich die normale Ausgabe. Das gesamte Studiomaterial, welches für die "Complete Bitches Brew" herangezogen wurde, lohnt sich eigentlich nur dann, wenn man sich die Mühe machen möchte, den Entwicklungsprozess der Band innerhalb der 7 Monate zu verfolgen.
Die Entwicklungsphase von Davis' Band in der Zeit zwischen "Miles In The Sky" und "In A Silent Way" empfinde ich als wesentlich spannender, hier lohnt sich der Blick auf die gesamten Sessions und Livedokumente schon wesentlich mehr.
beatlebum
28.02.2007, 00:40
Es reicht eigentlich die normale Ausgabe. Das gesamte Studiomaterial, welches für die "Complete Bitches Brew" herangezogen wurde, lohnt sich eigentlich nur dann, wenn man sich die Mühe machen möchte, den Entwicklungsprozess der Band innerhalb der 7 Monate zu verfolgen.
Die Entwicklungsphase von Davis' Band in der Zeit zwischen "Miles In The Sky" und "In A Silent Way" empfinde ich als wesentlich spannender, hier lohnt sich der Blick auf die gesamten Sessions und Livedokumente schon wesentlich mehr.
Von den kompletten Bitches Brew Sessions war ich auch etwas enttäuscht. Da macht die normale Ausgabe hörtechnisch mehr Sinn. Optisch ist z.B. die Aufmachung der 4 CD Box allerdings sehr schön, was ja auch ein Kaufargument sein kann. "The Complete In A Silent Way Sessions" halte ich für wesentlich gelungener.
Ashitaka
28.02.2007, 11:34
Allein schon "Yaphet" und "Corrado" rechtfertigen schon den Erwerb des Komplett-Sets! Fast spannender als der Rest.
Vieles von dem, was für "Bitches Brew" aufgenommen wurde entstand aber schon unter dem Aspekt der Fragmentierung und dem Gedanken an die spätere Collage, so dass die langen, ungeschnittenen Passagen in meinen Augen nur aus entstehungsgeschichtlicher Sicht interessant sind. Vieles der Jams ist mir dann doch eindeutig zu langatmig und nicht entschlossen genug.
Ich habe auch die 4-CD Box, allerdings in meiner Masse-statt-Klasse-Phase gekauft. Zu was ich heute greifen würde weiß ich nicht, weil mir eigentlich alles auf den 4 CDs gut gefällt und ich keinen Song missen will. (Guinnevere *****)
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