Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jean Renoir
deadflowers
13.02.2004, 09:51
Jean Renoir hatte gestern seinen 25. Todestag. Grund genug ihm den verdienten eigenen Thread zu öffnen.
Renoir war mit Marcel Carne und Julien Duvivier der Hauptvertreter des französischen Vorkriegskinos, dem sogenannten "poetischen Realismus".
Seine besten Filme sind wohl das vor menschlichkeit triefende Antikriegsdrama "La Grande Illusion" und das bitterböse Drama "La Regle Du Jeu".
Mehr irgendwann.
Dominick Birdsey
13.02.2004, 10:11
Deady, da ist ein Buchstabendreher in deiner Überschrift!
deadflowers
13.02.2004, 10:12
danke.
Das hatten wir doch schonmal? Früher, gaaanz früher im alten Forum? Egal: Die große Illusion finde ich fast perfekt. Stroheim wirklich anrührend, Gabin mega-französisch. Gibt's einen besseren Film über das Ende der Klassengesellschaft (die Völkerverständigung hervorbringt)? Ja, ich weiß, aber den Leopard habe ich so lange nicht gesehen...
deadflowers
16.02.2004, 09:52
Hab gestern "le crime de monsieur Lange" (1936) gesehen. In der ersten hälfte schöner beschwingter flüssiger poetischer Realismus. Dann kommt Renoir packt seine Figuren wirbelt sie auf, lässt sie aufeinanderprallen und sticht ihnen in die Seele. Na gut. Hier hat er mehr gepikst. Trotzdem ein ganz toller FILM.
Originally posted by deadflowers@16 Feb 2004, 09:52
Hab gestern "le crime de monsieur Lange" (1936) gesehen. In der ersten hälfte schöner beschwingter flüssiger poetischer Realismus. Dann kommt Renoir packt seine Figuren wirbelt sie auf, lässt sie aufeinanderprallen und sticht ihnen in die Seele. Na gut. Hier hat er mehr gepikst. Trotzdem ein ganz toller FILM.
"Hier" meint die Große Illusion? Das stimmt schon (ohne Ms. Lange zu kennen) - aber dafür war die Große Illusion als Film auch nicht gedacht. Die Illusion wird klarer (und tragischer) durch die Charaktere, die ja alle mehr oder weniger sympathisch sind.
deadflowers
17.02.2004, 09:50
Originally posted by latho@16 Feb 2004, 17:27
"Hier" meint die Große Illusion? Das stimmt schon (ohne Ms. Lange zu kennen) - aber dafür war die Große Illusion als Film auch nicht gedacht. Die Illusion wird klarer (und tragischer) durch die Charaktere, die ja alle mehr oder weniger sympathisch sind.
"Hier" meint "Ms Lange". Bei "Illusion" hat er gestochen. Und wie.
Der "Messerstich in die Seele" war eine "poetische" Umschreibung für die Klarheit und Tragik der Charaktere.
Bei Renoir spüre ich immer wie er die Charaktere ausweidet und seziert und sie so auf den Punkt bringt. Das war bei "Lange" noch nicht SO sehr. Ab "la bete Humaine" tut er das dann mit zunehmend weniger Optimismus. Bei "La Regle Du Jeu" fehlt ihm fast jede Hoffnung.
"Illusion" mag ich wohl auch am liebsten. Er ist so bestechend menschlich. "Regle" dann bestechend filmisch aber noch so viel mehr.... Das er sich die Rolle des ungeholfenen Polterers und Angelpunkt des Geschehens selbst auf den Leib schreibt. Und wenn der Wildhüter schießend durch die Feier rennt. Getrieben von Eifersucht. Sein Geldgeber hält ihn zurück um dann selbst den Korb zu bekommen. WAH!
Kann nicht zwischen diesen beiden wählen.
Originally posted by deadflowers@17 Feb 2004, 09:50
"Illusion" mag ich wohl auch am liebsten. Er ist so bestechend menschlich.
Kann nicht zwischen diesen beiden wählen.
Finde ich auch - definitiv das, was französische (und italienische) Filmemacher deutschen und amerikanischen vorraus haben - die Menschlichkeit.
Ich muss gestehen, dass ich von Renoir (zumindest bewußt) zu wenig gesehen habe.
deadflowers
19.02.2004, 16:55
Ein echter Renoir ist immer sehenswert. B)
DR.Nihil
19.02.2004, 17:02
Originally posted by deadflowers@17 Feb 2004, 09:50
Und wenn der Wildhüter schießend durch die Feier rennt. Getrieben von Eifersucht.
Ich bin ja immer noch der Meinung, dass diese Szene alleine gar nicht so gut wäre, mich vielleicht sogar ein wenig nerven würde, aber dadurch, dass es danach zu diesem unglaublichen Kontrast kommt, dass es eben plötzlich so erschreckend leise wird, dadurch gewinnt auch die vorhergehende Chaos-Szene und das ist dann auch das Highlight des Films. Das ist dann wahrlich groß!
deadflowers
19.02.2004, 17:06
Originally posted by DR.Nihil@19 Feb 2004, 17:02
Ich bin ja immer noch der Meinung, dass diese Szene alleine gar nicht so gut wäre, mich vielleicht sogar ein wenig nerven würde, aber dadurch, dass es danach zu diesem unglaublichen Kontrast kommt, dass es eben plötzlich so erschreckend leise wird, dadurch gewinnt auch die vorhergehende Chaos-Szene und das ist dann auch das Highlight des Films. Das ist dann wahrlich groß!
Ja. das sehe ich auch so. Wobei mich die Szene allein nicht nervt. Ich denke nur irritiert "was zum §$%&# geht da jetzt ab." und dann PASSIERT es.
Es rummst gewaltig auf die "Stille". YEAH!
Aber das meinte ich oben ja auch so.
DR.Nihil
19.02.2004, 17:09
Originally posted by deadflowers@19 Feb 2004, 17:06
Ja. das sehe ich auch so. Wobei mich die Szene allein nicht nervt. Ich denke nur irritiert "was zum §$%&# geht da jetzt ab." und dann PASSIERT es.
Es rummst gewaltig auf die "Stille". YEAH!
Aber das meinte ich oben ja auch so.
Welches Rummsen meinst du jetzt. Der tödliche Schuss gegen Ende oder das, was im Haus passiert, das, was ich Chaos-Szene nannte?
deadflowers
19.02.2004, 17:13
Originally posted by DR.Nihil@19 Feb 2004, 17:09
Welches Rummsen meinst du jetzt. Der tödliche Schuss gegen Ende oder das, was im Haus passiert, das, was ich Chaos-Szene nannte?
Ich meine der Streit zwischen dem Hausherrn und dem Flieger, der mit seiner Frau ab will (unmittelbar nach der Verfolgungsjagd). Wobei hier auch der Gedanke noch schmerzt, dass ich weiß, dass der Flieger mit der Frau niemals glücklich werden kann.
Dann kommt noch der Schluß.
Wir haben also sogar einen tragischen Dreiakter über die unmöglichkeit der Liebe.
DR.Nihil
19.02.2004, 17:19
Originally posted by deadflowers@19 Feb 2004, 17:13
Ich meine der Streit zwischen dem Hausherrn und dem Flieger, der mit seiner Frau ab will (unmittelbar nach der Verfolgungsjagd). Wobei hier auch der Gedanke noch schmerzt, dass ich weiß, dass der Flieger mit der Frau niemals glücklich werden kann.
Dann kommt noch der Schluß.
Wir haben also sogar einen tragischen Dreiakter über die unmöglichkeit der Liebe.
Ich müsste den Film mal wieder gucken.
Das, was nach dem Feststellen des Mordes, also ganz am Schluss kommt (wenn alle wieder ins Haus gehn), trifft auch ganz hart. Das ist wie, wenn Kafkas Hungerkünstler am Schluss einfach mit dem Heu weggekehrt wird, ein kurzes, lautloses, fassungsloses Auflachen (um mal poetisch zu werden).
deadflowers
19.02.2004, 17:25
Originally posted by DR.Nihil@19 Feb 2004, 17:19
Ich müsste den Film mal wieder gucken.
Das, was nach dem Feststellen des Mordes, also ganz am Schluss kommt (wenn alle wieder ins Haus gehn), trifft auch ganz hart. Das ist wie, wenn Kafkas Hungerkünstler am Schluss einfach mit dem Heu weggekehrt wird, ein kurzes, lautloses, fassungsloses Auflachen (um mal poetisch zu werden).
Auch unglaublich ist das während des Gesprächs von Flieger und Hausherrn, der eine froh über seinen Mut der andere fertig mit der Welt, Octave (Renoir) mit der Frau im Stall (vermutlich) schläft.
Warum dann geschossen wird weiß ich gar nicht mehr. Aber nicht erzählen! ein Grund mehr in wieder zu sehen.
Nach dem Mord war Octave dann fertig. Er hat den Fliger an seiner Stelle geschickt.
Denn er wars ja, der dann doch mit der Frau abwollte.
So sind die Franzosen.
Bis morgen.
DR.Nihil
19.02.2004, 17:33
Ja, bis morgen...
deadflowers
25.02.2004, 11:01
Ach ja.
Ich hatte die Tage "Une Partie de Campagne" (1936) gesehen.
Das sind 40 Minuten wurderschöne Selbstzweckschönheit.
Hat was von "Menschen am Sonnatg".
deadflowers
15.03.2004, 15:29
Und wieder einer:
Boudu, sauvé des eaux von 1932
Vielleicht noch etwas theaterhaft (was ich mal auf die Zeit schiebe), trug aber schon überdeutlich die Züge von Renoir. Ist es in "La Grande Illusion" schon die Völkerverständigung, ist's hier noch die "Klassenverständigung".
Vater einer Wohlstandsfamilie rettet einen Stadtstreicher (Michel Simon, der Kapitän aus Jean Vigos L'atalante) vorm Ertrinken und nimmt ihn mit nach Hause.
Nachdem man ihn zunächst etwas abwertend betrachtet, ändern sich dort schnell die Verhältnisse. Die Familienmitglieder sind die armen in ihren Gesellschaftszwängen gefangenen. Der Stadtstreicher ist der wahrhaft Reiche und zieht am Ende weiter.
Andre Bazin sprach von »offenherziger Geilheit«.
Schon allein die großartige Figurenzeichnung und Charakterisierung und die putzigen "Vorkriegs Franzosen Studio Häuser".... Das schlägt nur Rene Clair...
manchmal etwas "Viridiana".
Originally posted by deadflowers@15 Mar 2004, 15:29
Und wieder einer:
Boudu, sauvé des eaux von 1932
Vielleicht noch etwas theaterhaft (was ich mal auf die Zeit schiebe), trug aber schon überdeutlich die Züge von Renoir. Ist es in "La Grande Illusion" schon die Völkerverständigung, ist's hier noch die "Klassenverständigung".
Vater einer Wohlstandsfamilie rettet einen Stadtstreicher (Michel Simon, der Kapitän aus Jean Vigos L'atalante) vorm Ertrinken und nimmt ihn mit nach Hause.
Nachdem man ihn zunächst etwas abwertend betrachtet, ändern sich dort schnell die Verhältnisse. Die Familienmitglieder sind die armen in ihren Gesellschaftszwängen gefangenen. Der Stadtstreicher ist der wahrhaft Reiche und zieht am Ende weiter.
Andre Bazin sprach von »offenherziger Geilheit«.
Schon allein die großartige Figurenzeichnung und Charakterisierung und die putzigen "Vorkriegs Franzosen Studio Häuser".... Das schlägt nur Rene Clair...
manchmal etwas "Viridiana".
Hmm, kommt mir bekannt vor - nicht weil ich ihn gesehen hätte, sondern weil es einen (mittelmäßigen) Hollywood-Film mit Nick Nolte gibt, der ähnlich klingt. Ist das ein Remake?
Napoleon Dynamite
15.03.2004, 19:59
jep. isses. "zoff in beverly hills".
deadflowers
24.03.2004, 10:02
Chotard et cie (1933)
Eine kleine Komödie. Formal sehr souverän, maßlos Renoir. Summiert alles was man am frühen poet. realismus lieben kann. Manchmal auch etwas loses Experimentierfeld. Unglaublich bewegliche Kamera.
Inhalt: Das Übliche. Klassenunterschiede und soziale Situation aller beteiligten.
Tochter von geschäftigem aber einfälltigem Unternehmer liebt und heiratet cleveren Taugenichts, was ärger bedeutet.
Originally posted by Napoleon Dynamite@15 Mar 2004, 19:59
jep. isses. "zoff in beverly hills".
Danke (jetzt erst gesehen). Ich muss mich wirklich mal bemühen, an die Filme zu kommen. Der Thread macht Lust auf mehr.
deadflowers
31.03.2004, 12:31
"La Vie est a nous" von 1936 und ein interessantes Teil.
Der Film ist sowas wie ein soziales Panorama des damaligen Frankreichs, in dem diverse Nebenhandlungen, stets mit einer neuen Figur aus einer neuen sozialen schicht, lose miteinander verknüpft sind. Wobei sich jeder dieser abschnitte wieder durch die renoir'sche Figuren und Milieu zeichnung auszeichnet.
Das er in seiner erzählweise oft an Bunuels "Gespenst" erinnert, mag zufall sein.
Das die erste Episode, in einer Schulklasse, unweigerlich an "Les Quatre Cents Coups" erinnert ist sicher keiner.
Und dann die Schlussszene!!!
Ein Marxist (im Hintergrund ein Bild von Marx), ein Stalinist (Hintergrund Bild von Stalin) und ein Volksfrontler (im Hintergrund irgendein Franzose) halten jeweils eine Rede. Diese Reden sind hart aneinandergeschnitten und irgendeiner von ihnen redet immer.
Also:
Marxist,Schnitt,Stalinist,Schnitt,Großaufnahme Marx,Schnitt,das rennende Volk,schnitt,zwischentitel "La vie est a nous",schnitt, Volksfrontler,schnitt, etc etc etc.
Das hat so nach Godard gerochen, dass es nicht mehr feierlich war.
Vielleicht ist der Film Renoirs Vision von "Week end".
Er ist kein Muss. Aber sehr interessant.
candycolouredclown
22.04.2004, 18:15
Gestern "La Grande Illusion" gesehen. Also ich weiß nicht so recht.
War es vielleicht ein Fehler, dass ich "La Règle Du Jeu" (und damit also wohl den Besten) schon vorher kannte?
Klar, Strohheim ist klasse, Gabin sowieso und Pierre Fresnay stellt alle in den Schatten.
Und natürlich gab es auch große Szenen.
Aber zum Beispiel diese Kleine, Vorlaute (keine Ahnung, wer das war) ging mir die ganze Zeit unglaublich auf die Nerven. Die Tanz-Szene im Gefangenenlager war unertäglich.
Und wo ich die Menschlichkeit und den Realismus in beispielsweise "Fahrraddiebe" rührend und ergreifend finde, empfinde ich sie hier eher lachhaft.
Dass die Brüderlichkeit (egal ob zwischen den "Rassen" oder den Klassen) das zentrale Thema ist, kann man Renoir vielleicht zu Gute halten. Aber muss es so sehr triefen? Die Szenen mit den Russen waren auch "unglücklich".
(Allerdings weiß ich nicht, inwiefern Renoir eigene Überzeugung hier zum Tragen kam)
Ich will und werde ihn noch mal sehen. Aber bis dahin bin ich schon etwas enttäuscht.
Napoleon Dynamite
22.04.2004, 18:21
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 18:15
Allerdings weiß ich nicht, inwiefern Renoir eigene Überzeugung hier zum Tragen kam
dann lass dir lieber nicht erzählen, wie stark "regle du jeu" von der volksfront geprägt ist.
candycolouredclown
22.04.2004, 18:26
Dort bekomme ich es aber nicht mit dem Holzhammer. Beziehungsweise "stört" es mich nicht.
Aber sag doch mal: Wollte das Renoir wirklich so "triefend" haben? Ich weiß es nicht. Du weißt da besser Bescheid.
Napoleon Dynamite
22.04.2004, 18:31
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 18:26
Dort bekomme ich es aber nicht mit dem Holzhammer.
vorsicht! vorsicht!!
empfandst du das so? renoirs humanismus kommt ja in allen seinen filmen recht stark zum tragen.
candycolouredclown
22.04.2004, 19:00
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Apr 2004, 18:31
vorsicht! vorsicht!!
Versteh mich nicht falsch!
Ich meine den "Wir sind alle gleich" Holzhammer. Nicht die Schläge, die ich aufgrund der, ich nenns mal "Boshaftigkeit" in "La Regle"bekomme.
Vielleicht ist es ja auch das was mich störte. Während "Illusion" ja noch ein geradezu überschwänglicher Optimismus durchzieht, ist "La Regle" abgrundtief böse. Hoffnung gibts da nicht.
Und ich weiß nciht, ob Du verstehst, worauf ich hinauswill. Es geht mir nicht darum OB sich der/sein Humanismus durch sein Werk zieht, sondern inwiefern dass so sein eigener Wille ist. Es war doch sicher alles andere als gegen den Willen der Studios.
Ich könnte auch fragen: MUSSTE Renoir solch brüderliche/freiheitliche/gleichheitige Aussagen haben?
Napoleon Dynamite
22.04.2004, 19:51
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 19:00
Ich könnte auch fragen: MUSSTE Renoir solch brüderliche/freiheitliche/gleichheitige Aussagen haben?
diese filme, und ganz besonders "grande illusion", sind voll und ganz renoir. voll und ganz sein wille.
candycolouredclown
22.04.2004, 20:00
Gut (naja). Aber auf jeden Fall das, was ich wissen wollte.
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 18:00
Ich meine den "Wir sind alle gleich" Holzhammer. Nicht die Schläge, die ich aufgrund der, ich nenns mal "Boshaftigkeit" in "La Regle"bekomme.
Vielleicht ist es ja auch das was mich störte. Während "Illusion" ja noch ein geradezu überschwänglicher Optimismus durchzieht, ist "La Regle" abgrundtief böse. Hoffnung gibts da nicht.
Und ich weiß nciht, ob Du verstehst, worauf ich hinauswill. Es geht mir nicht darum OB sich der/sein Humanismus durch sein Werk zieht, sondern inwiefern dass so sein eigener Wille ist. Es war doch sicher alles andere als gegen den Willen der Studios.
Ich könnte auch fragen: MUSSTE Renoir solch brüderliche/freiheitliche/gleichheitige Aussagen haben?
Vielleicht sollte man den Film auch ein wenig mit Verständnis für seine Entstehungszeit sehen (ich sehe ja auch Chaplin seine Great-Dictator-Rede nach), also nach dem 1., vor dem 2. Weltkrieg.
In einer auch in Frankreich von starken inneren Auseinandersetzungen geprägten Zeit gerät das Anliegen dann gerne etwas größer (oder eben gerade richtig?). Den Humanismus habe ich bei Renoir/Illusion immer bewundert, weil er eben nicht (wie andere politisch geladene Filme) den Gegner "vernichtet" (ihm alles Menschliche abspricht) sondern die Motivationen aller Mitspieler (und damit Beweggründe jenseits von "Die sind einfach böse") sehen läßt.
Sicher sind alle gleich in dem Film - das ist aber ja gegen die Zeit und gegen die Ansicht aller seiner Figuren: auch die "Niederen" sind der Meinung, ihre Offiziere seien etwas besseres, Stroheim sowieso. Das war, da erzähle ich keinem etwas Neues, in der damaligen Zeit nicht Allgemeingut. Gleichzeitig verdammt der Film den Krieg (nicht nur zwischen den Ländern) und die gewaltsame Auseinandersetzung - damals erst recht kein Allgemeingut.
Nur weil sich heute (naja, zumindest weitreichend) Renoirs (und anderer) Ansichten durchgesetzt haben, ist dem Film ja nicht Langweile (oder das Einrennen offener Türen) vorzuwerfen (wobei ich nicht sicher bin, ob Du das machst ;)).
Und: wieso ist die Tanzszene unerträglich? Sicherlich kein Highlight in dem Film (der Grund warum sie drin ist, ist mir nicht klar), aber auch nicht störend.
candycolouredclown
22.04.2004, 21:10
Originally posted by latho@22 Apr 2004, 20:37
Vielleicht sollte man den Film auch ein wenig mit Verständnis für seine Entstehungszeit sehen
Habe ich.
Und in meinen Posts auch angedeutet.
Sicher sind alle gleich in dem Film - das ist aber ja gegen die Zeit und gegen die Ansicht aller seiner Figuren
Das stimmt nicht. Siehe die Figur des Capt. de Boieldieu.
Nur weil sich heute (naja, zumindest weitreichend) Renoirs (und anderer) Ansichten durchgesetzt haben, ist dem Film ja nicht Langweile (oder das Einrennen offener Türen) vorzuwerfen (wobei ich nicht sicher bin, ob Du das machst ;)).
Kann Dir versichern, dass ich das nicht mache.
Und es wirkt etwas mimosenhaft, wenn Du mir das vorwirfst. Zumal ich dem Film ja nicht vorwerfe, dass er den Humanismus preist. (habe ich auch geschrieben)
Mein Problem war, die Vehemenz, mit der er es macht. Wenngleich ich verstehen kann, dass man den Film auch gerade deswegen verehren kann.
Und: wieso ist die Tanzszene unerträglich? Sicherlich kein Highlight in dem Film (der Grund warum sie drin ist, ist mir nicht klar), aber auch nicht störend.
Auf mich wirkt sie nervend. Ich kann es nicht erklären. Sie unterbricht den Film unnötig und zieht ihn (an dieser Stelle) etwas ins Lächerliche. Und es komme mir keiner mit: Sie bildet einen Kontrapunkt zu dem Kriegsgreuel. Den hat der Film nicht nötig. Da ja eigentlich jede Szene schon einen Pro- und Kontrapunkt in sich vereint (ich wollte erst "Jede Szene ist ein Widerspruch" schreiben, aber das hätte eventuell zu einer negativen Beibedeutung geführt, bzw. hätte falsch verstanden werden können; und das meine ich nicht negativ).
Dass der "Gegner" nicht als ausschließlich negativ bzw. unmenschlich erscheint, sehe ich auch so. Finde ich gut und ist auch unabdingbar für den Film.
Napoleon Dynamite
22.04.2004, 21:25
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 21:10
mimosenhaft
na.
candycolouredclown
22.04.2004, 21:30
Irwin Molyneux et ses mimoses.
deadflowers
23.04.2004, 10:20
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 20:10
Mein Problem war, die Vehemenz, mit der er es macht. Wenngleich ich verstehen kann, dass man den Film auch gerade deswegen verehren kann.
Kann dein Renoir Problem aber verstehen. Renoir ist, und das liebe ich so an ihm, masslos und schrankenlos. Er ist uneingeschränkt leidenschaftlich und immer ganz vorne an dem was er tut. Empfindet man es als penetrant, dann hat man ein (dein) Problem mit ihm. (De Sica/Chaplin kann man hier sicher vergleichen aber auf solche Vergleiche gehe ich nicht mehr ein. Nur: In Vehemez stehen sie sich in nichts nach, sind nur unterschiedliche Mentalitäten)
Dazu:
Ich könnte auch fragen: MUSSTE Renoir solch brüderliche/freiheitliche/gleichheitige Aussagen haben?
Nein die hatte er immer resp. er ist so. Durch und durch.
Bei "Regle" liegt das nicht anders. Da war er gebrochen, desillusioniert und sein (nennen wir es ruhig so) "Soziales Pathos" ist etwas nach innen gekehrt (fast verzweifelt). "illusion" zeigt die Tür, "Regle" zeigt wie weit man diese durchquert hat. Hier sieht man sehr deutlich den Unterschied und eben die "nicht gleichtgestelltheit" der Klassen. Und genau das führt am Ende zur Katastrophe.
"Illusion"/"Regle" sind die zwei Seiten der selben Medaille. Und haben auf ihre Art die gleiche Botschaft. Bei Illusion ging er diese Optimistisch an, bei "Regle" eher pessimistisch.
deadflowers
23.04.2004, 10:49
hmpf. Jetzt kommt es wohl so rüber als ob mich an den Filmen speziell die Klassen unterschiede sind, die ich an seinen Filmen mag.
Nein es sind von "Boudo" bis "Regle" (ein paar dazwischen fallen sicher ab) seine Figuren, die ich so mag. Es sind immer diese vollendeten authentischen einem millieu entstammenden Menschen, die tatsächlich denken und träumen, und bis ins klitzekleinste vollständig sind.
Renoirs gabe sie bis in die seele zu psychologieseren und in ein Spiel oder eine Illusion zu schicken.
Der etwas bäurische Gabin, Fresnay, Stroheim....
Eigentlich liebe ich die illusion am meisten.
candycolouredclown
23.04.2004, 11:36
Originally posted by deadflowers@23 Apr 2004, 10:20
(De Sica/Chaplin kann man hier sicher vergleichen aber auf solche Vergleiche gehe ich nicht mehr ein. Nur: In Vehemez stehen sie sich in nichts nach, sind nur unterschiedliche Mentalitäten)
Bei "Regle" liegt das nicht anders. Da war er gebrochen, desillusioniert und sein (nennen wir es ruhig so) "Soziales Pathos" ist etwas nach innen gekehrt (fast verzweifelt). "illusion" zeigt die Tür, "Regle" zeigt wie weit man diese durchquert hat. Hier sieht man sehr deutlich den Unterschied und eben die "nicht gleichtgestelltheit" der Klassen. Und genau das führt am Ende zur Katastrophe.
"Illusion"/"Regle" sind die zwei Seiten der selben Medaille. Und haben auf ihre Art die gleiche Botschaft. Bei Illusion ging er diese Optimistisch an, bei "Regle" eher pessimistisch.
Wahrscheinlich. Möglich.
Habe den Vergleich nicht gebracht, weil ich irgendjemanden aus der Reserve locken wollte, sondern nur weil er halt nahe lag und um meine Sichtweise zu verdeutlichen.
Aber wenn ich so überlege...nee, ich glaube nicht, dass es (nur) was mit den Mentalitäten zu tun hat. Denn wenn Fellini Realismus und Menschlichkeit zeigen will, dann geht das bei mir auch nicht. Da spielt die Individualität des Regisseurs bzw. seiner Regie wohl doch eine mindestens genauso große Rolle.
Bei "Regle" liegt das nicht anders. Da war er gebrochen, desillusioniert und sein (nennen wir es ruhig so) "Soziales Pathos" ist etwas nach innen gekehrt (fast verzweifelt). "illusion" zeigt die Tür, "Regle" zeigt wie weit man diese durchquert hat. Hier sieht man sehr deutlich den Unterschied und eben die "nicht gleichtgestelltheit" der Klassen. Und genau das führt am Ende zur Katastrophe.
"Illusion"/"Regle" sind die zwei Seiten der selben Medaille. Und haben auf ihre Art die gleiche Botschaft. Bei Illusion ging er diese Optimistisch an, bei "Regle" eher pessimistisch.
Sehe ich alles ganz genau so. Habe den Unterschied zwischen beiden doch schon angedeutet.
Im Übrigen soll es nicht so rüberkommen, dass ich "Illusion" schlecht finde oder nicht mag. Ich habe halt nur ein paar Probleme. Und vielleicht bin ich ja auch mit den "falschen" Erwartungen an den Film gegangen.
Ich WILL ihn ja mögen.
Kommt vielleicht noch.
Ach ja, und die Figuren mag ich bei Renoir auch am liebsten.
deadflowers
23.04.2004, 11:40
Aber wenn ich so überlege...nee, ich glaube nicht, dass es (nur) was mit den Mentalitäten zu tun hat. Denn wenn Fellini Realismus und Menschlichkeit zeigen will, dann geht das bei mir auch nicht. Da spielt die Individualität des Regisseurs bzw. seiner Regie wohl doch eine mindestens genauso große Rolle.
Ich meinte die Mentalität des Regiesseurs. Wohl das was du mit Individualität/Regie meinst.
Ansonsten: Gib dir Mühe. ich drücke die Daumen. ;)
candycolouredclown
23.04.2004, 11:44
Erstmal "La bête humaine".
deadflowers
23.04.2004, 11:45
Originally posted by candycolouredclown@23 Apr 2004, 10:44
Erstmal "La bête humaine".
Den will ich mir wohl auch bald mal wieder ansehen.
candycolouredclown
23.04.2004, 21:23
Habe heute mal so nen Gedanken gehabt:
Vielleicht ist ja "La Grande Illusion" gar nicht so optimistisch und hoffnungsvoll.
Es stirbt in dem Film zwar nur eine einzige Figur (mal abgesehen von dem, der am Anfang weggetragen wird). Aber das ist Boieldieu. Der einzige, der die Brüderlichkeit jenseits aller Grenzen verinnerlicht hat.
Vielleicht war Renoir schon hier nicht mehr der Optimist.
Nur ein Gedanke.
Originally posted by candycolouredclown+22 Apr 2004, 20:10--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (candycolouredclown @ 22 Apr 2004, 20:10)</td></tr><tr><td id='QUOTE'>Und es wirkt etwas mimosenhaft, wenn Du mir das vorwirfst. Zumal ich dem Film ja nicht vorwerfe, dass er den Humanismus preist. (habe ich auch geschrieben)
[/b]
Ich werfe Dir nichts vor - das ist eben Deine Meinung. ;) Sorry, wenn es anders wirkte.
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 20:10
Mein Problem war, die Vehemenz, mit der er es macht. Wenngleich ich verstehen kann, dass man den Film auch gerade deswegen verehren kann.
Verstanden. Geht mir eben so, dass ich das mag. Aber wie gesagt, vielleicht ist die Vehemenz (oder fehlende Zurückhaltung) nicht einfach nur Renoir, sondern die Zeit/das filmische Mittel der Zeit/etc. Weiß nicht.
Originally posted by candycolouredclown@22 Apr 2004, 20:10
Auf mich wirkt sie nervend. Ich kann es nicht erklären. Sie unterbricht den Film unnötig und zieht ihn (an dieser Stelle) etwas ins Lächerliche. Und es komme mir keiner mit: Sie bildet einen Kontrapunkt zu dem Kriegsgreuel. Den hat der Film nicht nötig. Da ja eigentlich jede Szene schon einen Pro- und Kontrapunkt in sich vereint (ich wollte erst "Jede Szene ist ein Widerspruch" schreiben, aber das hätte eventuell zu einer negativen Beibedeutung geführt, bzw. hätte falsch verstanden werden können; und das meine ich nicht negativ).
Wie geschrieben, so hart will ich es nicht sehen. Sie soll wohl zeigen, dass die Soldaten/Gefangenen eben auch etwas anderes sind als "Herumsitzer", die abseits normalen sozialen Lebens stehen und die das "normale" Leben (zB Kontakt zu Frauen wie auch immer) simulieren müssen. Hätte man natürlich auch anders machen können.
<!--QuoteBegin-candycolouredclown@23 Apr 2004, 20:23
ielleicht ist ja "La Grande Illusion" gar nicht so optimistisch und hoffnungsvoll.
Es stirbt in dem Film zwar nur eine einzige Figur (mal abgesehen von dem, der am Anfang weggetragen wird). Aber das ist Boieldieu. Der einzige, der die Brüderlichkeit jenseits aller Grenzen verinnerlicht hat.
Vielleicht war Renoir schon hier nicht mehr der Optimist.
[/quote]
Ich bin mir auch nicht so sicher, ob illusion so optimistisch ist (vielleicht im Vergleich nur mit anderen Renoir-Filmen). Eher realistisch. Stroheim sieht und wünscht sich den Adel als den wahren Erhalter der Zivilisation, Fresnay/Boieldieu sieht/sah es ähnlich, ist sich aber bewußt, dass das Erhalten der alten Welt eben die große Illusion ist, der Krieg hat sie beendet. Gabin ist eher der Realist, er greift sich/benutzt jeden den er kann, um seine Fluchtpläne durchzuziehen. Das Ungleichheitsdenken in den "unteren" Klassen (Gabin ist Leutnant, vielleicht also eher "bürgerlich") ist der Nationalismus. Also: wir sind alle gleich, aber nur in unserem Land. Gabin wird aber auch gezwungen, die Sache realistisch zu sehen, als er feststellt, dass die deutsche Bauersfrau eben jemand ist, in den man sich durchaus verlieben kann (paralell dazu die Geschichte mit Rosenthal, dem jüdischen Kameraden). Das ist dann der Schluß: die Träumer von der alten Zeit (also die Konservativen) sind entweder tot oder weiterhin auf ihrem Traumschloß gefangen, während der realistische Gabin etwas gelernt hat und das Paralelluniversum des Gefangenenlagers verlassen hat.
Hmm, vielleicht ist der Film doch optimistisch - er geht ja davon aus, dass Menschen lernfähig sind. :)
Vergleiche mit anderen Renoir-Filmen sind bei mir momentan schlecht möglich - die Videosammlung gibt es nicht her. :(
candycolouredclown
25.04.2004, 12:56
Originally posted by latho@24 Apr 2004, 10:32
Vergleiche mit anderen Renoir-Filmen sind bei mir momentan schlecht möglich - die Videosammlung gibt es nicht her. :(
:o
Warum das???
Und in der Tendenz ist "Illusion" absolut optimistisch. Allerdings halte ich den Tod von Boieldieu für nicht unbedeutend. Genauso, dass es nicht irgendein Soldat ist, der ihn erschießt sondern eben gerade Stroheim. Das zeigt schon, dass der Anders-und fortschrittlich Denkende (bzw. das Denken) damals nicht unbedingt eine Zukunft hatte.
Dass sich dann allerdings Gabin eben so entwickelt, wie Du es beschrieben hast, rückt den Film dann wieder ein ein hoffnungsvolles Licht. Eben dass der Mensch der lernfähig ist, wie Du schon sagtest.
Originally posted by candycolouredclown@25 Apr 2004, 11:56
:o
Warum das???
Weil mein Fernsehempfang seit einiger Zeit nur noch (annäherndes) Schneetreiben ist. Da wollte ich nichts aufnehmen, man kann sowieso nichts erkennen. :( (Demnächst besorge ich mir eine Sat-Schüssel).
Der Tod Fresnays ist eigentlich der Einbruch des Modernen in diese Traumwelt der Konservativen. Es gibt eben nicht mehr die Internationale des Adels, der zusammenhält. Sondern das "bürgerlich-proletarische" Can-Do. Wir hauen ab. Fresnays Figur erkennt das und zwingt so Stroheim aufzuwachen und entsprechend zu handeln, Fresnay ist kein Adeliger mehr, sondern ein Feind. Große Tragik und übrigens ist Stroheim toll.
candycolouredclown
25.04.2004, 16:24
Sorry. Hatte gelesen: "Die Videosammlung gibts nicht mehr." :rolleyes:
candycolouredclown
25.04.2004, 16:29
Originally posted by latho@25 Apr 2004, 16:00
Der Tod Fresnays ist eigentlich der Einbruch des Modernen in diese Traumwelt der Konservativen.
Gut gesagt.
Man könnte auch einfach sagen: Hier hält die Realität Einzug in den Film. Er wirkt ja sonst überhaupt sehr realitätsfern (meine ich nicht negativ).
Originally posted by candycolouredclown@25 Apr 2004, 15:24
Sorry. Hatte gelesen: "Die Videosammlung gibts nicht mehr." :rolleyes:
Nee, so schlimm isses nicht. So langsam "digitalisiere" ich (dh. kaufe DVDs :) )
Originally posted by candycolouredclown@25 Apr 2004, 15:29
Gut gesagt.
Man könnte auch einfach sagen: Hier hält die Realität Einzug in den Film. Er wirkt ja sonst überhaupt sehr realitätsfern (meine ich nicht negativ).
Ja, wie gesagt, diese Burg wirkt wie ein Traumschloß auf mich, in dem die Figuren abseits der Realität (des Krieges) leben.
deadflowers
26.04.2004, 09:38
Habt ihr schön gesagt.
nur hier:
Weil mein Fernsehempfang seit einiger Zeit nur noch (annäherndes) Schneetreiben ist. Da wollte ich nichts aufnehmen, man kann sowieso nichts erkennen. :( (Demnächst besorge ich mir eine Sat-Schüssel).
wäre ich nicht optimistisch, dass mal irgendwas von ihm gezeigt wird.
Originally posted by deadflowers@26 Apr 2004, 08:38
Habt ihr schön gesagt.
nur hier:
wäre ich nicht optimistisch, dass mal irgendwas von ihm gezeigt wird.
Mach mir keine Angst. Renoir wurde doch eine zeitlang mal in den dritten Programmen gezeigt? Vielleicht besinnen die sich ja mal auf Qualität, wo es der Rest der Sender schon nicht tut.
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 17:35
da kann ich beruhigen:im mai läuft "bete humaine" auf ndr, und diesen freitag zeigt arte renoirs zauberhafte "landpartie".
candycolouredclown
26.04.2004, 21:33
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 17:35
, und diesen freitag zeigt arte renoirs zauberhafte "landpartie".
Und darauf freue ich mich schon wie wild!
Originally posted by candycolouredclown@26 Apr 2004, 20:33
Und darauf freue ich mich schon wie wild!
So! Und das wird aufgenommen (und später angeschaut), egal wie das Wetter in meinem Fernseher ist.
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 21:43
die wettervorhersage für eine landpartie sagt strahlende sonne, später etwas stürmisch zu see.
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 16:35
renoirs zauberhafte "landpartie".
Auf die Gefahr hin mich hier zum Affen zu machen: es handelt von dieser Erzieherin, die mit ihren Schützlingen aufs Land fährt? Dann hätte ich ihn schon mal gesehen (war tatsächlich sehr schön).
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 21:48
scheint was anderes zu sein. eine kleinbürgerfamilie zieht am sonntag aufs land. die männer angeln und dösen vor sich hin, während die frauen sich auf eine kahnfahrt einladen lassen. die geschichte macht einen zeitsprung und...selber anschauen. ein kleines teilchen mit grosser, schöner wirkung.
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 21:51
regieassistent war übrigens visconti.
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 20:48
scheint was anderes zu sein. eine kleinbürgerfamilie zieht am sonntag aufs land. die männer angeln und dösen vor sich hin, während die frauen sich auf eine kahnfahrt einladen lassen. die geschichte macht einen zeitsprung und...selber anschauen. ein kleines teilchen mit grosser, schöner wirkung.
Ich Idiot. Als ich Senden gedrückt hatte, wurde es mir auch klar. Welchen Film meinte ich dann? Einen von Duvivier? Nee, auch nicht.
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 21:56
mary poppins? ^_^
bin am überlegen. von renoir gibt es noch einen späten film über einen greisen lüstling, der auf einer landfahrt sich in eine bauernmagd verschiesst. vor dem habe ich aber angst.
Originally posted by Napoleon Dynamite+26 Apr 2004, 20:56--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (Napoleon Dynamite @ 26 Apr 2004, 20:56)</td></tr><tr><td id='QUOTE'>mary poppins? ^_^[/b]
Nee, da hat keiner gesungen oder ist herumgeflogen. :P
<!--QuoteBegin-Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 20:56
bin am überlegen. von renoir gibt es noch einen späten film über einen greisen lüstling, der auf einer landfahrt sich in eine bauernmagd verschiesst. vor dem habe ich aber angst.[/quote]
Vor dem Lüstling oder vor dem Film? :D Da fällt mir ein, ich muss noch Night of the Hunter sehen.
Ich glaube, der war's auch nicht. Ich muss mal in mich gehen. Der Film war aber wirklich nicht schlecht (kein gutes Suchkriterium bei imdb.com).
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 22:14
Originally posted by latho@26 Apr 2004, 22:03
Da fällt mir ein, ich muss noch Night of the Hunter sehen.
bei night of the hunter fahren die kinder alleine boot, während direkt vor der linse hasen und eulen huschen. eine der schönsten szenen überhaupt.
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 21:14
bei night of the hunter fahren die kinder alleine boot, während direkt vor der linse hasen und eulen huschen. eine der schönsten szenen überhaupt.
Werd ich drauf achten - ich habe nur kurz reingesehen, aber diese schwarz-weiß-Kontraste und die "verqueren" Winkel erinnern mich an die 20er (natürlich nicht persönlich). Herrimans Krazy Kat als Comic und Expressionismus im Film.
Und ich glaube wenn er wolte, war Mitchum der Unheimlichste nach Max Schreck.
Seid Ihr Euch sicher mit Freitag (30.4.) - meine Fernsehzeitschrift sagt "Europa feiert" und die Web-Site von Arte hängt?
Napoleon Dynamite
26.04.2004, 22:28
Originally posted by latho@26 Apr 2004, 22:23
die "verqueren" Winkel erinnern mich an die 20er
das stimmt natürlich, und ist mit das grosse an dem film. als mitchum seine frau umbringt meint man fast wieder im kabinett des dr.caligari zu sein.
der renoir läuft in diesem kurzfilm magazin am nachmittag, ist aber zumindest 40 minuten lang.
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 21:28
das stimmt natürlich, und ist mit das grosse an dem film. als mitchum seine frau umbringt meint man fast wieder im kabinett des dr.caligari zu sein.
der renoir läuft in diesem kurzfilm magazin am nachmittag, ist aber zumindest 40 minuten lang.
Hier irgendwie nicht (mein Arte geht erst abends los, ist wohl nicht für bayrische Kinder gedacht :blink:). Ich versuche mal rauszufinden, wo unsereiner Renoir sehen kann.
Ja, definitiv Dr. Caligari. Gibt es noch andere Filme mit Mitchum als Bösen (außer dem Film, dessen Name ich immer vergesse, der aber mit Gregory Peck ist und von Scorcese nachgemacht wurde. Cape Fear?)?
candycolouredclown
27.04.2004, 00:22
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 22:28
das stimmt natürlich, und ist mit das grosse an dem film. als mitchum seine frau umbringt
Sieht man das? :huh:
Ist schon so lange her.
Aber auch für mich einer DER Filme.
Napoleon Dynamite
27.04.2004, 00:34
Originally posted by latho@26 Apr 2004, 22:36
Gibt es noch andere Filme mit Mitchum als Bösen
spontan "pursued" von raoul walsh.
das kurzfilmmagazin wird sicherlich noch im nachprogramm wiederholt!
Napoleon Dynamite
27.04.2004, 00:40
Originally posted by candycolouredclown@27 Apr 2004, 00:22
Sieht man das? :huh:
er erwürgt sie im schlafzimmer, soweit ich mich erinnere. durch das eckige fenster fällt das mondlicht.
candycolouredclown
27.04.2004, 00:45
Hmm...wird Zeit, dass ich mal wieder die DVD rauskrame.
deadflowers
27.04.2004, 09:50
Originally posted by Napoleon Dynamite@26 Apr 2004, 23:34
spontan "pursued" von raoul walsh.
Nein. da ist er super gut.
Napoleon Dynamite
27.04.2004, 10:07
war das nicht dieser kerl, der mit seiner schwester schläft, nur der sache willen?
deadflowers
27.04.2004, 10:10
War doch nur Ziehsohn, oder? Also nicht wirklich verwand oder?
Napoleon Dynamite
27.04.2004, 10:11
weiss nicht mehr. aber zumindest doch der film, den ich meinte. müsste ich mal wieder sehen.
deadflowers
27.04.2004, 10:14
Er war aber der gute tragische Held. und meinte nichts böse. Und eigentlich der absolute Übermitchum.
Napoleon Dynamite
16.10.2004, 21:40
richtig.
candycolouredclown
21.11.2004, 22:25
Nach Ansicht von "La Chienne" weiß ich nicht, inwieweit die Thread-Überschrift noch tragbar ist.
"La Chienne" ist Nihilismus, wie er "La Règle Du Jeu" in ihrer Bitterkeit mindestens ebenbürtig ist.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 00:41
"La Chienne" ist kein persönlicher Film.
candycolouredclown
22.11.2004, 00:42
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Nov 2004, 00:41
"La Chienne" ist kein persönlicher Film.
Darum gehts ja auch nicht.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 00:43
Doch. Renoir war in seiner Anfangszeit ein optimistischer Humanist, und transportierte das in seinen Filmen. "La Chienne" nimmt in seiner Düsternis eine Sonderstellung ein.
candycolouredclown
22.11.2004, 00:47
Abgeschriebenes Zeug. :P
Nicht falsch, aber dann ist "persönlich" nicht das passende Wort.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 00:50
Kein abgeschriebenes Zeug. Ich kenne das sehr getreue Remake von Fritz Lang und Renoirs eigene Stellung zu dem Film. Es geht hier nicht um die Transportierung eines Weltbildes. Über die Wertigkeit des Filmes selber rede ich nicht, ich kenne ihn nicht. Aber Renoirs anfängliche, optimistische Sicht des Menschen steht ausser Frage.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 00:52
Was solls auch. Ich freue mich auf den Film. Denke, dass es ein sehr grosser ist. :wub:
candycolouredclown
22.11.2004, 01:01
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Nov 2004, 00:50
Aber Renoirs anfängliche, optimistische Sicht des Menschen steht ausser Frage.
OH-OH, dann sieh Dir mal den Film an! (Wir sind uns doch einig, dass "La Chienne" Frühwerk ist?)
Die pessismistische Sicht des Menschen ist auch hier eine zweifellos humanistische. Zwar "düster" und in einem oberflächlich kleinen und speziellen Kosmos, aber tief im Inneren genauso allgemeingültig wie "La Règle Du Jeu".
Um es vielleicht etwas zu differenzieren: Wo "Règle" meint: Alle sind verdorben (jetzt mal sehr direkt und einfach gesagt) meint "La Chienne": Jeder kriegt, was er verdient und manchmal sogar mehr.
Und die Menschen hier "verdienen" viel! Sie sind dumm, selbstsüchtig, feige und gemein.
Mr Bungle
22.11.2004, 01:02
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Nov 2004, 00:43
"La Chienne" nimmt in seiner Düsternis eine Sonderstellung ein.
"La Bête humaine" finde ich da aber um einiges düsterer und böser.
candycolouredclown
22.11.2004, 01:03
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Nov 2004, 00:52
Was solls auch.
Vielleicht liege ich auch falsch. :wub:
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 01:05
Mag alles sein. Trotzdem ist das nicht Renoirs PERSÖNLICHE Sicht auf den Menschen zu dieser Zeit. Der Film mag düster, pessimistisch etc. sein. Renoir war es zu diesem Zeitpunkt nicht. Deswegen ist die Überschrift richtig. Das wollte ich sagen. Mit allem anderen hast du Recht.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 01:07
Originally posted by Mr Bungle@22 Nov 2004, 01:02
"La Bête humaine" finde ich da aber um einiges düsterer und böser.
Ist er. Sehr sogar. Der Mensch kann nichts gegen das Böse in sich selber machen, weil es ihm angeboren ist.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 01:08
Originally posted by candycolouredclown@22 Nov 2004, 01:03
Vielleicht liege ich auch falsch. :wub:
Natürlich hast du Recht. :wub:
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 01:11
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt:Mein liebster Renoir Film ist "Le Crime de Monsieur Lange".
candycolouredclown
22.11.2004, 01:11
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Nov 2004, 01:05
Mag alles sein. Trotzdem ist das nicht Renoirs PERSÖNLICHE Sicht auf den Menschen zu dieser Zeit. Der Film mag düster, pessimistisch etc. sein. Renoir war es zu diesem Zeitpunkt nicht.
Vielleicht...
Aber es ist für mich schwer vorstellbar, dass Renoir das alles so zeigt, wie er es zeigt, ohne zu diesem Zeitpunkt auch persönlich davon überzeugt gewesen zu sein.
Napoleon Dynamite
22.11.2004, 01:13
Ich frage Renoir mal. Ach ne, Michael schläft schon.
candycolouredclown
22.11.2004, 01:27
Originally posted by Napoleon Dynamite@22 Nov 2004, 01:11
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt:Mein liebster Renoir Film ist "Le Crime de Monsieur Lange".
Wusste ich nicht.
Hätte ich aber auch gern.
Napoleon Dynamite
09.09.2005, 09:22
Da ist er.
candycolouredclown
09.09.2005, 09:55
Juchhhuu! :)
Danke! Ich dachte schon, nur ich dürfte nicht mehr rein, weil ich die Spielregel nicht gesehen habe... hab ich jetzt aber! :)
Gestern The River gesehen - was halten die Herren Anwesenden davon?
Bei mir: einerseits ist die Story nicht so der Bringer, der Voiceover etwas zu oft und zu lang. Auf der anderen Seite sehen wir wunderschöne Bilder von Indien (und das '51 - das dürfte einer der ersten Filme sein, die jenseits von Kolonialmystik Indien zum Thema haben) und die Geschichte mit dem Jungen, der nach der Schlange sucht, fand ich fast schon unheimlich.
Die Aussage des Films, Leben ist ein Kreislauf, was stirbt kommt zurück, kann ich mir mit dem Zweiten Weltkrieg erklären, der Renoir ja tief verstört haben muss (hatte er doch immer davor gewarnt). Also das Eintauchen in den Fluss des Lebens, das Loslassen, das Akzeptieren, des Seelneheils wegen. Das ist heute vielleicht abgegriffen, wo jede Hausfrau behauptet sie sei Buddhistin, damals war das sicherlich etwas neues.
Napoleon Dynamite
09.09.2005, 10:47
Gestern The River gesehen - was halten die Herren Anwesenden davon? Habe ich leider noch nicht gesehen (wie überhaupt die späten Filme von Renoir). Satyajit Ray führte ja bei "The River" Co-Regie, und die Zusammenarbeit wirkte sich sehr stark auf seinen ersten Film aus, bei dem man oft an Renoirs Natürlichkeit erinnert wird.
Übrigens: Zufällig sah ich gerade diese Nacht Rossellinis Dokumentarfilm über Indien, ein sehr schöner, objektiver und unverstellter Blick auf das Land.
Habe ich leider noch nicht gesehen (wie überhaupt die späten Filme von Renoir). Satyajit Ray führte ja bei "The River" Co-Regie, und die Zusammenarbeit wirkte sich sehr stark auf seinen ersten Film aus, bei dem man oft an Renoirs Natürlichkeit erinnert wird.
(schick mir PN bei Interesse)
Natürlichkeit ist ein schönes Wort - das gilt auch für den Film. Man hätte leicht Indien "überinszenieren" können, was Renoir vermeidet. Überhaupt sind die Europäer/Amerikaner vielleicht die Hauptdarsteller, aber Indien spielt die Hauptrolle. Ohne dabei platten Foklorismus zu betreiben.
Übrigens: Zufällig sah ich gerade diese Nacht Rossellinis Dokumentarfilm über Indien, ein sehr schöner, objektiver und unverstellter Blick auf das Land.
Das ist "India" (1959)?
Ausnahmsweise klingt der imdb-Eintrag sogar interessant.
Napoleon Dynamite
09.09.2005, 11:08
Das ist "India" (1959)?Genau. Ein Film in dem sehr wenig erklärt wird, dafür sehr viel gezeigt, ohne gleich aufdringliche Bezüge ziehen zu wollen. Man kann hier wirklich von der treibenden, nichts ausstellen wollenden Kamera sprechen.
Ich befürchte Rossellini gilt es noch näher zu entdecken, "Viaggio in Italia" ist zB. ein heute sehr unterschätztes, früher sehr einflussreiches und vor allem schönes Juwel.
Genau. Ein Film in dem sehr wenig erklärt wird, dafür sehr viel gezeigt, ohne gleich aufdringliche Bezüge ziehen zu wollen. Man kann hier wirklich von der treibenden, nichts ausstellen wollenden Kamera sprechen.
Ich befürchte Rossellini gilt es noch näher zu entdecken, "Viaggio in Italia" ist zB. ein heute sehr unterschätztes, früher sehr einflussreiches und vor allem schönes Juwel.
Wem sagst Du das - von Rossellini kenne ich nur einiges weniges.
candycolouredclown
29.12.2005, 19:28
Falls es interessiert:
Bei CD-Wow gibt es die Criterion Collection von "The River" für 9,99 (mit diesem 2-Euro Gutschein; siehe CD-Wow-Thread).
Weiß nicht, ob denen da ein Fehler unterlaufen ist, aber ich denke, dass das nur für kurze Zeit so ist.
Thankyouthankyouthankyou. Gleich bestellt. Ich hatte sogar noch einen zusätzlichen Gutschein, der auch akzeptiert wurde. Irritierend bei dem Laden finde ich nur, dass die keine Bestätigungsmail verschicken.
candycolouredclown
30.12.2005, 22:43
Irritierend bei dem Laden finde ich nur, dass die keine Bestätigungsmail verschicken.
Komisch, die bekomme ich immer.
Gerade nochmal kontrolliert, ich nicht. Vielleicht sind die irrigerweise der Meinung, dass ich so organisiert bin und mir alles merke...
Gilez Dranoel
04.01.2006, 09:56
Wurden eure DVDs schon versandt? Bei mir steht seither "Zur Lieferung bereitstehend" und das Angebot ist aus der normalen Liste verschwunden.
Ich habe ja keine Bestätigungsmail bekommen, die Bestellungen tauchen auch nicht in der Liste auf - hat bei mir wahrscheinlich nicht geklappt.
candycolouredclown
04.01.2006, 12:08
Wurden eure DVDs schon versandt?
Ich habe ja gar keine bestellt.
stokelyX
05.01.2006, 13:03
Wurden eure DVDs schon versandt? Bei mir steht seither "Zur Lieferung bereitstehend" und das Angebot ist aus der normalen Liste verschwunden.
ist bei mir genauso...mal sehen!
Mr Bungle
07.01.2006, 09:34
Ich habe eine Mail bekommen, dass die Lieferung sich verzögern wird...
Gilez Dranoel
07.01.2006, 09:37
Ich habe eine Mail bekommen, dass die Lieferung sich verzögern wird...
Dito.
Gilez Dranoel
25.01.2006, 19:04
Na endlich!
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