Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : the promise ring
habe gerade was über diese band auf viva plus gesehen ... hat sich ganz nett angehört. weiß jemand etwas mehr über die, wie ist das album (für den fall das sie eins haben) ?!?
nathaniel
26.07.2002, 01:44
gutes "unaufgeregtes" pop-album mit jeder menge toller ohrwürmer,früher sollen die ja musikalisch härter zugange gewesen sein,kann man sich irgendwie nur schwer vorstellen nach ihrer neusten veröffentlichung,wenn dir "get on the floor"(die single,auch auf einer rs-new voices drauf)gefällt,dann solltest dir unbedingt mal die komplette
scheibe zu gemüte führen.
KritikersLiebling
26.07.2002, 08:19
Auf CD finde ich sie klasse. Beim Hurricane-Festival war's nur ein Soundtrack zur Mittagssonne...
Ich kann mich KritikersLiebling nur anschliessen.
Mr. Clean
29.05.2003, 10:11
Habe mir das Album gestern gekauft.
Bin begeistert.
Sehr gut Band.
observer
04.06.2004, 10:16
Die neue Band von zwei Promise Ring Mitgliedern (Sänger und Drummer) heisst Maritime und hat eben ihr Album "Glass floor" veröffentlicht. Hier ist ein Song davon: Sleep around (http://www.ghvc.de/video/maritime_sleep_around.mp3)
http://www.intro.de/img/review/1085571324.jpg
songbird
04.06.2004, 10:30
Originally posted by observer@4 Jun 2004, 09:16
Die neue Band von zwei Promise Ring Mitgliedern (Sänger und Drummer) heisst Maritime und hat eben ihr Album "Glass floor" veröffentlicht. Hier ist ein Song davon: Sleep around (http://www.ghvc.de/video/maritime_sleep_around.mp3)
http://www.intro.de/img/review/1085571324.jpg
..und ist ziemlich klasse, finde ich.
Dominick Birdsey
04.06.2004, 10:37
Maritime bekommt bei Plattentests 7 von 10 Punkten.
Sail away
"I can't live my life like a pop song anymore." Er steht da im Raum wie eine Blumenvase. Jener Slogan aus "Sleep around", der neuen Nationalhymne aller Langschläfer, Murmeltiere und sonstigen Faulpelze auf dieser Welt. Aber eigentlich ist er ja gelogen. Das Leben von Davey von Bohlen, es ist schließlich längst ein einziger Drei-Minuten-Popsong. Ein stetes Schwelgen zwischen Strophe, Bridge und Chorus, mit halbgeschlossenen Augen bei moderaten 22 Grad im Schatten. Kein guter Mensch könnte es ohne all diesen Kram länger als ein Jahr aushalten. Und Davey van Bohlen ist ein guter Mensch. Das muß man ja niemandem erzählen.
Also hat es nach dem Ende von The Promise Ring keine zwölf Monate gedauert, bis er seine neue Band formiert und seine neuen Popsongs geschrieben hatte. Dan Didier, der alte Weggefährte, sitzt wieder hinterm Schlagzeug. Eric Axelson, zuvor bei den ebenfalls aufgelösten The Dismemberment Plan, steht hinterm Baß. Und alle zusammen klingen sie dann, als hätte man The Promise Ring den Babyspeck weggeschnitten. Keine jubelnden Kinderchöre mehr, kein begeistertes In-die-Hände-klatschen, einfach nur Songs. Gitarre, Baß, Schlagzeug. Fertig. Na gut, ein paar Bläser noch. Und Streicher. Und Klavier. Aber dann ist gut.
Wenn Davey von Bohlen sich Musik ausdenkt, ist das wie mit einer Tafel Schokolade, von der man wider besseren Wissens und Willens nicht die Finger lassen kann. Hier muß nun doch noch ein Klavier klimpern, dort eine Geige vibrieren und wenn ein richtiger "Hände-hoch"-Refrain nicht von kurzatmigen Bläsern angefeuert wird, ist er sowieso nur die Hälfte wert. Also fliegen die blechernen Fetzen, wenn "Adios" direkt aus einer Trompete heraus in den Himmel geschossen wird. Deshalb tänzelt eine Hand über schwarzen und weißen Tasten, wenn sich "Souvenirs" geistesvergessen bei einem Klavierkasten einhakt. Und darum ist man plötzlich umzingelt von Streichern, wenn "I'm not afraid" sich selbst in den Schlaf wiegt.
Davey von Bohlen ist und bleibt eben ein überzeugter Wiederholungstäter. Und das wäre ja auch nicht schlimm, wenn er immer mit dem Folk im Arm bei entkleideten Schmuckstückchen wie "The window is the door" rauskäme. Oft ist das Album nahe dran an der Grenze zur Langeweile, manchmal knapp drüber weg und dann mit zähen Balladen wie "King of doves" gar enteilt bis außer Sichtweite. Aber wir warten natürlich trotzdem, bis es zurückkommt. Mit "Humanbeings" und einem versöhnlichen Ende. "I wouldn't care / If we never breath again." Manchmal ist es ja wirklich so.
(Daniel Gerhardt)
Quelle: Plattentests.de (http://www.plattentests.de/)
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