Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keith Richards - Life
Heute erscheint Keiths Biographie "Life".
Ein dicker Wälzer - und absolut lesenswert. Hat mich seit Freitag nicht mehr losgelassen.
Für die Übersetzung zeichnet unter anderem Willi Winkler verantwortlich (die Übersetzung wirkt auf mich bislang auch sehr gut, noch keine üblen Fehler entdeckt, was ja gerade im Bereich der Musik-Bios selten ist).
Ich kenne viele Musiker-Autobiographien und finde diese absolut lesenswert. Am überraschendsten war für mich nach all den Vorberichten, dass Keith an vielen Stellen voller Hochachtung von Jagger spricht - auch wenn sie sich seit drei Jahrzehnten auseinander entwickelt haben, was Keith mit tiefem Bedauern und (anscheinend) fairer Kritik kommentiert. Möchte aber nicht zu viel verraten und bin auf weitere Kommentare gespannt.
Yellowsubmarine
26.10.2010, 09:03
Habe gestern einige Kritiken gelesen u.a.
http://www.welt.de/kultur/musik/article10510106/Keith-Richards-Das-wird-Mick-gewaltig-stinken.html
http://www.derwesten.de/kultur/Keith-Richards-wildes-Leben-mit-den-Stones-id3871586.html
http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~ED75744AB27C74C309485D8AA0705B38D~ATpl~Ecommon ~Scontent.html
Da ich noch nie ein großer Stones Fan war, weiß ich nicht, ob ich € 26,99 dafür ausgebe, setze es mal auf meine Wunschliste....
Ich habe sie gerade gekauft. Ich bin gespannt...
730 Seiten hört sich viel an, das relativiert sich aber, wenn man die Kinderbuch Schriftgröße in Betracht zieht.
childintime
27.10.2010, 13:26
Ich habe sie gerade gekauft. Ich bin gespannt...
730 Seiten hört sich viel an, das relativiert sich aber, wenn man die Kinderbuch Schriftgröße in Betracht zieht.
Angesichts der potentiellen Leserschaft (zu der ich auch gehöre) ist Großdruck wahrscheinlich angebracht. ;-)
Angesichts der potentiellen Leserschaft (zu der ich auch gehöre) ist Großdruck wahrscheinlich angebracht. ;-)
:lol: So habe ich das noch gar nicht betrachtet.
Habe in den ersten 24 Stunden immerhin schon 70 Seiten geschafft. Macht Laune!
Krautathaus
27.10.2010, 14:01
"Life" wird auch im aktuellen RS von Wolfgang Doebeling vorgestellt.
Ford Prefect
27.10.2010, 14:25
Im aktuellen Spiegel ist ein seitenlanger Artikel über Richards und Buch.
Die einzige Sorge sei gewesen, ob sich Keith überhaupt erinnern kann...
"Life" wird auch im aktuellen RS von Wolfgang Doebeling vorgestellt.
Wo genau? Ich habe nur eine Kritik zu Ethan Russells großartiger Bildbio "Let It Bleed" gefunden.
pink-nice
27.10.2010, 18:41
Wo genau? Ich habe nur eine Kritik zu Ethan Russells großartiger Bildbio "Let It Bleed" gefunden.
...ist das´n Witz?
Krautathaus
27.10.2010, 18:44
Wo genau? Ich habe nur eine Kritik zu Ethan Russells großartiger Bildbio "Let It Bleed" gefunden.
Seite 28/29 .
(wirklich gut, daß das Buch in so großen Schriftzeichen gedruckt wird)
Neues Motto?
"Faltung bewahren"
(Furche dich nicht :-) )
http://www.sueddeutsche.de/kultur/keith-richards-wird-furche-dich-nicht-1.369639
...ist das´n Witz?
Hab's gefunden. Ich habe wie üblich von hinten nach vorn geblättert.
Kritiken sind mir egal. Das Buch ist heute angekommen. Zu später Stunde und einem Glas guten Bieres werde ich mal anfangen zu schmökern.
Ford Prefect
27.10.2010, 19:21
Mal eine Frage zu dem Foto hier: Schminkt der sich mit Eyeliner?
http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1016223.1288093056!/image/image.jpg_gen/derivatives/536x536/image.jpg
Mal eine Frage zu dem Foto hier: Schminkt der sich mit Eyeliner?
http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1016223.1288093056%21/image/image.jpg_gen/derivatives/536x536/image.jpg
Nein, wie kommst du denn da drauf?
pink-nice
27.10.2010, 19:33
Er sah nie fürchterlicher aus wie auf dem Bild im neuen RS....aber Hauptsache das Buch ist gut...geht der Stil einigermaßen?
Ford Prefect
27.10.2010, 19:42
Nein, wie kommst du denn da drauf?
Na weil seine Augenränder so dunkel sind
Zu später Stunde und einem Glas guten Bieres werde ich mal anfangen zu schmökern.
Bier .. wäre da nicht ein Pülleken Jack Daniels angebrachter.
Bier .. wäre da nicht ein Pülleken Jack Daniels angebrachter.
ne, stehe nicht auf harte Sachen. Bekommen mir nicht.
ne, stehe nicht auf harte Sachen. Bekommen mir nicht.
Ich glaube, Keith sehe auch ein wenig besser aus wenn er sich an deine Trinkgewohnheiten gehalten hätte, aber dann könnte ihn der Depp Johnny nicht beerben ... als Pirat, außerdem bräuchte er wirklich Eyeliner um die Augen.
Mal sehen wie die folgenden Kommentare so sind, dann werde ich mir vielleicht ein Glas Rotwein zu dem Buch genehmigen.
außerdem bräuchte er wirklich Eyeliner um die Augen.
Gibt es Bilder von Keith aus den letzten 30 Jahren wo er keinen Eyeliner hat?
SouthernMan
27.10.2010, 22:57
Dem Foto nach zu urteilen erübrigt sich doch eigentlich die Sache mit den Rolling Stones nach Erscheinen dieses Buches. Mit den Fingern ist es schwer vorstellbar, dass er noch wesentlich lang bei den Stones die 2. Gitarre spielen wird.
Braucht die Welt noch ein weiteres Album der Band, wenn sie im Gegenzug eine Keith-Richards-Bio bekommt?
Außerdem kann Ron Wood dann wieder saufen, wie er möchte und muss nicht erst gefeuert werden.
Habs kurz durchgeblättert. Scheint keine neuen Erkenntnisse zu geben, aber dafür sehr unterhaltsam geschrieben.
Gibt es Bilder von Keith aus den letzten 30 Jahren wo er keinen Eyeliner hat?
Wobei die Frage ist Trinken .... oder ... Eyeliner ... na bei Kieff wahrscheinlich beides.
Dem Foto nach zu urteilen erübrigt sich doch eigentlich die Sache mit den Rolling Stones nach Erscheinen dieses Buches. Mit den Fingern ist es schwer vorstellbar, dass er noch wesentlich lang bei den Stones die 2. Gitarre spielen wird.
Braucht die Welt noch ein weiteres Album der Band, wenn sie im Gegenzug eine Keith-Richards-Bio bekommt?
Außerdem kann Ron Wood dann wieder saufen, wie er möchte und muss nicht erst gefeuert werden.
Wobei die Frage ist Trinken .... oder ... Eyeliner ... na bei Kieff wahrscheinlich beides.
Ihr beschäftigt Euch noch nicht allzu lang mit den Stones bzw. Keith - sehe ich das richtig?
Ihr beschäftigt Euch noch nicht allzu lang mit den Stones bzw. Keith - sehe ich das richtig?
Deine Frage ist offensichtlich rhetorisch.
Ford Prefect
27.10.2010, 23:12
Glaube nicht, dass ich mir das Buch kaufe, mir reichen da Auszüge. 700 Seiten sind mir für eine Bio über einen einzelnen Musiker etwas arg lang. Dann müsste dieses Buch schon sensationell gut geschrieben sein.
Glaube nicht, dass ich mir das Buch kaufe, mir reichen da Auszüge. 700 Seiten sind mir für eine Bio über einen einzelnen Musiker etwas arg lang. Dann müsste dieses Buch schon sensationell gut geschrieben sein.
Himmel! Auszüge? Bei einer Biographie? Ob man das Buch kauft, ist einzig und allein eine Frage des Interesses, das man einem Musiker und Menschen wie Keith entgegenbringt und nicht eine Frage des literarischen Hochgenusses. Außerdem wenn einer 700 Seiten mit Interessantem vollbekommt, dann sicher Mr. Richards.
Ford Prefect
27.10.2010, 23:18
Im morgen erscheinenden stern gibt Keith zu Protokoll, dass sie nächstes Jahr wieder auf Tournee gehen wollen, wegen des 50-jährigen Bandjubiläums...aber keine großen Stadien, sondern eher kleine Hallen...
Ford Prefect
27.10.2010, 23:21
Himmel! Auszüge? Bei einer Biographie? Ob man das Buch kauft, ist einzig und allein eine Frage des Interesses, das man einem Musiker und Menschen wie Keith entgegenbringt und nicht eine Frage des literarischen Hochgenusses. Außerdem wenn einer 700 Seiten mit Interessantem vollbekommt, dann sicher Mr. Richards.
Unbedingt ;-) Ich habe schon Interesse an den Stones und Keith. Bei mir ist dieses Interesse aber nicht derart raumfordernd wie eben bei dir.
pink-nice
27.10.2010, 23:23
Himmel! Auszüge? Bei einer Biographie? Ob man das Buch kauft, ist einzig und allein eine Frage des Interesses, das man einem Musiker und Menschen wie Keith entgegenbringt und nicht eine Frage des literarischen Hochgenusses. Außerdem wenn einer 700 Seiten mit Interessantem vollbekommt, dann sicher Mr. Richards.
Aber ob es interessant geschrieben wurde könnte man doch wenigstens zu wissen kriegen, oder?
Aber ob es interessant geschrieben wurde könnte man doch wenigstens zu wissen kriegen, oder?
Es ist interessant geschrieben und liest sich sehr flüssig. Keith hat ja außerdem fähige Unterstützung gehabt.
Außerdem wenn einer 700 Seiten mit Interessantem vollbekommt, dann sicher Mr. Richards.
Stimmt. Aber leider nur alles schon bakannt.
pink-nice
27.10.2010, 23:27
Es ist interessant geschrieben und liest sich sehr flüssig. Keith hat ja außerdem fähige Unterstützung gehabt.
Das hört sich gut an.....gekauft!
pink-nice
27.10.2010, 23:28
Stimmt. Aber leider nur alles schon bakannt.
Wiso, haste schon alles durch?
Stimmt. Aber leider nur alles schon bakannt.
Hast Du wirklich was sensationell neues erwartet? Bei einem Mitglied einer der meist dokumentierten Bands des Planeten? Außerdem schriebst Du um 22:58 Uhr "Habs kurz durchgeblättert. Scheint keine neuen Erkenntnisse zu geben, aber dafür sehr unterhaltsam geschrieben."
Hast Du es in der letzten halben Stunde komplett durchgelesen?
Das hört sich gut an.....gekauft!
Vorsicht! Wenn Du die Biografien von Barbara Charone und Victor Bockris hast braucht man dieses Werk nicht mehr unbedingt. Ist für Fans gemacht und sehr unterhaltsam geschrieben.
Ford Prefect
27.10.2010, 23:32
Hast Du wirklich was sensationell neues erwartet? Bei einem Mitglied einer der meist dokumentierten Bands des Planeten? Außerdem schriebst Du um 22:58 Uhr "Habs kurz durchgeblättert. Scheint keine neuen Erkenntnisse zu geben, aber dafür sehr unterhaltsam geschrieben."
Hast Du es in der letzten halben Stunde komplett durchgelesen?
Vielleicht betreibt er ja wie scorechaser Literatur-Zapping ;-)
Hast Du wirklich was sensationell neues erwartet? Bei einem Mitglied einer der meist dokumentierten Bands des Planeten? Außerdem schriebst Du um 22:58 Uhr "Habs kurz durchgeblättert. Scheint keine neuen Erkenntnisse zu geben, aber dafür sehr unterhaltsam geschrieben."
Hast Du es in der letzten halben Stunde komplett durchgelesen?
Ne, aber ich hatte den ganzen Tag Zeit einige Kapitel durchzugehen
Habe es gekauft, aber noch nicht recht aufgeschlagen, nur Bilder angeschaut. Überzeugt hatte mich heute ein Review in der SZ, in dem auch von detaillierten musikalischen Infos die Rede war. Das Bohei um Micks Schwanz hatte mich ansonsten mehr als abgeschreckt. Und die Drogengeschichten mögen natürlich zu seinem Leben dazugehören, aber sonderlichst detailliert brauche ich auch die nicht. Bin gespannt.
PS:DIe Fotos zeigen Keith übrigens in erster Linie als Familienmenschen. Irgendwie bemerkenswert und neugierig machend.
Ihr beschäftigt Euch noch nicht allzu lang mit den Stones bzw. Keith - sehe ich das richtig?
Upps, die erste Platte hab ich vor weit über 30 Jahren gekauft und beschäftige mich seit dem auch mit den Rollenden Steinen. Das mit dem Eyeliner war eher als Scherz gedacht, ist vielleicht nicht angekommen, aber ich verweigere seit jeher die Verwendung irgendwelcher Smilies.
SouthernMan
27.10.2010, 23:35
Ihr beschäftigt Euch noch nicht allzu lang mit den Stones bzw. Keith - sehe ich das richtig?
meine 2. LP überhaupt war die Sticky Fingers. Das war 1979! 4. LP Let it bleed. Bis zur Emotional Rescue hatte ich sie dann alle. Ich hatte auch mal einen Stones Bildband über ihre Geschichte bis zur Black and Blue. Und das alte 2001-Rolling Stones-Songbook mit miesen deutschen Übersetzungen (es gab ja damals nicht viel anderes). Natürlich hab ich sie irgendwann satt gehabt mit ihren neuen Alben, die mir nichts neues mehr boten. Vielleicht weiß ich nicht alles über Richards und die Stones - wäre das bei anderen so, bräuchten sie dann eine Biografie? - aber dass ich mich noch nicht all zu lang mit den Stones beschäftige, lass ich nicht gelten.
Dass Richards schon seit Jahren mit solchen Fingern spielt weiß ich auch, aber irgendwann geht's halt nicht mehr. Seit ich das letzte Stones Konzert (im ZDF vor 2 Jahren glaub ich) gesehen hatte war mir aber klar, dass das nicht mehr lange so gehen kann.
@ Mick67, der Boy Lollypop hat mir als Avatar besser gefallen.
Vorsicht! Wenn Du die Biografien von Barbara Charone und Victor Bockris hast braucht man dieses Werk nicht mehr unbedingt. Ist für Fans gemacht und sehr unterhaltsam geschrieben.
Ja, die habe ich auch beide mehrmals gelesen. Charone war meine allererste Stones-Bio. Trotzdem wird Keith sicherlich viele Dinge anders betrachten als die beiden. Allein das zu lesen, darauf freue ich mich.
Und WDs Artikel über "LIFE" im neuen RS weckt zusätzliche Erwartungen.
pink-nice
27.10.2010, 23:36
Habe es gekauft, aber noch nicht recht aufgeschlagen, nur Bilder angeschaut. Überzeugt hatte mich heute ein Review in der SZ, in dem auch von detaillierten musikalischen Infos die Rede war. Das Bohei um Micks Schwanz hatte mich ansonsten mehr als abgeschreckt. Und die Drogengeschichten mögen natürlich zu seinem Leben dazugehören, aber sonderlichst detailliert brauche ich auch die nicht. Bin gespannt.
PS:DIe Fotos zeigen Keith übrigens in erster Linie als Familienmenschen. Irgendwie bemerkenswert und neugierig machend.
Und die sind in dem Buch mehr als detailliert.
Upps, die erste Platte hab ich vor weit über 30 Jahren gekauft und beschäftige mich seit dem auch mit den Rollenden Steinen. Das mit dem Eyeliner war eher als Scherz gedacht, ist vielleicht nicht angekommen, aber ich verweigere seit jeher die Verwendung irgendwelcher Smilies.
D. h. früher warst Du hier unter welchem Nick bekannt?
@ Mick67, der Boy Lollypop hat mir als Avatar besser gefallen.
Angesichts der Ereignisse halte ich den jetzigen für sehr schön und angemessen. Und solange nur die dämlichen Avas im "schönste Ava" Thread gelobt werden, mache ich was ich will.
pink-nice
27.10.2010, 23:42
Angesichts der Ereignisse halte ich den jetzigen für sehr schön und angemessen. Und solange nur die dämlichen Avas im "schönste Ava" Thread gelobt werden, mache ich was ich will.
Da geht Keith ja noch....aber im RS....fürchterlich...da muss mal einer was mit seinen Haaren machen.
Ford Prefect
27.10.2010, 23:52
Folgendes Keith-Portrait eines Mannheimer Malers ziert meine Schrankwand:
Darf ich jetzt weiter Stones-Fan bleiben?
http://www.muhhh.com/images/bilder1/sta/images/02%20Keith%20Richards.jpg
D. h. früher warst Du hier unter welchem Nick bekannt?
Nein ist tatsächlich mein erst & einzig Nick und bleibt es auch.
Angesichts der Ereignisse halte ich den jetzigen für sehr schön und angemessen. Und solange nur die dämlichen Avas im "schönste Ava" Thread gelobt werden, mache ich was ich will.
Beim ersten lesen dachte ich schon ihm wäre was passiert. Gut gegeben .. und ich schweig fein still.
Folgendes Keith-Portrait eines Mannheimer Malers ziert meine Schrankwand:
Darf ich jetzt weiter Stones-Fan bleiben?
http://www.muhhh.com/images/bilder1/sta/images/02%20Keith%20Richards.jpg
Auf keinen Fall, der sieht viel zu Gesund aus.
HellCreeper
28.10.2010, 00:11
Habt ihr das Buch in deutsch oder in englisch?
Ansonsten kann ich als noch Unentschlossener wenig damit anfangen, wenn hier vom "gut lesbar" steht, weil ich nicht weiß auf welche Version es sich bezieht.
Habt ihr das Buch in deutsch oder in englisch?
Ansonsten kann ich als noch Unentschlossener wenig damit anfangen, wenn hier vom "gut lesbar" steht, weil ich nicht weiß auf welche Version es sich bezieht.
??
Folgendes Keith-Portrait eines Mannheimer Malers ziert meine Schrankwand:
Darf ich jetzt weiter Stones-Fan bleiben?
Nein, weil die Augen auf dem Portrait nichts mit Keith zu tun haben. Sofort abhängen!
Habt ihr das Buch in deutsch oder in englisch?
Ansonsten kann ich als noch Unentschlossener wenig damit anfangen, wenn hier vom "gut lesbar" steht, weil ich nicht weiß auf welche Version es sich bezieht.Die deutsche Version jedenfalls ist eher mit Einschränkungen zu empfehen. Nach den ersten 30 Seiten, die ich gerade gelesen habe, sind mir schon ein paar Ärgernisse aufgestoßen. Ist einfach schwierig Slang oder Redewendungen etc. einzudeutschen. Und ein fetter grammatischer Fehler ist auch schon drin. Wenn man 3 Leute drauf ansetzt, sollte das nicht vorkommen dürfen.
Wahrscheinlich waren es drei, damit es so schnell wie möglich auf den Markt kommen konnte. Zeitgleich mit dem Original.
Oh, dann muß ich mir ja noch einen Rotstift kaufen.
Klar, heute bist du der Depperte, wenn du ein Normalmaß an Rechtschreibung und sprachlichem Können verlangst.
Die deutsche Version jedenfalls ist eher mit Einschränkungen zu empfehen. Nach den ersten 30 Seiten, die ich gerade gelesen habe, sind mir schon ein paar Ärgernisse aufgestoßen. Ist einfach schwierig Slang oder Redewendungen etc. einzudeutschen. Und ein fetter grammatischer Fehler ist auch schon drin. Wenn man 3 Leute drauf ansetzt, sollte das nicht vorkommen dürfen.
Wahrscheinlich waren es drei, damit es so schnell wie möglich auf den Markt kommen konnte. Zeitgleich mit dem Original.
Bedeutet sehr wahrscheinlich auch, dass die Kapitel unterschiedlich gut lesbar sind, ja nach Übersetzter, also doch das Original.
Klar, heute bist du der Depperte, wenn du ein Normalmaß an Rechtschreibung und sprachlichem Können verlangst.
Unsinn, da sprichst Du mit mir genau den Falschen an. Es ist doch klar, daß man Slang nicht 1:1 übersetzen kann. Aber was willst Du machen, wenn Du auch an Leser denken mußt, die der englischen Sprache nicht mächtig sind?
Und Grammatikfehler sind natürlich auch blöd, aber bei 700 Seiten kann da schon mal was durchrutschen. Da konnte ich mir die kleine Spitze gegen das Lehrerhafte nicht verkneifen.
Unsinn, da sprichst Du mit mir genau den Falschen an. Es ist doch klar, daß man Slang nicht 1:1 übersetzen kann. Aber was willst Du machen, wenn Du auch an Leser denken mußt, die der englischen Sprache nicht mächtig sind?
Kann man aber versuchen, ich würde vorschlagen mal in Bücher zu lesen die Harry Rowohlt übersetzt hat, je nach Spruch geht das da sogar sehr gut.
Und Grammatikfehler sind natürlich auch blöd, aber bei 700 Seiten kann da schon mal was durchrutschen. Da konnte ich mir die kleine Spitze gegen das Lehrerhafte nicht verkneifen.
Bei einem guten Lektorat sollte dies eben nicht geschehen, aber als Terry Pratchett Leser weiss ich natürlich wie viele Fehler auf 400 Seiten passen.
Stormy Monday
28.10.2010, 00:52
Habe es gekauft, aber noch nicht recht aufgeschlagen, nur Bilder angeschaut. Überzeugt hatte mich heute ein Review in der SZ, in dem auch von detaillierten musikalischen Infos die Rede war. Das Bohei um Micks Schwanz hatte mich ansonsten mehr als abgeschreckt. Und die Drogengeschichten mögen natürlich zu seinem Leben dazugehören, aber sonderlichst detailliert brauche ich auch die nicht. Bin gespannt.
PS:DIe Fotos zeigen Keith übrigens in erster Linie als Familienmenschen. Irgendwie bemerkenswert und neugierig machend.
Gerade die sind doch aus erster Hand spannend. Keine Mythen um Blutwäsche in der Schweiz, kein aus den Fingern gesaugter Scheiss des Boulevards - Keef erzählt ( hoffentlich), wie`s wirklich war. Und dass Rebel Yell wirklich leckerer runterläuft als Jack D. aus Lynchburg. Bin auch gespannt. S & D & R`n´R!
Kann man aber versuchen, ich würde vorschlagen mal in Bücher zu lesen die Harry Rowohlt übersetzt hat, je nach Spruch geht das da sogar sehr gut.
Auf die Gefahr hin, daß ich mich als Banause oute, aber mir genügt, wenn ich den Inhalt verstehe. Dieses "ich lese nur das Original" Getue ist mir etwas suspekt. Ich habe z.B. Bockris in deutsch und englisch gelesen und konnte jetzt keinen großen Erkenntnissprung erzielen.
Stormy Monday
28.10.2010, 01:29
Bist kein Banause, Mick. Obwohl amerikanisch als Vatersprache erlernt, bin ich für gute Übersetzungen und ein dadurch flüssigeres Lesen immer dankbar. Wenn mein Leben doppelt so lang wäre, würde ich mich dann auch noch mit Originalen beschäftigen.....Oder Übersetzer werden:roll:
Auf die Gefahr hin, daß ich mich als Banause oute, aber mir genügt, wenn ich den Inhalt verstehe.
Ich meinte damit auch nur, das es Übersetzer gibt, die es schaffen auch Slang gut in die Übersetzung einfliessen zu lassen.
Dieses "ich lese nur das Original" Getue ist mir etwas suspekt. Ich habe z.B. Bockris in deutsch und englisch gelesen und konnte jetzt keinen großen Erkenntnissprung erzielen.
Nein, nur wenn es gar nicht anders geht (versuch mal Kings Friedhof der Kuscheltiere in Deutsch).
Ford Prefect
28.10.2010, 03:53
Auf die Gefahr hin, daß ich mich als Banause oute, aber mir genügt, wenn ich den Inhalt verstehe. Dieses "ich lese nur das Original" Getue ist mir etwas suspekt. Ich habe z.B. Bockris in deutsch und englisch gelesen und konnte jetzt keinen großen Erkenntnissprung erzielen.
Da zitiere ich gerne Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier: "Für das Übersetzen ist die Vorstellung eines Transports keine zureichende Metapher. Es ist kein Transport, weil das Gepäck niemals ankommt. Mich haben immer die Verluste interessiert. Mich hat das interessiert, was immer jenseits des Neuen, des Übersetzten bleiben muss."
Das Übersetzertum ist mit das Spannendste, was es in der Literaturwissenschaft gibt.
Zeno Cosini
28.10.2010, 05:49
Da zitiere ich gerne Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier: "Für das Übersetzen ist die Vorstellung eines Transports keine zureichende Metapher. Es ist kein Transport, weil das Gepäck niemals ankommt. Mich haben immer die Verluste interessiert. Mich hat das interessiert, was immer jenseits des Neuen, des Übersetzten bleiben muss."
Das Übersetzertum ist mit das Spannendste, was es in der Literaturwissenschaft gibt.
Und Swetlana Geier ist eine der absolut Größten auf diesem Gebiet...
lovely_creature
30.10.2010, 00:30
Ich möchte gern das Hörbuch, gelesen von Stefan Remmler. Könnte interessant klingen.
Faz Reszension (http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E68CF6D67C6784B33BF40F8F73B914795~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
Faz Reszension (http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E68CF6D67C6784B33BF40F8F73B914795~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
Eine sehr schöne Rezension!
Mich würde interessieren, welche Stellen Euch hinsichtlich der Übersetzung stören.
Wegen des weltweit synchronen Erscheinungstermins war die Arbeit in relativ kurzer Zeit zu erledigen, die Entscheidung von Heyne/ Random House, drei ÜbersetzerInnen zu wählen und so die Qualität zu sichern finde ich daher bemerkens- und begrüßenswert.
Anders als bei vielen anderen Musik-Bios ist mir bislang keine Stelle aufgefallen, bei der schon beim Lesen sofort klar war, dass da ein dicker Übertragungsfehler passiert sein muss.
Ich finde, es liest sich gut. Ein paar "Tippfehler" habe ich gefunden, aber nicht so viele, dass es mich stören würde - und nicht mehr, als bei anderen Büchern und Zeitschriften wie dem RS (leider) auch.
Ich habe jetzt auch das Original und verfahre jetzt so, dass ich die deutsche Version, mit der ich jetzt auf S. 200 bin, weiter lese, allerdings Passagen, die mich im O-Ton interessieren, dann auf Englisch nachlese. Tolles Buch, bin total im Keith-Fieber - ich liebe diesen Kerl!
Da bist Du nicht der einzige. Ich werde mir auch noch die englische Fassung zulegen.
Ford Prefect
01.11.2010, 14:03
Wegen des weltweit synchronen Erscheinungstermins war die Arbeit in relativ kurzer Zeit zu erledigen, die Entscheidung von Heyne/ Random House, drei ÜbersetzerInnen zu wählen und so die Qualität zu sichern finde ich daher bemerkens- und begrüßenswert.
Ich glaube nicht, dass an das Keith-Buch drei Übersetzer zur Qualitätssicherung angesetzt wurden. Der neue dicke Wälzer "Freiheit" von Jonathan Franzen wurde auch von zwei Übersetzern bearbeitet, und zwar aus Zeitgründen. Da wird das Buch halbiert bzw. gedrittelt und jeder kriegt seinen Teil.
Ich glaube nicht, dass an das Keith-Buch drei Übersetzer zur Qualitätssicherung angesetzt wurden. Der neue dicke Wälzer "Freiheit" von Jonathan Franzen wurde auch von zwei Übersetzern bearbeitet, und zwar aus Zeitgründen. Da wird das Buch halbiert bzw. gedrittelt und jeder kriegt seinen Teil.
Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Wenn drei Leute jeweils nur ein Drittel bearbeiten, haben diese natürlich mehr Zeit als wenn es nur einer macht. Dementsprechend kann - in der Theorie - das Ergebnis besser sein.
Leute aus anderen europäischen Ländern berichten mir von wirklich üblen Fehlern (so in der NL- und F-Variante).
Der Hofacker
01.11.2010, 16:37
So, ich hab's jetzt durch. Schönes Buch, spannend und ganz sicher ein großer Lesespaß. Wegen der Übersetzung hab ich jetzt mal nix zu meckern, da hab ich schon weiß Gott schlechtere gelesen...
Besonders sympathisch finde ich, dass der alte Keith so offen und rückhaltlos über Privates berichtet und auch, dass er in einigen Passagen seine musikalischen Ansichten und überhaupt seine musikalische Philosophie so überzeugend darlegt. Außerdem weiß ich gar nicht, was die alle wegen der paar Jagger-Bemerkungen haben, man merkt doch deutlich, dass die beiden eine Hassliebe verbindet. Das kennt doch jeder von uns, dass man ein paar alte Freunde hat, die einem mit ihren Eigenheiten gelegentlich mächtig auf den Zeiger gehen, die man aber trotzdem heiß und innig liebt.
Kritisches habe ich aber auch anzumerken: Ich finde es über diese lange Strecke manchmal arg ermüdend, andauernd über die Feinheiten im Umgang mit den verschiedensten Drogen belehrt zu werden. Außerdem geht mir Keiths mitunter doch eher simple, holzschnittartige Sicht der Welt phasenweise auf den Zwirn. Immerzu ist er der Pirat, und alle, die nicht zu seiner Gang gehören, wollen ihm ans Leder bzw. sind die Bösen. Manchmal schmeckt das schon ein bisschen selbstgerecht. Und ein bisschen komplexer ist die Welt dann doch, würde ich sagen. Andererseits ist es vielleicht die Sicht eines Mannes, der sein Leben lang vogelfrei war und deshalb die Welt noch heute mit den Augen eines Zwölfjährigen sieht. Interessant allemal, an manchen Stellen erfrischend, sogar lehrreich. Und: Man muss ihn einfach mögen. Sowieso. ;-)
So, ich hab's jetzt durch...
Du Armer! Ich genieße jede Zeile und bin froh noch 550 Seiten vor mir zu haben. ;-)
Stormy Monday
01.11.2010, 17:11
Kritisches habe ich aber auch anzumerken: Ich finde es über diese lange Strecke manchmal arg ermüdend, andauernd über die Feinheiten im Umgang mit den verschiedensten Drogen belehrt zu werden..........
Man muss ihn einfach mögen. Sowieso. ;-)
Der Konsum von und die Jagd nach Drogen war ein fester (und "wichtiger") Bestandteil eines Teils seines Lebens. Von der Gewichtung her vielleicht nicht sooo wichtig wie die Musik, aber teilweise "lebensnotwendiger".
Ohne das Buch gelesen zu haben (Urlaub ist eingereicht ;-)), hätte mich ein Streifen am Rande, was seine Drogenproblematik betrifft, doch sehr gewundert. Dass er da ins Detail geht, ist eher normal bei Drogenfreaks.
Und ja, wir lieben ihn einfach so. Auch deswegen. Was wäre Keith ohne dieses drogenumnebelte Leben und den damit verbundenen Output? Gitarrist bei Toto?
So, ich hab's jetzt durch. Schönes Buch, spannend und ganz sicher ein großer Lesespaß. Wegen der Übersetzung hab ich jetzt mal nix zu meckern, da hab ich schon weiß Gott schlechtere gelesen...
Besonders sympathisch finde ich, dass der alte Keith so offen und rückhaltlos über Privates berichtet und auch, dass er in einigen Passagen seine musikalischen Ansichten und überhaupt seine musikalische Philosophie so überzeugend darlegt. Außerdem weiß ich gar nicht, was die alle wegen der paar Jagger-Bemerkungen haben, man merkt doch deutlich, dass die beiden eine Hassliebe verbindet. Das kennt doch jeder von uns, dass man ein paar alte Freunde hat, die einem mit ihren Eigenheiten gelegentlich mächtig auf den Zeiger gehen, die man aber trotzdem heiß und innig liebt.
Kritisches habe ich aber auch anzumerken: Ich finde es über diese lange Strecke manchmal arg ermüdend, andauernd über die Feinheiten im Umgang mit den verschiedensten Drogen belehrt zu werden. Außerdem geht mir Keiths mitunter doch eher simple, holzschnittartige Sicht der Welt phasenweise auf den Zwirn. Immerzu ist er der Pirat, und alle, die nicht zu seiner Gang gehören, wollen ihm ans Leder bzw. sind die Bösen. Manchmal schmeckt das schon ein bisschen selbstgerecht. Und ein bisschen komplexer ist die Welt dann doch, würde ich sagen. Andererseits ist es vielleicht die Sicht eines Mannes, der sein Leben lang vogelfrei war und deshalb die Welt noch heute mit den Augen eines Zwölfjährigen sieht. Interessant allemal, an manchen Stellen erfrischend, sogar lehrreich. Und: Man muss ihn einfach mögen. Sowieso. ;-)
Ich hab' es zwar noch nicht durchgelesen, gewinne aber schon jetzt den Eindruck, daß dieses Fazit sehr gekonnt die meisten Nägel auf den Kopf
trifft :sonne:
Würde ich auch so unterschreiben, hätte es aber nicht so auf den Punkt bringen können wie Herr Hofacker.
Ford Prefect
01.11.2010, 18:31
Außerdem weiß ich gar nicht, was die alle wegen der paar Jagger-Bemerkungen haben, man merkt doch deutlich, dass die beiden eine Hassliebe verbindet. Das kennt doch jeder von uns, dass man ein paar alte Freunde hat, die einem mit ihren Eigenheiten gelegentlich mächtig auf den Zeiger gehen, die man aber trotzdem heiß und innig liebt.
Für mich gesprochen: Nein.
Ford Prefect
01.11.2010, 18:35
Außerdem geht mir Keiths mitunter doch eher simple, holzschnittartige Sicht der Welt phasenweise auf den Zwirn. Immerzu ist er der Pirat, und alle, die nicht zu seiner Gang gehören, wollen ihm ans Leder bzw. sind die Bösen.
Könnten die Folgen drogeninduzierten Verfolgungswahns sein. Nach einer solchen Drogenkarriere bleiben da immer ein paar Macken zurück.
pink-nice
01.11.2010, 20:24
Man muss ihn einfach mögen. Sowieso. ;-)
...ist eh klar....aber muss man solche Scheiß-Haare haben?....ist doch schon peinlich.
...ist eh klar....aber muss man solche Scheiß-Haare haben?....ist doch schon peinlich.
Was hast Du nur mit den Haaren? Was ist gegen die Frisur einzuwenden? Bist Du jetzt unter die Modeexperten gegangen?
http://img258.imageshack.us/img258/1651/keith2.jpg
pink-nice
01.11.2010, 20:41
Was hast Du nur mit den Haaren? Was ist gegen die Frisur einzuwenden? Bist Du jetzt unter die Modeexperten gegangen?
http://img258.imageshack.us/img258/1651/keith2.jpg
Mich hat nur dieses letzte Bild in der RS so entsetzt.....man muss sich doch nicht hässlicher machen als man ist.....dein Bild von ihm ist natürlich völlig OK.
Ford Prefect
01.11.2010, 20:47
Ich merk schon: Ich werde mir mal wieder mein eigenes Urteil bilden müssen. Stand schon vorgestern in der Buchhandlung davor, das nächste Mal wird's mitgenommen.
Welche Frisur, Mick?
Frisur ist immer relativ, selbst schmierige, kinnlange Strähnen.
selbst schmierige, kinnlange Strähnen.
Kein Ahnung was du meinst ;-)
...ist eh klar....aber muss man solche Scheiß-Haare haben?....ist doch schon peinlich.
Wie sieht denn Deine Frisur aus - poste doch mal ein Bild von Dir!
pink-nice
02.11.2010, 06:47
Wie sieht denn Deine Frisur aus - poste doch mal ein Bild von Dir!
Davon werden die von Keith auch nicht besser....:wave:
Ford Prefect
02.11.2010, 14:45
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir wirklich von einem Drogenwrack zwischen den Zeilen einflüstern lassen soll, wie man Drogen konsumiert.
Zieht man das ab, scheint der Informationsgehalt des Buches doch recht dürftig. Ich denke, die Teile von Interesse hätten auch auf knapp 50 Seiten ausreichend Platz gehabt.
Was willst Du uns jetzt damit sagen? Hast Du das Buch schon gelesen?
Wenn nein, erledigt sich wohl jeder weitere Kommentar.
Werd mit dem Buch heute anfangen, bin schon mal gspannt!
Ich denke, die Teile von Interesse hätten auch auf knapp 50 Seiten ausreichend Platz gehabt.
Na, dann interessierst Du Dich anscheinend nicht allzu sehr für Keith. Was fehlt Dir denn? Hast Du es überhaupt gelesen, Ford? Was hälst Du denn von der Story auf Seite 533/534 (deutsche Ausgabe, im Original S. 403)?
Sehr lustig: Der digested read des Guardian:
http://www.guardian.co.uk/books/2010/nov/01/life-keith-richards-digested-read
motörwolf
02.11.2010, 15:54
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir wirklich von einem Drogenwrack zwischen den Zeilen einflüstern lassen soll, wie man Drogen konsumiert.
Zieht man das ab, scheint der Informationsgehalt des Buches doch recht dürftig. Ich denke, die Teile von Interesse hätten auch auf knapp 50 Seiten ausreichend Platz gehabt.
Wenn dir das Buch nicht zusagt, gebe ich dir gerne meine Adresse, dann kannst du es einfach zu mir entsorgen :lol:
Wenn dir das Buch nicht zusagt, gebe ich dir gerne meine Adresse, dann kannst du es einfach zu mir entsorgen :lol:
Würde mich wundern, wenn er das Buch überhaupt hätte.
Würde mich wundern, wenn er das Buch überhaupt hätte.
Ich nehme die Wette nicht nicht an. Ich hab das Buch zwar auch NOCH!!! nicht, aber ich denke, ein Buch über/von Keef kann man immer lesen. Habe grade das Ronnie Wood Buch noch auf dem Nachttisch. Könnte doch ein guter Vorlauf in "the real thing" sein.
motörwolf
02.11.2010, 16:05
Würde mich wundern, wenn er das Buch überhaupt hätte.
Verdammt, da will ich mal ganz uneigennützig was gutes tun... :lol:
Ich nehme die Wette nicht nicht an. Ich hab das Buch zwar auch NOCH!!! nicht, aber ich denke, ein Buch über/von Keef kann man immer lesen. Habe grade das Ronnie Wood Buch noch auf dem Nachttisch. Könnte doch ein guter Vorlauf in "the real thing" sein.
Das Buch von Woodie ist auch sehr unterhaltsam. Mit den Autobiographien von Bill, Woodie, Keith, ALO und According to bekommt man schon einen recht differenzierten und authentischen Einblick in die Geschichte der Band. Schade dass Jagger das ja anscheinend nicht auf die Reihe bekommt - ob Charlie sowas noch mal in Angriff ist auch wohl eher fragwürdig.
Das Buch von Woodie ist auch sehr unterhaltsam. Mit den Autobiographien von Bill, Woodie, Keith, ALO und According to bekommt man schon einen recht differenzierten und authentischen Einblick in die Geschichte der Band. Schade dass Jagger das ja anscheinend nicht auf die Reihe bekommt - ob Charlie sowas noch mal in Angriff ist auch wohl eher fragwürdig.
Sehe ich auch so. Wobei mich die Geschichte von Charlie schon interessieren würde, einfach deshalb, weil wie der Beobachter durch die Stones-Historie schwirrt und wahrscheinlich sich noch an Sachen erinnert, die bei den anderen längst versackt sind. Toll gefallen hat mir auch das Buch von (habe grad den Autor vergessen) über die Tour vor Altamont, also die, mit Let it Bleed-Songs usw. Halt: Booth heißt der Mann mit Nachnamen. Kennst du das? Quatsch, klar kennst du es. Frage also: Wie hat dir das gefallen?
Stanley Booth, eines der besten Bücher über die Stones, das ich kenne.
Stanley Booth, eines der besten Bücher über die Stones, das ich kenne.
Exakt, das meinte ich!
Toll gefallen hat mir auch das Buch von (habe grad den Autor vergessen) über die Tour vor Altamont, also die, mit Let it Bleed-Songs usw. Halt: Booth heißt der Mann mit Nachnamen. Kennst du das? Quatsch, klar kennst du es. Frage also: Wie hat dir das gefallen?
Ich muss gestehen, ich kenne es noch nicht, habe es aber soeben bestellt!
Ich muss gestehen, ich kenne es noch nicht, habe es aber soeben bestellt!
Du wirst es genießen. Spannend auch, wie die Charaktere Keith-Mick sich damals schon herausbildeten. Vor allem über Jagger als Business-man und Kontrollfreak ist interessant zu lesen.
Schon drollig, was so an Meinung(smache) durch diesen Thread geistert. Da wird doch allen Ernstes die Absenz einer ordentlichen Haartracht moniert. Nur gut, daß der Gitarrist sein Gebiss richten ließ, sonst würde das hier fraglos auch zu Beschwerden führen. Warum die Furchen und Kerben in Keiths Gesicht noch nicht für Abscheu oder doch zumindest für Hohn und Spott gesorgt haben, bleibt rätselhaft. Vielleicht sollte man ja nochmal genauer hingucken. Ist nämlich verdammt runzlig, der Mann. Ziemlich alt ist er auch noch, zu allem Überfluss.
pink-nice
02.11.2010, 17:18
Warum die Furchen und Kerben in Keiths Gesicht noch nicht für Abscheu oder doch zumindest für Hohn und Spott gesorgt haben, bleibt rätselhaft.
Ist gar nicht rätselhaft...da kann man mit einfachen Mitteln einfach nichts ausrichten...bei den Haaren schon.;-)(ist mir besonders in deinem Bericht aufgefallen)
Ist aber auch nicht sooo wichtig...wichtiger ist das Buch und das wird bestellt.
Schon drollig, was so an Meinung(smache) durch diesen Thread geistert. Da wird doch allen Ernstes die Absenz einer ordentlichen Haartracht moniert. Nur gut, daß der Gitarrist sein Gebiss richten ließ, sonst würde das hier fraglos auch zu Beschwerden führen. Warum die Furchen und Kerben in Keiths Gesicht noch nicht für Abscheu oder doch zumindest für Hohn und Spott gesorgt haben, bleibt rätselhaft. Vielleicht sollte man ja nochmal genauer hingucken. Ist nämlich verdammt runzlig, der Mann. Ziemlich alt ist er auch noch, zu allem Überfluss.
Echt bestens nachgelegt :sonne: by god ...schaut doch back in die formidablen Stones-Times "STONES IN THE PARK" / "SYMPATHIE FOR THE DEVIL" + jüngst "STONES IN EXILE"......unser aller KEEF, der absolute "Fürst der Finsternis", der "Schrecken aller Gesundheitsapostel" in Person. Zuweilen gewinnt man hier den Eindruck, sich unter besseren Internatsklientelen zu befinden, dermassen geziert wird sich getan...und über "Haartracht" und
"Zähne" - ja sogar sein zerfurchtetes Antlitz 2010 wird sich echauffiert ;
ach Gottchen sind die alle erschrocken:dance:
KEEF wirkt heutzutage wirklich wie ein ausserplanetarisches Ungeheuer:lol:
Ich lach mich langsam auch drollig.....und das in diesem RS(!)-Forum.
pink-nice
02.11.2010, 18:43
Zuweilen gewinnt man hier den Eindruck, sich unter besseren Internatsklientelen zu befinden, dermassen geziert wird sich getan...
Ist doch alles Blödsinn....ich bin nur vom Bild in der letzten RS ausgegangen.....man muss sich ja nicht unbedingt hässlicher machen als man ist...(BTW:die Furchen sind hart erarbeitet und machen ihn auch nicht hässlich!)
hmmm....wie schnell ihr immer anspringt.....wer er einen Hut auf den Schädel hat sieht er für mich OK aus.
hmmm....wie schnell ihr immer anspringt.....
Ach und Du bist die Coolheit in Person, wenn man sich bräsig über Deine Helden äußert?
Vielleicht gefällt dir ja dieses Bild: Klick. (http://www.faz.net/m/%7BAB295332-0B2F-4AAF-A36C-0C34C0A3BA91%7DPicture.jpg)
pink-nice
02.11.2010, 20:41
Ach und Du bist die Coolheit in Person, wenn man sich bräsig über Deine Helden äußert?
Nein.... und Gilmour und Jon Anderson sehen noch schlimmer aus.
Nein.... und Gilmour und Jon Anderson sehen noch schlimmer aus.
Und machen augenblicklich sehr viel beschissenere Musik!
Stormy Monday
02.11.2010, 23:50
Schon drollig, was so an Meinung(smache) durch diesen Thread geistert. Da wird doch allen Ernstes die Absenz einer ordentlichen Haartracht moniert. Nur gut, daß der Gitarrist sein Gebiss richten ließ, sonst würde das hier fraglos auch zu Beschwerden führen. Warum die Furchen und Kerben in Keiths Gesicht noch nicht für Abscheu oder doch zumindest für Hohn und Spott gesorgt haben, bleibt rätselhaft. Vielleicht sollte man ja nochmal genauer hingucken. Ist nämlich verdammt runzlig, der Mann. Ziemlich alt ist er auch noch, zu allem Überfluss.
Danke dafür. Wahrscheinlich müffelt er auch, weil gestern die Dusche unerreichbar war, die Hose seit 2 Wochen die gleiche ist und eine Alkoholfahne zieht auch durchs Zimmer. Mann, Mann, Mann, wenn Ihr einen Keith Richards mit den angesagten und glattgebügelten Bubis vergleichen wollt, ist das Euer eigenes bescheidenes Problem. Dann lest andere Bücher, hört gebügelte Musik und kämmt die Haare fein. Die Falten kriegt Ihr eh nicht so hin.
pink-nice
03.11.2010, 11:25
Und machen augenblicklich sehr viel beschissenere Musik!
Die neue Orb/Gilmour ist nun wirklich besser als die letzte Stones-Scheibe.
pink-nice
03.11.2010, 11:27
Mann, Mann, Mann, wenn Ihr einen Keith Richards mit den angesagten und glattgebügelten Bubis vergleichen wollt,....
Deswegen muss man sich doch nicht hässlicher machen als man ist....sonst ist Keith doch ein richtiger Charakterkopf.....also keine Aufregung.
Hmm, ich spiele mit der Überlegung, mir ob des "Life"- Angebotes ein RS-Jahresabo zuzulegen...
dummundfeige
05.11.2010, 13:11
Eine Frage an die Besitzer und Leser: hat Herr Richards das Buch tatsächlich selbst geschrieben oder war ein(e) Ghostwriter(in) am Werk?
Irgendwann werde ich mir das Teil bestimmt auch zulegen oder schenken lassen und hoffentlich nicht so enttäuscht werden wie bei Ron Wood's "Autobiographie", bei der nur dahingeplätscherter Krams, den Mr. Wood während S- und U-Bahnfahrten (die Fahrerlaubnis ist bei dem guten Kerl bistimmt eingezogen) auf das Diktiergerät gelabert hat, abgetippt wurde.
Der Hofacker
05.11.2010, 16:18
Guckst Du hier:
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,726191,00.html
Ansonsten: Er hatte einen Ghostwriter dabei, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass einer wie Keith ein solches Werk nicht bis zur letzten Lektoratskorrektur mit beaufsichtigt.
Im übrigen ist sein Buch im Vergleich zu dem doch arg oberflächlichen Trinker-Protokoll von Ronnie direkt Pulitzer-Preis-verdächtig.
SouthernMan
05.11.2010, 20:29
aber ich kann mir nicht vorstellen, dass einer wie Keith ein solches Werk nicht bis zur letzten Lektoratskorrektur mit beaufsichtigt.
Naja, Richards in allen Ehren als Rolling Stone, aber gerade das kann ich mir bei ihm schon vorstellen.
Kann man aber versuchen, ich würde vorschlagen mal in Bücher zu lesen die Harry Rowohlt übersetzt hat, je nach Spruch geht das da sogar sehr gut.
Genau den lese ich nicht mehr. Nach 3 Büchern der Jack Taylor Reihe (Ken Bruen) bin ich jetzt zu den englischen Originalen rübergeschwenkt. Den Vorwurf, den ich Harry Rowohlt machen würde, er schreibt die Bücher neu. Der übersetzt eigentlich gar nicht. Und dabei will er selber ums Verwürgen originell sein.
Stormy Monday
05.11.2010, 22:47
Gleich jetzt angeblich in Aspekte, ZDF, 23.00 Uhr: Das wilde Leben des K.R.
Ich habe derzeit wenig Zeit, komme also nicht recht vorwärts. Bin nach der drogeninfizierten Einleitung aber ausgesprochen angetan.
Allerdings des häufigeren ein Ärgernis die Übersetzung. Nicht so schlimm, wie man es auch kennt, aber manchmal schlimm genug:
"Meine Ohren lauschten jeder Note, ob schief oder schräg. Hauptsache Noten. Noten, Rhythmen, Harmonien..."
Im Deutschen sind Noten nun mal Noten ("Kannst du Noten lesen?" "Nö, aber Musik machen!") und nicht Töne oder Melodien, die Keith gemeint hat. So etwas ist aus meiner Sicht einfach nicht hinnehmbar von einem Übersetzer. Wer also das alles im Original zu genießen weiß, dem kann man wohl nur dieses empfehlen.
Apropos: Im Anschluss an die obige Passage eine wunderbare Hommage auf Heartbreak Hotel von ihm.
Raging-Ric
06.11.2010, 00:07
Hallo
1. Beitrag :lol::lol:
Hab das Buch jetzt auch endlich durch. Als ich das erste Mal davon hörte, dass Keef seine Memoiren zu Papier bringt und damit auf den, schon seit einigen Jahren existierenden, Autobio- Trend - Zug aufspringt, war ich schon sehr sehr entäuscht. Von allen hätte ich es erwartet. Aber bei Charlie und Keith konnte ich es mir einfach nicht vorstellen.
Naja nichts desto Trotz, habe ich mir natürlich dieses Werk geholt und muss feststellen dass man hier nicht nur Keith´s Leben zu lesen bekommt, sondern auch die Geschichte des Rock n Roll. Dieser verdammte Kerl hat einfach den Rock n Roll gelebt wie es kein anderer vor und nach ihn tat. Und das Beste: Er bereut nichts..:lol:
N bisschen entäuscht bin ich aber darüber dass man beim Lesen ständig das Gefühl hat dass er nicht ganz aus sich rauskommt und teilweise nur Andeutungen macht. Manches klingt echt ein wenig zensiert, dafür gibt es n dicken Punkt Abzug. Naja er ist halt alt und hat sicher keinen Bedarf mehr dran sich mit Mick Jagger oder sonst wen einen Streit zu liefern und so irgendwas aufs Spiel zu setzen. Aber der Keith vor 20 Jahren wäre sicher ein wenig gnadenloser und arroganter vorgegangen und hätte KEIN Blatt vor den Mund genommen.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist einheitlich, flüssig vielleicht n bisschen fantasielos, aber sehr informativ. Ich glaube damit dürften nicht mal Förderschulen Kinder Schwierigkeiten haben.
Für mich persönlich wäre ne kleinere Schrift praktischer, aber naja für andere nicht. Kommt man aber mit klar, obwohl das häufige Umblättern schon nervt ;-)
Viele, viele Minuspunkte für die Übersetzung. Mal von den unzähligen Rechtschreibfehlern abgesehen, hat sich das SDZ Trio zwar sicher Mühe gegeben aber manches lässt sich einfach nur auf Englisch lesen.
Im Großen und Ganzen:
DAUMEN HOCH. Interessant mal das, was bereits bekannt ist, mal aus der Sicht von ihm selbst zu lesen. Bin zwar sehr begeistert vom Werk an sich, trotzdem sinkt mein Respekt leider ein wenig, weil eine Autobiografie einfach nicht zu Keith passt.---Das ist eher was für Jagger! (Bin übrigens gespannt wann er auf den Zug mit aufspringt und sein Buch schreibt)
Ric
Habe vorhin das im letzten "stern" erschienene Interview mit Keith gelesen. Werde mir Life in den nächsten Wochen ebenfalls zulegen :sonne:
Nach ca. 250 Seiten:
Erstaunlich unterhaltsam. Seine Kindheit und Jugend fängt er sehr stimmungsvoll ein, da war mir auch am meisten noch unbekannt. Der Erzählfluss erinnert eher an Erzählungen beim Anschauen eines Bilderalbums ("ach ja, das war da und da als der ...") als an eine stringente chronologische Aufarbeitung. Allzuviele Neuigkeiten oder Insiderinformationen lässt er aber nicht raus, da wirkt er in der Tat sehr kontrolliert. Insgesamt eben eher unterhaltsam als informativ, aber das ist ja auch ok.
Krautathaus
07.11.2010, 13:02
Nach ca. 250 Seiten:
Erstaunlich unterhaltsam. Seine Kindheit und Jugend fängt er sehr stimmungsvoll ein, da war mir auch am meisten noch unbekannt. Der Erzählfluss erinnert eher an Erzählungen beim Anschauen eines Bilderalbums ("ach ja, das war da und da als der ...") als an eine stringente chronologische Aufarbeitung. Allzuviele Neuigkeiten oder Insiderinformationen lässt er aber nicht raus, da wirkt er in der Tat sehr kontrolliert. Insgesamt eben eher unterhaltsam als informativ, aber das ist ja auch ok.
Nach 190 Seiten habe ich denselben Eindruck. Nach dem ereignisreichen Auftakt von 1975, schreibt er detailreich und liebevoll über seine Familie und den Großeltern.
Der Stil wirkt auf mich, wie wenn er ins Diktaphon gesprochenen Erinnerungen auch 1 zu 1 auf' s Papier bringen würde. Das kann natürlich auch ein stilistischer Trick sein, ich weiß es nicht. Sehr interessant sind für mich seine Einschätzungen zu seinen Helden, den Bluesmusikern im allgemeinen und den Gitarristen im besonderen.
Da ich bisher nur Wyman's "Stone Alone" und Greenfield's "Exile on main street" gelesen habe, sind die Erzählungen nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch informativ.
SouthernMan
07.11.2010, 13:55
Da ich bisher nur Wyman's "Stone Alone" und Greenfield's "Exile on main street" gelesen habe, sind die Erzählungen nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch informativ.
Ah, sehr gut. Passen die Sachen von Wyman und Richards irgendwie zusammen oder kann man keine Vergleiche anstellen? Würde mich mal interessieren.
Krautathaus
07.11.2010, 14:39
Ah, sehr gut. Passen die Sachen von Wyman und Richards irgendwie zusammen oder kann man keine Vergleiche anstellen? Würde mich mal interessieren.
Wyman ist schon sehr akribisch und genau: Er schreibt über Oldham's Gründe Ian Stewart nicht mehr als Rolling Stone Mitglied zu präsentieren. Vor allem seine Optik passe nicht zu den restlichen Fünf.
Ian Stewart war verbittert, weil Brian als Bandleader sich von Oldham als Manager so überfahren hat lassen.
Wohingegen Richards es mit dem gerade gewonnenen Decca Deal begründet: Bei 6 sei einer zuviel und "natürlich traf es den Pianisten". Stu sei auch "in gewisser Weise" darauf vorbreitet gewesen.
Das hört sich etwas anders an.
Aber einiges deckt sich natürlich, wenn man beide Bücher liest. Wie gesagt, ich bin bei "Life" erst knappe 200 Seiten weit.
Recht nett, der kurze Audiokommentar von Richards zu "Life"
http://www.keithrichards.com/life/
(unter dem Diavortrag)
Viele, viele Minuspunkte für die Übersetzung. Mal von den unzähligen Rechtschreibfehlern abgesehen, hat sich das SDZ Trio zwar sicher Mühe gegeben aber manches lässt sich einfach nur auf Englisch lesen.
Man mag es für Erbsenzählerei halten, aber wenn musikaffine Bücher von Nichtmusikern übersetzt werden, sind Fehler vorprogrammiert. So ist die Note B aus dem angelsächsischen Raum hierzulande ein H, was jeder Musiker weiß. Was soll man aber von einem B in diesem buch halten, das eigentlich ein H sein müsste. Oder war vielleicht doch ein B gemeint, was dort aber eigentlich gar nicht passt?
Ich ärgere mich darüber, weil man häufiger erlebt, dass der eine halt vom anderen abschreibt oder ihn zitiert und sich auf diese Weise grausige Dinge
in den Köpfen festsetzen.
weilstein
07.11.2010, 15:16
@alle die sich über die Übersetzung beschweren
Warum habt Ihr das Buch eigentlich nicht gleich im Original gekauft? Daß (Musik-) Biographien nicht selten sehr schlecht übersetzt werden, ist doch wirklich kein Geheimnis.
weilstein, wenn es mit dem Englischen etwas hapert (was in meiner Generation halt des öfteren noch vorkommen kann), muss man halt mit der Übersetzung vorlieb nehmen.
Aber davon abgesehen, sollte eine Übersetzung den Mindestanforderungen an Sachverstand genügen, ich erwarte ja keine stilistischen Meisterleistungen.
weilstein, wenn es mit dem Englischen etwas hapert (was in meiner Generation halt des öfteren noch vorkommen kann), muss man halt mit der Übersetzung vorlieb nehmen.
Aber davon abgesehen, sollte eine Übersetzung den Mindestanforderungen an Sachverstand genügen, ich erwarte ja keine stilistischen Meisterleistungen.
Warum nur halt hast Du LIFE nicht übersetzt ??
blueberry
12.11.2010, 16:50
das ganze als Hörbuch, gelesen von Johnny Depp. Passt!
Oder gibts hier im Forum einen eigenen Hörbuch - Thread... ? Dann bitte ich um Verzeihung für mein falsches posten...
pink-nice
15.11.2010, 09:29
Eine Frage an die Besitzer und Leser: hat Herr Richards das Buch tatsächlich selbst geschrieben oder war ein(e) Ghostwriter(in) am Werk?
Ich würde sagen....selber geschrieben...der Ghostwriter hat es nur ein wenig in Form gebracht.
Das Buch macht süchtig........leider hab ich nur noch 300 Seiten vor mir.
BTW.....Platz 2 in den Spiegel-Charts.
@alle die sich über die Übersetzung beschweren
Warum habt Ihr das Buch eigentlich nicht gleich im Original gekauft? Daß (Musik-) Biographien nicht selten sehr schlecht übersetzt werden, ist doch wirklich kein Geheimnis.
Ich glaube kaum, dass wir es hier mit großer Literatur zu tun haben. Das Zeug liest sich flüssig, und da eh jeder bloß auf Enthüllungen wartet, ist damit doch schon der Sache gedient. Und das mit dem B und dem H - ein Musiker weiß, was gemeint ist, den anderen ist es egal. Also einfach weiterlesen
pink-nice
16.11.2010, 12:55
Hat sehr viel Soul das Buch...bin jetzt durch...schwächelt etwas im letzten Fünftel,in den letzten 20 Jahren kam ja auch nicht mehr so ville.
(mindestens ****)
pink-nice
16.11.2010, 14:28
Faz Reszension (http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E68CF6D67C6784B33BF40F8F73B914795~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
Eine sehr schöne Rezension!
Stimmt!....nur das mit dem LSD stimmt nicht.
Krautathaus
16.11.2010, 15:13
Wußte nicht, daß man hier den Red Snapper tatsächlich mit Roter Schnapper übersetzt, obwohl der englische Namen hier längst gang und gäbe ist.
Immer wieder amüsant Keith's eingeflochtene Kurzbemerkungen und Seitenhiebe auf Jagger (die Songtitel, die auf Exile nicht zum Zug kamen; Seite 403).
Will aber nicht spoilern und näher darauf eingehen.
pink-nice
16.11.2010, 18:44
Immer wieder amüsant Keith's eingeflochtene Kurzbemerkungen und Seitenhiebe auf Jagger (die Songtitel, die auf Exile nicht zum Zug kamen; Seite 403).
Mick ist eben nur sein Bruder und nicht sein Freund.
Bill scheint Keith am wenigsten geschätzt zu haben.....lustig die Anmerkungen über Bill und die Frauen.
pink-nice
25.11.2010, 10:50
Komisch, keine weiteren Meinungen zu dem Buch....ich für meinen Teil würde fast auf ****1/2 gehen...hat mich wirklich überzeugt der Schinken.
Besonders schön auch die Story zwischen Keith und der Familie seiner Frau.
War vier Tage über das Wochenende im Krankenhaus. Am dritten Abend war es durch. Bemerkenswert finde ich seine Fähigkeit, sein Umfeld genau zu charakterisieren, ja zu differenzieren, keine Rundumschläge pauschaler Art zu servieren. Mick Jagger ergibt nach dieser Lektüre doch als Mensch und Person ein sehr differenziertes Bild mit seinen Stärken, Schwächen und vor allen Dingen seiner Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte.
pink-nice
25.11.2010, 11:22
War vier Tage über das Wochenende im Krankenhaus. Am dritten Abend war es durch. Bemerkenswert finde ich seine Fähigkeit, sein Umfeld genau zu charakterisieren, ja zu differenzieren, keine Rundumschläge pauschaler Art zu servieren. Mick Jagger ergibt nach dieser Lektüre doch als Mensch und Person ein sehr differenziertes Bild mit seinen Stärken, Schwächen und vor allen Dingen seiner Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte.
Ziemlich fies wie Keith manchmal von Mick unter gebuttert wurde (Halts Maul Keith!)
Stormy Monday
25.11.2010, 11:28
Komisch, keine weiteren Meinungen zu dem Buch....
Nu warte halt mal.... Meine Vorfreude auf ein paar freie Tage zum Jahreswechsel und die Lektüre des Buchs ist kindlich - aufgeregt zu nennen.......:sonne: Hab einfach zu viel an der Backe, um Bücher zu lesen.........
Nu warte halt mal.... Meine Vorfreude auf ein paar freie Tage zum Jahreswechsel und die Lektüre des Buchs ist kindlich - aufgeregt zu nennen.......:sonne: Hab einfach zu viel an der Backe, um Bücher zu lesen.........
Bei mir dauert's auch noch bis ich es durch habe. Ich genieße förmlich es zu lesen. Zwischendurch gilt es ja auch noch ein paar CD-Boxen "durchzuarbeiten".
pink-nice
25.11.2010, 11:38
Bei mir dauert's auch noch bis ich es durch habe. Ich genieße förmlich es zu lesen.
Ach so...das hätte ich jetzt nicht gedacht....naja, ich war ja auch krank...da konnte ich es schön in 4 Tagen durch ziehen.....man hätte noch gut 300 Seiten mehr haben können.
Raging-Ric
20.12.2010, 23:27
Ich wünschte ich hätte eure Geduld gehabt bei dem Buch. Ich habe es sofort nach dem Kauf angefangen zu lesen und habe mich bei jedem Kapitel schon aufs nächste gefreut. Selbst aufn Klo hab ichs mitgenommen.:lol:
dougsahm
25.12.2010, 12:44
Ich war froh als ich mit dem Buch durch war und mich anderer Lektüre widmen konnten. Das ist ja an sich das Todesurteil für ein Buch. Knapp unter der Höchststrafe, das Lesen abzubrechen. Etwas differenzierter sehe ich es doch beim 2. Nachdenken. Ich will es kurz erklären (man kann bestimmt prächtig Gegenargumentieren; aber nehmt es einfach als den subjektiven Eindruck von jemand, der das Lebenswerk der Stones bewundert, respektiert, mag; ohne der eingefleischte Detailsucher zu sein):
Gelangweilt hat mich der breite Raum, den die Drogenaspekte einnehmen. Klar gehört das zu einer Bio dazu. Aber der Zungenschlag, der bei mir nach Ende des Buches in Erinnerung blieb, war „das Zeug hat mich benebelt, in gleicher Weise an den Rand der Arbeitsunfähigkeit gebracht wie auch eine unerlässliche Kraft für meine Kreativität und Energie gehabt. Loskommen konnte ich immer, wenn ich wollte. Es musste halt nur der richtige Begleiter sein. Und was solls – ich lebe noch“. Mag sogar alles stimmen. Die kritische Distanz ist mir zu schwach ausgeprägt.
Das Schildern des Innenlebens der Combo war interessant und für mich mangels bisherigen Auseinandersetzens mit dem Thema auch neu. Ist klar auf der Haben-Seite geblieben. Ob es für Insider so viel Neues bringt, kann ich nicht beurteilen. Ob ich in 12 Monaten noch genaue Erinnerung haben werde .... das ist die Frage. So richtig langfristige Aha-Erlebnisse werden wohl bei mir nicht übrig bleiben.
Lesen würde ich es immer wieder. Aus Interesse. Hängen bleibt wahrscheinlich wenig. Gekauft habe ich es nicht und würde es auch nicht.
Wollte nur mal meine Stimme hier ablegen, um die allgemeine Lobhudelei in den Medien etwas zu dämpfen. So empfand ich es jedenfalls.
pink-nice
25.12.2010, 17:39
Wollte nur mal meine Stimme hier ablegen, um die allgemeine Lobhudelei in den Medien etwas zu dämpfen. So empfand ich es jedenfalls.
Bei Dennis Schenk (bespricht nach TTT die Spiegelliste) ist der Schmöker voll durchgefallen.
Ich war froh als ich mit dem Buch durch war und mich anderer Lektüre widmen konnten. Das ist ja an sich das Todesurteil für ein Buch. Knapp unter der Höchststrafe, das Lesen abzubrechen. Etwas differenzierter sehe ich es doch beim 2. Nachdenken. Ich will es kurz erklären (man kann bestimmt prächtig Gegenargumentieren; aber nehmt es einfach als den subjektiven Eindruck von jemand, der das Lebenswerk der Stones bewundert, respektiert, mag; ohne der eingefleischte Detailsucher zu sein):
Gelangweilt hat mich der breite Raum, den die Drogenaspekte einnehmen. Klar gehört das zu einer Bio dazu. Aber der Zungenschlag, der bei mir nach Ende des Buches in Erinnerung blieb, war „das Zeug hat mich benebelt, in gleicher Weise an den Rand der Arbeitsunfähigkeit gebracht wie auch eine unerlässliche Kraft für meine Kreativität und Energie gehabt. Loskommen konnte ich immer, wenn ich wollte. Es musste halt nur der richtige Begleiter sein. Und was solls – ich lebe noch“. Mag sogar alles stimmen. Die kritische Distanz ist mir zu schwach ausgeprägt.
Das Schildern des Innenlebens der Combo war interessant und für mich mangels bisherigen Auseinandersetzens mit dem Thema auch neu. Ist klar auf der Haben-Seite geblieben. Ob es für Insider so viel Neues bringt, kann ich nicht beurteilen. Ob ich in 12 Monaten noch genaue Erinnerung haben werde .... das ist die Frage. So richtig langfristige Aha-Erlebnisse werden wohl bei mir nicht übrig bleiben.
Lesen würde ich es immer wieder. Aus Interesse. Hängen bleibt wahrscheinlich wenig. Gekauft habe ich es nicht und würde es auch nicht.
Wollte nur mal meine Stimme hier ablegen, um die allgemeine Lobhudelei in den Medien etwas zu dämpfen. So empfand ich es jedenfalls.
Dem kann ich weitesgehend nur zustimmen. Am wirklich interessantesten
bleiben K. Richard's Jugenderinnerungen und das allmähliche Werden der Band, und ihr Durchbruch. Was er als Musiker dazu zum Besten gibt, liest
sich toll und höchst interessant. Doch nervend wird es, wenn er auf seine
Ladys und Drogen zu ausführlich zu sprechen kommt. Eben die mangelnd "kritische Distanz" dazu, führt dazu, ihn als eine Art "Revoluzzer" ohne besondere Bedeutung begreifen zu müssen. Zuviel weiß man längst von den
sogenannten "Heldentaten" der sog. 68'er + sex&drugs&rock'n'roll.
In gewisser Weise ist 'KEEF' ein Opfer seiner selbst, und heroisiert sich
mit seinem 'dicken Schinken' vor der Welt abschließend als Urgestalt eines
einzig wahren Rockmusikers.
Mußte gestern grad dran denken, als ich im TV vernahm, Chuck Berry sei
während eines Konzert's plötzlich zusammengebrochen.
Vorbei ist vorbei.
LIFE dokumentiert eben dies.
Ich hätte es sehr unehrlich, ja völlig unangemessen gefunden, wenn Keith jetzt zum Thema Drogen eine "kritische Distanz" postuliert hätte. Die Message "Don't try this at home" kommt doch klar rüber, aber wenn jemand, der dieses Leben aus Überzeugung gelebt hat, jetzt da den reuigen Sünder raushängen würde, wäre das aufgesetzt. Er hat nun mal dieses Leben gelebt und kein anderes.
pink-nice
03.01.2011, 17:52
Doch nervend wird es, wenn er auf seine
Ladys und Drogen zu ausführlich zu sprechen kommt. Eben die mangelnd "kritische Distanz" dazu, führt dazu, ihn als eine Art "Revoluzzer" ohne besondere Bedeutung begreifen zu müssen..
Kann ich absolut nicht nachvollziehen....über seine Ladys wurde doch nicht zu ausführlich gesprochen....und Drogen hatten eben ziemlich sein Leben bestimmt.
allwhite
03.01.2011, 18:04
Ich hätte es sehr unehrlich, ja völlig unangemessen gefunden, wenn Keith jetzt zum Thema Drogen eine "kritische Distanz" postuliert hätte. Die Message "Don't try this at home" kommt doch klar rüber, aber wenn jemand, der dieses Leben aus Überzeugung gelebt hat, jetzt da den reuigen Sünder raushängen würde, wäre das aufgesetzt. Er hat nun mal dieses Leben gelebt und kein anderes.
das sehe ich genauso.
Ich hätte es sehr unehrlich, ja völlig unangemessen gefunden, wenn Keith jetzt zum Thema Drogen eine "kritische Distanz" postuliert hätte. Die Message "Don't try this at home" kommt doch klar rüber, aber wenn jemand, der dieses Leben aus Überzeugung gelebt hat, jetzt da den reuigen Sünder raushängen würde, wäre das aufgesetzt. Er hat nun mal dieses Leben gelebt und kein anderes.
Sehe ich genauso ... alles andere wäre doch nur geheuchelt gewesen. Ein, tolles, tlw. aufschlußreiches, interessantes Buch.
Krautathaus
03.01.2011, 18:22
Doch nervend wird es, wenn er auf seine
Ladys und Drogen zu ausführlich zu sprechen kommt.
Ganz im Gegenteil, sind es genauso auch diese Passagen, die Richards sehr glaubhaft rüber kommen lassen.
Vor allem sein "Eingeständniss", dass er mit den Frauen oft eher Zärtlichkeiten austauschen wollte, und nicht direkt nur auf Sex aus war.
Auch seine lockere Sprache passt in das ganze Bild.
Zum Rest hat Jan auch die richtigen Worte gefunden. Von den Drogen distanzieren, hieße sich von der Vergangenheit zu distanzieren.
Ich bin zwar erst auf Seite 443, kann aber schon mal ein kleines Zwischenfazit ziehen.
Seine Drogengeschichten wiederholen sich irgendwie. Wie oft erzählt er eigentlich, daß er dem Tod entronnen ist, weil er immer den reinen guten Stoff eingenommen hat?
Bei mir kommen die Drogenstatements eher an, wie "probiert es nicht aus, aber wenn doch, dann achtet darauf, daß ihr den guten Stoff nehmt und macht Euch auf die Hölle gefasst, wenn ihr auf Entzug seid."
Klar gehört das zu seinem Leben und es gibt keinen Grund plötzlich als Aufklärer aufzutreten. Aber...na ja...ich bin noch nicht sicher, wie ich das Drogenthema abschließend einordnen soll.
Bislang muß ich auch feststellen, daß er auf die Entstehung der Musik der Stones nicht so tief eingeht wie von mir erhofft. Die Alben (bis EOMS zumindest, weiter bin ich noch nicht) werden nur angerissen, und das auch nur, wenn es um die Highlights geht.
Andererseits wissen wir Fans auch schon vieles aus anderen Büchern, aber aus erster Quelle wäre es schon noch schöner. In dem Zusammenhang stört mich auch, daß er mit keiner Silbe die musikalischen Einflüsse von Brian Jones (Ruby Tuesday, Lady Jane, Out Of Time, No Expections, etc.) und Bill Wyman (Jumping Jack Flash) erwähnt. Brian wird sowieso recht harsch abgeurteilt, da klingt wenig versöhnliches durch, selbst 40 Jahre danach. Wenn ich mir dagegen viele Bilder von beiden betrachte, wie die gerade veröffentlichten von Bob Bonis z.B., zeigt sich mir ein anderes Bild. Da wirken Brian und Keith oft eher wie gute Freunde als Mick und Keith. Wobei ich mir Brian auch immer als unangenehmen Zeitgenossen mit hohem Nervfaktor vorgestellt habe. Das bestätigt Keith ja nicht nur einmal.
Ein Highlight bislang ist für mich die Schilderung, wie er das Opentuning und das Weglassen der 6. Saite für sich entdeckte. Da merkt man die vollkommene Begeisterung und Hingabe für SEIN Instrument und Medium. Allein dafür hat sich die Lektüre schon gelohnt.
Ich werde dann mal weiterlesen....
pink-nice
03.01.2011, 19:09
Bislang muß ich auch feststellen, daß er auf die Entstehung der Musik der Stones nicht so tief eingeht wie von mir erhofft..
Da muss ich dir 100& Recht geben....das ist bei meinem Deep Purple-Schmöker sehr viel besser.....wenigstens die 20 besten Stones-Tracks möchte ich doch einmal von ihm etwas genau beschrieben haben...NICHTS.
Ich bin zwar erst auf Seite 443, kann aber schon mal ein kleines Zwischenfazit ziehen.
Seine Drogengeschichten wiederholen sich irgendwie. Wie oft erzählt er eigentlich, daß er dem Tod entronnen ist, weil er immer den reinen guten Stoff eingenommen hat?
Bei mir kommen die Drogenstatements eher an, wie "probiert es nicht aus, aber wenn doch, dann achtet darauf, daß ihr den guten Stoff nehmt und macht Euch auf die Hölle gefasst, wenn ihr auf Entzug seid."
Klar gehört das zu seinem Leben und es gibt keinen Grund plötzlich als Aufklärer aufzutreten. Aber...na ja...ich bin noch nicht sicher, wie ich das Drogenthema abschließend einordnen soll.
Bislang muß ich auch feststellen, daß er auf die Entstehung der Musik der Stones nicht so tief eingeht wie von mir erhofft. Die Alben (bis EOMS zumindest, weiter bin ich noch nicht) werden nur angerissen, und das auch nur, wenn es um die Highlights geht.
Andererseits wissen wir Fans auch schon vieles aus anderen Büchern, aber aus erster Quelle wäre es schon noch schöner. In dem Zusammenhang stört mich auch, daß er mit keiner Silbe die musikalischen Einflüsse von Brian Jones (Ruby Tuesday, Lady Jane, Out Of Time, No Expections, etc.) und Bill Wyman (Jumping Jack Flash) erwähnt. Brian wird sowieso recht harsch abgeurteilt, da klingt wenig versöhnliches durch, selbst 40 Jahre danach. Wenn ich mir dagegen viele Bilder von beiden betrachte, wie die gerade veröffentlichten von Bob Bonis z.B., zeigt sich mir ein anderes Bild. Da wirken Brian und Keith oft eher wie gute Freunde als Mick und Keith. Wobei ich mir Brian auch immer als unangenehmen Zeitgenossen mit hohem Nervfaktor vorgestellt habe. Das bestätigt Keith ja nicht nur einmal.
Ein Highlight bislang ist für mich die Schilderung, wie er das Opentuning und das Weglassen der 6. Saite für sich entdeckte. Da merkt man die vollkommene Begeisterung und Hingabe für SEIN Instrument und Medium. Allein dafür hat sich die Lektüre schon gelohnt.
Ich werde dann mal weiterlesen....
Dies gleicht meinem Fazit inhaltlich am meisten.
Hab mich jetzt auch mal an die Biographie getraut und bin noch dabei; dankbar übrigens über die angenehme Schriftgröße. Man wird ja auch nicht jünger.
Bei der Diskussion um Richards Äußeres hier im Forum musste ich mal wieder an ein Plakat denken, das es irgendwann vor ein paar Jahren gegeben hat, das ich im Netz aber auf die Schnelle nicht finden kann. Unter einem Foto von Richards stand in etwa geschrieben: „Drugs don‘t always kill you. Sometimes they transform you only into Keith Richards.“ Ja, dieser Mann hat eindeutig gelebt und genau sein Aussehen ist es, das mein Interesse soweit weckte, um die Biographie lesen zu wollen. Mit den Stones selbst hab ich mich bislang nur aus musikhistorischen Gründen beschäftigt und das wird auch nach abgeschlossener Lektüre der Biographie wohl so bleiben. Dafür ist mir Mick Jagger als Person einfach zu unsympathisch - meine ganz eigene, völlig irrationale Auffassung. Hab sie sogar mal live im Hamburger Volkspark (oder wie auch immer das Stadion jetzt gerade heißt) gesehen, was mich emotional jedoch kalt ließ. Dann doch lieber mal auf der kleinen Clubbühne, aber da gäbe es wohl genug andere allein hier im Forum, die Amok laufen würden, wenn dann ausgerechnet ich eine Karte hätte. Also keine Sorge diesbezüglich.
Ich kann mich der Sichtweise von Hofacker in weiten Teilen anschließen. Das liest sich bislang alles sehr flüssig und vergnüglich, allein die wiederholt zur Schau gestellten Schwarz-weiß-Ansichten verstören. Ich hätte außerdem auch gerne ein wenig mehr Hintergrundinfos zu den Aufnahmen der Alben gehabt. Das kommt mir zu kurz und die Geschichte zu Satisfaction etwa hab selbst ich jetzt zum wiederholten Male ziemlich genau so gelesen. Was mir übel aufstößt, ist die Beiläufigkeit, mit der er den Rauswurf von Ian Stewart abhandelt. Richards schreibt ansonsten sehr wohlwollend und bewundernd über ihn, aber dann war er halt „einer zu viel“ für den Plattenvertrag – und ab dafür. Traurig.
PS: Zur Diskussion über seine Finger. Die offensichtliche Arthritis sieht schon arg böse aus. Muddern plagt sich auch damit rum. Das geht alles andere als schmerzfrei über die Bühne. Man kann sich also durchaus Gedanken darüber machen, wie lange er noch Gitarre spielen kann/wird.
Daniel_Belsazar
15.07.2011, 21:28
Cool und unterhaltsam:
"What's the trick?" -- "Not dropping."
Stones Guitarist Keith Richards Talks About 'Life' (http://fora.tv/2010/10/29/Stones_Guitarist_Keith_Richards_Talks_About_Life)
Einstündiges Gespräch in der New York Public Library Okt. 2010
Klasse! Danke Daniel_Belsazar!
Anscheinend gibt es ein "Antwortbuch" (http://www.nytimes.com/2011/08/31/books/jagger-by-marc-spitz-review.html?_r=1&ref=books).
Kennt jemand Buch und Hörbuchversion und kann was zu den Kürzungen sagen? Fehlen essentielle Teile? Wollte eigentlich früher oder später lesen, bin aber jetzt zufällig ans Hörbuch geraten und schon zur Hälfte durch.
Spiritchaser
14.03.2012, 21:58
Das gesamte Intro wurde für das Hörbuch gestrichen, und es fehlen auch mittendrin immer wieder ganze Passagen, die im Buch jeweils mehrere Seiten umfassen.
Grob überschlagen wurde für das Hörbuch wohl nur etwas mehr als die Hälfte bis maximal 2/3 des Buches berücksichtigt, was dieses neben dem meiner Meinung nach nicht gerade geeigneten Sprecher für mich absolut wertlos macht.
Kennt jemand Buch und Hörbuchversion und kann was zu den Kürzungen sagen? Fehlen essentielle Teile? Wollte eigentlich früher oder später lesen, bin aber jetzt zufällig ans Hörbuch geraten und schon zur Hälfte durch.
Die Fassung, die Stefan Rammler liest? Okay, ich kenne nur die.
Die Fassung, die Stefan Rammler liest? Okay, ich kenne nur die.
Yep, gibt's noch andere?
Das gesamte Intro wurde für das Hörbuch gestrichen, und es fehlen auch mittendrin immer wieder ganze Passagen, die im Buch jeweils mehrere Seiten umfassen.
Grob überschlagen wurde für das Hörbuch wohl nur etwas mehr als die Hälfte bis maximal 2/3 des Buches berücksichtigt, was dieses neben dem meiner Meinung nach nicht gerade geeigneten Sprecher für mich absolut wertlos macht.
OK, danke für die Info. Weder Fisch noch Fleisch also. Schade, sowas nervt natürlich. Ich höre grundsätzlich gerne Hörbücher und Remmler macht den Job entgegen all meinen Erwartungen gar nicht so übel aber wenn man anschließend der Vollständigkeit halber trotzdem noch lesen muss, kann man sich's tatsächlich gleich sparen.
Wie intensiv geht er eigentlich auf seine Beziehung zu Gram Parsons ein?
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