Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Listen To This! - Meine Favoriten
An dieser Stelle werde ich mich demnächst mal ein wenig ausführlicher den Platten widmen , die einen ganz besonderen Platz in meiner kleinen Sammlung innehaben.
Fragen, Kritiken , Reaktionen usw. sind erwünscht:sonne:
Tim Buckley - Live At The Troubadour 1969
Edsel Records EDCD 400 erschienen 1994
Dieser Mitschnitt zeigt Tim Buckley und seine Band bei einem Auftritt im New Yorker Scene Club "The Troubadour" in New York, also vor relativ kleiner Kulisse. Zu hören gibt es neben Stücken der Alben Happy Sad, Lorca und Blue Afternoon auch zwei, ansonsten auf keiner Studioplatte auftauchende Songs.
Die Athmospäre an diesem Abend war sehr relaxt, die Gruppe nimmt sich teilweise sehr viel Zeit für ausgedehnte Improvisationen, was besonders die Lorca Kompositione in einem ganz neuen Licht erscheinen läßt.
Die Grundstimmung dieses Auftrittes ist ruhig, nur bei Gypsy Woman und dem sehr rhythmisch ausuferndem Closer Nobody´s Walkin´betreibt Buckley auch seine berühmt/berüchtigte Vocalakrobatik.
Eine sehr gute Ergänzung, sowohl zu den Studioalben jener Zeit, aber auch zu den anderen postum veröffentlichten Livealben dieses Musikers.
Hier finden sich die besten Fassungen der Stücke Blue Melody und Driftin´´ , die ich kenne.
Die Songs:
Strange Feeling
Venice Malting Call
I Don´t Need It to Rain
I Had A Talk To My Woman
Gypsy Woman
Blue Melody
Driftin´
Nobody´s Walkin´
Die Besetzung:
Tim Buckley: voc, g
Lee Underwood: e-piano, g
Carter C.C.Collins: congas
John Balkin: bass
Art Tripp: drums
Anspieltip: Driftin´ (http://www.youtube.com/watch?v=6XxR7oxneTM)
Robert Pollard - Not In My Airforce
Matador OLE 215-2 erschienen 1996
Ein Soloalbum des Guided By Voices Gründers und Chefs Robert Pollard, aber eigentlich stimmt das ja garnicht. Zwar wurden die meisten Stücke vom Trio Pollard(voc, g, bass, organ) , Kevin Pennell (drums) und Johnny Strange (bass, organ) eingespielt, allerdings mit Unterstützung diverser GbV Mitglieder. Und wenn man einmal die Fakten hinzuzieht, daß Pollard immer mehr Songs komponiert, als auf einem GbV Album Platz finden, und das bei einem Gruppenprojekt die anderen Mitglieder ihre Songs da auch noch vertreten sehen wollen, dann bringt man eben den Überschuß auf Alben unter dem eigenen Namen heraus.
Aber vorsicht: das trifft gut auf die Hälfte der Stücke zu, wobei man in einigen Fällen schon gut heraushört, weshalb der eine oder andere Song nicht auf das gerade aktuelle Gruppenalbum( hier: Under The Bushes ....) gepasst hat dann gibt es aber auch noch reine Demoaufnahmen, also Stücke, die Pollard nicht weiter arrangiert hat.
Dann wird es mitunter so richtig lo fi, und was diesen Terminus angeht, sind Guided By Voices ja nun schon ein sehr typischer Vertreter.
Aber gerade diese rohen und noch ganz unbearbeiteten Sachen machen den ganz besonderen Charme dieses Albums aus. Manches klingt wirklich wie eben in den Kopf gekommen und sofort eingespielt. Bitte jetzt nichts falsch verstehen, was da mitunter schon an Melodien durchkommt, davon können andere Bands nur träumen.
Trotzdem noch mal konkret: Wer zu den Hifi Puristen gehört, der sollte doch lieber die Finger von diesem Album lassen. Wer aber an GbV ohnehin einen Narren gefressen hat, oder die neueren Alben der Band als zu glatt produziert emfindet, der sollte hier mal reinhören.
Various Artists - Doo -Wop Underground
NMC Music Ltd pilot 96, erschienen 2002
Dieser Sampler widmet sich der Doo Wop Music, allerdings geht es hier nicht um die bekannten Sachen des Genres, die es auch in den überregiuonalen Charts zu ´Hauf gegeben hat, sondern hier gibt es 56 x sehr raren Stoff von Bands aus der zweiten und dritten Reihe. Die meisten Gruppen haben nur einige oder wenige Singles veröffentlicht, was nun aber überhaupt nichts über die Qualität dieser Aufnahmen aussagt. Vielmehr hat man es hier mit der ursprünglichen damaligen Szene zu tun, und da hat man längst nicht so viel Wert auf Charttauglichkeit gelegt. Dieses "Manko" machen die Bands mit Spielfreude, Energie und Drive wett, daß es nur so eine Freude ist, zuzuhören.
Zeitlich liegen die Aufnahmen zwischen 1957 - 64, bekannte Namen gibt´s hier , wie erwähnt nicht, lohnt sich aber allemal, da mal ein Ohr reinzuhalten.
Link zum Album mit Hörbeispielen (http://www.amazon.com/Doo-Wop-Underground-Various-Artists/dp/B00005V351)
The Television Personalities - "Chocolate Art"(A Special Tribute To James Last)...Live At Forum Enger
Pastell EFA CD 04320-26
Nur ein Liveauftritt einer damals hier noch recht unbekannten englischen Neo-Psych Band namens Televison Personalities , mitgeschnitten im Szenelokal "Forum" im westfälischen Enger am 20.09. 1984
Die CD bietet einen fast 80 Minuten Direktmitschnitt, also , ohne jegliche Overdubs, Beschönigungen, nur die Band und ihre Musik und natürlich das Publikum. Zu dem Zeitpunkt hatte die Gruppe in England schon einige Singles und LP´s draußen, es hatte einige Umbesetzuingen gegeben und der musikalische Stil hatte sich vom Punk zum Neo Psych erweitert.
In Enger traten sie als Trio auf : Daniel Treacy (g,voc), Jowe Head (b,voc) und Jeffrey Bloom (dr) auf.
Die CD beginnt mit King And Country, deutlich kann man da zu Beginn einige Lautstärke - bzw. Austteuerungsschwankungen vernehmen. Aber die Band kommt kraftvoll rüber, Daniel Treacy macht launige Ansagen, mit z. T. deutschen Wortfetzen durchsetzt und scheint erst einmal auszuchecken, wie hoch der Anteil der Punks , bzw Neo Mods im Publikum ist.
Im Verlauf des Auftrittes gibt es diverse sehr abgespeckte, bzw. auch völlig anders arrangierte Fassungen ihrer "Hits" zu hören. Mein Highlight in der ersten Hälte ist La Grande Illusion mit einem wunderschönen Rickenbacker Intro von Dan, dann die ganz frische Fassung der damals aktuellen Single When God Snaps His Fingers, gefolgt von If I Could Write Poetry, eines der gefühlvollsten Stücke, die Daniel Treacy geschrieben hat.
Ihren bekanntesten Titel, I Know where Syd Barrett Lives versieht Treacy mit der bissigen Bemerkung "I Know Where Paul Weller Lives, eine Abrechnung in Richtung Pink Floyd.
Wenig später macht Treacy dann klar, daß er mit der Abmischung des Abends absolut nicht einverstanden ist. einige böse Bemerkungen an den Tonmann, aber noch geht es weiter.
Aber die Ansagen werden zunehmend zynischer, und A Day In Heaven bringt dann auch weitere textliche Abweichungen. Dann ein überaschender Break, Treacy nimmt sich den armen Mann am Mischpult vor und macht ihn total runter. Dessen Bemühungen, die technischen Probleme zu lösen, werden von Daniel bissig kommentiert. außerdem gibt er einige neugelernte deutsche Sprachkenntnisse zum Besten.
Dann gibt es zum Schluß einen Medley aus diversen Favorites die von der Band in äußerst rabiater Weise heruntergespielt werden. Man nemmt sich zunächst Velvet Underground vor, aber auch The Who, Beatles, Kinks, Jefferson Airplane , Pink Floyd bis hin zu Hawkwind und New Order werden nicht verschont. Mit diesem Medley endet der Mitschnitt.
Was ist nun so Besonderes dran. Nun, ich kannte vorher durchaus schon einige Studioarbeiten der Gruppe, aber der richtige Kick, oder besser gesagt, den richtigen Zugang zu ihrer Musik hat mir dieser Livemitschnitt gegeben.
Fur mich ist Chocolate Art eines der ehrlichsten Livealben aller Zeiten,
und wenn diese Beschreibung nun einige Leser neugierig auf die Televison Personalities gemacht haben sollte, so verweise ich gerne auf den Thread von Schussrichtung, der dort sehr ausführlich die Geschichte der Gruppe Revue passieren läßt.
Die Songs:
King & Country
Lokk Back In Anger
Silly Girl
A Picture Of Dorian Gray
La Grande Illusion
Someone To Share My Life With
Geoffrey Ingram
When God Snaps His Finger
If I Could Write Poetry
When Emily Cries
I Know Where Syd Barrett Lives
Three Wishes
The Angry Silence
A Day In Heaven
Medley
Benny Quick - "Motorbiene"
Bear Family BCD 15612 AH
Vorweg eine kurze Erklärung, wie ich mit zirka 10 Jahren auf Benny Quick aufmerksam wurde. Damals bekam ich von einer Nachbarin, deren Sohn gerade ausgeszogen war, dessen abgelegten singles geschenkt. Dunter auch die erste Single eines damals mir nicht näher bekannten Sängers Benny Quick "Motorbiene/Denn Du küsst so heiss"
Dieser Song avancierte dann einige Jahre später zum heimlichen Fetenhit auf privaten Parties. Und die Single erlitt ein schlimmes Schicksal..... jemand hatte sie in der Nähe einer tropfenden Kerze gelagert, nun ja......:teufel_2:
Dieser Sampler bringt nun Singles und Titel einer Langspielplatte.
Wir schreiben das Jahr 1962. Ein sehr junger Mann hatte durch Talentwettbewerbe und Vorsingen das Interesse der Electrola geweckt. Mit der Zusage, daß er seine Rock´n´Roll Ansprüche auf Platte pressen dürfe , nahm man die schon erwähnte Single auf, , die A Seite ist übrigens im Original von der Simon & Garfunkel Vorläuferband Tico & The Triumphs.
Wie sich herausstellte, war die Plattenfirma am Rockn´n´ Roll weit weniger interessiert, vielmehr mußte Quick alle gängigen musikalischen Moden der frühen 60er mitmachen, was in den Jahren 1963/64 eben hauptsächlich Twist war, aber auch schon Cover von Roy Orbison(Pretty Baby).
Ab 1965 rekrutierte Quick dann die Reste der ehemealigen Beatcombo Didi & His ABC Boys als Begleiter , nannte sie Twen Band , und man nahm nun auch vermehrt aktuellere Coverversionen auf, z. B. eine deutsche Fassung des Beatles Titels "I´ve should have known better" (Ja, das hätt´ich wissen müssen), sogar reine Intrumentaltitel, und eine recht beachtliche Fassung von" House Of The Rising Sun"
Neben seiner Tätigkeit mit der Gruppe nahm Quick aber im selben Jahr auch noch Solosingles mit Orchesterbegleitung, wie in den Jahren zuvor auf.
Gegen Ende des Jahres witterete dann die deutsche Medienlandschaft einen Braten. Im Fahrwasser des gerade sehr aktuellen US Duos Sonny & Cher bekam Benny eine blonde Partnerin an die Seite gestellt, die sich Petra Prinz nennen mußte, und man nahm eine Single mit deutschen Fassungen von S & C Titeln auf. I Got You, Babe(Bleib bei mir, Babe) und
But You´re Mine(Wir gehen unseren Weg allein), letzteres mit einem recht anspruchsvollen, für die Zeit sicher unerhört freien Text, trotzdem ging die Marketingrechnung nicht auf.
Quick, der seine härtere Seite allenfalls auf B Seiten zeigen durfte, ja mitunter soagar total nichtssagendende Schönsingerei (SummSumm Summ) zum Besten geben musste, kehrte dem Showgeschäft enttäuscht den Rücken.
Dabei hätte mit ein wenig Glück der erste große deutsche Rockstar nicht aus Gronau(später Hamburg) sondern aus dem Ruhrpott hätte kommen können.
Die CD zeigt sehr deutlich, wo Quicks wahre Leidenschaften lagen, aber auch, was man ihm zumutete.
Da gibt es mitunter (ungewollt) komische deutsche Texte zum Brüllen, aber auch schon gute Ansätze in die andere, die anspruchsvollere Richtung.
Wie geagt, er hätte .... aber so bleibt er nur ein One Hit Wonder, mit allerdings recht vielseitigem Output.
Herr Rossi
26.06.2010, 01:09
Ich kann hier eigentlich nichts beisteuern, weil ich die Alben nicht kenne (Live-Alben sind auch nicht so mein Ding), aber ich lese hier durchaus mit - und andere sicher auch, wie die "Hits"-Zahlen in der Übersicht zeigen. Ein wenig mehr Reaktionen würde ich Dir schon wünschen, denn Deine Besprechungen sind ja durchaus lesenswert.
("Doo Wop Underground" und Benny Quick lesen sich vielversprechend.)
Ich kann hier eigentlich nichts beisteuern, weil ich die Alben nicht kenne (Live-Alben sind auch nicht so mein Ding), aber ich lese hier durchaus mit - und andere sicher auch, wie die "Hits"-Zahlen in der Übersicht zeigen. Ein wenig mehr Reaktionen würde ich Dir schon wünschen, denn Deine Besprechungen sind ja durchaus lesenswert.
("Doo Wop Underground" und Benny Quick lesen sich vielversprechend.)
Danke, freut mich:sonne:
Es mag an der sehr unregelmäßigen Veröffentlichung liegen, oder einfach daran, daß ich momentan eher seltener hier im Forum bin.
Mehr Feedback wäre nicht schlecht, aber ich bin schon zufrieden, wenn ich da einige Anregungen geben kann.
The Television Personalities - "Chocolate Art"(A Special Tribute To James Last)...Live At Forum Enger
Pastell EFA CD 04320-26
Bin mir nicht zu 100% sicher, glaube aber, dass die zickigen Ansagen von Jowe Head sind.
Wenn ich mich recht erinnere, hat er erst den Soundmann erst beschimpft , um dann später festzustellen, dass sein Verstärker gar nicht "an" war ( dafür ist Herr Head aber selber verantwortlich). Immerhin hat sich JH später mit einer Pulle Sekt entschuldigt.
Wie lange dauert das "Medley"??
Nur ganz kurz. Ich lese hier auch mit Interesse Deine Besprechungen, Sam.
Bin gerade auf dem Sprung zu einer längeren Radtour. Demnächst ein paar Sätze mehr.
Bin mir nicht zu 100% sicher, glaube aber, dass die zickigen Ansagen von Jowe Head sind.
Wenn ich mich recht erinnere, hat er erst den Soundmann erst beschimpft , um dann später festzustellen, dass sein Verstärker gar nicht "an" war ( dafür ist Herr Head aber selber verantwortlich). Immerhin hat sich JH später mit einer Pulle Sekt entschuldigt.
Wie lange dauert das "Medley"??
Das mit den Ansagen kann natürlich sein, habe die Band ja bisher noch nicht live gesehen, kann da also die Stimmen schlecht einordnen. Warst Du bei dem Auftritt live dabei?
Das Medley dauert 14:51 Min und besteht im einzelnen aus:
Waiting For The Man
Hang On, Sloopy
Louie, Louie
Sister Ray
White Light/White Heat
Run Run run
I Can See For Miles
DayTripper
She Loves You
Helter skelter
You Really Got Me
All Day and all OfThe Night
I Can´t Explain
Substitute
The Kids Are Alright
See My Friends
Whatcha Gonna Do About It
White Rabbit
SetThe Controls For the Heart Of the sun
Interstellar Overdrive
Silver Machine
Blue Monday
Nur ganz kurz. Ich lese hier auch mit Interesse Deine Besprechungen, Sam.
Bin gerade auf dem Sprung zu einer längeren Radtour. Demnächst ein paar Sätze mehr.
Darauf bin ich echt gespannt, Mikko
Viel Spaß bei der Tour heute :sonne:
Das mit den Ansagen kann natürlich sein, habe die Band ja bisher noch nicht live gesehen, kann da also die Stimmen schlecht einordnen. Warst Du bei dem Auftritt live dabei?
Das Medley dauert 14:51 Min und besteht im einzelnen aus:
Nein, ich war nicht bei dem Auftritt. hab sie zwischen 1989 und 1995 drei mal gesehen ( in Hamburg). Habe von der Verstärker-Geschichte mal gelesen.
Die Stimmen der beiden kann man gut unterscheiden. Zwischen "silly girl" und " dorian gray" gibt es zwei kurze Ansagen. Erst das zaghaft-naive "danke schön" von Tracey, danach das knarzig-schroffe "...Vodka" von Jowe Head.
Ich hab noch irgendwo einen Livemitschnitt auf Tape, da dauert das Medley zwischen 30 und 40 Minuten. Waren schon Energiebündel, lang ist es her.
ps.
höre gerade die LP. Vor "when emily cries" gibt es eine Ansage von JH, bezüglich seines basses.
Danke für die sehr ausführlichen Erläuterungen, habe auch noch mal die CD reingeworfen, hätte mir eigentlich selber auffalen müssen, aber manchmal hat man ne Platte so oft gehört, und es gibt immer noch was zu entdecken. :sonne:
Den Mitschnitt auf Tape solltest du auf jeden Fall behalten, wer weiß, ob sowas heute überhaupt noch irgendwo sonst existiert. Alles wird ja auch nicht auf CD umgehoben.
Würdest Du denn meine hohe Meinung über die Liveplatte als solche teilen?
Habe auch noch zwei andere Mitschnitte, die kommen aber da irgendwie von der Intensität nicht heran.
Bin eigentlich nicht so ein grosser Freund von Live-Platten. "Chocolate Art" ist aber grossartig!
Bin eigentlich nicht so ein grosser Freund von Live-Platten. "Chocolate Art" ist aber grossartig!
:sonne:
Schade, daß es nur auf einem kleinen Indie Label, noch dazu in Deutschland rausgekommen ist, aber ich bin der Meinung, , auch die Television Personalities hätten ein wenig mehr Bekanntheit verdient.
Whole Lotta Pete
26.06.2010, 21:29
"Motorbiene" ist klasse, aber mehr Benny Quick wollte ich mir eigentlich nicht antun. Das bisher sonst gehörte war kein Bringer. Lese hier auch mit, nur so nebenbei. Vielleicht könntest du noch jeweils ein paar Abbildungen bringen.
"Motorbiene" ist klasse, aber mehr Benny Quick wollte ich mir eigentlich nicht antun. Das bisher sonst gehörte war kein Bringer. Lese hier auch mit, nur so nebenbei. Vielleicht könntest du noch jeweils ein paar Abbildungen bringen.
Nun, der Benny ist eben ein ganz frühes Opfer des Mainstream, wenn es da noch irgendwo Übungsraumaufnahmen gäbe.....:lol:
Die Anregung mit den Bildern werde ich in Zukunft berücksichtigen, bzw. nachreichen.
Whole Lotta Pete
26.06.2010, 22:15
Wenn du Tipps bräuchtest bzgl. Bilderposten, kann ich gern helfen. Zu "Motorbiene": Mir ging es ähnlich mit "Halbstark" von den Yankees. Angetan von diesem naiven Halbstarkentum hab ich mir eine Anthology-Collection von denen besorgt und fand nichts ähnlich Großartiges darauf. Interessant aber allemal.
Wenn du Tipps bräuchtest bzgl. Bilderposten, kann ich gern helfen. Zu "Motorbiene": Mir ging es ähnlich mit "Halbstark" von den Yankees. Angetan von diesem naiven Halbstarkentum hab ich mir eine Anthology-Collection von denen besorgt und fand nichts ähnlich Großartiges darauf. Interessant aber allemal.
Es gibt doch auch Sampler über unbekannte deutsche Beatbands, so im Stil von Back From the Crypt, denke mal, da gibt´s noch viel mehr Gutes und Kurioses zu entdecken. Werdeda mal ein wenig nach suchen. Garagenpunk, und überhaupt Sachen jenseits jeglicher Charts interessieren mich ohnehin viel mehr.
Sollte ich Probleme mit den bildern bekommen, melde ich mich per PN, du hast mir da ja schonmal gute Hilfe geleistet:sonne:
Copperhead
26.06.2010, 22:22
Es gibt doch auch Sampler über unbekannte deutsche Beatbands, so im Stil von Back From the Crypt, denke mal, da gibt´s noch viel mehr Gutes und Kurioses zu entdecken. Werdeda mal ein wenig nach suchen. Garagenpunk, und überhaupt Sachen jenseits jeglicher Charts interessieren mich ohnehin viel mehr.
Sollte ich Probleme mit den bildern bekommen, melde ich mich per PN, du hast mir da ja schonmal gute Hilfe geleistet:sonne:
probiers mal mit "die deutschen beatbands" ! bei bedarf ... ;-)
probiers mal mit "die deutschen beatbands" ! bei bedarf ... ;-)
Thx, komme drauf zurück:sonne:
schussrichtung
27.06.2010, 13:24
Feine Besprechungen, sam! Die "Chocolate Art" war auch für mich ein Ohrenöffner bei den TV-Personalities. Möchte noch hinzufügen, das die Vinylversion in ihrer gekürzten Fassung die Essenz des Auftritts darstellt. Ziehe ich persönlich der CD Version vor.
http://t.album.youmix.co.uk/142988.jpg
Red Krayola - "The Red Krayola", 1994
Drag City DC52CD
Mit diesem Album nahm Mayo Thompson seinen alten Bandnamen aus den 60er Jahren wieder an.
The Red Krayola, zeitweise auch Red Crayola war ein sehr frühes Avantgardetrio, welches 1967/68 zwei Studioalben aufnahm, ansonsten aber vor allem live den damals gestecken Rahmen für Rockmusik sprengte, auf Songschemata völlig verzichtete und die improvisation bis in den atonalen Bereich hinein betrieb.
Nach der Auflösung Ende der 60er nahm Thompson ein Album unter eigenem Namen auf, trat danach unter verschiedenen Gruppennamen mit anderen Musikern auf, und wurde zu Beginn der Achtziger der Nachfolger ders Gitarristen Tom Herman bei der Gruppe Pere Ubu. Zur gleichen Zeit erschien auch das album "Kanguru" unter der Bezeichnung Red Crayola & Art Of Language. Nachdem Mayo Thompson Pere Ubu nach zwei alben wieder verlassen hatte, widnete er sich lange Zeit nur der Tätigkeit des Produzierens.
"The Red Krayola" ist dann der Neubeginn, eingespielt mit einem Konglomerat aus Musikern und Künstlern aus der neuen kalifornischen Avantgardeszene entstand ein Album, welches alle Facetten Thompsons darlegen. da gibt es diese folkig angehauchten ,an die Hippiezeit gemahnenden Lieder, aber auch sehr freie Stücke, es ist sehr schwer zu beschreiben, wichtig ist aber , jetzt mal für diejenigen, die schon was von den alten Red Krayola kennen, man hört Thompson´s Handschrift sofort heraus, und nicht nur wegen seiner eigenwilligen Stimme und dem gewähnungsbedürftigen Vortragsstils. Der musikalische Stil de frühen Jahre ist vorhanden, , er wird hier nur noch mit den Ideen der anderen Mitmusikern verwoben, es kommt ein völlig eigenständiger Stilmix heraus.
Am Besten einfach mal reinhören......
Nun denn, zu den meisten hier besprochenen Platten kann ich nicht viel sagen, weil ich sie schlicht nicht kenne.
Live Platten sind auch nicht unbedingt meine Sache. Es gibt nur wenige, die ich wirklich schätze.
"Chocolate Art" mochte ich damals bei Erscheinen eher nicht. Ich hatte die TVPs zwar auf jener Tour auch live gesehen (im Loft in Berlin) und war vor allem von Dans Chuzpe und dem liebenswürdigen Dilettantismus der Band begeistert. Aber der Mitschnitt aus dem Forum Enger hatte für mich zwar durchaus dokumentarischen Wert, aufgrund des miesen Sounds und der vielen Patzer wollte aber keine wirkliche Begeisterung aufkommen. Ich war hin und her gerissen. Eigentlich lieb(t)e ich die Band. Schließlich besaß ich gefühlte 200 Live Tapes der TVPs, die ich im Laufe der Jahre zusammen getauscht hatte. Aber "Chocolate Art" wurde dann doch wieder ausgemustert, ebenso wie die vielen Tapes übrigens (falls jemand fragt). Ich besaß natürlich nur die LP, die wohl nicht das komplette Konzert wiedergibt. Ich weiß es nicht mehr genau. Ich glaube, ich müsste mir die Scheibe noch mal anhören und aus heutiger Sicht beurteilen. Wenn sie mir mal in die Hände fällt, werde ich das auch tun.
Zur "Motorbiene" kann ich nur sagen, solche Compilations sind immer eine zweischneidige Angelegenheit. Einerseits macht Bear Family da einen guten Job. Man gibt sich sehr viel Mühe mit dem Sound, den Liner Notes und mit zahlreichen originalen Coverabbildungen etc. Andererseits ist es natürlich eine Compilation, die im konkreten Fall wohl fast die gesamte Karriere des Künstlers umfasst und schon deshalb sehr verschiedene Facetten abbildet. Dessen sollte man sich immer bewusst sein. Ich kenne von Benny Quick ehrlich gesagt nur den Hit, die Motorbiene, wirklich. Die aber besitze ich als original 7". "Ja, das hätt ich wissen müssen" hatten Didi & His ABC Boys übrigens ohne Benny schon selbst aufgenommen und veröffentlicht. Oder ist das hier gar die selbe Aufnahme?
Trotz meiner eben geäußerten Bedenken möchte ich die Bear Family Reihe "Smash! Boom! Bang! - Beat in Germany" wärmstens empfehlen. Man muss sicher nicht alle CDs der Serie haben, aber Reinhören lohnt sich in jedem Fall.
Red Krayola gehörte schon damals in den 70ern, als ich das International Artists Label für mich entdeckte, eher zu denjenigen Künstlern des Labels, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte. War mir zu schräg, zu avantgardistisch. Dementsprechend habe ich seine späteren Aktivitäten zu New Wave Zeiten und dann auch in den 80ern und 90ern immer nur am Rande wahrgenommen, aber nie eine Platte vollständig gehört oder gar gekauft. Ein Fehler? - Ich weiß es nicht.
@ Mikko
zu Red Krayola: Aufmerksam wurde ich auf Thompson und seine Band 1980, als er bei Pere UBu einstieg. Meine erste Platte war Parable Of Arable Land, und zunächst auch für mich ein harter Einstieg, heute allerdings für mich ein wegweisendes Werk in die Psychedelia, fernab von Kommerz. Das Nachfolgewerk, war dann schon ein wenig eingängiger, songorientierteter. Trotzdem haben die ihr Ding durchgezogen, ohne Rücksicht auf Verluste. Sowas beeindruckt mich immer.
Unbedingt hereinhören solltest Du aber mal in das 1970er Soloalbum von Mayo Thompson "Corky´s Dept To His Father"
Für mich immer noch das Schönste , was ich von ihm kenne.
(muß jetzt leider los zur Arbeit, heute Nacht eventuell mehr..):wave:
@ Mikko
zu Red Krayola: Aufmerksam wurde ich auf Thompson und seine Band 1980, als er bei Pere UBu einstieg. Meine erste Platte war Parable Of Arable Land, und zunächst auch für mich ein harter Einstieg, heute allerdings für mich ein wegweisendes Werk in die Psychedelia, fernab von Kommerz. Das Nachfolgewerk, war dann schon ein wenig eingängiger, songorientierteter. Trotzdem haben die ihr Ding durchgezogen, ohne Rücksicht auf Verluste. Sowas beeindruckt mich immer.
Unbedingt hereinhören solltest Du aber mal in das 1970er Soloalbum von Mayo Thompson "Corky´s Dept To His Father"
Für mich immer noch das Schönste , was ich von ihm kenne.
(muß jetzt leider los zur Arbeit, heute Nacht eventuell mehr..):wave:
Was "Ja, daß hätt´ich wissen müssen" angeht, hast Du recht, Didi und seine ABC Boys haben das schon 1964 eingespielt.
Smash Boom Bang behandelt immer eine Band pro CD, oder?
Habe schon mal mit den Boots gelieibäugelt, oder lohnt es sich da doch, die beiden Originalalben zu bersitzen?
Die Bear Family Reihe behandelt in der Regel immer eine Band. Es gibt allerdings auch ein paar Compilations unter so Titeln wie "Beat im Norden", "Beat im Süden", "Ruhrgebeat" etc., auf denen tolle Singles versammelt sind von Bands, deren Output zu gering war für eine eigene Compilation.
Bei den Boots fällt die Entscheidung schwer. Es gibt ja inzwischen das Gesamtwerk auf einer Doppel-CD mit den Liner Notes von Boots Bassist Bob Bresser. Allerdings ist die Auswahl von Bear Family auch nicht schlecht. Und ich persönlich finde Aufmachung und Liner Notes auch dort sehr gelungen. Als Fan - so wie ich - braucht man alles. Bei den Boots besitze ich tatsächlich fast jede Veröffentlichung, sowohl auf Vinyl wie auf CD.
Mit Red Krayola / Mayo Thompson werde ich mich dann wohl doch gelegentlich näher befassen.
Die Bear Family Reihe behandelt in der Regel immer eine Band. Es gibt allerdings auch ein paar Compilations unter so Titeln wie "Beat im Norden", "Beat im Süden", "Ruhrgebeat" etc., auf denen tolle Singles versammelt sind von Bands, deren Output zu gering war für eine eigene Compilation.
Bei den Boots fällt die Entscheidung schwer. Es gibt ja inzwischen das Gesamtwerk auf einer Doppel-CD mit den Liner Notes von Boots Bassist Bob Bresser. Allerdings ist die Auswahl von Bear Family auch nicht schlecht. Und ich persönlich finde Aufmachung und Liner Notes auch dort sehr gelungen. Als Fan - so wie ich - braucht man alles. Bei den Boots besitze ich tatsächlich fast jede Veröffentlichung, sowohl auf Vinyl wie auf CD.
Mit Red Krayola / Mayo Thompson werde ich mich dann wohl doch gelegentlich näher befassen.
Die Sampler interessieren mich natürlich sehr.
Bei den Boots werde ich mal schauen,kenne bisher nur wenige Sachen, die haben mich aber allesamt total begeistert.
Danke Dir für die Empfhehlungen.
Und laß mal hören, wie es bei Dir bei den Erkundigungen mit Red Krayola weitergegangen ist
1143
The Slowest Train In The World - "765" 1992
qua-g-mire QUAG 003 (US Import)
Um gleich mal was zum abgebildetemn Foto zu sagen: Es zeigt nicht das cover dieser Platte, habe dazu im Net momentan nichts gefunden, es stammt aber aus den Fotosessions dieser Platte
Aufmerksam wurde ich auf die Gruppe durch eine damalige Kurzbeschreibung des Malibu-Mailorders
Es beginnt sehr ruhig und beschaulich. "Pristina,Skitchy & Joan" kommt wie eine zufällige Session daher. Die Arrangements erinnern recht deutlich an die Arbeiten von Bands wie Moody Blues , auf jeden Fall werden die 60´s assoziert, was auch derverhaltene Gesang unterstreicht.
"Gruel California" dann, bassierend auf einen zunächst schleppenden eintönigen Rtythmus, nimmt an Intensität zu, im Hintergrund werden Soundwälle aufgbaut, zum Teil durchzogen von schrägen Disharmonien.
"Map" dann der totale Gegensatz. Akustische Gitarren, eine nette Stimme,Soft Psychedelia in seiner schönsten Form. .
Dieser Eindruck setzt sich auch im nachfolgendem "Lo" fort. Da werden ganz ungeniert Beatlesharmonien der Spätphase (Abbey Road) benutzt, und es entsteht ein weiteres Stück, daß Ereinnerungen hervorruft.
"Three Lisas" dann wieder schräge Fuzzgitarren, der erste Titel, der ein wenig Fahrt aufnimmt. Auch hier passiert sehr viel im Hintergrund.
Die Gesangslinie ist sehr eigenwillig, , überhaupt kann dieses Stück, wenn man es nicht von Anfang an hört, einen völlig falschen Eindruck hinterlassen.
"Caroline" dann ingesamt wieder ruhiger, von einem Saxofon begleitet.
Was dann folgt, beginnt zunächst mit einem leisen Verstärkerbrummen,
ein E Piano setzt ein, der Sänger , und wieder diese Disharmonien im Hintergrund. "The Motown Proverbs" ist mit 26 Minuten das Kernstück des Albums, und das eingangs beschrieben pianolastige Intro entpuppt sich als Verbindungselement zwischen vielen musikalischen Zwischenstationen. eine ganz eigenständige Exkursion in die Vielfalt amerikanischer Popkultur. Das Motown im Titel ist nicht zufällig, und doch nur ein Teil des Konglomerats.
"2 Smiles - For Harpo" , ein kleines 2 Minuten, stark an Brian Wilson und die Boys gemahnendes Stückchen beschließt dieses Werk.
Hier stellt sich eine junge Gruppe vor, die ihre musikalischen Wurzeln der 6oer ganz offen in ihre Musik einfließen läßt, dabei aber trotz sehr vieler verschiedenen dargebotenen Facetten eine ganz eigene Grundstimmung entstehen läßt.
Eine der interessantesten Neuentdeckungen der 9oer für mich.
Die Infos über dieses Album im Net sind spärlich, die Band ist aber nach wie vor präsent und hat weitere Alben gemacht. Es gibt sogar eine Seite bei Last fm
http://2.bp.blogspot.com/_A31Dfz4S5yg/SgtMvVWvsnI/AAAAAAAAADE/fVfdHeFRIKQ/s320/alienlanes.jpg
Guided By Voices - Alien Lanes 1995
Matador ole 123-2
Disarm the settlers
The new drunk drivers
Have hoisted the flag
We are with you in your anger
Proud brothers
do not fret
The bus will get youthere yet
To carry up the lake
The club is open
The club is ope
(a Plug for my Place Lounge or the Legion)
mit diesen Worten beginnt der erste Song des Albums, und er lädt ein, zu einem sehr kurzweiligen Besuch in das musikalische Universum des robert Pollard und seiner Band Guided By Voices.
Diese Herren bieten in knapp 43 Minuten ganze 28 Songs, , manchmal nur wenige Sekunden lang, dabei aber oftmals so voll von musikalischen Harmonien, daß man sich wünschen würde, dies würde länger dauern.
Aber das war damals nicht vorgesehen. Pollard & Co bieten ihre Songideen in sehr abgespeckter Form, ein Refrain zuviel könnte schon langweilen,
weshalb sollte man sich auch wiederholen, die Zeit kann man ja schon wieder für einen anderen Song nutzen.
Wenn man sich aber tatsächlich mal länger mit einem Stück befaßt, dann wird schnell deutlich, daß da eine Band am Werke ist, die ihr Handwerk versteht. die genau weiß, wie sie klingen will, was sie aussagen möchte.
Guided By Voices hatte das Glück, neben Robert Pollard mit Tobin sprout noch einen weiteren songschreiber gleichen Kalibers an board zu haben, die sowohl ihre eigenen Sachen machten, aber durchaus auch etlichen gemeinsamen Kompositionen ihr ganz eigenes Gesicht zu geben.
Stilistisch bewegen sie sich da durchaus viellseitig, heavy und laut, dann schon fast beatleesk, oder ganz einfach nur mit akustischer Gitarre, nicht selten klingen manche Stücke wie Demos, dann aber gibt es auch richtig lärmende Kracher, wo man fast schon zu viel Sound reingepackt hat.
GbV waren damals Vertreter der LoFi Szene, man nahm mit einfachsten Mitteln auf, und scheute lange Zeit hochwertige Studiotechnik wie der srichwörtliche Teufel das Weihwasser.
Und doch kamen dabei viele kleine "Hits" bei raus.
Einige Jahre später löste sich Robert Pollard von diesem Konzept, tauschte die meisten Musiker aus, ohne dabei die alten Mitstreiter wirklich aus den Augen zu verlieren, die immer irgendwie mitmischten .
Man legte sogar die vormals wohlgehegten Gruppengeschicke in fremde Produzentenhände, kehrte aber letztendlich immer wieder reumütig zu den alten Wurzeln zurück
Für sehr viele gilt Alien Lanes als das Non Plus Ultra der Band, , richtig ist , daß es von der Zusammenstellung und der hohen Qualität der Songs schon was Besonderes darstellt. Aber es ist nur eine Momentaufnahme, eines von was weiß ich wie vielen Alben, der Backkatalog dürfte in etwas "The Fall" Dimensionen besitzen.
2 Hörbeispiele:
A Salty Salute (http://www.youtube.com/watch?v=SX6vRwEZFrM)
Blimps Go 90 (http://www.youtube.com/watch?v=H4KIlCYyDdw)
Hab noch was zu den TVP´s gefunden.
Hans Martin Gross´ ( Pastell Rec. ) Erinnerung/Geschichte zu "Chocolate Art".
In 1984 I founded a small record company called Pastell. In spring 1984 Pastell organised a tour with the TVP's five piece (incl. Joe Foster and Dave Musker) and shortly after that Joe phoned us up telling us that Dan owes him lots of money and that he - Joe - has brilliant live tapes of two gigs of that tour (Husby and Berlin) and that we could release a live album if we pay him an advance. So we paid, designed a cover and had even a name for the album: "Adventures in 'Das Auto des Schreckens'", cause we travelled the tour with a nearly ruined van Dan called "Auto des Schreckens" (car of fear).
And then came the tape! The sound quality was awful, on quieter parts you could even hear what was on the tape before, but we wanted to release our first long player of our favourite band. So I went to one of the best cutting rooms in Bremen, the engineer listened to it for 20 seconds and - telling me "I don't do bootlegs" - threw me out. Than I went 500 kilometres to the next cutting room in Frankfurt - the famous Mrs. Brueggemann, who did classic stuff for decades - and she listened to it and told me "I don't do bootlegs". When I told her that we had the rights to release that stuff and even paid for it she looked at me in a VERY strange way - and gave some good advice: "The sound is crap, the music is crap, the band is crap - so it must be a so-called cult band. Go out and try to get any other noise from these - eeh - musicians, cause anything will be better than this!"
For the Forum Enger gig a couple of months later I borrowed a Revox 2-track from a friend, bought a tape for 25 bucks, connected the mixing desk and the Revox, pushed the start button at the beginning and the stop button at the end of the show and that's it.
The gig itself was not so peaceful: Jowe couldn't hear himself on stage and asked for "more bass" a couple of times during the show. Later he started to yell about the mixing engineer in a very obscene way till the engineer went on stage and switched Jowe's amp on - the bass player just played the whole gig with his amp on stand-by. That's the reason why the TVP's didn't play the Forum Enger for the next few years - cause Jowe was sooo ashamed.
Some facts for you collectors out there: The first edition of 'Chocolat Art' has red labels (Jowe's fishplate on side a and listings on side b) and an inner sleeve, all other editions have white labels and no inner sleeve. Cover and fishplate is by Jowe. James Last (remember the sub title "A Special Tribute to James Last") is a famous German Easy Listening composer. And the CD release has the complete show including the 20 minute medley and the fight between Jowe and the sound man. And it's still a GREAT album.
Hans-Martin Gross, February 2003
http://www.televisionpersonalities.co.uk/memory.htm
Hans-Martin currently runs Jellyfant Records: www.jellyfant.com
Thx Thokei
Das ist ja doll, erst dieser Aufstand mit fiesesten verbalen Ausrutschern, und dann liegt´s an Jowe selber,
da wäre ich sicher auch "ashamed" :lol:
Ravi Shankar - In Celebration (1995)
Angel CDCD 7243 5 55577 2 / 8
Es handelt sich um eine 4 fach CD Box mit sehr umfangreichen Booklet mit viel Infos über den Musiker Ravi Shankar, und vor allem mit sehr ausführlichen Daten zu jeder hier vertretenen Aufnahme.
Und es ist eine Verbeugung George Harrisons vor dem Mann, der ihm in den 60er Jahren in die Kunst des Sitarspielens eingeweiht hat.
Jede der vier CDs hat ein musikalisches Oberthema.
1. Classical Sitar
Hier gibt es traditionelle Ragas , eingespielt in kleiner Besetzung.
Hervorheben möchte ich "Dhun Kafi", 1963 in London eingesespielt, es ist einfach stellenweise nicht zu begreifen, was Ravi aus seinemInstrument herausholt. Bei einem Stück spielt Ravi zusammen mit s einer sehr talentierten Tochter Anouska.
2. Orchestral and Ensembles
Stücke mit großer Besetzung, aber immer noch stark mit der indischen Tradition verhaftet. Bei vielen Besetzungen macht Ravis große Familie mit,
es gibt auch Unveröffentlichtes, so das 1968 in Los Angeles eingespieltetes 18 minütiges Werk V 7 1/2
3. East-West Collabiration
Ravi´s Zusammenarbeit mit westlichen Musikern, zumeist aus dem Bereich der klassischen Musik Höhepunkt für mich gleich zu Beginn das "Sitar and Violin Duet" von Shankar und Yehudi Menohin von 1967
4. Vocal And Experimental
Auf der vierten Cd gibt es dann Ravis Ausflüge in die Pop- und Jazzszene , es gibt auch spätere Arbeiten mit George zu hören.
Fazit: Eine gelungene Retrospektive aus den verschiedenen Arbeiten des indischen Sitarmeisters, zwar nur eine Compilation, aber ein guter Überblick
und auch Appetitanreger auf mehr allemal.
Dazu die anfangs erwähnte mehr als gelungene Aufmachung der Box. Neben den unfangreichen Infos gibt es auch jede Menge , zum Teil bis dahin unveröffentlichte Fotos. also, nicht nur für das Ohr, auch für das Auge eine wahre Bereicherung.
Nachtrag:
"Sitar and Violin Duet (http://www.youtube.com/watch?v=IpxHjwzJEz0)"
http://www.beefheart.com/datharp/albums/official/pics/hungry.jpg
Captain Beefheart - "I May Be Hungry Bit I Sure Ain´t Weird
Castle Records NEX CD 215 (1992)
Im Jahre 1968 erschien als vierte Veröffentlichung von Captain Beefheart & His Magic Band das Album "Strictly Personal"
Allerdings hatte Produzent Bob Krasnov ohne Wissen der Band das Album mit Overdubs versehen. Don Van Vliet war mit dem Endergebnis überhaupt nicht zufrieden und trennte sich von dem Mann.
Das hier vorliegende Album bringt nun die urprünglichen Fassungen, bzw. Demos zu dem Album und noch mehr.
Aufgenommen wurden die Titel zwischen Oktober 1967 und Mai 1968.
Im Vergleich zu den "Legendary A& M Sessions" und "Safe As Milk", die beide noch sehr stark im R & B verwurzelt sind, hat die Gruppe hier mehr den auf dem Session Album "Mirror Man" eingeschlagenen Weg verfeinert.
Die Lyrik von Don Van Vliet ist schon eine ganze Ecke experimenteller und abgehobener. Und die Magic Band läßt jede Menge fremde musikalische Einflüsse in ihren Vortrag einfließen.
Direkete Vergleichsmöglichkeiten mit den offiziell erschienenen Album bieten hier die die Stücke Trust Us,(zwei verschiedene Takes), Beatle Bones ´n´Smokin´Stones, Safe As Milk(auch zwei Versionen), Gimme Dat Harp Boy sowie On Tomorrow.
Von den störenden Overdubs befreit, offenbaren sie die eigentlichen Vorzüge.
Aber für das Album wurden noch weitere Stücke produziert, die es allerdings nicht auf die Platte schafften..
Da wäre besonders "Moody Liz2 zu erwähnen, eine sehr freie Bluesimprovisation, sowie die Frühfassungen zweier Titel, die Beefheart erst in den 7oer/bzw, 8oer Jahren auf ofiziellen Platten rausbrachte: Dirty Blue Gene und Big Black Baby Shoes, welches später den Titel "Ice Rose" erhielt.
Hier wird außerdem deutlich, daß Strictly Personal genaugenommen nur der Übergang zu seinem umstrittenen, aber auch bekanntesten Album "Trout Mask Replica" ist. Das erschien bekannterweise ein Jahr darauf und hatte mit Frank Zappa einen Produzenten, den Van Vliet nicht nur seit Kindertagen kannte, sondern der es auch verstand, die Ideen seines alten Schulfreundes zu unterstützen.
Momentan ist dieses Album aus den Katalogen gestrichen , laut Info auf einer Beefheart Website sind aber alle Stücke als Bonustracks auf den überarbeiteten Fassungen der Alben "Safe As Mik" und "Stricly Personal" enthalten.
Anspietip:
Safe As Milk (Take 5) (http://www.youtube.com/watch?v=x54tj7aUWjQ&feature=related)
http://991.com/newgallery/Derek--The-Dominos-The-Layla-Session-200500.jpg
Derek & The Dominos - "The Layla Sessions (3 CD Set) 199ß
Polydor 847 083-2
Zum 20. Jubiläum des Albums brachte die Polydor dieses Box Set heraus.
Auf der ersten CD befindet sich die remastertete Version des Layla Albums, müßig was da drüber zu schreiben, ist ein Klassiker und wurde sicher hier im Forum schon hundertfach abgehandelt.
Auf der 2. CD gibt es fünf namenlose Impovisationen zwischen 12 und 20 Minuten Länge, davon eine mit den kompletten Allman Brothers, 3 mit der Domionos,ohne Duane Allman, sowie einmal mit Allman.
Bei diesen Aufnahmen , vor den jeweiligen Studioaufnahmen zum Warmspielen eingespielt, wird einfach drauflos gespielt.
Ich muß gestehen, da nicht immer den Einstieg zu finden, bzw. bis zum Ende dranzubleiben. Trotzdem bieten gerade diese Aufnahmen viele Highlights, sei es im Ensemblespiel der Gruppe als auch an diversen Soli.
CD 3 mit dem Obertitel "Alternate Masters, Jams And Outakes"
beginnt mit zwei nicht verwendeten Fassungen des Albumtitels "Have You Ever Loved A Woman"
Es folgen zwei Jams über "Tell ZThe Truth"
Danach gibt es diverse Rehersals den Non Album Tracks "Mean Old World"
den Mastertrack desselben, sowie eine akustische Fassung, eingespielt nur von Eric Clapton, Duane Allman und Jim Gordon(dr)
"When Things Gone Wrong It Hurts Me Too", der Blues Klassiker schaffte es nicht aufs Album, ebenso "Tender Love" von dem es hier ein unkomplettes Master zu hören gibt.
Zum Abschluß dann noch eine alternative Fassung von "It´s Too Late.
Noch etwas zur aAufmachunng der Box:
Sie ist äßerlich aufgemacht wie eine LP Box, enthält ein sehr informatives Booklet mit allen Daten zu jeder Aufnahme, eine Story zur Entsteheung des Albums und viele Fotos von den Aufnahmen. Zusätzlich gibt es noch Kopien der Unterlagen aus dem Tonstudio für alle Songs. Man hat da sehr große Sorgfalt walten lassen. Auch äußerlich durchaus ein Leckerbissen.
Für Clapton Fans ohnehin ein Muß, aber auch sehr interessant für diejenigen, die Clapton nur von neueren Aufnahmen kennen und ihn mal in absoluter Höchstform erleben möchten. Und wer Duane Allman schätzt, kommt ebenfalls auf seine Kosten.
Clapton, der nach dem Superstar-Hype von Cream und Blind Faith die Dominos gründete und sich hinter dem Pseudonym Derek verbarg, um mal wieder nur ein Gitarrist in einer Band zu sein, dieses ganz besondere Feeling fangen diese zusätzlichen Aufnahmen sehr gut ein.
Anspieltip:
Mean Old World (http://www.youtube.com/watch?v=D1r1PrJ_rsk)(die Trio Fassung)
http://www.spd.org/images/blog/Tigerbomb.jpg
Guided By Voices - Tigerbomb (Bonus EP der CD "Under The Bushes, Under the Stars)
Matador OLE 161-2
Dies war eine Bonus CD der ersten CD von Guided By Voices, die ich mir , neugierig geworden duch einen Bericht über die Gruppe und der Plattenkritik, zulegte.
Zwar begeisterte mich "Under The Bushes.. " schon, den eigentlichen Kick aber brachte diese EP. Denn daraufgibt es, im Vergleich zur damals schon sauber produzierten aktuellen CD auch jede Menge Demoaufnahmen, die manchmal nur so hingerotzt klingen, aber dennoch einen ganz eigenen Charme entwickeln. Für mich ein ganz wichtiger Schritt in das große Universum an Songs, welches diese, leider immer noch relativ unbekannte Band bisher hervorbrachte. Hier bestätigen sich auch jene Anmerkungen im erwähnten Bandbericht, daß Robert Pollard erst seine Amps anwirft, wenn er einen Sixpack intus hat, oder noch besser, dieser Musiker entwirft seine Songs schon beim morgentlichen Zähneputzen.
Sowas ist natürlich schon Hype, aber es ist was dran, was ich anhand diverser inzwischen zugelegter Platten durchaus bestätigen kann.
auf jeder Veröffentlichung gibt es Stücke, die es durchaus verdient hätten, in den Charts zu landen, also was Melodienreichtum und Originalität angeht.
Wie bereits erwähnt, für mich der eigentliche Einstieg in das faszinierende Werk dieser Band
http://991.com/newGallery/Flat-Earth-Society-Waleeco-407820.jpg
Flat Earth Society - "Waleeco" (recorded 1968)
Im Jahre 1968 hatte eine amerikanische Schokoladenfirma die Idee, die Werbespots für ihren neues Produkt Waleeco mit damals angesagter Pop Musik zu untermalen. Den Auftrag erhielt eine bis dahin völlig unbekannte Band namens Flat Earth Society.
Sozusagen als Belohnung übernahm die Firma die Kosten für die Produktion der ersten( und einzigen) Langspielplatte.
Herausgekommen ist dabei ein kleines Juwel. Die beiden Gitarristen, der Keyboarder sowie der Bassist und der Drummer legten hier eine Stilvielfalt und ein Gespür für schöne Melodien an den Tag, der verblüffend ist.
Feelin´Much Better, der Opener, ist eindeutig von den ersten Jefferson Airplane Scheiben beeinflußt. . Doch dann folgt eine langsame Fassung des Wilson Pickett Klassikers In The Midnight Hour, die mehr an Folk oder Beach Boys Harmonien ereinnert, als an das Soul Original. I´m so Happy und When You´re There sind dann tatsächlich auchvon der Instrumentierung her mehr Folk als Rock. Ein stilistischer Schwenker in härtere Gefilde dann mit Four & Twenty Miles", diesmal auch textlich von den J.A. geprägt.
Prelude for the Town Monk dann eine vom Piano getragene Ballade,
gefolgt von Shadows, ein kurzer schneller Rocksong.
Das Piano kommt dann wieder voll bei Dark Street Downtown zum Zuge,
hier verarbeitet die Gruppe ganz deutlich
Einflüsse aus der Minimal Music.
Die im vrangegangenen Stück schön prägende melancholische Stimmung sezt sich im über 5 minütigen Portrait In Grey weiter fort. hier übrigens ein sehr gelungenes Flötensolo, das Stück gleitet im weiteren Verlauf in jazzige Bereiche ab.
In My Window holt einen dann schnell mit recht kraftvollen Gitarrensoli zurück.
Der Closer Satori, mit vor - und rückwärts eingespielten Passagen und an Sitar gemahnende Gitarren wirkt seltsam unreal, verzerrt und ist ein eher untypischer Schluß für dieses Kleinod.
Für mich ist Waleeco mal wieder ein Beispiel dafür, daß es in den Jahren 67/68 auch unbekannte Gruppen kleine Meisterwerke abgeliefert haben.
Hörbeispiel: In The Midnight Hour (http://www.youtube.com/watch?v=5dNkdW88Tr0)
Spacemen 3 - Dreamweapon (Sympathy For the Record Industry SFTRI 211)
Drei sehr lange Improvisationen der Neo Psych Legende, aufgenomen in den jahren 1987/88
1. An evening with contempary sitar music (43:30)
live mitgeschnitten 1988, Waterman´s Art Centre, Hammersmith
Vorweg, trotz des Titels, hier gibt es keine Sitar zu hören.
Losgelöst von allen Songstrukturen läßt sich die Gruppe hier über 40 Minuten lang treiben. Ein sich ständig weiter entwickelnder spacig voranschreitender Sound, offensichtlich nicht von der PA gezogen, sondern irgendwo im Publikum aufgenommen, es gibt jede Menge Nebengeräusche, was aber keineswegs stört, sondern dem Ganzen noch einen ganz gewissen autentischen Reiz verleit.
2. Ecstacy In Slow Motion (10:00)
Ein Studio Mix von Sonic Boom an allen Instrumenten, basierend auf dem Titel Ecstacy Symphony vom Perfect Prescription Album, im Vergleich dazu allerdings viel intensiver produziert.
3. Spacemen Jam (15:00)
Wieder in Trio Besetzung entstanden, das Albumcover gibt da außer dem Entstehungsjahr (1987) keinerlei Infos preis.
Wieder eine reine Improvisatioin
Also im Großen und Ganzen ein besonderes Album dieser Gruppe, welches hier keinerlei Wert auf Songschemata legt.
Als ersten Kontakt mit der Gruppe keineswegs geeeignet, wer die Spacemen 3 jedoch mag, dem sei es wärmstens empfohlen.
Nach etwas längerer Pause geht es hier auch mal wieder weiter.
The West Coast Pop Art Experimental Band - Volume One (1966)
Sundazed SC11047
The West Coast Pop Art Experimental Band war eine psychedelische Rockband aus der Bay Area, die von 1965 bis 1970 exiustierte.
Diese CD enthält die frühesten Aufnahmen dieser Formation. Zum einen die Titel, die auf der 66er LP enthalten waren, zusätzlich noch eine ganze Menge Bonustracks aus der gleichen Zeit, die ansonsten auf Bootlegs enthalten waren, bzw. garnicht veröffentlicht wurden.
Der anteil an Coverversionen ist hier natürlich noch recht hoch, allerdings versteht es die Gruppe, die vorlagen geschickt zu verändern, so daß zum Teil vom Original oftmals nur der Text übrigbleibt. Da wäre einmal ihre Version von Louie Louie , eine völlig freie Bearbeitung, fast ein ganz anderer Song, für mich die interessanteste Bearbeitung dieses Klassikers. Auch Bob Dylan ´s She Belongs To Me (http://www.youtube.com/watch?v=1CnbvYSBsFM) nehmen sich die Musiker vor. Der Song wird mit viel Feeback in ein Garage Rock Monster verwandelt.
Herrlich respektlos, wenn man bedenkt, daß der Song damals nicht mal ein Jahr alt war. Ähnlich verfahren sie mit dem Kink titel You Really Got Me.
Ganz erstaunlich dann die Tatsache, daß die Band bei den eigenen Kompositionen (http://www.youtube.com/watch?v=Vz_YFk5fLMg&feature=more_related) hier deutlich ruhiger, melodiöser werden, mehr Light Psychedelia, mitunter kleine Pop-Perlen, die durchaus das Zeug gehabt hätten, in die damaligen Charts zu gelangen.
Auf jeden Fall eine gute Bestandsaufnahme, wie die Band geklungen hat, bevor sie dann bei Reprise den großen Plattenvertrag unterschrieben.
Sehr positiv bewerte ich auch die Tatsache, daß Sundazed Records die Aufnahmen so belassen hat, wie sie damals entstanden sind, nämlich in Mono.
ja, schöne Platte
Zappas "Help I'm A Rock" als Single zu veröffentlichen - dazu gehört schon was.
"Transparent Day" - eine wolkenleichte Litepsych-Harmony Single, leider ein völliger Flopp
Ganz besonders gefällt mir pickende Wildwestversion von Van Dyke Parks' "High Coin"
ja, schöne Platte
Zappas "Help I'm A Rock" als Single zu veröffentlichen - dazu gehört schon was.
"Transparent Day" - eine wolkenleichte Litepsych-Harmony Single, leider ein völliger Flopp
Ganz besonders gefällt mir pickende Wildwestversion von Van Dyke Parks' "High Coin"
Ich denke mal, du meinst die 1967 er Platte "Part One"
Die von mir beschriebene "Volume 1" erschien davor auf einem kleinen Label
Sowas kann bei derartigen Plattentiteln schon vorkommen. Die dritte Veröffentlichung hieß dann ja zur allgemeinen Verwirrung "Part Two":sonne:
dr.music
09.03.2011, 17:49
Sam, hast Du noch mehr Alben? Bei AMG kommt ja nur diese recht gut weg. Die anderen sehr mau.
Von der Band kenne ich bislang nichts.
Sam, hast Du noch mehr Alben? Bei AMG kommt ja nur diese recht gut weg. Die anderen sehr mau.
Von der Band kenne ich bislang nichts.
Habe noch "A Child´s Guide To Good And Evil" von Mitte 1968 und "Where´s My Daddy" von Ende 1969 als Twofer auf einer CD.
Da war die Band allerdings schon zum Trio geschrumpft. "Guide" ist durchaus hörenswert, drauf zu finden auch jener Titel, der mich auf die Band aufmerksam gemacht hat. "In The Country" war auf einem Warner Bros. Seven Art Sampler von 1968 drauf.
"Daddy" ist dann tatsächlich längst nicht mehr so interessant, zähle ich zu den schwächsten Arbeiten der Band.
Das noch folgende 1970er Album und die beiden Reunion Alben viel später kenne ich auch nicht.
Hier eine sehr informative Website (http://members.chello.nl/cvanderlely/wcpaeb.html) aus den Niederlanden
http://www.ifmusic.co.uk/images/product_images/fiftyfoothose-cauldron.jpg
Fifty Foot Hose - Cauldron, 1967
WEASEL DISC 5
Die sechsköpfige Band aus San Francisco bestand damals nur 18 Monate . IhrAlbum "Cauldron " ist eines der ersten Alben einer Rockband, welches überwiegend mit elektronischen Musikinstrumenten eingespielt wurde.
Keyboarder Cork Marcheschi , der vordemder Gruppe The Ethix angehörte, entwickelte ein sythezizerähnliches Instrument, sozusagen ein Eigenbau.
Es gibt durchaus Parallelen zur Band United States Of America, die ihr ganz ähnlich ausgerichtetes Album wenige Monate später veröffentlichte, aber ungleich bekannter wurde.
Auch dort Instrumente in Eigenbau, auch dort eine Sängerin.
Die Musik der Band ist eine Mischung aus damals angesagtem Psychedelic Rock und Blues , angereichert mit Elementen aus Jazz und neuerer E-Musik.
1997 gab es aine kurze Reunion der Band, wo auch ein weiteres Album eingespielt wurde.
Ihr Debüt von 1967 gilt vielen heutigen Avantgardebands als sehr wichtiger Einfluß.
Hörbeispiele
Fantasy (http://www.youtube.com/watch?v=OyHNmLbeKD8&feature=related)
Red The Sign Post (http://www.youtube.com/watch?v=40Po13ebaik&feature=related)
http://www.rhino.co.uk/ugc-1/product/30940/5533_large.jpg
Inga Rumpf - In The Beginning
CD Telefunken 3984-22007-2
Eine gelungene Werkschau der deutschen Musikerin über ihre Frühphase, also noch vor Frumpy und Atlantis.
Von 1965 bis 1969 war Inga Mitglied der deutschen Folkband The City Preachers.
Mit 11 Titeln nimmt diese Zeit natürlich den größten Teil der CD ein.
Neben vielen Traditionals gibt es auch mit dem Titelsong eine ganz frühe Inga Komposition zu hören.
Mit ihrem damaligen Chef, dem City Preachers Gründer John O´Brien-Docker , enstand auch eine gemeinsame Single, die unter der Duo Bezeichnung Inga & John 1968 erschien: Frankie And Johnny/Bonnie And Clyde.
Ingas außergewöhnliche Stimme blieb auch anderen Leuten nicht verborgen. In den Jahren 1967 - 69 machte sie deshalb auch einige Versuche, sich auf dem Schlagermarkt einen Namen zu machen.
Von Inga, die ihren Vornamen als Künstername einsetztte erschienen unter anderem deutsche Fassungen von The Beat Goes On, Time Of The Season, Niki Hoeki, aber auch
Kompositionen, die sie sich von profesionellen Schlagertextern schreiben ließ, wie Schade um die Tränen oder Er war ganz anders als Du.
Neben diesen Aktivitäten war sie aber immer noch Vollmitglied bei den City Preachers. das änderte sich erst 1970, als sie mit Frumpy ihre erste eigene Band gründete.
Pere Ubu - Datapanic In The Year Zero Box Set
Cooking Vinyl COOK CD 098
Das Frühwerk der Band aus Cleveland, chronologisch aufgebaut, angefangen mit den ersten Singles, gefolgt von den ersten 5 Alben und einer zusätzlichen CD mit Rariries.
Doch bevor ich näher auf das Box Set eingehe, mal kurz erklärt, wie ich auf diese Band aufmerkam wurde. Es war 1980, da kam die Gruppe auf Deutschlandtour und in der Sounds erschien ein Artikel.
Kurze Zeit vorher war Mayo Thompson für den ausgeschiedenen Tom Herman als Gitarrist bei Pere Ubu eingestiegen. Außerdem hatte der gerade wieder sein altes Bandprojekt Red Krayola/Red Crayloa aus den 60ern reformiert, und das Album Kangaroo veröffentlicht. Nun, weder von Pere ubu noch von Thompson hattte ich zu dem zeitpunkt auch nur einen ton gehört. Aber der Bericht war so spannend erzäht, daß ich mir bei einem meiner nächsten Staurn Besuche in Hannover Dub Housing, das 2. Ubu Album blind kaufte.
Und was soll ich sagen, selten deckten sich angelesene Fakten und Erwartungen und dann gemachte Hörefahrungen so total, wie in diesem Fall. .(Mit Red Krayola verhielt es sich übrigens genauso, aber das hier jetzt nur am Rande erwähnt)
Zurück zur Box;
CD1 (1975- 1977)
Die ersten 7 Singles, angefangen mit 30 Seconds Over Tokyo bis Heaven, danach das erste Allbum The Modern Dance .( Genau mit diesem Repertoire war/ist die Gruppe in diesem Jahr auf Tour. )
CD2 (1978 - 1979)
Das zweite Album Dub Housing, sowie der Nachfolger New Picnic Time
CD3 (1980 - 1982)
Die beiden alben mit Mayo Thompson an der Leadgitarre The Art Of Walking und Song Of A Bailing Man
CD 4 (Terminal Drive)
Rarities aus allen möglichen Zeiten, Nebenprojekte, befreundete Gruppen und Musiker, Vorläuferbands( Rocket From The Tombs), sowie Liveaufnahmen und Outtakes von Pere Ubu.bzw. Soloplatten der Mitglieder. Das geht im Falle von Tom Herman sogar bis ins Jahr 1972 zurück.
Dazu noch ein recht ansprechendes Booklet mit sehr vielen Fakten über die Gruppe.
Letztendlich mein Fazit:
Sowohl die Singles und die ersten beiden Alben haben bei mir nichts von ihrer anfänglichen Faszination eingebüßt. Anders verhät es sich da mit den drei Folgewerken. Da geht ein genußvolles Durchhören meist niicht mehr. Die Gruppe machte damals ihr ganz eigenes, zugegeben mitunter recht schräges und sperriges Ding, ohne Rücksicht auf Verkaufszahlen und dergleichen.
Trotzdem hier mal ein ganz dickes Lob für soviel Selbstvetrauen .
Der eigentliche Höhepunt war für mich die letzte CD mit den bis dahin unveröffentlichten, bzw. weit versprengt erschienen Rarities.
Für Neueinsteiger dann doch eventuell ein zu großer Brocken, wenngleich, besser dokunentiert bekommt man ihr Frühwerk sonst sirgends.
Für alle Fans natürlich schon wegen der 4. Cd unentbehrlich, eine Kritik muß ich allerdings noch loswerden. Anstatt die Singles auf sieben Titel zu reduziren, hätte man besser die noch fehlenden Stücke der früheren Compilatiiom Terminal Tower mit auf das Set packen sollen . Ich vermisse
Not Happy/Lonesome Cowboy Dave.
Aber ansonsten ein sehr schön aufgemachtes Boxset.
Ob die mittlerweile von David Thomas und wechselnden Mitmusikern am Leben erhaltene Gruppe aber jemals über den Status einer Kultband herauswächst, wage ich mal zu beszweifeln.
http://www.gbvdb.com/images/guided_by_voices_box_5cd_medium.jpg
Guided By Voices - Guided By Voices Box ( 5 CD)
scat 40
Diese Box enthält die ersten vier offiziell erschienenen Longplayer der Gruppe auf den ersten vier CDs, sowie unveröffentlichte Aufnahmen und Demos auf einer weiteren, nur hier erhältlichen CD.
Ohnehin war die Gruppe zu Beginn ihrer Karierre hierzulande ziemlich unbekannt. Selbst in den USA waren die Verkäufe zunächst recht bescheiden, was nun allerdings weniger an der Musik, als an dem Management der Gruppe lag.
Ich habe keine ahnung, ob es die ersten alben auch noch einzeln zu kaufen gibt, und selbst wenn, ist dies doch wohl die praktischste und preisgünstigste Art, an die frühen Werke zu gelangen.
CD1: Devil Between My Toes (1987)
CD2: Sandbox (1987)
CD3: Self-Inflicted Aerial Nostalgia (1989)
CD4: Same Place The Fly Got Smashed (1990)
CD5: King Shit & The Golden Boys (unreleased Material 1988,1991,1991)
Diese frühen Alben stehen den späteren Werken wie Alien Lanes, Bee Thousand oder Propeller in nichts nach. Auch damals schrieb Robert Pollard schon die meisten Stücke, schon damals machte die Gruppe sehr kurze prägnante Songs, auf das Mindeste reduziert.
Wer nur die neueren Einspielungen kennt, dürfte hier mit Sicherheit viel Freude dran haben.
Zwar ist die äußere Box(also der Schuber) nicht sonderlich ansprechend, dafür befinden sich die einzelnen CDs in sehr hübschen Digipacks mit den Orignal Coverarts.
Eine wirklich lohnende Anschaffung.
http://userserve-ak.last.fm/serve/300x300/20913101.jpg
The Tall Dwarfs - 3 EPs 1994
Flying Nun Records FNCD296D31156
The Tall Dwarfs, das sind die zwei neuseeländischen Musiker Alan Bathgate und Chris Knox. Die beiden begannen ihre Zusammenarbeit Anfang der Achtziger Jahre. Ihre Arbeitsweise erscheint auf den ersten Blick recht mrkwürdig. die beiden leben zwar in Neuseeland, aber weit von einander entfernt . Da werkeln die beiden also erst einmal jeder für sich herum, man schickt sich die Resultate hin und her, und am Ende kommt man dann zusammen und nimmt das ganze dann zusammen auf.
Soweit dies.
Heute gelten die beiden als eine der ersten eigenständigen Vertreter der neuseeländischen Indiemusik. Außerdem sind sie Vorreiter der Lofibewegung. Ihre musik nehmen sie ohne große Studiokosten in Heimarbeit auf.
Begonnen haben die beiden zunächst mit Eps, dann folgten die erten Alben. Aber so ganz haben sie das erstere Format niemals aufgegeben. so erschienen auch im den Jahren 1993/94 die Vinyl EPs A Question Of Medical Ethisc, Up The Down Staircase sowie Sam´s Spaniel
Flying Nun Records hat das dann auf CD umgehoben und alle drei Veröffentlichungen auf einen Silberling gepackt. Der Titel der CD lautet schlich und einfach 3 EPs
18 Titel sind es insgesamt, und man kann sagen, das ganze wirkt trotzdem wie ein geschlossenes Album.
Bathgate und Knox zeigen auch hier ihre ganze Bandbreite. Da gibt es sowohl psychedelisch/ folkig angehauchte Songs, die so klingen , als kämen sie direkt aus den Swinging 60´s . Dann diese mitunter monotonen . loop-orientierten Wavestücke, aber auch durchaus lärmende, krachige Nummern, die dem Punk der Endsiebziger/Frühachtzigern Tribut zollen.
Was ich unbedingt noch erwähnen muß, ist das ganz spezielle Artwork dieser CD. Außen ein schlichtes graues Pappdigpack mit jeweils aufgeklebten Front- und Backmotiv. Öffnet man das Ganze, so entdeckt man eine weiteres kleines Täschchen. Da drin befinden sich drei unterschiedlich große Zettel mit den verschiedenen Angaben zu den einzelnen EP´s. Eine sehr gut umgesetzte Idee. Statt schnödes Vekleinern der Cover hier also mal die CD Hülle als kleines Kunstwerk.
Ich werde noch einige Hörbeispiele nachreichen.
Mit diesen Aufnahmen konnten die Tall Dwarfs, die ich Jahre vorher mal in den Achtzigern entdeckte, mich vollends überzeugen. Danach legte ich mir so nach und nach die wichtigsten Alben. zu.
Vorsicht: Sehr hohes musikalisches Suchtpotenzial!
Hier noch drei Stücke aus der oben beschriebenen CD
Entropy (http://www.youtube.com/watch?v=3w5rffKVh7o)
Senile Dementia (http://www.youtube.com/watch?v=s-IShLWPi7U&feature=related)
For All The Walters In The World (http://www.youtube.com/watch?v=YccCY2o88Ys)
http://www.spearedpeanut.com/tajmoehal/shop/ohno.lg.gif
Maureen Tucker - Oh no, they´re recording this show, 1992
New Rose Records 422418
Ein Livemitschnitt von der 92er Tour, aufgenommen in Frankreich, Rennes, am 23.Februar 1992
Für diese Tour konnte Maureen ihren früheren Velvet Underground Kollegen Sterling Morrison als Gastmusiker verpflichten.
Außerdem bei diesem Auftritt dabei: Daniel Hutchens, John Sluggett und Sonny Vincent.
Das Konzert beginnt mit Spam Again, gefolgt von Hey Mersh. Dann Stayin´Put und That´s BAD , zwei neue Stücke von dem vorher erschienen Studioalbum I Spent A Week there The Other Night
Für das Leadbelly Cover Goodnight Irene dann ein wunderschönes akustisches Arangement. Harmoniegesang pur.
Danach geht es dann wieder elektrisch verstärkt mit neuen Nummern weiter, Too Shy,Talk So Mean, Lazy, Baby Honey Sweetie, SOS, vor Fired Up folgt eine kurze Bemerkung über das Merchadising, welches man nach dem Konzert erwerben kann.
Danach dann eine andere Fassung von Too Shy, nicht so heftig, wie die erste Version, ein wenig ska-beeinflußt. Sie dient als eigentlicher Abschluß den Konzertes.
Als Zugabe dann ein weiteres Cover, diesmal von Elias McDaniel.
Bo Diddley entwickelt sich in den folgenden acht Minuten zu einer Tour De Force, die Gruppe holt alles aus sich heraus, improviesiert, daß es nur so eine Freude ist. Und es klingt hier noch sehr viel stärker nach den alten Velvets, als schon vorher .
Mir liegt diese Liveplatte von Moe sehr am Herzen, denn die Tour ging danach in Deutschland weiter, wo ich sie in der gleichen Besetzung in Hannover im BAD, Herrenhausen sehen durfte.
An dieser Stelle noch mal der Hinweis: Für Kritik, Feedback, usw. wäre ich dankbar. :-)
http://991.com/newGallery/Richard-Thompson-Small-Town-Romanc-363011.jpg
Richard Thompson - Small Town Romance (Live/Solo In New York) 1984
Hannibal HNBL 1316
Zwei Auftritte des Ex- Fairport Convention Gitarristen und englischen Liedermachers, aufgenommen am 8.01.1982 (Bottom Line und 29./30. 09. 1982 (Beacon Theatre) wurden hier für ein Livealbum zusammengefaßt.
Richard tritt solo auf, nur er und seine Akkustikgitarre!
Die Setlist ist breit gestreut. Es gibt da ältere Fairport Convention Stücke, Sachen, die er mit seiner Ex-Gattin Linda komponierte und eigene Stücke.
Ein Cover gibt es auch, Hank Williams´s Honky Tonk Blues.
Richard Thompsonist hier in Bestform, außerdem versteht er es, das Ganze mit sehr launigen Ansagen zu präsentieren.
Ein Livealbum, daß ohne große Showeffekte auskommt. Die Athmospäre ist sehr relaxt.
Für mich eines der wohl eindringensten Performances, die überhaupt auf Plattte gepresst wurden.
Ich weiß, große Worte, aber sie sind hier berechtigt.
Das Album hat mich sofort in seinen Bann geschlagen, eines der wenigen Livealben, die ich , auch nach etlichen Hördurchläufen über die Jahre hinweg , noch heute im Ganzen Stück genießen kann.
Für mich eines der ewigen ***** Alben.
Hier der Titelsong (http://www.youtube.com/watch?v=HoW8mXxjMmk)
http://www.metalmusicarchives.com/images/covers/the-outcasts-im-in-pittsburgh-and-its-raining(demo).jpg
The Outcasts - I´m In Pittsburgh And It´s Raining (1965-67)
Collectables COL-CD-0591
Eine Garagenband aus San Antonio/Texas, die nur drei Jahre bestand und in dieser Zeit fünf Singles veröfentlichte.
Sieben dieser A- und B-Seiten sind hier enthalten. Außerdem gibt es von dem Titelstück noch eine etwas längere Version sowie ein frühes Rehearsal. Zwei Coverversionen, die es nicht auf die Singles schafften: My Generation und Season Of The Witch.
Dann eine alternative Fassung von Smokestack Lightning, welche die ursprüngliche Version , eine B- Seite an Agressivität und Power in den Schatten stellt.
In der gleichen Machart ist auch eine instrumtale Version ihres bekanntesten Titels 1523 Blair, sowie das Rehearsal eines Surfstückes namens The Birds.
Alles Titel , mit Ausnhme von 1523 Blair, wurden remastered, mitunter sogar als Stereo Fassung.
Neben gelungenen Coverversionen gibt es hier auch jede Menge Eigenkompositionen, die es verdienen, wiedergehört oder entdeckt zu werden.
Eine sehr schöne Compilation einer eher unbekannte Band!!!
Tracklist
I´m In Pittsburgh And It´s Raining
Smokestack Lightning
Route 66
Sweet Mary
I´ll Set You Free
Everyday
What Price Victory?
My Love#
My Generation
Smokestack Lightning (Alternate Version)
1523 Blair (Instrumental)
Season Of The Witch
Come On Over
The Birds
I´m In Pittsburgh And It´s Raining (early Rehearsal)
http://www.thefugs.com/refuse.jpg
The Fugs - Refuse To Be Burnt-Out Live In The 1980´s (1995)
Fugs Records CDWIKD 139
15 Jahre nach ihrem letzten Auftritt im Frühjahr 1969 suchten sich Tuli Kupferberg und Ed Sanders neue Musiker und starteten eine Reunion.
Diese neue Fugs Besetzung nahm auch ein Studioalbum mit dem Titel No More Slavery auf.
Die hier besprochene Live CD enthält Aufnahmen aus dem Bottom Line in New York von 1984, 1986 und 1987, sowie vom Poetry Festival Oslo 1986.
Neben Kupferberg (voc) und Sanders (voc) sind Steve Taylor(voc,g), Coby Betty(voc,dr), Vinny Leary(g) sowie Mark Kramer,Scott Petito und Jeff Ruzich(jeweils Bass bei den verschiedenen Gigs) dabei.
Das Repertoire bestand zum einen aus den alten Hits der Gruppe aus den Sechzigern, zum anderen aus ganz neuen Kompositionen.
Entscheidender Unterschied zu früher: Die Herren Sanders und Kupferberg legten jetzt weit mehr Wert auf Schönklang. Textlich unbequem waren sie aber nach wie vor.
Die Tracklist
01. The Five Feet
02. If You Want To Be President
03. Nova Slum Goddess
04. Nicaragua
05. Fingers Of The Sun
06. Wide, Wide River
07. How Sweet I Roamed
08. Refuse To Be Burnt-Out
09. Country Punk
10. CIA Man
11. Ban The Bomb
12. Keeping The Issues Alive
13. Dreams Of Sexual Perfection
14. Summer Of Love
The Beach Boys - Unsurpassed Masters Vol.15(1966) 3 CD Box
Sea Of Tunes 9946/47/48
Ähnlich, wie die Pet Sound Sessions , bietet dieser illegale Dreier einen Einblick in die Arbeitseeise der Beach Boys unter der strengen Regie Brian Wilsons. Über zehn Monate zogen sich die Aufnahmen an diesem Stück hin. Und ich bin mir nicht sicher, ob die hier versammelten Sessionaufnahmen nun wirklich vollständig sind.
Hier handelt es sich also um reine Arbeitsversionen, in etlichen Takes, und immer ist auch Brians Stimme zu hören. Der gute Mann hatte wirklich sehr genaue Vorstellungen, wie was zu klingen hat und es mitunter nicht immer leicht, diese mit seinen Boys auch in die Tat umzusetzen.
Viele Sachen gibt es hier, die man irgendwie am fertigen Stück schon mal wiedererkennt, andere Ideen tauchen dann garnicht mehr auf, wurden verworfen.
Muß für alle Beteiligten schon der eine Studio-Overkill gewesen sein. Und was mir bei diesen Sessions immer wieder auffällt:
Good Vibrations enthält eine Unmenge an musikalischen Ideen, andere Gruppen hätten daraus eventuell ein ganzes gutes Album zaubern können.
Überhaupt war die ganze Arbeitsweise Wilsons in ihrem Perfektionismus damals ihrer Zeit um Jahre voraus.
Dies ist nun allerdings nur ganz beinharten BeachBoys/Brian Wilson Fans zu empfehlen. Im Ganzen ist diese Werkschau wohl auch nur sehr schwer zu hören.
Ach ja, der überwiegende Teil der Aufnahmen ist in Stereo, der Sound durch die Bank weg als sehr gut zu bezeichnen.
Die Tracklist:
http://www.giginjapan.com/wp-content/uploads/2012/02/beachboys-15good1.jpg
http://bilder.buecher.de/produkte/20/20014/20014719z.jpgFranz Josef Degenhardt - Aus diesem Land sind meine Lieder(40 Jahre BRD)
Polydor 839 230-2
Ich mag diesen Liedermacher sehr, am besten gefällt er mir jedoch live, und ich bin froh, mittlerweile die meisten offiziellen Einspielungen zu besitzen. Degenhardt Live von 1968, Die Wallfahrt zum Big Zeppelin von 1971, Liederbuch von 1978 die gemeinsame Platte mit Sohn Kai von 1999 und eben auch diesen 1988 entstandenen Mitschnitt.
Mit kleiner Besetzung( Jan Reimer:Gesang und Gitarre, Steve Baker: Mundharmonika), und wieder einmal eine ganz andere Darbietung. Lange Einleitungen, wenige Klassiker aus den 60er oder fühen 70ern, eine Deutschstunde der eigenen Art und eine Reise in die Bundesrepublik ein Jahr vor der Wiedervereinigung.
Da geht es um NS Vergangenheit, alte und neue Nazis, Bürger, Aussenseiter und ganz normale Dinge. In gewisser Weise schon ein Zeitdokument.
Zum Vergleich: 1968 noch ganz aleine auf der Bühne, böse, bissig, laut, provozierend - der APO Anwalt, 1971 dann immer noch solo auf der Bühne, allerdings politisch viel vordergründiger, schon sehr stark von der DKP geprägt, 1978 dann mit kompletter Band, versöhnlich und mitunmter fast swingend, und 1999 dann mit Sohn Kai wieder akustisch.
Hier noch die Tracklist
CD1
Früh aus zu engem Bett rausgeflohen
Hochzeit
Die Lehrerin
Dann irgendwann
Ich laß diech
Am Spion
Lied für die ich sing
Zeitzeuge Jahrgang 00
Ballade vom Edelweißparaten Nevada Kid
Onkel Richard
Trink aus, Katrin
CD2
Glasbrich
Tango du Midi
Reiter wieder an der schwarzen Mauer
Am Strom bei der Lorelei
Eine Strasse
Von der Fahne
Nach 30 Jahren zurückgekeht
Das Testament
Wer jetzt nicht tanzt
Väterchen Franz
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