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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte abstimmen: Sounds mit CD oder ohne?



Der Hofacker
29.04.2009, 15:57
Bislang erscheint SOUNDS jeweils mit 116 Seiten und einer CD- oder DVD-Beilage zum regulären VK-Preis von 6,90 Euro. Aus verschiedenen Gründen ist es aber immer sehr problematisch, eine das jeweilige Heftthema wirklich optimal illustrierende CD/DVD auf die Beine zu stellen. Daher denken wir darüber nach, eventuell auf eine Beilage zu verzichten, das Heft besser auszustatten und den Verkaufspreis zu senken.

Nun möchten wir gerne von Euch wissen, welche Variante Ihr bevorzugt:

- SOUNDS mit 116 Seiten und CD/DVD-Beilage für 6,90 Euro
- SOUNDS mit 116 Seiten, Lumback-Bindung (Klebebindung wie z.B. Musikexpress, Spex) ohne CD/DVD-Beilage für 5,90 Euro

Wir freuen uns, wenn Ihr zahlreich Euren Senf zu dieser Frage beisteuert!

Liebe Grüße rundrum!

Ernst Hofacker

Zappa1
29.04.2009, 16:13
Ich habe jetzt mal für die CD gestimmt. Gibt immer wieder mal was zu entdecken.
Allerdings sollte sich nicht, wie beim letzten mal, bei jedem Heft dann der Kaufpreis erhöhen. Und ein Jewelcase ist auch überflüssig.

.

HellCreeper
29.04.2009, 16:18
Ohne CD.

Mit wäre aber die Option, 6,90€, normale Bindung und besserer Inhalt auf mehr Seiten am liebsten.

Mikko
29.04.2009, 16:18
Ich hab' noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass mir CD oder DVD Beilagen in Musikmagazinen meistens völlig am A... vorbei gehen. Im besten Falle kann man die für ein paar Cent oder in seltenen Fällen sogar Euro verkaufen. Da ist es mir schon lieber, das Heft ist allgemein umfangreicher, besser ausgestattet und/oder preiswerter.

HellCreeper
29.04.2009, 16:21
Der RS könnte sich mal der Umfragen anschließen.
Dann könnte er auch anfangen ohne CD die Zeitschrift zu verkaufen, vllt ebenso mit einem besseren Inhalt als in den letzten Monaten.

Zappa1
29.04.2009, 16:41
Das Heft würde ohne CD ja nicht umfangreicher werden.
Und ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Heftinhalt und CD-Beilage.
Mal davon abgesehen, dass ich sowohl mit dem Inhalt von Sounds als auch mit dem des RS recht zufrieden bin.
(Und auf die Rare Trax möchte ich im RS nicht verzichten, aber das gehört nicht hierher.)

.

DJ@RSO
29.04.2009, 16:46
Der RS könnte sich mal der Umfragen anschließen.
Dann könnte er auch anfangen ohne CD die Zeitschrift zu verkaufen, vllt ebenso mit einem besseren Inhalt als in den letzten Monaten.

HALT!

Das sollte man nicht vermischen. Für den Rolling Stone würde ich mich nämlich komplett anders entscheiden. Ich möchte auf die "New Noises" bzw. "Rare Trax" NICHT verzichten.

Mit dem Inhalt hat das meiner Meinung nach ohnehin kaum bis gar nichts zu tun.

HellCreeper
29.04.2009, 16:48
Das Heft würde ohne CD ja nicht umfangreicher werden.
Und ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Heftinhalt und CD-Beilage.
Mal davon abgesehen, dass ich sowohl mit dem Inhalt von Sounds als auch mit dem des RS recht zufrieden bin.
(Und auf die Rare Trax möchte ich im RS nicht verzichten, aber das gehört nicht hierher.)

.

Naja der Zusammenhang ist folgender:
Die CD kostet Geld und journalistische Arbeit kostet Geld.
Von mir aus können sie auf die CD verzichten (es wird Geld gespart) und auf der anderen Seite mehr journalistische Arbeit leisten (es wird Geld ausgegeben).
Womit der Inhalt des Heftes größer werden könnte (über die Qualität reden wir jetzt nicht)
Das Heft selbst kann dann gut und gerne das gleich kosten wie mit CD.
Es ist ja erkennbar, dass die CD Geld kostet, sonst würde die obige Alternativ "Sounds ohne CD" nicht 5,90 kosten.
-rein plastisch gesgat: Ich zahle lieber für mehr Text, als für eine CD.

Stimmt, die Rare Trax mag ich auch ganz gerne. Habe oben nur an die New Noises gedacht.

nikodemus
29.04.2009, 19:04
Klaro: keine CD.

dengel
29.04.2009, 19:15
Mir egal. Meine Kaufentscheidung fällt am Kiosk, wenn ich mal ins Heft reingeschnuppert habe.

Fetenguru
29.04.2009, 20:14
Die letzte Beilage war zwar nicht unbedingt was für mich, aber irgendwie möchte ich doch nicht auf das Gesamtpaket verzichten. Also pro CD!

hausmeister_p
29.04.2009, 20:27
Der RS könnte sich mal der Umfragen anschließen.
Dann könnte er auch anfangen ohne CD die Zeitschrift zu verkaufen, vllt ebenso mit einem besseren Inhalt als in den letzten Monaten.

Hellie, spürst Du diesen Fuß an Deinem Hintern?

Clau
29.04.2009, 20:59
Pro Lumbecken!

dougsahm
29.04.2009, 23:37
Ich habe jetzt mal für die CD gestimmt. Gibt immer wieder mal was zu entdecken.
Allerdings sollte sich nicht, wie beim letzten mal, bei jedem Heft dann der Kaufpreis erhöhen. Und ein Jewelcase ist auch überflüssig.

.
gleiche Meinung.

Darüber hinaus ist die Käuferschicht bestimmt nicht deckungsgleich mit den Schreibern hier, die bereits relativ fortgeschrittene Kenntnisse der Musikhistorie haben. Anders ausgedrückt: Im Alter von 20 bis 25 (von vorher will ich gar nicht reden) wäre so eine CD ein Add-On gewesen, das durchaus einen Kaufanreiz gesetzt hätte.

HellCreeper
30.04.2009, 00:36
Hellie, spürst Du diesen Fuß an Deinem Hintern?

:lol:

Nicht ärgern. Diesen Monat kaufe ich eure Zeitschrift sowieso wieder, schon allein wegen Dylan.

John Bill
30.04.2009, 00:50
als Nichtkäufer stimme ich nicht ab, behaupte aber mal drei Dinge:

-zum Anspruch des Heftes gehört eine Klebebindung (ich bin überrascht, dass das überhaupt zur Diskussion steht...)
-am Kiosk ist für den Gelegenheitskäufer eine CD als Dreingabe wichtig
-in den Regionen ist der Preis dann eher unwichtig

Herr Rossi
30.04.2009, 00:57
Darüber hinaus ist die Käuferschicht bestimmt nicht deckungsgleich mit den Schreibern hier, die bereits relativ fortgeschrittene Kenntnisse der Musikhistorie haben. Anders ausgedrückt: Im Alter von 20 bis 25 (von vorher will ich gar nicht reden) wäre so eine CD ein Add-On gewesen, das durchaus einen Kaufanreiz gesetzt hätte.

Repräsentativ ist die Umfrage sicher nicht. Mal vorausgesetzt, dieses Interesse gibt es bei jüngeren Käufern: Bei den Themen der "Sounds" wird es kaum möglich sein, eine wirklich überzeugende einführende Zusammenstellung auf einer einzigen CD zu bringen. Zu wenig Platz und man bekommt auch nicht alle Lizenzen. Das Heft selbst sollte genügend Informationen und Empfehlungen für Einsteiger enthalten (und das ist meiner Ansicht nach bislang durchaus geglückt).

Knuffelchen
30.04.2009, 08:22
-am Kiosk ist für den Gelegenheitskäufer eine CD als Dreingabe wichtig
-in den Regionen ist der Preis dann eher unwichtig
Dem stimme ich zu. Abwohl mich die bisherigen CD's inhaltlich nicht überzeugt haben. Mehr als einmal hab ich keine gehört. (Dabei höre ich CD's die mir gut gefallen auch gerne 30 mal hintereinander).
Ernst, hast Du jetzt schon mal über Joliet Jakes Idee "Radiosendung auf stoneFM passend zum Heft" nachgedacht? Zumindest was die lizenzrechtlichen Einschränkungen betrifft, müsstet Ihr dann keine Kompromisse mit der Songauswahl mehr eingehen. Ich bin sicher das Radio-Betreiber-Team steht Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.
LG Sunny:sonne:

dougsahm
30.04.2009, 09:49
Repräsentativ ist die Umfrage sicher nicht. Mal vorausgesetzt, dieses Interesse gibt es bei jüngeren Käufern: Bei den Themen der "Sounds" wird es kaum möglich sein, eine wirklich überzeugende einführende Zusammenstellung auf einer einzigen CD zu bringen. Zu wenig Platz und man bekommt auch nicht alle Lizenzen. Das Heft selbst sollte genügend Informationen und Empfehlungen für Einsteiger enthalten (und das ist meiner Ansicht nach bislang durchaus geglückt).
Ganz ehrlich: Wenn es keine wirklich überzeugende Zusammenstellung ist, interessiert es mich persönlich umso mehr.

dagobert
30.04.2009, 10:26
Bei den Themen der "Sounds" wird es kaum möglich sein, eine wirklich überzeugende einführende Zusammenstellung auf einer einzigen CD zu bringen. Zu wenig Platz und man bekommt auch nicht alle Lizenzen. Das Heft selbst sollte genügend Informationen und Empfehlungen für Einsteiger enthalten (und das ist meiner Ansicht nach bislang durchaus geglückt).

Wie du schon schreibst, das Heft "sollte" die Themen enthalten, kann es aber nicht aufgrund des begrenzten Umfangs. Es kann nur eine Annäherung liefern. Insofern empfinde ich eine CD Beilage als zusätzliche Ergänzung dazu. Man kann das soeben gelernte gleich nachhören. Und das gefällt mir. Diese Verknüpfung aus Heft und CD erscheint mir sinnvoller als die New Noices im Stone.

sparch
30.04.2009, 10:28
Ernst, hast Du jetzt schon mal über Joliet Jakes Idee "Radiosendung auf stoneFM passend zum Heft" nachgedacht? Zumindest was die lizenzrechtlichen Einschränkungen betrifft, müsstet Ihr dann keine Kompromisse mit der Songauswahl mehr eingehen. Ich bin sicher das Radio-Betreiber-Team steht Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ich glaube kaum, dass das für diejenigen, die eine CD befürworten, ein adäquater Ersatz sein könnte. Und wer des Internetsurfens mächtig ist, hat doch genügend Möglichkeiten, sich Höreindrücke zu verschaffen, wenn es denn unbedingt sein muss. Da braucht es dann nicht extra eine Radiosendung.
Mich persönlich interessieren CD Beilagen schon seit Jahren nicht mehr.

Der Hofacker
30.04.2009, 10:30
Ganz ehrlich: Wenn es keine wirklich überzeugende Zusammenstellung ist, interessiert es mich persönlich umso mehr.

@ dougsahm: Äh - vielleicht steh ich so früh am Tag ja noch auf der Leitung, aber WAS interessiert Dich umso mehr, eine nicht wirklich überzeugende CD?

Ansonsten finde ich Eure Einlassungen sehr interessant und leite mal ganz vorsichtig den Tenor ab: CD ist nett, wenn passend zum Thema und gut kompiliert, aber letztlich liegt die Priorität auf möglichst vielem, guten Lesestoff, der dann gerne auch was kosten darf.

Blues-Pfaffe
30.04.2009, 10:35
Ich hab für CD gestimmt - aber wie gesagt: da sollte es eine gut zusammengestellte Sache sein (gut fand ich neben der black-CD vor allem die Idee mit den Beat-Club-Sachen auf DVD). Für mich war etwa die Britannien-CD nie wirklich überzeugend.
Aber wenn man wirklich ein "Archiv" sein will - was ich für eine klasse Idee halte - sollte man auch die Entsprechenden Töne mitliefern.

Der Hofacker
30.04.2009, 10:40
Wie du schon schreibst, das Heft "sollte" die Themen enthalten, kann es aber nicht aufgrund des begrenzten Umfangs. Es kann nur eine Annäherung liefern. Insofern empfinde ich eine CD Beilage als zusätzliche Ergänzung dazu. Man kann das soeben gelernte gleich nachhören. Und das gefällt mir. Diese Verknüpfung aus Heft und CD erscheint mir sinnvoller als die New Noices im Stone.

Das , lieber dagobert, wäre in der Tat der Idealfall und war ja auch die Grundidee von SOUNDS - nur ist genau das fast nie möglich, da die Tonträgerindustrie die Lizenzen für passende Musik kaum noch freigibt. Eben deshalb steht ja zur Debatte, auf die CD zu verzichten, wenn man nicht garantieren kann, dass sie wirklich gut ist. Ich persönlich beispielsweise weiß nicht, warum ich Geld für eine solche Beilage ausgeben sollte, wenn da nur Halbgares drauf ist. Dann doch lieber noch was Cooles zum Lesen zusätzlich, oder?
Beispiel "Das Album", unser kommendes Heftthema, in dem wir natürlich auch die tollsten Alben aller Zeiten vorstellen: Völlig illusorisch, auch nur irgendeinen brauchbaren Katalog-Track von einem guten Album zu bekommen, da Katalog-Sachen nun mal das letzte wirklich stabile Kapital der Plattenbranche bilden und ergo never ever freigegeben werden (es sei denn, man zahlt sich dafür dumm und dämlich). Was also tun?
Schönen Gruß!
Ernst

Der Hofacker
30.04.2009, 10:43
Aber wenn man wirklich ein "Archiv" sein will - was ich für eine klasse Idee halte - sollte man auch die Entsprechenden Töne mitliefern.

Liebend gern, Blues-Pfaffe - nur kriegen wir die eben nicht.

HellCreeper
30.04.2009, 10:44
Was also tun?

Das hier


Dann doch lieber noch was Cooles zum Lesen zusätzlich, oder?

TheMagneticField
30.04.2009, 10:46
:lol:

Nicht ärgern. Diesen Monat kaufe ich eure Zeitschrift sowieso wieder, schon allein wegen Dylan.

Wenn das dein Kaufanreiz ist, hast du doch gar nichts zu meckern. Dann ist doch der RS die perfekte Zeitschrift für dich (und in ihrer Käuferausrichtung wohl auch auf dem richtigen Weg)

TheMagneticField
30.04.2009, 10:51
Ganz ehrlich: Wenn es keine wirklich überzeugende Zusammenstellung ist, interessiert es mich persönlich umso mehr.




@ dougsahm: Äh - vielleicht steh ich so früh am Tag ja noch auf der Leitung, aber WAS interessiert Dich umso mehr, eine nicht wirklich überzeugende CD?

.

Na jetzt hast du aber das entscheiden Wort "Zusammenstellung" weggelassen. Ich kann natürlich nicht 100%ig sagen was Doug meinte, aber ich denke, dass eine gut zusammengestellte CD für Einsteiger eher die üblichen Verdächtigen enthält und Doug verständlicherweise lieber mehr Überraschungen auf den CDs finden würde, im Notfall auch auf Kosten der durchgehenden Kohärenz.

dagobert
30.04.2009, 10:53
@ Ernst
Dass es so große Probleme mit der Lizenzvergabe gibt, wusste ich nicht. Und bei dem Thema "Das Album" möchte ich auch nicht in eurer Haut stecken. ;-) Nachvollziehbar, dass es schwierig ist, eine adäquate CD zusammenzustellen. Und wenn ihr nur "Halbgares" zusammenbekommt, wie du schreibst, dann kann man tatsächlich darauf verzichten. Eine CD ist nur eine Beilage oder Nachtisch und nicht das Hauptgericht, also nur sekundär wichtig.

Müsst ihr euch denn eigentlich für entweder/oder entscheiden? Muss es bei jeder Ausgabe eine CD sein, oder bei keiner? Kann es keinen Kompromiss geben, in dem ihr sagen könnt, dass ihr zu einem Thema eine bessere CD zusammenbekommt und diese dann auch mit ausgebt, oder sie eben weglasst, wenn euch keine gute Zusammenstellung gelingt (gelingen kann)?

Der Hofacker
30.04.2009, 10:54
Na jetzt hast du aber das entscheiden Wort "Zusammenstellung" weggelassen. Ich kann natürlich nicht 100%ig sagen was Doug meinte, aber ich denke, dass eine gut zusammengestellte CD für Einsteiger eher die üblichen Verdächtigen enthält und Doug verständlicherweise lieber mehr Überraschungen auf den CDs finden würde, im Notfall auch auf Kosten der durchgehenden Kohärenz.

Sollte er das so gemeint haben, dann sind wir ja ohnehin einig. Die üblichen Verdächtigen stehen bei denen, die sich ernsthaft für Musik interessieren, ja meistens eh schon im Schrank.
Aber leider ist diese Frage ja nicht das primäre Problem...

Blues-Pfaffe
30.04.2009, 10:59
Liebend gern, Blues-Pfaffe - nur kriegen wir die eben nicht.
Dann sollte man eben wirklich anhand des Heftthemas entscheiden - wenn es um Sachen geht, wo man wirklich alte Aufnahmen nehmen kann, dann spricht ja nichts dagegen... wäre bei dem Cool Britannia aber unmöglich gewesen. Sehe ich ein mit Bedauern.
Aber bei einem Heft etwa über Chess Records (ein Wunschthema meinerseits) müsste es doch möglich sein?

Der Hofacker
30.04.2009, 11:02
@ Ernst

Müsst ihr euch denn eigentlich für entweder/oder entscheiden? Muss es bei jeder Ausgabe eine CD sein, oder bei keiner? Kann es keinen Kompromiss geben, in dem ihr sagen könnt, dass ihr zu einem Thema eine bessere CD zusammenbekommt und diese dann auch mit ausgebt, oder sie eben weglasst, wenn euch keine gute Zusammenstellung gelingt (gelingen kann)?

Das wäre natürlich der vernünftigste Weg: CD nur dann, wenn auf vertretbarem Niveau möglich. Allerdings muss man sich darüber klar sein, dass das möglicherweise einen wechselnden VK-Preis zur Folge hat und entsprechende Irritationen am Kiosk und bei den Abonnenten auslösen kann - mit solchen Sachen muss man verdammt vorsichtig sein...

Ich bin ja ohnehin der Meinung, dass sich die Musikmagazine durch die Hinzunahme von solchen Add-Ons über die Jahre in eine Zwangsjacke gebracht haben - ohne CD denkt der Kunde, da fehlt was, mit CD ist er meistens enttäuscht und fragt sich, was er mit dem Blödsinn soll... (aber das sag ich aus meiner ganz persönlichen Sicht).

dougsahm
30.04.2009, 11:35
Sollte er das so gemeint haben, dann sind wir ja ohnehin einig. Die üblichen Verdächtigen stehen bei denen, die sich ernsthaft für Musik interessieren, ja meistens eh schon im Schrank.
Aber leider ist diese Frage ja nicht das primäre Problem... Ja, so ist es. Ihr habt halt ein – wie könnte es anders sein – heterogenes Zielpublikum. Bei mir ist das Meiste was mir wichtig ist, genau wie interpretiert, eh schon verfügbar – deshalb bin ich immer aufgeschlossenes nicht so tolles aus der 2. Reihe zu hören statt die bekannten Tracks. Einfach um die Bestätigung zu bekommen, dass man nichts Relevantes verpasst. Wenn dann doch Interessantes dabei ist, umso schöner.

.Hineinwachsende sind wahrscheinlich für eine CD mit Allerweltstiteln dankbar. Ein Spagat.

Da diese Frage nicht das primäre Problem ist: Ich habe mich generell für die CD ausgesprochen, weil ihr somit mit der CD 2 unterschiedliche Käuferschichten erreicht (je nach Konzept der CD). Die only-Leser erreicht ihr sowieso. Die entsorgen dann halt die CD. 1 Euro mehr oder weniger wird wenige Kaufentscheidungen beeinflussen. Meine ich.

John Bill
30.04.2009, 11:40
Ich persönlich beispielsweise weiß nicht, warum ich Geld für eine solche Beilage ausgeben sollte, wenn da nur Halbgares drauf ist. Dann doch lieber noch was Cooles zum Lesen zusätzlich, oder?
das ist ja toll gedacht, nur funktioniert es doch so nicht. Glaubt ernsthaft jemand, die Artikel im Heft würde sich ändern, wenn man die CD weglässt? Sagt sich irgendein Autor: "ach, da schlampe ich heute mal, gibt ja ne CD dabei"?
Mal abgesehen von den Dauerkäufern (die ja Markt-technsich gesehen "egal" sind, sie kaufen ja sowieso) steht der Käufer im Laden vor einem Regal aus sehr vielen Zeitschriften. Und wenn bei einer die CD fehlt und bei ner anderen was halbwegs akzeptables drauf ist, dann kann das der Kaufgrund sein!

Der Hofacker
30.04.2009, 11:50
das ist ja toll gedacht, nur funktioniert es doch so nicht. Glaubt ernsthaft jemand, die Artikel im Heft würde sich ändern, wenn man die CD weglässt? Sagt sich irgendein Autor: "ach, da schlampe ich heute mal, gibt ja ne CD dabei"?


Nee, da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt: Natürlich heißt das nicht, dass die Artikel besser werden, wenn keine CD drauf ist. Stattdessen geht es um die Frage, ob man für das Geld nicht lieber MEHR Inhalt/Artikel bietet und die Heft-Ausstattung verbessert, also z. B. Bindung, Papierqualität etc.

Bender Rodriguez
30.04.2009, 12:32
Ein auf einen Themenschwerpunkt (relativ) spezialisiertes Heft wie "SOUNDS" sollte m.E. bereits ein besonderes Hauptaugenmerk auf Materialqualität (eben Bindung, Papierqualität, etc.) legen, um nicht im Wust der monatlichen Gazetten unterzugehen.
Und ich erwarte von einem solchen "Spezialheft" nicht irgendwas zusätzliches "cooles" zum Lesen, sondern vor allem journalistische Spitzenleistung, d.h. sauber recherchiert und ansprechend umgesetzt. Vor allem Informationen, die mir noch neue Erkenntnisse bescheren können und eventuell Wissenslücken füllen. Ein solches Spezialheft sollte den Anspruch haben - bzw. mir wert sein - es aufzubewahren (die "regulären" Musikmagazine - insofern ich mir mal eine Ausgabe kaufe - werfe ich nach einiger Zeit weg, oder verschenke sie).
Dafür bin ich auch bereit, einen höheren Betrag auszugeben.
Der Knackpunkt: das sog. "add on" (in der Regel eine CD-Beilage). Natürlich ist das ein besonderer Kaufanreiz, der sogar einen Tonträgervielkäufer wie mich noch anlocken kann. Allerdings verstehe ich die Schwierigkeit, eine stimmige und hochwertige Compilation gerade zu einem ganz speziellen Heftthemenschwerpunkt zusammenzustellen. Hier war von "Halbgarem" die Rede, na gut, wenn man als Macher eines solchen Heftes selber nicht von der Qualität der Tonträgerbeilage überzeugt zu sein scheint, dann muß man's eben lassen...
Auf der anderen Seite sollte man nicht unbedingt davon ausgehen, daß nur mit allen Wassern gewaschene Musiknerds diese Hefte kaufen. Vielmehr sollte man die Chance nutzen, auch in die Materie hineinschnuppernden und interessierten Durchschnittsmusikhörern ein adäquates Package zur Horizonterweiterung anbieten zu können. Und ohne CD-Beilage dürfte man als Herausgeber eines Musikmags heutzutage wohl nicht mehr viel stemmen können, oder?

Wobei, um ganz ehrlich zu sein: eine (Various Artists-) Compilation zum Themenschwerpunkt "Das Album" hat schon ein bisserl ein fades Geschmäckle...

Blues-Pfaffe
30.04.2009, 12:48
Und ich erwarte von einem solchen "Spezialheft" nicht irgendwas zusätzliches "cooles" zum Lesen, sondern vor allem journalistische Spitzenleistung, d.h. sauber recherchiert und ansprechend umgesetzt. Vor allem Informationen, die mir noch neue Erkenntnisse bescheren können und eventuell Wissenslücken füllen. Ein solches Spezialheft sollte den Anspruch haben - bzw. mir wert sein - es aufzubewahren.


Volle Zustimmung meinerseits. Entscheidendes Kaufkriterium ist dabei für mich vor allem das Thema! Ob da nun mit CD oder ohne - wenn mich das Thema reizt, kaufe ich das Heft... Wenn ich dann - wie im letzten Heft - beim Thema Britannia keinen ausführlichen Beitrag über die von mir heißgeliebten Kinks finde, ärgert mich das zuerst mal. Wenn aber dafür dann andere neue Blickrichtungen eröffnet werden, tröstet mich das über die Lücken hinweg.

Perfect_Day
30.04.2009, 13:14
Ich plädiere für SOUNDS ohne CD-Beilage. Die bisherigen CDs fand ich eher mäßig. Vor allem bei der COOL BRITANIA-Beilage hat mich gestört, dass fast ausschließlich neuere Bands drauf zu finden waren und keine renomierten britischen Künstler. Die CD erfüllt also nicht den hier zugedachten Zweck das Heft zu unterstützen.
Wenn mich Artikel über Künstler interessieren, die ich nicht kenne, dann stöbere ich im Internet um einen Eindruck von dessen Musik zu bekommen.

nail75
30.04.2009, 15:20
Ich höre mir Magazinen beigelegte CDs fast nie an, deshalb habe ich mit nein gestimmt. Aber ich warne davor, die Abstimmung hier zum Maßstab einer Entscheidung zu nehmen.

HellCreeper
30.04.2009, 15:50
Aber ich warne davor, die Abstimmung hier zum Maßstab einer Entscheidung zu nehmen.
Klappe halten. ;-) Man hat endlich mal eine Stimme, vllt hören die ja auch mal auf das Forum und verzichten auf die CD.

MarlboroMan
30.04.2009, 16:19
Nee, da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt: Natürlich heißt das nicht, dass die Artikel besser werden, wenn keine CD drauf ist.

Eine theoretische Option wäre das aber schon, oder? ;-)


Stattdessen geht es um die Frage, ob man für das Geld nicht lieber MEHR Inhalt/Artikel bietet und die Heft-Ausstattung verbessert, also z. B. Bindung, Papierqualität etc.

Die Seitenzahl bleibt doch wohl gleich. Also bedeutet mehr Inhalt/Artikel grundsätzlich "weniger pro Stück". Wenn ihr dabei die Qualität der einzelnen "Stücke" zumindest halten könnt, wäre schon viel gewonnen.
Ich weiß gar nicht, weshalb man die Beilagen-CD so madig macht. Für rund 1€ bekommt man bei jeder Ausgabe eine Silberscheibe, die -wenn sie schon nicht höheren Ansprüchen genügt- für die Geburtstags- oder Gartenparty taugt.
Bindung und Papierqualität dürften bei der überwiegenden Anzahl der Käufer keine allzu große Rolle spielen. Nebenbei: bei mir auch nicht wirklich.
Lasst es, wie es ist und haltet bei euren Artikeln / Inhalten einfach den momentanen Standard (qualitativ).
Wenn euch die Beilagen-CD in absehbarer Zeit auf Grund von "kostet zu viel" in eine Zwangslage/-jacke bringen, ist der Hase sowieso über die Höh.

John Bill hat Recht (letzter Satz). Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen im RS oder ME die ersten CDs beigelegt wurden und später sollte es die Beilage nur noch für Abos geben. Nach 2 oder 3 Monaten brach der Kioskverkauf dermaßen ein, daß man flugs wieder umschwenkte.

John Bill
30.04.2009, 16:28
vielleicht sollte man nur 2 Tracks auf die CD machen, dann wären die sonst-überwiegend-Vinyl-Hörer auch nicht so überfordert mit ihrer Konzentrationsspanne (huch, da ist ein Eichhörnchen...)

sparch
30.04.2009, 16:38
John Bill hat Recht (letzter Satz). Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen im RS oder ME die ersten CDs beigelegt wurden und später sollte es die Beilage nur noch für Abos geben. Nach 2 oder 3 Monaten brach der Kioskverkauf dermaßen ein, daß man flugs wieder umschwenkte.
Das ist allerdings schon so lange her, dass man das nicht mehr mit heute vergleichen kann.

Mir geht es auch gar nicht so sehr um den Preis, von mir aus kann er bleiben wie er ist und die CD trotzdem weggelassen werden. Da ich diese CDs nicht höre, würde sich für mich auch nichts ändern, außer dass diese unnützen Dinger nicht weiter unnötig Platz wegnehmen, denn zum Wegwerfen sind sie ja auch zu schade.

Nes
30.04.2009, 17:11
Ich habe für Variante 1 gestimmt, weil ich Leute kenne, die sich über die CD im Heft freuen, und ich selbige gerne an jene verschenke.:-)

mojoclub
30.04.2009, 17:21
mit cd! und wenn die verlage wegen lizenzrechten rumzicken, dann bietet man werbeflaeche oder kooperationsprojekte an. da muss was gehen. andere zeitschriften zeigen auch, dass man interessante cd beilagen gestalten kann. abgesehen davon kann man sich dann mal einem aktuellen thema fuer das heft zuwenden und bands auf der cd unterbringen, die noch nicht von den grossen verlagen vereinnahmt wurden, oder man produziert ein heft zusammen mit indie-labeln, bringt diese in den artikeln unter und schwups kriegt man eine tolle cd dazugeliefert. eine hand waescht die andere.
die bisherigen cd beilagen fand ich auch obsolet, aber das medium an sich ist immer noch eine geniale sache, gelesenes mit gehoertem zu verbinden.

Nes
30.04.2009, 17:45
das medium an sich ist immer noch eine geniale sache, gelesenes mit gehoertem zu verbinden.
Danke für diesen Satz.

mojoclub
30.04.2009, 17:47
Danke für diesen Satz.

is doch wahr. muessen sich die redakteure halt ma anstrengen.

MarlboroMan
30.04.2009, 18:24
John Bill hat Recht (letzter Satz). Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen im RS oder ME die ersten CDs beigelegt wurden und später sollte es die Beilage nur noch für Abos geben. Nach 2 oder 3 Monaten brach der Kioskverkauf dermaßen ein, daß man flugs wieder umschwenkte.


Das ist allerdings schon so lange her, dass man das nicht mehr mit heute vergleichen kann.

Doch, ist es. Gewisse Mechanismen bleiben gleich, auch 10 Jahre später.
Ich gehe jede Wette ein: lässt man die Beilagen-CD von einem Monat zum anderen weg, sinkt insbesondere der Kioskverkauf im zweistelligen Prozentbereich.
Hofacker machte den Thread und die Abstimmung ja nicht umsonst auf oder weil er grad einfach Laune danach hatte.
Für mich deutet das darauf hin, daß irgend etwas mit der Sounds merkantil nicht rund läuft. Oder zumindest nicht so rund, daß man sich schon einmal in Kreisen der Entscheidungsträger ein paar Gedanken gönnen darf.

Der Hofacker
30.04.2009, 18:41
Bevor da irgendwelche blödsinnigen Spekulationen ins Kraut schießen:

Eine adäquate CD-/DVD-Beilage zum Heftthema ist aus Gründen, die Redaktion und Verlag nicht beeinflussen können, oft nicht zu erstellen.
Daher diese Überlegung, daher diese Abstimmung. Punktum.

Diese Diskussion ist im Übrigen nicht neu, wie sich in diesem Forum ja schon lange nachlesen lässt.

Irrlicht
30.04.2009, 18:46
Ich kenne keine dieser hier besprochenen CDs dennoch: Ich wüsste nicht, warum eine CD-Beilage ein Kaufgrund sein sollte. Zumeist ist für den geneigten Hörer ein Prozentsatz von maximal einem Drittel letzlich relevant, soforn er die Künstler nicht bereits längst erspäht und das Album zu Hause im Schrank stehen hat. Vielleicht sind allerdings gerade aus diesem Grund die User des Forum als Ansprechpartner für Fragen dieser Art unsinnig, da sie durch die ständige Konfrontation Tipps beständig aufsaugen und den Großteil der vertretenen Interpreten ohnehin bereits vernommen haben. Zudem: Ist es nicht so, dass die CD-Beilage zumeist Titel präsentiert, die schon längst als Gratisdownloads auf den Homepages der entsprechenden Künstler zu finden sind? Nehme ich stets so wahr. Und letzlich: Wenn der Heftinhalt stimmt, eine Besprechung mich ungemein neugierig macht kaufe ich das gute Stück doch letzlich ohnehin. Möglichst bald, möglichst vollständig, was soll mir da ein Track zum Reinschnuppern bringen, den ich ohnehin mit einem Klick bei myspace in nahezu identischer Qualität vorfinde?

Nes
30.04.2009, 18:53
@ Irrlicht: weil der Käufer ETWAS in der Hand hält.
Das ist ein riesiger Unterschied zu einem Download.

Irrlicht
30.04.2009, 19:19
Du hast ja keine Ahnung...;-)

http://www.yugatech.com/blog/wp-content/uploads/2007/02/asus-vento.jpg

firecracker
30.04.2009, 19:36
Sounds mit CD wär nett (aber Pappschuber langt völlig; keine Ahnung, wie ich abstimmen soll...). zum RS finde ich sie unnötig.

dougsahm
30.04.2009, 19:40
was soll mir da ein Track zum Reinschnuppern bringen, den ich ohnehin mit einem Klick bei myspace in nahezu identischer Qualität vorfinde?

Verstehe. Du hast ein Auto mit Internet via Satellit und surfst während langweiliger Autobahnfahrten.

TheMagneticField
30.04.2009, 19:52
Bei mir sind nahezu alle CD-Beilagen irgendwelcher Zeitschriften in den letzten Jahren umgehend in den Müll gewandert. Also Umwelt schonen!

Irrlicht
30.04.2009, 20:02
Verstehe. Du hast ein Auto mit Internet via Satellit und surfst während langweiliger Autobahnfahrten.

Ich hab nicht mal nen Führerschein, doug...

MarlboroMan
30.04.2009, 23:12
Eine adäquate CD-/DVD-Beilage zum Heftthema ist aus Gründen, die Redaktion und Verlag nicht beeinflussen können, oft nicht zu erstellen.
Daher diese Überlegung, daher diese Abstimmung. Punktum.


Wenn es nur darum geht, welchen Spielraum habt ihr denn noch in Redaktion und Verlag, es beim Status Quo (mit CD/DVD-Beilage) zu belassen?
Eine ziemlich große Mehrheit im Forum hat bisher gegen die Beilage votiert.
Aber was bringt euch das ein? Was bringt es euch, wenn ihr nun wisst, daß eine recht satte Mehrheit im Forum mehr oder weniger despiktierlich die Beilage in aller Regel (oder zumindest oft) als nicht so wirklich nahrhaft ansieht?
Vielleicht habt ihr dann genau das Ergebnis, das sich eventuell so manch einer in Verlag und Redaktion aus Gründen des knappen Geldes wünscht.
Also weg mit der Beilage, taugt eh nicht so wirklich viel, dafür gibts dann besseres Papier, ein geklebt gebundenes Heft für nen knappen € weniger und vielleicht ein paar Artikel mehr.
Fragt sich halt nur, ob die "Laufkundschaft" -und die ist wohl der weitaus überwiegende Teil eurer Kunden- an den tausenden von Kiosken ebenso davon begeistert wäre, wie offenbar eine Mehrheit des Forums.

Interessant wäre noch zu wissen, welchen Stellenwert deine Umfrage und der Thread insgesamt für eure Entscheidung haben.
"Nur" eine Art von Momentaufnahme im Forum oder doch ein kräftiger Faktor mit einer gewissen "Power", der wirklichen Einfluss auf eure Entscheidung innerhalb des Verlages hat?

Blödsinnige, ins Kraut schießende Spekulationen? Da bin ich anderer Ansicht. Ohne Punktum.

Wenn allerdings eure finanziellen Zwänge so groß und damit eure Spielräume so klein sein sollten, daß im Grunde eine Entscheidung schon gefallen sein dürfte, dann frage ich mich, was der Sinn des Ganzen hier ist.

Bender Rodriguez
01.05.2009, 06:46
Bei mir sind nahezu alle CD-Beilagen irgendwelcher Zeitschriften in den letzten Jahren umgehend in den Müll gewandert. Also Umwelt schonen!

Auch CDs sind recyclebar. Oder hast Du die CD-Beilagen etwa zusammen mit Bananenschalen und faulem Obst auf den Komposthaufen getan, tztztz...

Und warum übrigens "umgehend"? Nicht mal ein Ohr riskiert, z.B. manche der oftmals wirklich gut zusammengestellten "Rare Trax"-Compilations zumindest auf Gehalt, Schwerpunkt und thematische Stringenz überprüft?

Ich zumindest kann guten Gewissens behaupten, daß manche CD-Beilagen eine gute Ergänzung und Erweiterung meines V/A-, bzw. Compilation-Regals hergeben.
Und die Beilagen, die ich wirklich nicht brauche, verschenke ich beim nächsten Besuch im Secondhand-Plattenladen.

Ohne schlechtes Gewissen trage ich hingegen manche Zeitschrift beizeiten zur Altpapiertonne, spätestens dann, wenn das Verfallsdatum erreicht ist...

grandandt
01.05.2009, 08:50
Zumeist ist für den geneigten Hörer ein Prozentsatz von maximal einem Drittel letzlich relevant ...

Woher hast Du diese Zahl?
Oder bist Du selber "der geneigte Hörer"?


Zudem: Ist es nicht so, dass die CD-Beilage zumeist Titel präsentiert, die schon längst als Gratisdownloads auf den Homepages der entsprechenden Künstler zu finden sind? Nehme ich stets so wahr.

Ich gehöre noch zur Klientel, die das nicht ständig macht. Da kann die CD schon dafür sorgen, daß ich etwas höre, was bei mir auf Interesse stößt, was sonst durchs 'Raster' gefallen wäre.


Und letzlich: Wenn der Heftinhalt stimmt, eine Besprechung mich ungemein neugierig macht kaufe ich das gute Stück doch letzlich ohnehin. Möglichst bald, möglichst vollständig, was soll mir da ein Track zum Reinschnuppern bringen, den ich ohnehin mit einem Klick bei myspace in nahezu identischer Qualität vorfinde?

Das ist halt der Unterschied: Mit der CD läuft das Stück auf Deiner Anlage. Du mußt den Artikel im RS noch gar nicht gelesen haben, wenn Du das Dir gefallene Stück hörst.


Eine ziemlich große Mehrheit im Forum hat bisher gegen die Beilage votiert.

Ich möchte die Beilage nicht missen, auch wenn ich die Zusammenstellung der Cool Britannia - Ausgabe nicht verstanden habe.

Der Hofacker
01.05.2009, 09:53
@marlboroman:

Noch mal zur Erklärung: Seit Jahren hat sich die Kundschaft daran gewöhnt, dass Musikmagazinen irgendwelche CDs beiliegen, mal gute, mal weniger gute. Bei Magazinen, die aktuelles Marktgeschehen abbilden, wie etwa RS oder ME, beschäftigen sich diese CDs in der Regel mit dem, was aktuell passiert, bieten also einen Newcomer-Querschnitt. Zumindest Indie-Labels sind normalerweise durchaus dafür zu haben, dafür Lizenzen rauszugeben, schließlich hat das ja Promowirkung. Bei Ausnahme-CDs wie den Rare Tracks geht es in der Regel um obskure, gelegentlich gar nicht lizensierte oder eben längst nicht mehr marktrelevante Aufnahmen, eben Rare Tracks - da kann man schon mal altes Repertoire kompilieren.
Das spezielle Problem von SOUNDS: Wenn wir unseren Lesern eine CD bieten wollen, sollte die sinnvollerweise perfekt auf das jeweilige Heftthema zugeschnitten sein, was allein schon deshalb kaum je funktioniert, weil die Heftthemen immer auch einen stark retrospektiven Aspekt haben - und diese Katalogtitel kriegt man eben nicht lizensiert, da die Rechte fast ausnahmslos bei Majorfirmen liegen, die sie nicht zu vertretbaren Konditionen freigeben.
Zweitens gibt es eben auch Heftthemen, bei denen eine CD kaum Sinn macht, die aber trotzdem journalistisch sehr interessant sind (z. B. Pop & Sex - das wäre eine lustige CD mit 12x Je t'aime und meinetwegen noch Man's Erotica drauf - und diese Tracks kriegt man obendrein eh nicht...).
Nun fragt sich die SOUNDS-Redaktion schon seit einiger Zeit, ob diese Situation nicht auf Dauer ungesund ist, da sie dazu führen kann, dass man irgendwann seine Heftthemen nur noch nach den Möglichkeiten der CD ausrichtet, was kaum im Sinne der journalistischen Idee des Heftes ist.
Dazu gibt es in der Tat die einige Jahre zurückliegende Erfahrung, dass bei Verzicht auf eine solche Beilage gleich große Käuferanteile wegbrechen, was alle Beteiligten aus verständlichen Gründen vermeiden möchten.

Nun also haben wir die Umfrage gestartet, um zu dieser Frage ein Stimmungsbild bei treuen und engagierten Lesern einzuholen. Dies fließt selbstverständlich in unsere Überlegungen ein, allerdings kann das, was hier im Forum geäußert wird, kaum als repräsentativ gewertet werden und ergo auch nicht allein eine solche Entscheidung begründen. Es ist eben ein Stimmungsbild und eine interessante Diskussion, die in weiten Teilen ohnehin bestätigt, was wir vermutet haben.

Ich hoffe, der Hintergrund ist nun etwas klarer.

Prince Kajuku
01.05.2009, 10:38
Ich stimme für die CD Beilage, habe in der Vergangenheit, egal bei welcher Zeitschrift immer wieder tolle Neuigkeiten entdeckt. Diese Erfahrung möchte ich keinesfalls missen. Übrigens habe ich Sounds wegen der redaktionellen Ergüsse, a b e r auch wegen der Heftbeilage abonniert...

Man sollte die CD/DVD Beilage vielleicht mal von einer anderen Seite betrachten, nicht als kurzfristiges Hörerlebnis, sondern als Zeitdokument, Archiv sozusagen. Wie oft hole ich die gesammelten Werke hervor um Interpreten/Bands, die mir Jahre später erst auffallen anzuhören. Diese entdecke ich dadurch immer wieder von einer ganz anderen Seite als beim ersten Durchgang. :teufel:Deshalb, Finger weg von der Heftbeilage.:teufel:

tolomoquinkolom
01.05.2009, 11:20
Aus verschiedenen Gründen ist es aber immer sehr problematisch, eine das jeweilige Heftthema wirklich optimal illustrierende CD/DVD auf die Beine zu stellen.

Wenn der Aufwand zu groß und das erzielte Ergebnis nur ein Kompromiss ist, sollte man es sein lassen. Wenn nicht erhaltene Lizenzen das Angestrebte verzerren, ist die ganze Unternehmung fragwürdig.


[...] und die Heft-Ausstattung verbessert, also z. B. Bindung, Papierqualität etc.


Ein auf einen Themenschwerpunkt (relativ) spezialisiertes Heft wie "SOUNDS" sollte m.E. bereits ein besonderes Hauptaugenmerk auf Materialqualität (eben Bindung, Papierqualität, etc.) legen, um nicht im Wust der monatlichen Gazetten unterzugehen.

Weshalb nicht gleich eine gebundene Leinenausgabe mit Goldprägung und Seiten aus handgeschöpften Büttenpapier nebst Lesebändchen aus geflochtenem Einhornhaar?


[...] das medium an sich ist immer noch eine geniale sache, gelesenes mit gehoertem zu verbinden.

das gelesene hat mit dem gehörten oft nicht das geringste zu tun. so richtig genial ist das nicht. allenfalls medium.


Eine adäquate CD-/DVD-Beilage zum Heftthema ist aus Gründen, die Redaktion und Verlag nicht beeinflussen können, oft nicht zu erstellen.

Wenn weder Verlag noch Redaktion Einfluss auf ihre eigenen Produkte haben, wer hat ihn dann?


weil der Käufer ETWAS in der Hand hält.

Er hält bzw. erhält ein Placebo.


[...] du hast ein Auto mit Internet via Satellit und surfst während langweiliger Autobahnfahrten.

Merkwürdig. Im Auto (und vor allem bei längeren Fahrten) höre ich lieber eine CD, die ich mir selbst entweder zusammengestellt oder ausgesucht habe, nicht das was sich eine Redaktion als verkaufsfördernde Maßnahme ausgedacht hat und von der sie unter Berücksichtigung von erhaltenen Lizenzen annimmt, dass es wichtig wäre gehört zu werden.



Wenn allerdings eure finanziellen Zwänge so groß und damit eure Spielräume so klein sein sollten, daß im Grunde eine Entscheidung schon gefallen sein dürfte, dann frage ich mich, was der Sinn des Ganzen hier ist.

Eine nachträgliche Rechtfertigung einer bereits getroffenen Entscheidung.


Zweitens gibt es eben auch Heftthemen, bei denen eine CD kaum Sinn macht, die aber trotzdem journalistisch sehr interessant sind (z. B. Pop & Sex - das wäre eine lustige CD mit 12x Je t'aime und meinetwegen noch Man's Erotica drauf - und diese Tracks kriegt man obendrein eh nicht...).

Um einen Karton voll anderer Songs zum Thema Pop & Sex zu finden braucht es keine große Anstrengung.
.

j.w.
01.05.2009, 11:31
Wenn weder Verlag noch Redaktion Einfluss auf ihre eigenen Produkte haben, wer hat ihn dann?

(...)

Um einen Karton voll anderer Songs zum Thema Pop & Sex zu finden braucht es keine große Anstrengung.
.

Ich habe den Eindruck, Du hast den zentralen Punkt, den Ernst jetzt schon mehrfach erläutert hat, noch nicht angesprochen: Es gibt nur eine sehr begrenzte Auswahl von Songs, die die Plattenfirmen für solche CDs freigeben.

dengel
01.05.2009, 11:49
Es gibt nur eine sehr begrenzte Auswahl von Songs, die die Plattenfirmen für solche CDs freigeben.

Dann sollte man eine CD-Beilage gar nicht erst in Betracht ziehen

j.w.
01.05.2009, 11:54
Dann sollte man eine CD-Beilage gar nicht erst in Betracht ziehen
Ebend

Bender Rodriguez
01.05.2009, 12:12
@tolo...: Deine Gehirnakrobatien zum Feiertag, oder was? Sehr medium(-)erfrischend. Ach, geh' doch noch ein bisschen Dich ergötzen mit Deinem Karton...

kramer
01.05.2009, 14:16
Ich würde vorschlagen auf die CD-Beilage komplett zu verzichten und die preisgünstigste Herstellungsvariante zu wählen. Das so gesparte Geld könnte dann in die Bezahlung guter Autoren und eventuell in Lizenzen für gute Artikel gesteckt werden.

HellCreeper
01.05.2009, 15:05
Ich würde vorschlagen auf die CD-Beilage komplett zu verzichten und die preisgünstigste Herstellungsvariante zu wählen. Das so gesparte Geld könnte dann in die Bezahlung guter Autoren und eventuell in Lizenzen für gute Artikel gesteckt werden.

Mein Reden.

kramer
01.05.2009, 15:25
Mein Reden.Ich weiß. Wollte dir nur beistehen.

HellCreeper
01.05.2009, 16:38
Ich weiß. Wollte dir nur beistehen.

http://www.iiv.de/obertfk/buerger/burmester/kellerkinder/images/smilie_bier.gif

Irrlicht
01.05.2009, 18:42
Woher hast Du diese Zahl?
Oder bist Du selber "der geneigte Hörer"?

Sozusagen, ja. Grobe Einschätzung nach all den Beilagen, die mir bisher untergekommen sind.

John Bill
01.05.2009, 19:29
Lizenzen für gute Artikel
gute Idee, ich freu mich schon auf die "das stand doch schon im blahblub drinnen, habt ihr keine eigenen Autoren"-Kommentare.

kramer
01.05.2009, 19:41
gute Idee, ich freu mich schon auf die "das stand doch schon im blahblub drinnen, habt ihr keine eigenen Autoren"-Kommentare.Das sind Kommentare, die (bei guten Artikeln) nur von Idioten kommen können. Ausserdem werden die meisten Leser die Original-Artikel in der Regel ohnehin nicht kennen. Ist also alles nur heiße Luft und Schaumschlägerei von Idioten, die neben dem RS kaum ein Musikmagazin (oder Buch) in die Hand nehmen und sich erst Recht nicht um Backissues kümmern (kostet ja Zeit und Geld). Ich verfolge den Musikliteratur-Thread in diesem Forum sehr genau und die meisten Kommentare sind zum Heulen, weil sie vor Beliebigkeit und Ahnungslosigkeit nur so strotzen. So richtig in Wallung geraten viele erst, wenn Zweitausendeins ein paar Hannibal-Titel billig raushaut. Beschwerden von dieser Klientel sollte man ignorieren.

Whole Lotta Pete
01.05.2009, 19:54
...von Idioten... weil sie vor Beliebigkeit und Ahnungslosigkeit nur so strotzen...

"Dummheit". Du hast diesmal "Dummheit" vergessen. Passiert dir doch sonst nicht.

kramer
01.05.2009, 19:56
"Dummheit". Du hast diesmal "Dummheit" vergessen. Passiert dir doch sonst nicht.Ganze 13 Minuten bis zum ersten zickigen Kommentar, der mit dem Inhalt meines Posts nichts zu tun hat. Was ist mit euch los? Frühjahrsmüdigkeit?

Whole Lotta Pete
01.05.2009, 19:57
Ganze 13 Minuten bis zum ersten zickigen Kommentar, der mit dem Inhalt meines Posts nichts zu tun hat. Was ist mit euch los? Frühjahrsmüdigkeit?

Euch?

kramer
01.05.2009, 19:59
Euch?Na, die ganzen Nervensägen, die sich sonst immer künstlich aufregen.

Whole Lotta Pete
01.05.2009, 20:02
Ich bin nicht "euch". Außerdem kam ich glaub ich wenig aufgeregt daher. Natürlich bezog sich der Kommentar nicht auf den Inhalt deines Beitrags, sondern auf den leider gewohnt fraglichen Tonfall.

tolomoquinkolom
01.05.2009, 20:02
Weshalb gibt es überhaupt ein externes Themenschwerpunkt-Magazin namens “SOUNDS by Rolling Stone”?

Wäre nicht zuletzt auch aus finanziellen Erwägungen eine Integrierung von “SOUNDS by Rolling Stone” im ROLLING STONE wünschenswert?

Wie sähen redaktionelle Auswirkungen tatsächlich aus, verzichtete man ganz auf die Beschäftigung mit Beilegware?

Wie häufig hört ein Magazin-Käufer eigentlich seine miterworbene Beipack-CD an?

Wieviele Redakteure sind bei “SOUNDS by Rolling Stone” eigentlich beschäftigt?
.

Herr Rossi
01.05.2009, 21:23
Ganze 13 Minuten bis zum ersten zickigen Kommentar, der mit dem Inhalt meines Posts nichts zu tun hat. Was ist mit euch los? Frühjahrsmüdigkeit?

Muss wohl. Ich war mit der Nullreaktion im RS-Thread auch ein klein wenig unzufrieden.

@Tolo: Willst Du Deine Masterarbeit zu diesem Themenkomplex schreiben?

Mistadobalina
01.05.2009, 21:41
Das sind Kommentare, die (bei guten Artikeln) nur von Idioten kommen können. Ausserdem werden die meisten Leser die Original-Artikel in der Regel ohnehin nicht kennen. Ist also alles nur heiße Luft und Schaumschlägerei von Idioten, die neben dem RS kaum ein Musikmagazin (oder Buch) in die Hand nehmen und sich erst Recht nicht um Backissues kümmern (kostet ja Zeit und Geld).

Verstehe deine Argumentation nicht. Wenn es solchen Leuten (warum nennst du sie Idioten?) auffällt, dass sie einen Artikel schon im Original kennen, dann werden sie ihn ja auch gelesen haben. Also sind das gerade diejenigen Menschen, die mehr als ein Magazin lesen.

hausmeister_p
01.05.2009, 23:24
Kramer, wenn Du Leute ziemlich dreist als Idioten betitelst, dann gibt es durchaus eine berechtigte Gegenreaktion, die Du nun aber selbst begründest. Deswegen passt mir die gewählte Rolle als Opferlamm mit gleichzeitig ausgestrecktem Mittelfinger gar nicht. Dieser Thread wird nachher aufgeräumt und demnächst bitte solche Sachen alleine im Badezimmer sagen oder halt auch gar nicht.

kramer
01.05.2009, 23:44
Verstehe deine Argumentation nicht. Wenn es solchen Leuten (warum nennst du sie Idioten?) auffällt, dass sie einen Artikel schon im Original kennen, dann werden sie ihn ja auch gelesen haben. Also sind das gerade diejenigen Menschen, die mehr als ein Magazin lesen.Nein. Steht unter einem Artikel David Fricke oder Dave Marsh, dann wird sich so ziemlich jeder zusammenreimen können, dass es sich um eine Zweitverwertung handelt und die beschriebenen Reaktionen sind ja nicht aus der Luft gegriffen, sondern tatsächlich schon so gekommen.


Kramer, wenn Du Leute ziemlich dreist als Idioten betitelst, dann gibt es durchaus eine berechtigte Gegenreaktion, die Du nun aber selbst begründest. Deswegen passt mir die gewählte Rolle als Opferlamm mit gleichzeitig ausgestrecktem Mittelfinger gar nicht. Dieser Thread wird nachher aufgeräumt und demnächst bitte solche Sachen alleine im Badezimmer sagen oder halt auch gar nicht.Lieber Hausmeister, ich habe niemanden direkt angesprochen, sondern allgemein Leute, die sich grundsätzlich und blind über eingekaufte Artikel aufregen, als Idioten bezeichnet. Kann man diplomatischer und sanfter ausdrücken, will ich aber nicht, weil dieses Pochen auf hauseigene Artikel in etwa so sinnvoll und konstruktiv ist, wie die einst fleißig diskutierte Deutschquote im Radio. Qualität fördert das jedenfalls nicht. Opferlamm? Unsinn.

hausmeister_p
01.05.2009, 23:50
Doch Opferlamm. Nochmal: "Bauchgefühl an Gehirn: Andere als Idioten zu bezeichnen erscheint rotzig und unangemessen." - "Gehirn an Bauchgefühl: Ja". Sich dann hinzustellen und das verspätete Eintreffen der "üblichen Reaktionen" volle Kanne ironisch zu beklagen, erscheint mir larmoyant und auch nicht sonderlich sachdienlich. Es ist also wie immer: Gute Meinung haben, selbiger aber noch schnell die zerschlissene Lederjacke und eine gute Dose Berliner 1. Mai-Luft mit auf dem Weg geben und sich danach nur halb wundern, wenn es ein paar Knallfrösche regnet. "Es ist nicht so, wie es aussieht. Ich kann alles erklären!" - solcherlei tut nicht Not, etwas vorher nachdenken und so nett zu sein, wie man ist, reicht mir. Andernfalls richte ich hier bald eine Unterforum ein, die "Virtuelle Gesprächstherapie", den Forums-Darkroom, moderiert von einem mittelmäßig gelauntem Psychologen, und da kommt ihr dann alle rein. Sonst ertrage ich diese Dinge hier aber auch in so einigen anderen Threads nicht mehr lange (betrifft jetzt keine bestimmten User). Gesprächsunkultur! Hart aber unfair! Ich wähle die Grünen!

kramer
01.05.2009, 23:59
Doch Opferlamm. Nochmal: "Bauchgefühl an Gehirn: Andere als Idioten zu bezeichnen erscheint rotzig und unangemessen." - "Gehirn an Bauchgefühl: Ja". Sich dann hinzustellen und das verspätete Eintreffen der "üblichen Reaktionen" volle Kanne ironisch zu beklagen, erscheint mir larmoyant und auch nicht sonderlich sachdienlich. Es ist also wie immer: Gute Meinung haben, selbiger aber noch schnell die zerschlissene Lederjacke und eine gute Dose Berliner 1. Mai-Luft mit auf dem Weg geben und sich danach nur halb wundern, wenn es ein paar Knallfrösche regnet. "Es ist nicht so, wie es aussieht. Ich kann alles erklären!" - solcherlei tut nicht Not, etwas vorher nachdenken und so nett zu sein, wie man ist, reicht mir. Andernfalls richte ich hier bald eine Unterforum ein, die "Virtuelle Gesprächstherapie", den Forums-Darkroom, moderiert von einem mittelmäßig gelauntem Psychologen, und da kommt ihr dann alle rein. Sonst ertrage ich diese Dinge hier aber auch in so einigen anderen Threads nicht mehr lange (betrifft jetzt keine bestimmten User). Gesprächsunkultur! Hart aber unfair! Ich wähle die Grünen!Ganz ehrlich: Ich verstehe es nicht so ganz. Muss ich aber auch nicht, zumal der Rotz ja sowieso gelöscht wird. Ich werde versuchen, mich zum Thema nicht mehr zu äußern und bin wieder ganz lieb.

grandandt
02.05.2009, 00:00
Ich wähle die Grünen!

Sind die mittlerweile nicht alle blau eingekleidet?

hausmeister_p
02.05.2009, 00:12
Notiert sich: Witze-Darkroom mitplanen, Grandandt auf die Gästeliste setzen.

grandandt
02.05.2009, 00:29
Ich fühle mich geehrt.
Ich erwarte eine V.I.P.-Einladung. (Mit Stretch-Limo und so)

foka
02.05.2009, 01:05
Mir als geneigtem Teilzeit-Digischrott-Hörer macht es große Freude, abends nach der getanen Arbeit in der Küche Gemüse zu schnippeln oder Fleisch zu brutzeln und dabei auf der hauseigenen, mietinbegriffenen Kompakt-Stereoanlage (die gottseidank in der Küche vorhanden ist) völlig beliebige CD-Beilagen diverser Musikmagazine anzuhören, insbesondere solche, die ein Repertoire bieten, das sich weder auf meiner Festplatte noch in meinem Plattenregal wieder findet. Zuletzt war das All the Young Dudes, MOJO presents 15 tracks of seriously street tough '70s British rock'n'roll bovver starring Mott the Hoople, Slade, T-Rex etc. Ebenso lehrreich und lohnenswert sind für meinen Geschmack sämtliche SPEX-Beilagen. Ich schnipple, ich brutzle, ich höre, ich versinke, ich erfreue mich an einer zeitsparenden, günstigen Vorauswahl eines musikkundigen Redakteurs und nehme dabei gerne in Kauf, dass ich ggf. 80% Scheiße finde und gleich wieder vergesse. Dasselbe gilt für Auto-, Zug- und Fahrradfahrten durch die nordirische Landschaft, wobei ich hier meist auf meinen MP3-Player zurückgreifen muss. Ich bin eine musikalische Nutte, ich weiß, und ein Idiot obendrein, aber es ist mir egal.

Ich möchte diesen Beitrag als flammendes Plädoyer für CD-Beilagen verstanden wissen, die für mich nicht nur einen Anreiz, sondern manchmal sogar den Kaufgrund darstellen. Bitte nicht darauf verzichten!

Irrlicht
02.05.2009, 01:10
:lach:

foka
02.05.2009, 01:20
Was gibts denn da zu zappeln? Was ich noch sagen wollte: Eine hochwertigere, haptisch ansprechendere Aufmachung könnte SOUNDS trotzdem gut vertragen. Dafür leg ich gerne noch zwei Euro drauf.

Wenzel
02.05.2009, 01:24
... weil dieses Pochen auf hauseigene Artikel in etwa so sinnvoll und konstruktiv ist, wie die einst fleißig diskutierte Deutschquote im Radio. Qualität fördert das jedenfalls nicht.

ein Vergleich, so hanebüchen wie die Vorstellung , dass irgendjemand eingekaufte Artikel per se ablehnt , weil z.B."David Fricke " druntersteht ,zumal die ganzen Flitzpiepen hier die Originaltexte ja sowieso nicht kennen. Das "Pochen auf hauseigene Artikel" resultiert doch eher aus der jahrelangen Erfahrung , dass die eingekauften oder aus dem amerikanischen RS übernommenen Artikel in vielen Fällen vor allem sprachlich / stilistisch nicht die Qualität aufweisen , die man gerne hätte.
Die traditionell miserablen Übersetzungen gehen natürlich auf die Kappe der Verantwortlichen.

Bender Rodriguez
02.05.2009, 07:50
Weshalb gibt es überhaupt ein externes Themenschwerpunkt-Magazin namens “SOUNDS by Rolling Stone”?

Weshalb gibt es überhaupt ein Rolling Stone-Forum, wo man doch seine Herzensangelegenheiten auch per Leserbrief kund tun könnte? Weshalb gibt es Musikbücher? Weshalb gibt es Musikzeitschriften? Weshalb gibt es überhaupt Musik? Weshalb ist die Banane krumm? Weshalb gibt es das Wort "weshalb"?


Wäre nicht zuletzt auch aus finanziellen Erwägungen eine Integrierung von “SOUNDS by Rolling Stone” im ROLLING STONE wünschenswert?

Das "Heft im Heft"? Nix neues - hat aber eigentlich noch nie funktioniert!


Wie sähen redaktionelle Auswirkungen tatsächlich aus, verzichtete man ganz auf die Beschäftigung mit Beilegware?

Zumindest die ganze Beilegware-Branche würde wegbrechen. Ja, ist denn die Finanzkrise nicht schon schlimm genug?


Wie häufig hört ein Magazin-Käufer eigentlich seine miterworbene Beipack-CD an?

Wie häufig hört ein Alben-Käufer eigentlich sein erworbenes Album an? Wie häufig hört ein eifriger Downloader eigentlich seine mp3-files an, bevor er sie wieder löscht? Wie häufig hört ein Magazin-Käufer eigentlich den auf einer Rezi basierenden Blind- und (enttäuschenden) Fehlkauf an? Hätte er am Ende einen Fehlkauf vermeiden können, hätte er sich einen (den geplanten Kauf betreffenden) Song der "Beilegware" einmal angehört?

Wiewiewieweshalbweshalbweshalbwärewärewärehättehät tehätte...

tolomoquinkolom
02.05.2009, 09:03
@Tolo: Willst Du Deine Masterarbeit zu diesem Themenkomplex schreiben?

Iwo :-)
.

bullschuetz
02.05.2009, 22:24
Es ist also wie immer: Gute Meinung haben, selbiger aber noch schnell die zerschlissene Lederjacke und eine gute Dose Berliner 1. Mai-Luft mit auf dem Weg geben und sich danach nur halb wundern, wenn es ein paar Knallfrösche regnet.

Da ich weiß, wie selten Hausmeister gelobt werden für ihr wichtiges und segensreiches Tagewerk zwischen Kellerschimmel- und Dachsparrenholzwurmbekämpfung, ist es mir ein Bedürfnis, an dieser Stelle zu sagen: klug gedacht und klug gesagt.
Ansonsten: CD-Beilagen sind mir in der Regel eher egal, außer, sie sind sehr gut (bisweilen die Rare Trax), was aber eher selten der Fall ist. Auf bibliophile Bindung kann ich allerdings auch verzichten.

TheMagneticField
04.05.2009, 21:55
Auch CDs sind recyclebar. Oder hast Du die CD-Beilagen etwa zusammen mit Bananenschalen und faulem Obst auf den Komposthaufen getan, tztztz...

Und warum übrigens "umgehend"? Nicht mal ein Ohr riskiert, z.B. manche der oftmals wirklich gut zusammengestellten "Rare Trax"-Compilations zumindest auf Gehalt, Schwerpunkt und thematische Stringenz überprüft?

...

Die kommen nicht in die Biotonne?????

Nein um ehrlich zu sein höre ich tatsächlich fast in keine CD mehr rein. Ich hab ja kaum die Zeit all die Platten zu hören, die mich WIRKLICH interessieren, insofern bin ich irgendwann davon abgekommen. Die Zeitschriften wandern bei mir auch relativ zeitnah in die Tonne. Da hat mir der letzte Umzug die Augen geöffnet.

ukulele
15.06.2009, 18:09
Definitiv: keine CD, wenn sie nur eine aus der Not zusammengeschusterte willkürliche Titelsammlung ist, die wenig mit dem Heftthema zu tun hat... Gerne eine CD, die meinetwegen nicht den ganzen Heftthemenbereich "bebildert" (geht sowieso nicht auf eine CD), sondern nur einen Spezialaspekt. Der sollte aber originell und kompetent zusammengestellt sein... Beispiel: bei den Aussenseitern des 2. Heftes hätte dies etwa das Thema "Rebellen in der DDR" sein können.
Die bisherigen CDs waren allesamt überflüssig (http://rateyourmusic.com/artist/various_artists___books___magazines___sounds_by_ro lling_stone)

Prince Kajuku
15.06.2009, 20:13
Die bisherigen CDs waren allesamt überflüssig (http://rateyourmusic.com/artist/various_artists___books___magazines___sounds_by_ro lling_stone)

Für Dich vielleicht. Erstens erwecken weder die Heftbeilagen der Sounds Magazine, noch die des Rolling Stone den Eindruck aus der Not "zuasmmengeschustert" zu sein, noch halte ich sie (ich wiederhole mich gern) für überflüssig. Betrachte diese CDs doch bitte als Gesamtwerk, als Archiv. Wie oft habe ich mir in der Vergangenheit die ganze Chose herangeholt um nach Interpreten zu suchen die mir Jahre später erst aufgefallen sind. Toll, sich dann einen Überblick verschaffen zu können.