Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Graphic Novels
missing chair
14.02.2008, 10:07
Graphic Novels (http://www.graphic-novel.info/)
(Gemeinsamer Auftritt des Avant Verlag, Edition Moderne, Edition 52 und Reprodukt)
Vor über einem Monat haben sich die vier Verläge, die meiner Meinung nach mit zu den besten deutschen Comicbuchverlägen gehören, zu einem gemeinsamen Internetauftritt zusammengetan, um dem noch etwas schammig erscheinenden "Genre" der Graphic Novels eine Plattform zu widmen. Ich selbst tue mich auch schwer mit dem Begriff, da er mehr seinen Sinn als neue Vermarktungsstrategie hat. Trotzdem schön zu sehen, dass man die Verlagsinteressen nun bündelt und nach außen trägt.
Natürlich geht es in erster Linie darum, die eigenen Produkte unter's Volk zu bringen, nebenbei aber eine recht informative, schön gestaltete Seite, die die zur Veröffentlichung anstehenden Comics näher beschreibt.
Ich hoffe, dass dieser Zusammenschluss etwas mehr Aufmerksamkeit auf die Autorencomics lenkt.
Auf dem Comic-Salon waren tugboat und ich in einer Forumsdiskussion, die sich mit dem Thema (und auch der Website) beschäftigte. Am besten gefiel mir Denis Scheck, der sinngemäß sagte, dass der Begriff ein Marketinginstrument wäre, aber dann sinnvoll, wenn er Leute dazu bringen würde Comics zu lesen. Schenk blieb auf meiner Linie :-) und verwahrte sich gegen das Denken, man habe hier "anspruchsvolle" Comics ("E-Comics" im Gegensatz zu "U-Comics"). Man solle die unselige, dämliche und typisch deutsche E-U-Diskussion nicht auf Comics ausweiten.
Ich applaudiere und verneige mich vor diesem intelligenten Mann. Ich finde auch seine Fernsehsendung toll, sowohl inhaltlich wie auch gestalterisch.
Wem ein Comic zu profan ist, der soll eben Finnegan's Wake lesen. :lol:
Dick Laurent
25.05.2008, 11:47
Denis Schenk
Ich applaudiere und verneige mich vor diesem intelligenten Mann. Ich finde auch seine Fernsehsendung toll, sowohl inhaltlich wie auch gestalterisch.
wer ist das und welche Sendung?
Oh, ich sehe gerade, dass latho Denis Schenk schrieb, vielleicht ist das jemand anders, aber ich dachte, dass es sich um diesen Herrn mit Namen Denis Scheck handelt:
http://www.daserste.de/druckfrisch/thema_dyn~id,149~cm.asp
(Stilistisch müsste das genau Deine Liga sein, Dick)
ursa minor
25.05.2008, 11:50
Auf dem Comic-Salon waren tugboat und ich in einer Forumsdiskussion, die sich mit dem Thema (und auch der Website) beschäftigte. Am besten gefiel mir Denis Schenk, der sinngemäß sagte, dass der Begriff ein Marketinginstrument wäre, aber dann sinnvoll, wenn er Leute dazu bringen würde Comics zu lesen.
Denis Scheck! Der Mann ist gut, das stimmt.
Scheck blieb auf meiner Linie :-) und verwahrte sich gegen das Denken, man habe hier "anspruchsvolle" Comics ("E-Comics" im Gegensatz zu "U-Comics"). Man solle die unselige, dämliche und typisch deutsche E-U-Diskussion nicht auf Comics ausweiten.
Amen! (Mir war zwar bisher nicht klar, dass jemand das überhaupt tut, aber "Amen" dazu!)
ursa minor
25.05.2008, 11:51
Oh, ich sehe gerade, dass latho Denis Schenk schrieb, vielleicht ist das jemand anders, aber ich dachte, dass es sich um diesen Herrn mit Namen Denis Scheck handelt:
http://www.daserste.de/druckfrisch/thema_dyn~id,149~cm.asp
Denis Scheck! Der Mann ist gut, das stimmt.
Ups, 2 Doofe, ein Gedanke. Aber wen soll Latho sonst meinen?
Oh, ich sehe gerade, dass latho Denis Schenk schrieb, vielleicht ist das jemand anders, aber ich dachte, dass es sich um diesen Herrn mit Namen Denis Scheck handelt:
http://www.daserste.de/druckfrisch/thema_dyn~id,149~cm.asp
(Stilistisch müsste das genau Deine Liga sein, Dick)
Ups, 2 Doofe, ein Gedanke. Aber wen soll Latho sonst meinen?
Jaja, ich hatte mich verschrieben... Scheck natürlich.
[...]
Amen! (Mir war zwar bisher nicht klar, dass jemand das überhaupt tut, aber "Amen" dazu!)
Das war ein Ansatz, "graphic novel" zu definieren, den ich allerdings für falsch halte.
tugboat captain
25.05.2008, 17:33
Am besten gefiel mir Denis Scheck, der sinngemäß sagte, dass der Begriff ein Marketinginstrument wäre, aber dann sinnvoll, wenn er Leute dazu bringen würde Comics zu lesen. Schenk blieb auf meiner Linie :-) und verwahrte sich gegen das Denken, man habe hier "anspruchsvolle" Comics ("E-Comics" im Gegensatz zu "U-Comics"). Man solle die unselige, dämliche und typisch deutsche E-U-Diskussion nicht auf Comics ausweiten.
Scheck war auch mein Mann, wenn ich das so sagen darf. Sehr symphatisch und geistreich. Des weiteren kann ich auch nur alles stützen, was Du hier schreibst.
Und da mir Scheck so gut gefallen hat, war ich gestern spät Abend und 22 Uhr, auch im Rahmen des Comic-Salons, noch auf einer Comic-Lesung von Alison Bechdels "Fun Home". Viele Leute haben sich nicht verloren in das Theater in der Garage in Erlangen. Gerade mal 15, würde ich vermuten. Gelesen hat neben Scheck Kollegin Sabine Küchler. Beide harmonierten hervorragend, boten eine gut einstudierte und passende Choreographie. Man las' Kapitel 1 und 5 dieses, für mich als (Noch-)Nichtkenner, sehr bewegenden Comics. Zwischendrin riß man noch mal kurz das Thema "Graphic Novels/Comics?" an, es gab zusätzlich tiefgehende und humoristische Einblicke in das Leben und den Alltag eines Übersetzers (Küchler und Scheck haben "Fun Home" übersetzt) und ein kurz eingespieltes Video über das Leben Bechdels. Die anschließende Einladung Schecks an das Publikum, auf ein Glas Wein und eine nachfolgende, gemeinsame Diskussion hätte ich gerne wahrgenommen, doch ich war hundemüde nach einem Messetag, der für mich schon um halb zehn los ging.
Scheck war auch mein Mann, wenn ich das so sagen darf. Sehr symphatisch und geistreich. Des weiteren kann ich auch nur alles stützen, was Du hier schreibst.
Und da mir Scheck so gut gefallen hat, war ich gestern spät Abend und 22 Uhr, auch im Rahmen des Comic-Salons, noch auf einer Comic-Lesung von Alison Bechdels "Fun Home". Viele Leute haben sich nicht verloren in das Theater in der Garage in Erlangen. Gerade mal 15, würde ich vermuten. Gelesen hat neben Scheck Kollegin Sabine Küchler. Beide harmonierten hervorragend, boten eine gut einstudierte und passende Choreographie. Man las' Kapitel 1 und 5 dieses, für mich als (Noch-)Nichtkenner, sehr bewegenden Comics. Zwischendrin riß man noch mal kurz das Thema "Graphic Novels/Comics?" an, es gab zusätzlich tiefgehende und humoristische Einblicke in das Leben und den Alltag eines Übersetzers (Küchler und Scheck haben "Fun Home" übersetzt) und ein kurz eingespieltes Video über das Leben Bechdels. Die anschließende Einladung Schecks an das Publikum, auf ein Glas Wein und eine nachfolgende, gemeinsame Diskussion hätte ich gerne wahrgenommen, doch ich war hundemüde nach einem Messetag, der für mich schon um halb zehn los ging.
Klingt als hätte ich etwas verpasst.
Nun, ich war auch auf der Veranstaltung in Erlangen, allerdings nicht bei der Lesung. Ich frage mich - und Euch - ehrlich gesagt auch, wie man einen Comic vorliest. Comic ist ja hier Synonym für Bildergeschichte. Wie liest man Bilder vor?
Zur Frage der "Graphic Novel" möchte ich unabhängig von "E" und "U" mal die Frage stellen: "Wozu braucht man Graphic Novels? - Ich habe vielleicht einen etwas altmodischen Comic Begriff, aber für mich sind Comics eben doch eher Bildergeschichten mit unterhaltendem Charakter. Was ich da in Erlangen unter dem Stichwort "Graphic Novel" angeboten sah, ist für mich zumindest teilweise recht unbefriedigend. Während ich Reinhard Kleists "Cash" noch akzeptieren kann, sind für mich andere "Graphic Novels" schlicht unnötig. Warum muss man die zweifellos interessante und zum Teil auch spannende Geschichte des Spions Richard Sorge in recht statischen Bildern erzählen, wie es Isabel Kreitz tut? Ihre Zeichnungen sind zweifellos gut von der Technik und von der Atmosphäre her, aber die Story des Richard Sorge eignet sich m.E. nicht für eine Bildergeschichte. Ein Dokumentarfilm oder auch ein ganz herkömmlicher Roman wären dem Sujet eher angemessen. Und so ist es m.E. mit vielen Graphic Novels. Es werden Themen in die Form eines Comic gezwängt, die schlicht nicht hineinpassen.
Nun, ich war auch auf der Veranstaltung in Erlangen, allerdings nicht bei der Lesung. Ich frage mich - und Euch - ehrlich gesagt auch, wie man einen Comic vorliest. Comic ist ja hier Synonym für Bildergeschichte. Wie liest man Bilder vor?
Zur Frage der "Graphic Novel" möchte ich unabhängig von "E" und "U" mal die Frage stellen: "Wozu braucht man Graphic Novels? - Ich habe vielleicht einen etwas altmodischen Comic Begriff, aber für mich sind Comics eben doch eher Bildergeschichten mit unterhaltendem Charakter. Was ich da in Erlangen unter dem Stichwort "Graphic Novel" angeboten sah, ist für mich zumindest teilweise recht unbefriedigend. Während ich Reinhard Kleists "Cash" noch akzeptieren kann, sind für mich andere "Graphic Novels" schlicht unnötig. Warum muss man die zweifellos interessante und zum Teil auch spannende Geschichte des Spions Richard Sorge in recht statischen Bildern erzählen, wie es Isabel Kreitz tut? Ihre Zeichnungen sind zweifellos gut von der Technik und von der Atmosphäre her, aber die Story des Richard Sorge eignet sich m.E. nicht für eine Bildergeschichte. Ein Dokumentarfilm oder auch ein ganz herkömmlicher Roman wären dem Sujet eher angemessen. Und so ist es m.E. mit vielen Graphic Novels. Es werden Themen in die Form eines Comic gezwängt, die schlicht nicht hineinpassen.
Man muss beim Comic, wie bei jeder anderen Kunst auch, zwischen Inhalt und Medium trennen. Wenn Kreitz Sorge-Buch (ich habe nur kurz reingesehen, ich kann mit Kreitz nicht so viel anfangen, in den Kästner-Comic muss ich bei Gelegenheit aber mal reinsehen) zu statisch und der Geschichte nicht angemessen ist, dann ist der Comic eben nicht gut. Das Medium Comic kann jede Geschichte erzählen (So wie Buch oder Film auch), aber man muss es eben richtig machen. Dass Comics, der Name sagt es ja schon, aus lustigen Bildergeschichten entstanden sind (es gibt da auch andere Meinungen), prägt das Bild, das die Leute von dem Medium haben, ja heute noch. Nicht lustig? Schlechter Comic. Neu war da Art Spiegelman mit "Maus" - das Thema Holocaust zwang das (deutsche) Feuilleton ja, das Medium einmal ernst zu nehmen und angeblich war der Comic ja "revolutionär" (zeigt aber nur, wie wenig Ahnung das Feuilleton hat).
Was "Graphic Novel" angeht: das ist ein Begriff, den Will Eisner Ende der 70er für seine Geschichten erfunden hat, Geschichten, die länger waren, als die üblichen Comic-Hefte und die auch andere Themen behandelten (wobei ich beider Definition auch nur die Länge, nicht die Themenwahl akzeptiere). In Europa gab es so etwas schon länger (den "Comic-Roman"), allerdings nicht mit den Definitionen und Begriffen, mit denen die US-Comics arbeiteten. Seitdem gibt es immer wieder Werke, die mit der Bezeichnung "graphic novel" "geehrt werden", Alan Moores Watchmen zum Beispiel. Das der Begriff jetzt in Deutschland ausgegraben wird, um vermeintlich oder tatsächlich anspruchsvolle Comics zu verkaufen, geht in Ordnung. Aber es ist weder neu noch zwängt es den Comic in eine Form, die es noch nicht gab.
ursa minor
25.05.2008, 20:04
Wie lautet denn jetzt die Definition von Graphic Novel? (Edit: Okay, ich scheine mit meiner ja nicht ganz falsch zu liegen.)
Also, wenn ich das mal für mich als "fortlaufende Geschichte" ("gezeichneter Roman"), im Gegensatz zu, sagen wir "X-Men" (jedes Heft ein neues Abenteuer), definiere, dann sind Graphic Novels offen gestanden das Einzige, was mich an Comics überhaupt interessiert. Ich habe zwar als Kind Batman usw. gelesen, habe aber schnell das Interesse verloren. Aber so was wie Sandman, Bone oder Cerebus oder Y - The Last Man hat mich dann wieder zurück zum Comic gebracht.
Natürlich gibt es da sicher gut umgesetzte und weniger gut umgesetzte Vertreter der Gattung. Aber wenn man Sandman eins nicht vorwerfen kann, dann sind es "statische Bilder". Ich finde schon, dass man längere Geschichten auch gut in Bilderform erzählen kann (und dass das einen Mehrwert gegenüber dem geschriebenen Text ergibt).
Wie lautet denn jetzt die Definition von Graphic Novel? (Edit: Okay, ich scheine mit meiner ja nicht ganz falsch zu liegen.)
Also, wenn ich das mal für mich als "fortlaufende Geschichte" ("gezeichneter Roman"), im Gegensatz zu, sagen wir "X-Men" (jedes Heft ein neues Abenteuer), definiere, dann sind Graphic Novels offen gestanden das Einzige, was mich an Comics überhaupt interessiert. Ich habe zwar als Kind Batman usw. gelesen, habe aber schnell das Interesse verloren. Aber so was wie Sandman, Bone oder Cerebus oder Y - The Last Man hat mich dann wieder zurück zum Comic gebracht.
Natürlich gibt es da sicher gut umgesetzte und weniger gut umgesetzte Vertreter der Gattung. Aber wenn man Sandman eins nicht vorwerfen kann, dann sind es "statische Bilder". Ich finde schon, dass man längere Geschichten auch gut in Bilderform erzählen kann (und dass das einen Mehrwert gegenüber dem geschriebenen Text ergibt).
Das ist auch meine Meinung. Eine gültige Definition von Graphic Novel muss ich erst noch suchen, ich habe aber Eisners Buch, muss ich mal durchblättern.
Für mich eine Erzählung, die anders als die regelmäßigen Veröffentlichungen, Anfang und Ende hat und auch umfangreicher ist.
Ok, meine oben geäußerte Meinung war vielleicht etwas provokant. Ich selbst kann allerdings dann mit vielen "Graphic Novels" nichts anfangen. Ich schrieb ja schon, dass ich ein eher konservativer Comic Leser bin. Und ich würde wohl auch die von Dir, ursa minor, genannten Beispiele lieber als herkömmlichen Roman (von mir aus mit einzelnen Illustrationen) lesen.
Es gibt sicher Ausnahmen. Art Spiegelmanns "Maus" ist so eine. Das Werk ist so beeindruckend, dass ich mich dem nur schwer entziehen kann. Und hier bietet der "Comic" dann tatsächlich eine zusätzliche Ebene, eine Interpretation der Geschichte, die anders wohl nicht zu vermitteln wäre.
ursa minor
26.05.2008, 14:22
Und ich würde wohl auch die von Dir, ursa minor, genannten Beispiele lieber als herkömmlichen Roman (von mir aus mit einzelnen Illustrationen) lesen.
Was natürlich wieder grundsätzlich die Frage aufwirft, ob das Comic/die Graphic Novel näher am Film oder näher am Buch ist.
Gerade die längeren Geschichten könnte man in einen Film gar nicht reinpacken, weil es zu viele Handlungsstränge, zu viele Personen und zu viele Orte gäbe, so dass die Zuschauer bereits nach kurzer Zeit überfordert wären. Gott gnade uns sollte es jemals einen Sandman-Film geben. Und auf den Bone-Film schaue ich auch eher mit gemischten Gefühlen.
Allerdings würde ich zum Beispiel bei Cerebus (selbst angesichts der manchmal endlos erscheinenden Theorie- und Politikdiskussionen in Church & State) nie zugunsten des Textes auf die Bilder verzichten wollen, denn der schlechtgelaunte kleine Aardvark wächst einem doch unglaublich ans Herz. Und die kleine Elfe erst. Und die ganzen Anspielungen an Captain America, an die Marx Brothers, Tolkien und was weiß ich an was noch könnte man in einer reinen Text-Version wohl kaum adäquat rüberbringen.
Dadurch, dass es im Comic weniger Platz für den Text gibt, sind eben doch mehr Infos in den Bildern enthalten. Und während man den Sandman wahrscheinlich auch recht gut als Roman verfassen könnte, würden bei Cerebus 50 % des Inhalts und bei Bone 50 % des Charmes verloren gehen. Und Y würde sich vermutlich kein Mensch kaufen.
So zumindest meine bescheidene Meinung.
Denis Scheck sagte ja auch, dass 100 Seiten Pynchon schwieriger (und damit auch "anspruchsvoller") wären als 200 Seiten Graphic Novel. Gestern erst mit einem Freund darüber gesprochen: man muss Comics auch richtig lesen. Was zB. Dave Sim in seine Bilder und seine grafischen Erzählungen steckt ist höchst komplex (und manchmal langweilig). Man kann es zwar lesen und auch verstehen, aber ob man zB alle Anspielungen, grafischen Elemente etc mitbekommt, wenn man glaubt, Comics wären leicht zugänglich, wage ich zu bezweifeln.
ursa minor
26.05.2008, 14:43
Denis Scheck sagte ja auch, dass 100 Seiten Pynchon schwieriger (und damit auch "anspruchsvoller") wären als 200 Seiten Graphic Novel. Gestern erst mit einem Freund darüber gesprochen: man muss Comics auch richtig lesen. Was zB. Dave Sim in seine Bilder und seine grafischen Erzählungen steckt ist höchst komplex (und manchmal langweilig). Man kann es zwar lesen und auch verstehen, aber ob man zB alle Anspielungen, grafischen Elemente etc mitbekommt, wenn man glaubt, Comics wären leicht zugänglich, wage ich zu bezweifeln.
Ich finde, solange man die Geschichte noch versteht, wenn man die Anspielungen nicht versteht, ist es okay. Bei Sim geht vieles über meinen Kopf hinweg, weil ich die Anspielungen nicht verstehe (immer übel, wenn man merkt, dass eine bestimmte Sache eine Anspielung sein soll, man aber nicht weiß, worauf).
Zugegeben, Sim übertreibt es mit der Detailverliebtheit.
Aber Keef und Mick in der Kutsche zum Beispiel ist doch einfach nur zum Schieflachen ...
@Mikko Comics können alles, was auch Filme, Romane und Theaterstücke können. Jedes erzählende Medium hat seine Stärken und Schwächen, Bewegung ist z.B. im Film besser aufgehoben, aber es gäbe sicher kein geeigneteres Medium für WATCHMEN als den Comic, und dassselbe kann man über viele ambitionierte Comicerzählungen sagen, das gil für Sim in seinen besten Zeiten ebenso wie für Alex Robinsons' BOX OFFICE POISON.
Zeter! Schimpf! Agitier!
kaifalke
23.06.2009, 15:13
wenn man seine Bücher nicht Graphic Novels nennen möchte, macht man es wie der Splitter Verlag:
Splitter Books
bisher sind 4 Bücher in der Reihe erschienen, im Hardcover Buchformat
Das Wolkenvolk
India Dreams
Paradise
Sonnenfinsternis
demnächst:
Cheri-Bibi
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