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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Top 10 Bands & Künstler der Pre-Fifties



Cassavetes
17.04.2006, 16:09
1. Django Reinhardt
2. The Carter Family
3. Louis Jordan
4. Judy Garland
5. Hank Williams
6. Billie Holiday
7. Cab Calloway
8. Woody Guthrie
9. Carmen Miranda
10. Lena Horne

Ah Um
17.04.2006, 20:23
Cassavetes, was ist das denn? Sind dir nach Django Reinhardt und Billie Holiday die Jazz-Genies schon ausgegangen, oder wieso ziehst du (sicherlich nette) Novelty Acts wie Cab Calloway und Louis Jordan einem Ellington oder Basie vor? Die Nonsense-Lyrics werden's ja wohl nicht rausreißen.

10 sind eigentlich viel zu wenig (ohne Reihenfolge):
Louis Armstrong, Jelly Roll Morton, Earl Hines, Duke Ellington, Count Basie, Lester Young, Django Reinhardt, Art Tatum, Charlie Parker, Dizzy Gillespie

Mistadobalina
17.04.2006, 22:16
@ Ah Um

Na ja, es sind in diesen Dekaden-Threads nicht nur Jazz Größen gefragt, oder? :-)

hausmeister_p
17.04.2006, 22:22
ABer es spricht ja nicht dagegen, eventuell einen gesonderten Thread getrennt nach Genres aufzumachen. Muss natürlich nicht.

Mistadobalina
17.04.2006, 22:35
1. Billie Holiday
2. Hank Williams
3. Robert Johnson
4. Duke Ellington
5. Leadbelly
6. Peggy Lee
7. Frank Sinatra
8. Artie Shaw
9. Patti Page
10. Louis Jordan

Hat and beard
17.04.2006, 22:39
Ganz ausgezeichnete Top 5, Mista!

Ah Um
18.04.2006, 01:08
@ Ah Um

Na ja, es sind in diesen Dekaden-Threads nicht nur Jazz Größen gefragt, oder? :-)

Natürlich nicht. Ich war auch nur über Cassavetes´ spezielle Zusammenstellung erstaunt und konnte mir eine Bemerkung nicht verkneifen. Ist doch nicht selbstverständlich, dass man Cab Calloway oder Louis Jordan (gegen die ich ja gar nichts habe) Jahrhundert-Genies wie Armstrong oder Charlie Parker vorzieht, oder? Hank Williams oder die Carter Family sind natürlich eine ganz andere Baustelle, so dass sich Vergleiche eigentlich von vornherein verbieten.

A propos Hank Williams: Soweit ich das überblicke, stammt der Großteil seiner bekannten Aufnahmen aus den Jahren 1950-52. Trotzdem läuft der bei euch unter Pre-Fifties. Steht ihr so auf das Frühwerk oder habt ihr eine andere Dekaden-Zählung als ich?

Mistadobalina
18.04.2006, 01:17
A propos Hank Williams: Soweit ich das überblicke, stammt der Großteil seiner bekannten Aufnahmen aus den Jahren 1950-52. Trotzdem läuft der bei euch unter Pre-Fifties. Steht ihr so auf das Frühwerk oder habt ihr eine andere Dekaden-Zählung als ich?

Frühwerk? Viele seiner wunderbaren Singles kamen schon in den 40ern: "Honky Tonkin", "Lovesick Blues", "You're gonna change", "My Bucket's Got A Hole in It" etc.etc.

Ah Um
18.04.2006, 01:29
Frühwerk? Viele seiner wunderbaren Singles kamen schon in den 40ern: "Honky Tonkin", "Lovesick Blues", "You're gonna change", "My Bucket's Got A Hole in It" etc.etc.
Schon, aber die Liste aus den Jahren 50-52 wäre länger. Will hier aber keine Korinthen kacken, ist mir bloß aufgefallen.

Cassavetes
18.04.2006, 13:48
Cassavetes, was ist das denn? Sind dir nach Django Reinhardt und Billie Holiday die Jazz-Genies schon ausgegangen, oder wieso ziehst du (sicherlich nette) Novelty Acts wie Cab Calloway und Louis Jordan einem Ellington oder Basie vor?
Louis Jordan ist der Urvater des Rock'n'Roll. Also nix Novelty.
Deine Top 10 ist aber auch voll okay. :wave:

Edit Piaf: Das Verhältnis von tollen Williams-Songs vor 1950 zu tollen Songs ab 1950 ist ziemlich ausgeglichen, würde ich sagen.
Mit persönlichen Favoriten wie "Calling You", "I Don't Care (If Tomorrow Never Comes)", "My Love For You (Has Turned To Hate)", "I Saw The Light", "Six More Miles (To The Graveyard)", "On The Banks Of The Old Pontchartrain", "I Can’t Get You Off Of My Mind" und "I’ll Be A Bachelor ‘Til I Die" würde ich privat die Sachen vor '50 sogar ein wenig favorisieren.
Aber wie gesagt, das wäre jetzt auch wieder so 'ne Korinthen-Diskussion.

Ah Um
18.04.2006, 14:26
Louis Jordan ist der Urvater des Rock'n'Roll. Also nix Novelty.


Neben Armstrong, Ellington, Parker ist der ganze Rock'n'Roll nur ein Novelty-Act.;-)
Gerade bei Louis Jordan wird sehr gut deutlich, dass R'n'R/R&B im Prinzip nur simplifizierter Jazz (Swing) ist. Trotzdem ist Louis Jordan natürlich großartig, auch wenn Charlie Parker solche Kommerz-Mucke gehasst hat.
It's only Rock'n'Roll, but I like it (to quote a phrase).:wave:

Weniger versöhnlich bin ich allerdings, was Britney Spears angeht ;-) (siehe 00er-Thread).

Cassavetes
18.04.2006, 14:41
Gut, das mit dem Rock'n'Roll kann man so sehen wie du, wenn man so drauf ist.


Weniger versöhnlich bin ich allerdings, was Britney Spears angeht ;-) (siehe 00er-Thread).
Dann mach doch mal nebenan die Diskussion über Le Brit auf. Vielleicht steigt jemand drauf ein. ;-)

Traumsequenz
23.04.2006, 00:06
Kann mir vielleicht jemand Lieder aus der Zeit von 1940 - 50 empfehlen (auch international), eine schwierige Zeit, aber vielleicht gibt es ja ein paar Vorschläge.

Vielen Dank

Gruß Traumsequenz

Mistadobalina
23.04.2006, 00:15
@Traumsequenz

Aber bitte nicht in diesem Thread, sonst kommt alles durcheinander. Entweder privat oder du machst einen neuen Thread auf: die besten Songs der 40er oder so.

MitchRyder
26.04.2006, 11:34
1. Robert Johnson
2. Charlie Patton
3. Blind Willie McTell
4. Blind Lemon Jefferson
5. Charlie Parker
6. Edith Piaf
7. Ella Fitzgerald
8. Bessie Smith
9. Louis Armstrong
10. Leadbelly

Ah Um
26.04.2006, 11:59
1. Luther Johnson

Hi Mitch, wer ist das denn? Ich kenne bloß Luther "Guitar Jr." Johnson. Bei AMG findet man noch einen Luther "Snake Boy" Johnson und einen Luther "Houserocker" Johnson. Für die Pre-Fifties sind die aber alle zu jung!

Coke
26.04.2006, 12:06
Mitch meint vermutlich Robert. Wie er allerdings auf Luther kommt, dürfte er selbst nicht wissen.

MitchRyder
26.04.2006, 15:26
Mitch meint vermutlich Robert. Wie er allerdings auf Luther kommt, dürfte er selbst nicht wissen.

Danke.

Ah Um
26.04.2006, 15:47
Na, mit Lonnie Johnson hätte ich mich noch anfreunden können, aber Robert Johnson halte ich für massiv überschätzt.

Mick67
26.04.2006, 17:32
Na, mit Lonnie Johnson hätte ich mich noch anfreunden können, aber Robert Johnson halte ich für massiv überschätzt.
Na dann hör Dir mal sein virtuoses Gitarrenspiel an. Das kann man gar nicht hoch genug schätzen.

Ah Um
26.04.2006, 17:46
Na dann hör Dir mal sein virtuoses Gitarrenspiel an. Das kann man gar nicht hoch genug schätzen.
Robert Johnson war ein guter Gitarrist, wenn auch nicht auf dem Level eines Lonnie Johnson. Seine Songs sind voll mit abergläubischem Unsinn, sein Stil eher unreif und sein Vortrag ungewöhnlich aggressiv. Wahrscheinlich ist es Letzteres, was ihn für Rockisten so anziehend macht. Nicht zuletzt ist er ein Standardbeispiel für einen Mythos, der sich längst verselbständigt hat. Ich persönlich ziehe fast jeden mir bekannten Blueser aus der Vorkriegs-Ära vor.

MitchRyder
26.04.2006, 19:57
Robert Johnson war ein guter Gitarrist, wenn auch nicht auf dem Level eines Lonnie Johnson. Seine Songs sind voll mit abergläubischem Unsinn, sein Stil eher unreif und sein Vortrag ungewöhnlich aggressiv. Wahrscheinlich ist es Letzteres, was ihn für Rockisten so anziehend macht. Nicht zuletzt ist er ein Standardbeispiel für einen Mythos, der sich längst verselbständigt hat.

Also alles, was einen guten Blueser ausmacht.

dengel
26.04.2006, 20:00
Ich persönlich ziehe fast jeden mir bekannten Blueser aus der Vorkriegs-Ära vor.
Und die wären?

Ah Um
27.04.2006, 11:36
Und die wären?
Meine Favoriten sind Lonnie Johnson und Mississippi John Hurt. Ansonsten denke ich da an die Üblichen: Son House, Charley Patton, Big Bill Broonzy, Bukka White, Big Joe Williams, Sonny Boy Williamson (I), Big Maceo Merriweather, Skip James, Blind Willie McTell, Blind Boy Fuller usw.
Ich will gar nicht sagen, dass Robert Johnsons Aufnhamen schlecht seien, aber sie rechtfertigen mE nicht seine überragende Reputation. Diese scheint mir eher durch die wilden Geschichten um seine Person begründet als durch seine Musik.

a lad insane
27.04.2006, 12:16
Ohne Ranking:

Charlie Parker
Billie Holiday
Benny Goodman
Louis Armstrong
Hank Williams
Frank Sinatra
Charlie Patton
Blind Lemon Jefferson
Artie Shaw
Duke Ellington

asdfjklö
13.07.2006, 13:37
Wenn ich an die Pre-Fifties denke, fällt mir spontan die Dekade der 40er ein.

Denn hier ist d.E. jenes geschaffen worden, daß später gemeinhin als Pop-Musik,also populäre Musik bezeichnet wurde.

Verkaufscharts in diesem, im heutigen Sinne gab es noch nicht, und so richtete sich vieles auf Radiopräsenz und Liveauftritte.

In diesem Sinne populär waren natürlich auch viele Künstler aus dem R&B und dem Jazzbereich, Künstler wie Billie Holiday oder Ella Fitzgerald jedoch eher bedingt, sondern vielmehr die Größen des Swing und die jeweiligen Sänger der Orchester. Die Jazzer um Parker und Co.(das war revolutionärer Bebop) können hier m.E. nicht hinzugezählt werden, denn hierzu sollte man separat eine Liste bringen.

Hier nun "Popmusiker" der 40er, die recht erfolgreich waren mit vielen Stücken des "Great American Songbook", die diese Zeit bis heute überdauert haben.

Glenn Miller
Benny Goodman
Bing Crosby
Artie Shaw
Andrews Sisters
Woody Herman
Lionel Hampton
Tommy Dorsey
Jimmy Dorsey
Ink Spots
Judy Garland
Charlie Barnet
Bob Wills
Duke Ellington
Erskine Hawkins
Xavier Cugat
Nat King Cole Trio
Guy Lombardo
Ernest Tubb
Billie Holiday
Charlie Spivak
Ray Noble
Frank Sinatra
Mills Brothers
Dinah Shore
Count Basie
Perry Como
Lucky Millinder
Johnny Mercer
Ella Fitzgerald
Jo Stafford
Louis Jordan
Stan Kenton
Louis Prima
Tex Ritter
Spike Jones
Joe Liggins
Stan Kenton
Hoagy Carmichael
Peggy Lee
Billy Eckstine
Tex Beneke
Nellie Lutcher
Sarah Vaughan
Doris Day
Mel Torme

Yellowsubmarine
17.09.2006, 12:08
Billie Holiday
Peggy Lee
Duke Ellington
Louis Armstrong
Dizzy Gilespie
Cab Calloway
Sarah Vaughan
Kenny Clarke
Lena Horne
Zarah Leander (als kleinen Kontrapunkt)

Antares
03.08.2007, 22:11
Sehr schwer:

1. Jimmie Rodgers
2. Robert Johnson
3. Louis Armstrong
4. Hank Williams
5. W. C. Handy
6. Carter Family
7. Duke Ellington
8. Dizzy Gilespie
9. Django Reinhardt
10. Blind Wille McTell

Der Hofacker
26.11.2007, 21:54
Meine Favoriten sind Lonnie Johnson und Mississippi John Hurt. Ansonsten denke ich da an die Üblichen: Son House, Charley Patton, Big Bill Broonzy, Bukka White, Big Joe Williams, Sonny Boy Williamson (I), Big Maceo Merriweather, Skip James, Blind Willie McTell, Blind Boy Fuller usw.
Ich will gar nicht sagen, dass Robert Johnsons Aufnhamen schlecht seien, aber sie rechtfertigen mE nicht seine überragende Reputation. Diese scheint mir eher durch die wilden Geschichten um seine Person begründet als durch seine Musik.

hm - ich frage mich, nach welchen kriterien du beurteilen willst, wer da der bessere gitarrist war. fakt ist jedenfalls, dass vieles von johnson verdammt schwer zu spielen ist (sag ich als gitarrist), dass dies aber kaum das war, was ihn zu diesem mythos gemacht hat. natürlich waren da auch all die räuberpistolen für verantwortlich, die sich um ihn rankten, in erster linie aber doch wohl sein tolles songwriting (nicht umsonst faszinierten diese songs noch generationen später, was für ihre universalität spricht) und sein stellenweise beängstigend intensiver vortrag. das waren qualitäten, von denen charley patton, mctell und blind boy jefferson (den du vergessen hast) - bei allem respekt - weit entfernt waren.
außerdem ist der blues auf seinem weg weg von der alten baumwollpflücker-folklore und dem vaudeville-entertainment zu dieser zeit in den 30er/40er jahren mit siebenmeilenstiefeln vorangekommen. da ging die entwicklung rasend schnell voran. einige wie williamson oder broonzy repräsentieren doch eher die schon elektrifizierte chicago-seite der angelegenheit, lonnie johnson kam ohnehin eher vom jazz und hatte schon in den 20ern mit louis armstrongs hot five gespielt.
außerdem behauptet ja keiner, dass robert johnson der größte blueser aller zeiten ist, aber er ist sicherlich der einflussreichste gewesen, zumindest im hinblick auf den klassischen rock, der einer der grundbausteine des heutigen pop ist.
wer weiß, was passiert wäre, wenn er tatsächlich bei john hammonds carnegie-hall-konzert dabei gewesen wäre, mal mit einer richtigen band hätte spielen können oder gar im chicago der vierziger jahre gelandet wäre. da wäre noch einiges gegangen...

Ah Um
27.11.2007, 13:02
@ Hofacker:

Auch hm - eigentlich habe ich es bereits geschrieben: Robert Johnson ist ja keinesfalls ein Schlechter, aber für mich lediglich einer unter Vielen. Ein guter Gitarrist war er allemal, über das mit dem Songwriting muss ich nochmal nachdenken. Und vielleicht mal wieder anhören.
Dass Robert Johnson gerade bei der Rock-Crowd weithin als der Blueser überhaupt gilt, finde ich aufgrund seines Vortragsstils und mehr noch des Mythos nachvollziehbar, aber letztlich nicht gerechtfertigt.

Der richtig gute Blues schafft etwas Paradoxes: Er wirkt einerseits ganz entspannt, wie aus dem Ärmel geschüttelt, fast beiläufig und gleichzeitig in höchstem Maße intensiv. Robert Johnson ist mir dafür etwas zu nassforsch.
Ich bevorzuge etwa Lonnie Johnson gerade weil er mehr zum Jazz neigt, flüssiger und eleganter spielt.

Blind Boy Jefferson kenne ich nicht - wahrscheinlich meinst du Blind Lemon Jefferson. Von Big Bill Broonzy und John Lee "Sonny Boy" Williamson (I) sind mir keine Aufnahmen bekannt, die ich dem elektrifizerten Chicago Blues zurechnen würde. Allerdings habe ich da auch keinen vollständigen Überblick. Rice Miller, der sich "Sonny Boy Williamson" (II) nannte, ist natürlich ein anderer und spielte sehr wohl Electric Chicago Blues.

Wen ich in meiner - nie als vollständig gedachten Aufzählung - jetzt vermisse, ist Blind Willie Johnson. Auch einer mit einem "beängstigend intensiven" Vortrag und mit einer äußerst feinen Slide-Gitarre.

Der Hofacker
27.11.2007, 15:01
Sorry, der Lemon war ein Versehen. Ansonsten hab ich ja nicht gesagt, dass Broonzy und Williamson I elektrisch gespielt haben, nur haben sie ihre große Zeit im Grunde NACH Johnson gehabt und waren da wohl auch eher der städtischen Bluesszene zuzurechnen. Wobei Broonzy auf die jungen Briten ja ganz enormen Einfluss hatte. Zum Beispiel war er das große Idol von Ray davies und noch ein paar anderen.

Einigen wir uns so: Johnson war der Einflussreichste, was die spätere Entwicklung des Rock angeht, und er war ein Songwriter-Genie.
Alles andere ist letztlich Geschmacksache, wobei ich gut verstehen kann, dass einem kultivierten Mitteleuropäer des dritten Jahrtausends ein urbaner Musiker wie Lonnie Johnson näher steht als ein prollig polterndes Landei vom Schlage Robert Johnson...

Muffin Man
27.11.2007, 15:50
Die besten Musiker vor den 1950ern?

1. Mozart
2. Bach
3. Vivaldi
4. Schubert
5. Beethoven
6. Wagner
7. Händel
8. Verdi
9. Boccherini
10. Strauss

Ah Um
27.11.2007, 20:42
..., dass einem kultivierten Mitteleuropäer des dritten Jahrtausends ein urbaner Musiker wie Lonnie Johnson näher steht als ein prollig polterndes Landei vom Schlage Robert Johnson...

Dass hast du schön und pointiert formuliert. Trotzdem weiß ich nicht recht, ob ich mir diesen Schuh anziehen sollte.
Ich bin nemlich gar net kultidingsbums! Isch bin krasser gangsta mit drei billiards im mund!

Der Hofacker
28.11.2007, 20:59
Dass hast du schön und pointiert formuliert. Trotzdem weiß ich nicht recht, ob ich mir diesen Schuh anziehen sollte.
Ich bin nemlich gar net kultidingsbums! Isch bin krasser gangsta mit drei billiards im mund!

hey, du vollkrasse typ, ey, das mitte drei kugeln hasse dir von mein lieblingspladde abgeguckt, wa!? :teufel:

Blues-Pfaffe
20.03.2008, 10:49
Einigen wir uns so: Johnson war der Einflussreichste, was die spätere Entwicklung des Rock angeht, und er war ein Songwriter-Genie.
Alles andere ist letztlich Geschmacksache, wobei ich gut verstehen kann, dass einem kultivierten Mitteleuropäer des dritten Jahrtausends ein urbaner Musiker wie Lonnie Johnson näher steht als ein prollig polterndes Landei vom Schlage Robert Johnson...

Dabei hat sich Robert Johnson in seinem Gitarrenspiel durchaus von Lonnie inspirieren lassen... Wie man überhaupt die Bedeutung von Lonnie Johnson für die Entwicklung der Jazz-, Blues- und Rockgitarre kaum überschätzen kann. Von ihm geht eine direkte Linie über Charlie Christian/T-Bone Walker, B.B.King hin bis in die Gegenwart.

Aber trotzdem: An Intensität und Großartigkeit der Songs kommt er an Robert Johnson bei weitem nicht heran. Dafür schielte er viel zu sehr auf den Massengeschmack. Wobei ich eines seiner letzten Alben (ich glaub mit Otis Spann am Piano) in den 60ern in Dänemark eingespielt, total gerne und immer wieder höre.

Staggerlee
21.03.2008, 11:26
Wo wir gerade beim Thema sind: Was von Lonnie Johnson (mit halbwegs vernünftigen Preis und derzeit erhältlich) kann man empfehlen? Danke!

Blues-Pfaffe
21.03.2008, 13:08
Wo wir gerade beim Thema sind: Was von Lonnie Johnson (mit halbwegs vernünftigen Preis und derzeit erhältlich) kann man empfehlen? Danke!
http://www.amazon.de/Essential-Blue-Archiv-Why-Lonnie-Johnson/dp/B000RT34WK/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=music&qid=1206101011&sr=8-1
als Einstieg glaub ich ganz ok - wie der Klang ist, kann ich nicht beurteilen.
http://www.amazon.de/Playing-Strings-Lonnie-Johnson/dp/B0001BYLJY/ref=sr_1_42?ie=UTF8&s=music&qid=1206101220&sr=1-42 bringt auch paar von den grandiosen Gitarrenduellen mit Eddie Lang.

Staggerlee
25.03.2008, 10:56
Vielen Dank für den Hinweis- werde mich danach umschauen.

Harry Hartmann
03.04.2008, 13:59
Anton Karas

Harry Lime Theme wurde 1949 veröffentlicht, obwohl es erst 1950 in den Charts stand.

Fletcher
11.02.2009, 21:37
1. Hank Williams
2. Woody Guthrie
3. Howlin Wolf
4. Muddy Waters
5. Frank Sinatra
6. Robert Johnson
7. John Jacob Niles
8. John Lee Hooker
9. Billie Holiday
10. Brownie Mcghee

gypsy tail wind
26.08.2010, 00:32
Lester Young
Charlie Parker
Thelonious Monk
Bud Powell
Duke Ellington
Louis Armstrong
Jimmie Lunceford
Count Basie
Billie Holiday
Lee Wiley

gypsy tail wind
13.09.2010, 00:26
ich versuch's mal ein wenig auszudifferenzieren... Blues fehlt, weil ich mich da noch kaum auskenne, dasselbe gilt eigentlich für frühen R&B, aber Leute wie Louis Jordan, Illinois Jacquet oder Eddie Vinson würden's nicht in meine Bestenlisten schaffen (die ja eigentlich Liebstenlisten sind).


20er:

Louis Armstrong
Jelly Roll Morton
Fletcher Henderson
Bix Beiderbecke
New Orleans Rhythm Kings
Fats Waller
Sidney Bechet


30er:

Duke Ellington
Count Basie
Jimmie Lunceford
Lee Wiley
Bunny Berigan
Luis Russell
Art Tatum
Teddy Wilson
Billie Holiday
Artie Shaw

(Young führe ich in den 40ern, er ist bei Basie ja wesentlich beteiligt!)


40er - die "Jungen":

Charlie Parker
Thelonious Monk
Bud Powell
Dizzy Gillespie
Lennie Tristano
Fats Navarro
Dexter Gordon
Tadd Dameron
Max Roach
Miles Davis

Es fehlen u.a.: Kenny Dorham, Wardell Gray, Allen Eager, Brew Moore, Serge Chaloff, Al Haig, Stan Getz, Lucky Thompson


40er - die "Alten":

Duke Ellington
Lester Young
Eddie Condon
Coleman Hawkins
Artie Shaw
Ben Webster
Don Byas
Nat "King" Cole
Eddie Condon
Mary Lou Williams


Eddie Condon hab ich stellvertretend für all die Condon-ites drauf - er leitete eine Reihe unglaublich schöner Sessions, die er durchaus auch musikalisch geprägt hat, aber die Highlight stammen u.a. von Pee Wee Russell, Wild Bill Davison, Joe Bushkin, Edmond Hall und vielen, vielen anderen.

bicho
22.12.2010, 18:53
Jazz:

1. James P. Johnson
2. Valaida Snow
3. Mary Lou Williams
4. Django Reinhardt
5. Duke Ellington
6. Art Tatum
7. Stuff Smith
8. Fats Waller
9. Una Mae Carlisle
10. Charlie Parker & Dizzy Gillespie

Folk, Blues und Gospel

1. Blind Willie Johnson
2. Uncle Dave Macon
3. Buell Kazee
4. Richard Dyer-Bennet
5. Blind Roosevelt Graves / Blind Mamie Forehand / Washington Phillips (Gospel)
6. Dock Boggs
7. Mississippi John Hurt
8. Roy Smeck
9. Andrew Rowan Summers
10. Memphis Minnie

Sonstiges:

Pixinguinha / Jacob do Bandolim (Choro)
Rita Abadzi / Anestis Delias (Rembetiko)
Tanburi Cemil Bey / Udi Hrant (Turkish Classical Music)
Noel Rosa / Dorival Caymmi (Samba)
Rina Ketty / Lucienne Boyer (Chanson)
Michio Miyagi (Traditional Japanese Music)
Arsenio Rodríguez / Chano Pozo (Cuban Music)
Yiddish Songs
Omkarnath Thakur (Hindustani Classical Music)
Carlos Gardel / Astor Piazzolla (Tango)
Helen Kane (Standards / Vaudeville)
Yma Sumac (Mambo)

Mefir
20.04.2011, 14:05
@abendrise:
Hier geht es aber um die pre-fifties ;-)