DJ@RSO
24.01.2006, 04:53
Der Opener „Widderlich“ auf „Pik Sibbe“ sorgte 1993 für ordentlichen Wirbel, da sich die Junge Union im Video zur Single in ihrem Ruf geschädigt sah. Dem Titel, der sich mit Ignoranz und falscher Betroffenheit politischer Vertreter befasste, konnte das allerdings nichts anhaben, im Gegenteil, eine bessere Werbung konnte es für das Lied fast nicht geben.
Für einen weiteren Popularitäts-Schub sorgt der musikalische Beitrag der Kölner für eine Episode der ZDF-Serie „Eurocops“ mit dem eigens dafür komponierten Titel „Ohm nasse Asphalt“. Im Weiteren wirkt das ganze Material angenehm ausgewogen und behandelt inhaltlich den inzwischen von BAP gewohnten Themen-Mix, der sowohl aus politischen und gesellschaftskritischen Motiven, als auch sehr persönlichen Erzählungen Niedeckens besteht.
Das solche Geschichten ihre Zeit zur Entwicklung benötigen, zeigen auf „Pik Sibbe“ die bis zu sieben Minuten langen Song-Konstruktionen, die musikalisch wie textlich Hochkarätiges bieten, denen man aber trotz ihrer Länge gerne zuhört. Das man Wichtiges allerdings auch in wesentlich kürzerer Zeit an den Hörer vermitteln kann, beweist dagegen das eindrucksvolle und leidenschaftliche „Wofür ?“
Musikalisch haben sich BAP mit „Pik Sibbe“ endlich und dankenswerterweise wieder etwas mehr in Richtung ihrer Wurzeln bewegt, aber dennoch den Spagat geschafft, sich dabei weiter zu entwickeln. Die bei den vorangegangenen Studio-Alben doch so manches Mal von Vielen als störend empfundene und kommerziell geprägte Produktion mit überbordenden Sound-Strukturen wurde für diese Platte weitgehend zurückgeschraubt. So fügen sich Keyboard-Parts passender in die Stücke ein, wirken weniger aufdringlich. Die Gitarrenlinien sind stimmig, nicht unnötig in den Vordergrund gestellt und begleiten Niedecken´s Gesang besonders in den ruhigen Stücken nahezu perfekt. So ist „Pik Sibbe“ eine schöne und rundum gelungene Platte.
Highlights : „Widderlich“, „Jipsmann“, „Paar Daach fröher“, „Nöher zo mir“, „Blonde Mohikaner“ und „Wofür ?“
Gesamt : ****
Für einen weiteren Popularitäts-Schub sorgt der musikalische Beitrag der Kölner für eine Episode der ZDF-Serie „Eurocops“ mit dem eigens dafür komponierten Titel „Ohm nasse Asphalt“. Im Weiteren wirkt das ganze Material angenehm ausgewogen und behandelt inhaltlich den inzwischen von BAP gewohnten Themen-Mix, der sowohl aus politischen und gesellschaftskritischen Motiven, als auch sehr persönlichen Erzählungen Niedeckens besteht.
Das solche Geschichten ihre Zeit zur Entwicklung benötigen, zeigen auf „Pik Sibbe“ die bis zu sieben Minuten langen Song-Konstruktionen, die musikalisch wie textlich Hochkarätiges bieten, denen man aber trotz ihrer Länge gerne zuhört. Das man Wichtiges allerdings auch in wesentlich kürzerer Zeit an den Hörer vermitteln kann, beweist dagegen das eindrucksvolle und leidenschaftliche „Wofür ?“
Musikalisch haben sich BAP mit „Pik Sibbe“ endlich und dankenswerterweise wieder etwas mehr in Richtung ihrer Wurzeln bewegt, aber dennoch den Spagat geschafft, sich dabei weiter zu entwickeln. Die bei den vorangegangenen Studio-Alben doch so manches Mal von Vielen als störend empfundene und kommerziell geprägte Produktion mit überbordenden Sound-Strukturen wurde für diese Platte weitgehend zurückgeschraubt. So fügen sich Keyboard-Parts passender in die Stücke ein, wirken weniger aufdringlich. Die Gitarrenlinien sind stimmig, nicht unnötig in den Vordergrund gestellt und begleiten Niedecken´s Gesang besonders in den ruhigen Stücken nahezu perfekt. So ist „Pik Sibbe“ eine schöne und rundum gelungene Platte.
Highlights : „Widderlich“, „Jipsmann“, „Paar Daach fröher“, „Nöher zo mir“, „Blonde Mohikaner“ und „Wofür ?“
Gesamt : ****