Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die besten Blues-Platten
Hi,
Habe gerade meine Blues Phase und bin auf der Suche nach weiterem Material.
Im moment habe ich aber leider nur ein paar Muddy Waters Scheiben wie zB. Hard Again oder Live.
Welche Scheiben der Bluesgeschichte sind denn ansonsten noch zu empfehlen.
Besonders interessieren mich neben Waters noch Howlin Wolf, Skip James, Willie Dixon und all die anderen klassichen Blues Männer.
Und mein Vater sucht vor allem nach guten Blues Live Alben.
Würde mich über Anregungen und Tips sehr freuen.
Und schonmal vorab sorry, falls es so einen ähnlichen Thread schon gibt, konnte aber nirgends was finden.
Von Muddy Waters ein Muss ist natürlich "At Newport 1960" und "Muddy 'Mississippi' Waters Live"(Deluxe Edition). Ansonsten finde ich die Chess 50 Jahre Jubiläumseditionen sehr schön, z.B. diese hier (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00005B3Q1/ref=pd_bxgy_img_2/302-7288684-7887235) oder Willie Dixon's Sampler (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000002P8I/qid=1137101263/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/302-7288684-7887235)
So richtige Studio-LPs, wie wir sie in der Pop und Rockmusik kennen, gab es von den Bluesern in den 40ern und 50ern ja nicht.
Von Muddy Waters unbedingt "Folk Singer" von 1964.
dagobert
12.01.2006, 22:56
könntet ihr bitte etwas nach stilen einordnen, wenn möglich. blues ist nicht gleich blues... oder? john lee hooker ist nicht dylan.
Folk Singer >> (Folk) Blues. ;) Akustisch, reduziert, sehr gut.
dagobert
12.01.2006, 23:05
Folk Singer >> (Folk) Blues. ;) Akustisch, reduziert, sehr gut.
tut mir leid ;-)
ich meinte aber die genannten platten. ich kenne mein glück... ab und zu ein blindkauf kann ja nicht schaden, aber ich stolper mein leben lang schon von einem misthaufen in den anderen ;-)
einfach "xyz, weil ist sehr gut" ist mir zu wenig.
@Otis
Ja, "Folksinger" gehört unbedingt in eine vernünftige Sammlung genauso wie die beiden Robert Johnson LPs (King of the Delta Blues Singers)
tut mir leid ;-)
ich meinte aber die genannten platten. ich kenne mein glück... ab und zu ein blindkauf kann ja nicht schaden, aber ich stolper mein leben lang schon von einem misthaufen in den anderen ;-)
einfach "xyz, weil ist sehr gut" ist mir zu wenig.
Die bisher genannten sind einfach gut und klassisch. Falls Du die nicht magst, würde ich es mit den weiteren klassischen Bluesern gar nicht erst versuchen.
Ich empfehle Dir Luther Allison "Live in Chicago"!
Der von Mick67 vorgeschlagene Willie Dixon Sampler ist wirklich zu 100 % empfehlenswert. Man bekommt auf zwei CD's alle von diesem Chicago Blues Mastermind geschriebenen/produzierten Klassiker, jeweils in den ursprünglichen (Single-) Versionen. Und da damals die besten Blueser bei Chess einen Vertrag hatten ist das auch ein guter Überblick um zu entscheiden ob man sich mit dem einen oder anderen näher beschäftigen will.
Mein Tip dazu: Koko Taylor !
Gruss,
ZUFO
Danke schonmal.
Was ist mit Howlin Wolf. Ist da die Chess Greatest Hits das beste was man kaufen kann ? Oder die London Sessions.
Mag den Mann nämlich sehr.
Ups hatte den Tip von Mick67 übersehen. Danke !!!
dagobert
12.01.2006, 23:39
ja, ich schliesse mich realman an. danke. bin zwar noch immer skeptisch, aber danke. ...chicago liegt mir einfach zu weit nördlich.
Gute Blues-Rock Live Scheibe: Popa Chubby - one night live in New York City.
Von den aktuelleren Blues Platten gefallen mir besonders Buddy Guy - sweet tea und John Mayall - Stories
thomlahn
13.01.2006, 08:33
Man besichtige dazu auch: Klick! (http://www.rollingstone.de/forum/showthread.php?t=1268)
Joliet Jake
13.01.2006, 09:10
Danke schonmal.
Was ist mit Howlin Wolf. Ist da die Chess Greatest Hits das beste was man kaufen kann ? Oder die London Sessions.
Mag den Mann nämlich sehr.Die "London Howlin´ Wolf Sessions" ist ein Muß, wenn man sich außerdem noch etwas für die Berührungspunkte mit weißem Blues interessiert. Das sind sie schließlich alle dabei (Stones, Clapton, Winwood, ...), und HW zeigt ihnen, wie´s geht.
Ansonsten in dieser Richtung (nicht so gut wie die London Sessions, aber ein Reinhören ist´s wert): Muddy Waters & The Rolling Stones / "Sweet Home Chicago".
Wenn Du eine Gegenüberstellung haben willst von weißem und schwarzem Blues: "Fathers & Sons", mit verschieden Interpreten beider Seiten, ich erinnere mich da z.B an Willie Dixon, Muddy Waters, John Lee Hooker, Sonny Boy Williamson, ... Für einen ersten (guten) Überblick eine sehr gute Scheibe.
Einer der ersten "elektrischen" und vom Gitarrenstil her unverwechselbar: T-Bone Walker, z.B. "T-Bone Blues - The essential recordings"
Wenn Du Howlin´ Wolf und Muddy Waters etwas kennengelernt hast, kann die " H.W., Muddy Waters & Bo Diddley - The super super blues band" interessant sein.
John Lee Hooker ist ein Muß zum Erforschen, aber konkrete Empfehlungen möchte ich jetzt ohne Cross-Check nicht abgeben.
Wie bereits erwähnt, gibt es wenig reguläre Veröffentlichungen.
Ich habe gestern abend noch mal meinen Bestand an Blues CDs gecheckt.
@amadeus
Popa Chubby ist klasse, meine Empfehlung Live at the FIP. Immer wieder schön zu hören wie gut man mit dicken Wurstfingern Gitarre spielen kann.
@Joliet Jake
Ja, die "London Sessions" mit Howlin' Wolf sind einfach genial besonders in dieser schönen Deluxe Edition (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00006LLOB/qid=1137140248/sr=2-3/ref=sr_2_11_3/303-3732064-0687461). Da wirken selbst meine Jungs wie kleine Schüler.#
Fathers and Sons dto.
Copperhead
13.01.2006, 13:24
little walter : blues with a feelin´
otis spann : the blues never die
robert johnson : the complete recordings
junior wells : hoodoo man blues
keith dunn : alone with the blues (nur vocals & harp) :sonne:
MitchRyder
13.01.2006, 13:32
Man sollte ihm die komplette "Blues Collection" empfehlen... aber wer hat diese schon vollständig. ;-)
Nochmals Thx. :bier:
Copperhead
13.01.2006, 13:35
Man sollte ihm die komplette "Blues Collection" empfehlen... aber wer hat diese schon vollständig. ;-)
Nochmals Thx. :bier:
:bier:
Joliet Jake
13.01.2006, 21:19
ich werd mich gleich mal in die Muddy Waters: The Anthology, 1947 - 1972 (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00005NHLY) reinhören. Doppel-CD mit 50 Tracks. Ich geb Dir dann Bescheid.
Joliet Jake
13.01.2006, 23:43
[...] Ich geb Dir dann Bescheid.Sorry, Realman, hab übersehen, daß Du keine PNs akzeptierst. Dann beschränken wir uns darauf: Gute Scheibe, praktisch alles Wichtige drauf.
Selber kaufen.
Ups, sorry hatte gar nicht gewusst, dass ich keine PNs kriegen kann. Werde gleich mal schauen wo ich das wieder umstellen kann.
Man sollte ihm die komplette "Blues Collection" empfehlen... aber wer hat diese schon vollständig. ;-)
Nochmals Thx. :bier:
Ja welche meinst du denn?
Es gab da mal in den 80ern von Amiga eine Blues-Collection Reihe mit wohl 15(?) LP's, die ich auch habe.
Die Reihe gewährte mir damals einen ersten tiefen Einblick in den Blues, sehr zu empfehlen!
Müsste auch in jedem guten Second-Hand erhältlich sein, zumindest einzelne LP's.
Ob es davon mittlerweile eine CD-Veröffentlichung gibt ist mir nicht bekannt.
Copperhead
14.01.2006, 17:31
Ja welche meinst du denn?
Es gab da mal in den 80ern von Amiga eine Blues-Collection Reihe mit wohl 15(?) LP's, die ich auch habe.
Die Reihe gewährte mir damals einen ersten tiefen Einblick in den Blues, sehr zu empfehlen!
Müsste auch in jedem guten Second-Hand erhältlich sein, zumindest einzelne LP's.
Ob es davon mittlerweile eine CD-Veröffentlichung gibt ist mir nicht bekannt.
das ist gemeint :
John Lee Hooker : The Blues Collection 01 : Boogie Man
B.B. King : The Blues Collection 02 : The King Of The Blues
Chuck Berry : The Blues Collection 03 : Blues Berry
Buddy Guy : The Blues Collection 04 : Stone Crazy
Bo Diddley : The Blues Collection 05 : Jungle Music
Robert Johnson: The Blues Collection 06 : Red Hot Blues
Howlin´Wolf : The Blues Collection 07 : London Sessions
John Mayall : The Blues Collection 08 : New Bluesbreakers
Bessie Smith : The Blues Collection 09 : Classic Blues
Sonny Boy Williamson II : The Blues Collection 10 : Nine Below Zero
Muddy Waters : The Blues Collection 11 : Chicago Blues
Little Richard : The Blues Collection 12 : Long Tall Sally
Memphis Slim : The Blues Collection 13 : Beer Drinkin´ Woman
Eric Clapton & The Yardbirds : The Blues Collection 14 : Eric Clapton & The Yardbirds
Fats Domino : The Blues Collection 15 : Be My Guest
T-Bone Walkerm : The Blues Collection 16 : Stormy Monday Blues
Elmore James : The Blues Collection 17 : Dust My Broom
Jimmy Reed : The Blues Collection 18 : You Don´t Have To Go
Otis Rush : The Blues Collection 19 : I Can´t Quit You Baby
Little Walter : The Blues Collection 20 : Boss Blues Harmonica
Magic Sam : The Blues Collection 21 : All Your Love
Lowell Fulson : The Blues Collection 22 : West Coast Blues
Bukka White : The Blues Collection 23 : Parchman Farm Blues
Jimmy Witherspoon : The Blues Collection 24 : Ain´t Nobody´s Business
Robert Cray : The Blues Collection 25 : Who´s Been Talkin´
Leadbelly : The Blues Collection 26 : Midnight Special
Big Bill Broonzy : The Blues Collection 27 : Whiskey And Good Time Blues
Louis Jordan : The Blues Collection 28 : Caldonia
Koko Taylor : The Blues Collection 29 : Wang Dang Doodle
Roosevelt Sykes : The Blues Collection 30 : "44" Blues
Lightnin´Hopkins : The Blues Collection 31 : Texas Blues
Otis Spann : The Blues Collection 32 : My Home In The Delta
Earl Hooker & Junior Wells : The Blues Collection 33 : Earl Hooker & Junior Wells
J.B. Lenoir : The Blues Collection 34 : Eisenhower Blues
Clarence Gatemouth Brown : The Blues Collection 35 : Just Got Lucky
Big Joe Williams : The Blues Collection 36 : Baby Please Don´t Go
J.B. Hutto : The Blues Collection 37 : Pet Cream Man
Big Maceo : The Blues Collection 38 : Worried Life Blues
Sonny Terry & Brownie McGhee : The Blues Collection 39 : Walk On
Lonnie Brooks : The Blues Collection 40 : Reconsider Baby
Sampler : The Blues Collection 41 : Memphis Jug Bands (Walk Right In)
Clifton Chenier : The Blues Collection 42 : Frenchin´ The Blues
Blind Willie McTell : The Blues Collection 43 : Statesboro Blues
Champion Jack Dupree : The Blues Collection 44 : Junker´s Blues
Fred McDowell : The Blues Collection 45 : Mississippi Blues
Arthur Big Boy Crudup : The Blues Collection 46 : Rock Me Mama
Charlie Patton : The Blues Collection 47 : Pony Blues
Big Joe Turner : The Blues Collection 48 : Roll ´Em
Tampa Red : The Blues Collection 49 : The Guitar Wizard
Frank Frost : The Blues Collection 50 : Downhome Blues
Sleepy John Estes : The Blues Collection 51 : Drop Down Mama
Blind Boy Fuller The Blues Collection 52 : Heart Ease Blues
Johnny Copeland The Blues Collection 53 : Texas Party
Memphis Minnie : The Blues Collection 54 : Let´s Go To Town
Phillip Walker : The Blues Collection 55 : Steppin´ Up In Class
Sampler : The Blues Collection 56 : Texas Blues
Eddie Vinson : The Blues Collection 57 : Cleanhead Blues
James Booker : The Blues Collection 58 : New Orleans Keyboard King
Jimmy Johnson The Blues Collection 59 : Country Preacher
Sampler : The Blues Collection 60 : Thirties´ Blues
Furry Lewis & Frank Stokes : The Blues Collection 61 : Beale Street Blues
Screamin´ Jay Hawkins : The Blues Collection 62 : Blues Shouter
Louisiana Red : The Blues Collection 63 : Pretty Woman
Professor Longhair : The Blues Collection 64 : Live In London
Victoria Spivey The Blues Collection 65 : Moaning The Blues
Peetie Wheatstraw : The Blues Collection 66 : The Devil´s Son-In-Law
Magic Slim : The Blues Collection 67 : Grand Slam
Piano Red : The Blues Collection 68 : Live And Feelin´ Good
Walter Horton : The Blues Collection 69 : Shuffle And Swing
Sampler : The Blues Collection 70 : Hillbilly Blues
Charles Brown : The Blues Collection 71 : Drifting Blues
Carey & Lurrie Bell : The Blues Collection 72 : Father And Son
Sampler : The Blues Collection 73 : Blues Women
Lonnie Johnson : The Blues Collection 74 : Guitar Blues
Snooks Eaglin : The Blues Collection 75 : Heavy Juice
hab ich mir vor ein paar jahren mal gekauft ! ;-)
ach ne, die mit den aussagekräftigen Begleitheftchen?;-)
Copperhead
14.01.2006, 17:41
ach ne, die mit den aussagekräftigen Begleitheftchen?;-)
richtig ! ;-) waren ne nette beilage ! :lach:
das ist gemeint :
John Lee Hooker : The Blues Collection 01 : Boogie Man
B.B. King : The Blues Collection 02 : The King Of The Blues
Chuck Berry : The Blues Collection 03 : Blues Berry
Buddy Guy : The Blues Collection 04 : Stone Crazy
Bo Diddley : The Blues Collection 05 : Jungle Music
Robert Johnson: The Blues Collection 06 : Red Hot Blues
Howlin´Wolf : The Blues Collection 07 : London Sessions
John Mayall : The Blues Collection 08 : New Bluesbreakers
Bessie Smith : The Blues Collection 09 : Classic Blues
Sonny Boy Williamson II : The Blues Collection 10 : Nine Below Zero
Muddy Waters : The Blues Collection 11 : Chicago Blues
Little Richard : The Blues Collection 12 : Long Tall Sally
Memphis Slim : The Blues Collection 13 : Beer Drinkin´ Woman
Eric Clapton & The Yardbirds : The Blues Collection 14 : Eric Clapton & The Yardbirds
Fats Domino : The Blues Collection 15 : Be My Guest
T-Bone Walkerm : The Blues Collection 16 : Stormy Monday Blues
Elmore James : The Blues Collection 17 : Dust My Broom
Jimmy Reed : The Blues Collection 18 : You Don´t Have To Go
Otis Rush : The Blues Collection 19 : I Can´t Quit You Baby
Little Walter : The Blues Collection 20 : Boss Blues Harmonica
Magic Sam : The Blues Collection 21 : All Your Love
Lowell Fulson : The Blues Collection 22 : West Coast Blues
Bukka White : The Blues Collection 23 : Parchman Farm Blues
Jimmy Witherspoon : The Blues Collection 24 : Ain´t Nobody´s Business
Robert Cray : The Blues Collection 25 : Who´s Been Talkin´
Leadbelly : The Blues Collection 26 : Midnight Special
Big Bill Broonzy : The Blues Collection 27 : Whiskey And Good Time Blues
Louis Jordan : The Blues Collection 28 : Caldonia
Koko Taylor : The Blues Collection 29 : Wang Dang Doodle
Roosevelt Sykes : The Blues Collection 30 : "44" Blues
Lightnin´Hopkins : The Blues Collection 31 : Texas Blues
Otis Spann : The Blues Collection 32 : My Home In The Delta
Earl Hooker & Junior Wells : The Blues Collection 33 : Earl Hooker & Junior Wells
J.B. Lenoir : The Blues Collection 34 : Eisenhower Blues
Clarence Gatemouth Brown : The Blues Collection 35 : Just Got Lucky
Big Joe Williams : The Blues Collection 36 : Baby Please Don´t Go
J.B. Hutto : The Blues Collection 37 : Pet Cream Man
Big Maceo : The Blues Collection 38 : Worried Life Blues
Sonny Terry & Brownie McGhee : The Blues Collection 39 : Walk On
Lonnie Brooks : The Blues Collection 40 : Reconsider Baby
Sampler : The Blues Collection 41 : Memphis Jug Bands (Walk Right In)
Clifton Chenier : The Blues Collection 42 : Frenchin´ The Blues
Blind Willie McTell : The Blues Collection 43 : Statesboro Blues
Champion Jack Dupree : The Blues Collection 44 : Junker´s Blues
Fred McDowell : The Blues Collection 45 : Mississippi Blues
Arthur Big Boy Crudup : The Blues Collection 46 : Rock Me Mama
Charlie Patton : The Blues Collection 47 : Pony Blues
Big Joe Turner : The Blues Collection 48 : Roll ´Em
Tampa Red : The Blues Collection 49 : The Guitar Wizard
Frank Frost : The Blues Collection 50 : Downhome Blues
Sleepy John Estes : The Blues Collection 51 : Drop Down Mama
Blind Boy Fuller The Blues Collection 52 : Heart Ease Blues
Johnny Copeland The Blues Collection 53 : Texas Party
Memphis Minnie : The Blues Collection 54 : Let´s Go To Town
Phillip Walker : The Blues Collection 55 : Steppin´ Up In Class
Sampler : The Blues Collection 56 : Texas Blues
Eddie Vinson : The Blues Collection 57 : Cleanhead Blues
James Booker : The Blues Collection 58 : New Orleans Keyboard King
Jimmy Johnson The Blues Collection 59 : Country Preacher
Sampler : The Blues Collection 60 : Thirties´ Blues
Furry Lewis & Frank Stokes : The Blues Collection 61 : Beale Street Blues
Screamin´ Jay Hawkins : The Blues Collection 62 : Blues Shouter
Louisiana Red : The Blues Collection 63 : Pretty Woman
Professor Longhair : The Blues Collection 64 : Live In London
Victoria Spivey The Blues Collection 65 : Moaning The Blues
Peetie Wheatstraw : The Blues Collection 66 : The Devil´s Son-In-Law
Magic Slim : The Blues Collection 67 : Grand Slam
Piano Red : The Blues Collection 68 : Live And Feelin´ Good
Walter Horton : The Blues Collection 69 : Shuffle And Swing
Sampler : The Blues Collection 70 : Hillbilly Blues
Charles Brown : The Blues Collection 71 : Drifting Blues
Carey & Lurrie Bell : The Blues Collection 72 : Father And Son
Sampler : The Blues Collection 73 : Blues Women
Lonnie Johnson : The Blues Collection 74 : Guitar Blues
Snooks Eaglin : The Blues Collection 75 : Heavy Juice
hab ich mir vor ein paar jahren mal gekauft ! ;-)
:wow:
Oh je, haste dich da schon durchgekämpft?
Ist das 'ne Vinyl oder CD Veröffentlichung?
Wie lag das Paket damals preislich?
Habe gerade mal bei ebay gestöbert und bin glatt fündig geworden:
http://cgi.ebay.de/THE-BLUES-COLLECTION-Nr-1-50-CDs-Texthefte_W0QQitemZ4821472489QQcategoryZ1559QQrdZ1 QQcmdZViewItem
Na ja, wer zuviel Euronen übrig hat, kann ja zuschlagen!
Copperhead
14.01.2006, 18:03
:wow:
Oh je, haste dich da schon durchgekämpft?
Ist das 'ne Vinyl oder CD Veröffentlichung?
Wie lag das Paket damals preislich?
aber sicher ! kamen immer 2 cds im monat raus. und die dm-preise : erst kamen die "lockpreise" : 3,80 für die erste und 8,80 für die zweite ausgabe. alle anderen dann 11,80.
MitchRyder
14.01.2006, 20:00
Wer diese Serie vollständig hat, der hat wohl Ahnung vom Blues ;-) .
Damals war dieses Heftchen mit der CD begehrter als heute der RS :lach: .
das ist gemeint :
John Lee Hooker : The Blues Collection 01 : Boogie Man
B.B. King : The Blues Collection 02 : The King Of The Blues
Chuck Berry : The Blues Collection 03 : Blues Berry
Buddy Guy : The Blues Collection 04 : Stone Crazy
Bo Diddley : The Blues Collection 05 : Jungle Music
Robert Johnson: The Blues Collection 06 : Red Hot Blues
Howlin´Wolf : The Blues Collection 07 : London Sessions
John Mayall : The Blues Collection 08 : New Bluesbreakers
Bessie Smith : The Blues Collection 09 : Classic Blues
Sonny Boy Williamson II : The Blues Collection 10 : Nine Below Zero
Muddy Waters : The Blues Collection 11 : Chicago Blues
Little Richard : The Blues Collection 12 : Long Tall Sally
Memphis Slim : The Blues Collection 13 : Beer Drinkin´ Woman
Eric Clapton & The Yardbirds : The Blues Collection 14 : Eric Clapton & The Yardbirds
Fats Domino : The Blues Collection 15 : Be My Guest
T-Bone Walkerm : The Blues Collection 16 : Stormy Monday Blues
Elmore James : The Blues Collection 17 : Dust My Broom
Jimmy Reed : The Blues Collection 18 : You Don´t Have To Go
Otis Rush : The Blues Collection 19 : I Can´t Quit You Baby
Little Walter : The Blues Collection 20 : Boss Blues Harmonica
Magic Sam : The Blues Collection 21 : All Your Love
Lowell Fulson : The Blues Collection 22 : West Coast Blues
Bukka White : The Blues Collection 23 : Parchman Farm Blues
Jimmy Witherspoon : The Blues Collection 24 : Ain´t Nobody´s Business
Robert Cray : The Blues Collection 25 : Who´s Been Talkin´
Leadbelly : The Blues Collection 26 : Midnight Special
Big Bill Broonzy : The Blues Collection 27 : Whiskey And Good Time Blues
Louis Jordan : The Blues Collection 28 : Caldonia
Koko Taylor : The Blues Collection 29 : Wang Dang Doodle
Roosevelt Sykes : The Blues Collection 30 : "44" Blues
Lightnin´Hopkins : The Blues Collection 31 : Texas Blues
Otis Spann : The Blues Collection 32 : My Home In The Delta
Earl Hooker & Junior Wells : The Blues Collection 33 : Earl Hooker & Junior Wells
J.B. Lenoir : The Blues Collection 34 : Eisenhower Blues
Clarence Gatemouth Brown : The Blues Collection 35 : Just Got Lucky
Big Joe Williams : The Blues Collection 36 : Baby Please Don´t Go
J.B. Hutto : The Blues Collection 37 : Pet Cream Man
Big Maceo : The Blues Collection 38 : Worried Life Blues
Sonny Terry & Brownie McGhee : The Blues Collection 39 : Walk On
Lonnie Brooks : The Blues Collection 40 : Reconsider Baby
Sampler : The Blues Collection 41 : Memphis Jug Bands (Walk Right In)
Clifton Chenier : The Blues Collection 42 : Frenchin´ The Blues
Blind Willie McTell : The Blues Collection 43 : Statesboro Blues
Champion Jack Dupree : The Blues Collection 44 : Junker´s Blues
Fred McDowell : The Blues Collection 45 : Mississippi Blues
Arthur Big Boy Crudup : The Blues Collection 46 : Rock Me Mama
Charlie Patton : The Blues Collection 47 : Pony Blues
Big Joe Turner : The Blues Collection 48 : Roll ´Em
Tampa Red : The Blues Collection 49 : The Guitar Wizard
Frank Frost : The Blues Collection 50 : Downhome Blues
Sleepy John Estes : The Blues Collection 51 : Drop Down Mama
Blind Boy Fuller The Blues Collection 52 : Heart Ease Blues
Johnny Copeland The Blues Collection 53 : Texas Party
Memphis Minnie : The Blues Collection 54 : Let´s Go To Town
Phillip Walker : The Blues Collection 55 : Steppin´ Up In Class
Sampler : The Blues Collection 56 : Texas Blues
Eddie Vinson : The Blues Collection 57 : Cleanhead Blues
James Booker : The Blues Collection 58 : New Orleans Keyboard King
Jimmy Johnson The Blues Collection 59 : Country Preacher
Sampler : The Blues Collection 60 : Thirties´ Blues
Furry Lewis & Frank Stokes : The Blues Collection 61 : Beale Street Blues
Screamin´ Jay Hawkins : The Blues Collection 62 : Blues Shouter
Louisiana Red : The Blues Collection 63 : Pretty Woman
Professor Longhair : The Blues Collection 64 : Live In London
Victoria Spivey The Blues Collection 65 : Moaning The Blues
Peetie Wheatstraw : The Blues Collection 66 : The Devil´s Son-In-Law
Magic Slim : The Blues Collection 67 : Grand Slam
Piano Red : The Blues Collection 68 : Live And Feelin´ Good
Walter Horton : The Blues Collection 69 : Shuffle And Swing
Sampler : The Blues Collection 70 : Hillbilly Blues
Charles Brown : The Blues Collection 71 : Drifting Blues
Carey & Lurrie Bell : The Blues Collection 72 : Father And Son
Sampler : The Blues Collection 73 : Blues Women
Lonnie Johnson : The Blues Collection 74 : Guitar Blues
Snooks Eaglin : The Blues Collection 75 : Heavy Juice
hab ich mir vor ein paar jahren mal gekauft ! ;-)
Meiner Meinung nach kann das nicht die gemeinte Blues Collection von Amiga sein, da ich alle 15 Scheiben hier zu Hause habe, die folgendermaßen lauten:
856 128 Muddy Waters – Blues Collection 1
856 153 John Lee Hooker – Blues Collection 2
856 180 B.B. King – Blues Collection 3
856 152 Sonny Terry & Brownie McGhee – Blues Collection 4
856 242 The Howlin’ Wolf Session – Blues Collection 5
856 266 Champion Jack Dupree – Blues Collection 6
856 279 Sonny Boy Williamson – Blues Collection 7
856 327 Johnny Winter – 3rd Degree – Blues Collection 8
856 280 Lonnie Johnson – Blues Collection 9
856 376 John Mayall’s Bluesbreakers – Blues Collection 10
856 281 John Henry Barbee – Blues Collection 11
856 282 Snooks Henry Barbee – Blues Collection 12
856 458 Big Bill Broonzy – Blues Collection 13
856 487 Little Walter – Blues Collection 14
856 518 Johnny Guitar Watson – Blues Collection 15
Frage mich, wóher die andere Blues Collection kommen soll, sicher nicht von AMIGA....
Staggerlee
02.06.2007, 18:24
Da die Ursprungsfrage war, welche CD`s sich der Einsteiger zulegen sollte, hier mal eine (reichlich oberflächliche und willkürliche) Liste von 10 CD`s die mir am Herzen liegen und mit der man eventuell eine Blues Sammlung beginnen könnte:
1.) Robert Johnson: Delta Blues Vol. 1
2.) Robert Johnson: King Of The Delta Blues Singers (Vol.2)
3.) Mississippi Fred McDowell: I Do Not Play No Rock`n Roll
4.) Howlin`Wolf: His Best (Chess)
5.) John Lee Hooker: It Serves You Right To Suffer
6.) John Lee Hooker: Original Folk Blues
7.) Jimmy Reed: I`m Jimmy Reed
8.) B.B. King: Live At The Regal
9.) Muddy Waters: The Real Folk Blues
10.) Muddy Waters: More Real Folk Blues
von mississippi john hurt sollte was dabei sein
Staggerlee
02.06.2007, 19:59
Du hast natürlich Recht dengel, ich habe z.B. The Immortal Mississipi John Hurt (von 1967) sehr gut in Erinnerung (schon länger nicht mehr gehört). Ich denke, daß sein Einfluß auf die Folk Szene enorm war, gerade da sein Stil eher untypisch für das Delta war. Fragt sich aber natürlich welche der 10 man aus der Liste dafür rausschmeißen sollte. Wie gesagt, sie ist relativ willkürlich; einfach eine Zusammenstellung von 10 meiner Lieblings Blues CD`s. In der Liste fehlen unbedeutende Namen wie z.B. Charley Patton oder Bessie Smith.
asdfjklö
05.06.2007, 13:19
..wenn schon John Hurt, dann bitte erst einmal die unglaublichen 1928 Sessions!
Ferner - meine Einstiegsempfehlungen an Musikern:
T-Bone Walker (40's, 50's)
Robert Johnson
Lightnin' Hopkins(50's, 60's)
John Lee Hooker(50's, 60's VeeJay)
Otis Rush(50's, 60's Cobra)
Magic Sam(50's, 60's, Cobra, Delmark)
Earl Hooker(50's, 60's, Cuca, Arhoolie)
Muddy Waters(Chess)
Howlin' Wolf(Chess)
Champion Jack Dupree(50's Atlantic)
Little Walter(Chess)
Jimmy Reed(VeeJay)
J.B.Lenoir(50's, 60's, auch Chess)
Blind Willie McTell(40's, 50's)
Fred McDowell(60's, Arhoolie)
Bukka White
Son House
Buddy Guy(CHess)
Das nur eine spontane Auswahl von Musikern, deren Platten zu einer guten Basisdiskothek des Blues zählen sollten...
MitchRyder
05.06.2007, 13:52
Die von Copperhead genannte Collection ist im Rahmen einer Printveröffentlichung durch den Orbis Publishing Verlag in London von 1995 im Rahmen eines monatlich (bzw. vierzehntägigen) erschienen Heftes herausgekommen. In Zusammenarbeit mit der Editions Atlas.
Für Einsteiger sehr zu empfehlen, wenn sie Aufnahmen von CD mögen. Inwieweit diese 75zig umfassende Ausgaben noch erhältlich sind, bin ich überfragt. Im Ganzen jedoch sehr informativ und lohnenswert sich anzuschaffen, wenn man den Blues kennen lernen möchte.
Grave Wisdom
04.11.2007, 00:25
@Otis
Ja, "Folksinger" gehört unbedingt in eine vernünftige Sammlung genauso wie die beiden Robert Johnson LPs (King of the Delta Blues Singers)
ups, ich habe wohl keine vernünftige Sammlung :wow:
Grave Wisdom
04.11.2007, 00:33
9.) Muddy Waters: The Real Folk Blues
10.) Muddy Waters: More Real Folk Blues
Puh, DIE hab ich wenigstens ;-) .... Nur wo ?
Immer wieder gern gehört:
B.B. King: Indianola Mississippi Seeds
Ganz frisch aufgelegt wurde wieder die Serie "American Folk Blues Festival".
Lippmann und Rau holten diverse Blueser über den großen Teich und gingen mit ihnen auf Tour durch Europa. 2001 hat die Rechte gekauft und 14 CDs und eine Best Of für jeweils 5 Euros auf der Markt gebracht.
Man hat dadurch einen guten Überblick was sich in den 20 Jahren tat.
Der Hofacker
04.01.2008, 22:54
ich höre gerade "hard again" von muddy waters (1977). was für eine unbändige kraft und ehrfurchtgebietende autorität! hammer-album!
http://www.48chicagoblues.com/Muddy%20Waters%20for%20web%20site/Hard%20Again%20Cover.jpg
Ja, die finde ich auch toll!
ich höre gerade "hard again" von muddy waters (1977). was für eine unbändige kraft und ehrfurchtgebietende autorität! hammer-album!
http://www.48chicagoblues.com/Muddy%20Waters%20for%20web%20site/Hard%20Again%20Cover.jpg
Ja, die finde ich auch toll!
:bier:
Daran hat auch Produzent Johnny Winter einen großen Anteil.
Der Hofacker
04.01.2008, 23:04
apropos: man munkelt, dass es johnny winter wieder besser gehen soll und dass da demnächst vielleicht sogar wieder hörbares fabriziert werden soll. was'n da dran?
apropos: man munkelt, dass es johnny winter wieder besser gehen soll und dass da demnächst vielleicht sogar wieder hörbares fabriziert werden soll. was'n da dran?
Habe ich auch in der neuen "Rocks" am Kiosk gelesen. Sein alter Manager soll ihn übel ausgebeutet und mit miesen Medikamenten versorgt haben, die ihm fast das Leben gekostet haben. Inzwischen kümmert sich wohl ein befreundeter Musiker um ihn und es geht ihm zusehends besser.
Der Hofacker
04.01.2008, 23:10
na, hoffentlich wird das was... klingt ein bisschen so wie nigel dingsbums, der sich väterlich um peter green gekümmert hat. die musik, die dabei rauskam, war ja eher nicht so doll, aber good ol' pete scheint wieder halbwegs im lot zu ticken... besser so als anders, denk ich.
mick: muddy fertig, hehe, zieh dich warm an... ;-)
na, hoffentlich wird das was... klingt ein bisschen so wie nigel dingsbums, der sich väterlich um peter green gekümmert hat. die musik, die dabei rauskam, war ja eher nicht so doll, aber good ol' pete scheint wieder halbwegs im lot zu ticken... besser so als anders, denk ich.
Ich habe an Brian Wilson und seinen Haus-und Hofpsychiater Eugene Landy gedacht.
mick: muddy fertig, hehe, zieh dich warm an... ;-)
:zitter:
Der Hofacker
04.01.2008, 23:17
[QUOTE=Mick67;1380243]Ich habe an Brian Wilson und seinen Haus-und Hofpsychiater Eugene Landy gedacht.
das war auch so'n pärchen...
ich sach ma tschö und gute besserung! :bis_bald:
das war auch so'n pärchen...
ich sach ma tschö und gute besserung! :bis_bald:
Danke, es geht allmählich wieder. Dafür hat es jetzt K. wieder ein wenig erwischt. :roll:
ich höre gerade "hard again" von muddy waters (1977). was für eine unbändige kraft und ehrfurchtgebietende autorität! hammer-album!
http://www.48chicagoblues.com/Muddy%20Waters%20for%20web%20site/Hard%20Again%20Cover.jpg
ich halte den Sound der Platte für glatt!(ich mag den ausdruck "glatt" nicht, aber hier fällt mir nichts gescheiteres ein)
sie bringt nicht das Bluesfeeling rüber was ich mir erwartet habe, genauso die King Bee-Platte.
-so als wären diese Platten zum Üben für Durchschnittsnachspielbluesmusiker aufgenommen worden.
sie ist nicht schlecht, aber auch nicht der Überhammer.
Der Hofacker
05.01.2008, 09:02
ich fürchte, mit der meinung stehst du allein da.
mir jedenfalls kommt der sound fett, lebendig und durchaus dirty vor.
Krautathaus
05.01.2008, 10:23
ich fürchte, mit der meinung stehst du allein da.
mir jedenfalls kommt der sound fett, lebendig und durchaus dirty vor.
Nein, tut er nicht. Der Sound vom Schlagzeug ist unnatürlich, es klingt wie ein Schuhkarton und die Platte (hab sie nun bestimmt 5 oder 6 mal gehört) halte ich für absolut überbewertet.
Leider stolpern hier die Musiker nach dem "ich will jetzt auch gleich zeigen wie toll ich bin Prinzip" durcheinander und spielen nicht zusammen, wie ich es von den anderen Waters Alben aus den 70ern gewohnt bin.
Wenn Winters an diesem Durcheinander die Schuld trägt, wäre er besser nicht dabei gewesen.
Hab erst kürzlich die "Unk in funk" bekommen, und die ist wirklich klasse. Genauso die "Fathers and Sons" oder das "Woodstock Album".
Warum diese Alben nicht mehr Lob bekommen, entzieht sich meinem Verständnis.
Genauso die "Fathers and Sons" Warum diese Alben nicht mehr Lob bekommen, entzieht sich meinem Verständnis.
Weil sich auf dieser Platte andere Musiker auf Kosten von Muddy Waters zu profilieren versuchten.
Krautathaus
05.01.2008, 11:22
Weil sich auf dieser Platte andere Musiker auf Kosten von Muddy Waters zu profilieren versuchten.
Du meinst Butterfield und Bloomfield. Finde nicht, daß sie Muddy "übertönen" oder sich in den Vordergrund spielen. Genau das finde ich ja an diesen 3 genannten Alben so angenehm, daß das Zusammenpiel (im Gegensatz zu "Hard Again") im Vordergrund steht.
Auch hier hat mich die "Unk in funk" sehr positiv überrascht.
Und im Vergleich mit einem Klassemusiker wie Butterfield, hat ein Johnny Winter bei mir keine Chance.
Der Hofacker
05.01.2008, 11:23
Weil sich auf dieser Platte andere Musiker auf Kosten von Muddy Waters zu profilieren versuchten.
@ dengel: :bier:
ansonsten wg. hard again: unfug! was ist falsch daran, wenn sich die instrumente anhören wie sie sich im wirklichen leben nun mal anhören (ich hab schon viele drumsets in natura gehört, die klingen wie schuhkartons - und wenn du mich fragst: das hat was!)?
und ansonsten spielen all die jungs vor lauter begeisterung gelegentlich durcheinander, aber genau dieses chaos macht die unter winters regie entstandenen platten so lebendig. der alte herr hat ja auch hörbar spaß an der sache - und der muss es als "erfinder" dieser sorte musik ja nun wirklich wissen...
Krautathaus
05.01.2008, 11:53
ansonsten wg. hard again: unfug! was ist falsch daran, wenn sich die instrumente anhören wie sie sich im wirklichen leben nun mal anhören (ich hab schon viele drumsets in natura gehört, die klingen wie schuhkartons - und wenn du mich fragst: das hat was!)?
Tja, hab auch schon einigen Soundchecks beigewohnt, aber wenn der Schukartonsound so toll ist, frage ich mich schon, warum ich ihn nie wieder auf einem Studioalbum gehört habe?
asdfjklö
07.01.2008, 18:54
Als Freund des 50's Blues halte ich die "Hard again" für eine Scheibe mit gutem Bluesfeeling, und wenn's dann nach Schuhkarton klingt - so what!
Blues-Pfaffe
09.01.2008, 09:47
Weil sich auf dieser Platte andere Musiker auf Kosten von Muddy Waters zu profilieren versuchten.
Ich glaub, alle diese Scheiben, wo die "Väter" mit der (meist weißen) Nachfolgegeneration zusammenspielen, werden einer solchen Kritik unterzogen. Auch über die "London Sessions" von Howlin' Wolf oder die von Waters sind immer wieder solche Behauptungen aufgestellt worden. Aber für mich wird auf all diesen Alben eines deutlich: zu der Zeit damals waren all die schon so hochgelobten weißen Bluesmusiker (ausgenommen für mich lediglich nur Paul Butterfield) noch Schulknaben im Vergleich zu Meistern wie Waters oder Wolf. Dennoch höre ich die Alben sehr gern, weil sie - wie bei Schulprojekten manchmal - einen unbändigen Spielspaß ausdrücken.
Krautathaus
09.01.2008, 13:43
Ich glaub, alle diese Scheiben, wo die "Väter" mit der (meist weißen) Nachfolgegeneration zusammenspielen, werden einer solchen Kritik unterzogen. Auch über die "London Sessions" von Howlin' Wolf oder die von Waters sind immer wieder solche Behauptungen aufgestellt worden. .
Wolf's "London Sessions" Album ist eine absolute Wohltat im Vergleich zu "Hard Again".
Das Zusammenspiel ist auf dem Album ist vorbildlich, der Sound fantastisch.
Wyman und Watts sind für mich die 2 Stützen dieses Albums.
Allerdings ist "London Sessions" mit "Hard Again" schlecht vergleichbar, weil die Stücke von Wolf sehr groovig gespielt werden.
Ich finde auch, dass die Treffs zwischen alt und jung, weiss und schwarz etc. nie so ganz befriedigend waren (Howlin' Wolf ragt meiner bescheidenen Meinung nach heraus). Das trifft übrigens auch auf solche Platten wie SUPER BLUES SESSION (so hieß se glaub ick - da treffen Muddy Waters, Howlin' Wolf und Bo Diddley so ums Jahr 68 herum aufeinander) zu, wo kein bleicher Mann (und erst recht kein Albino ;-)) dabei war. Wahrscheinlich liegt das ein bißchen auch an den Erwartungen, die man an solche Treffs hat (soll man ja wohl auch haben).
Eine Platte, bei der wirklich alles schiefgegangen ist, ist 20th ANNIVERSARY OF ROCK'N'ROLL von Bo Diddley von 1976. Mit dabei sind u.a. Alvin Lee, Carmine Appice, Tim Bogert, Joe Cocker, Keith Moon, Leslie West, Elvin Bishop, Roger McGuinn und Billy Joel. Die erste Seite bringt eine Soul/Funk-Mischung mit einem Rhythmus, der in etwa so beweglich ist, wie eine Brechstange. Und die Wartezeit zwischen den Höhepu...Moment mal: Billy Joel?!? Nun ja, vielleicht sollte die Platte ja auch helfen, Diddley einem jüngeren Publikum nahezubringen - also die Wartezeit zwischen den Höhepunkten auf der zweiten Seite (einem Medley aus seinen populärsten Hits) ist erstaunlich lange.
Was das nun mit den "besten Blues-Platten" zu tun haben soll? Nichts. Deswegen nenn ich noch kurz die, die ich zur Zeit am Häufigsten höre: John Lee Hooker: TRAVELLIN'. "I'll Know Tonight" ist mein Lieblingslied, u.a. wegen der Anfangszeile ("Come on... let's make love tonite" - präzise ausgedrückt von Hooker, oder?) und der darauffolgenden Bass-Linie. Kann ich nur empfehlen.
Blues-Pfaffe
13.02.2008, 08:31
Was das nun mit den "besten Blues-Platten" zu tun haben soll? Nichts.
Stimmt nun wirklich nicht. Auch wenn die schwarz-weiß-Platten nicht zu den besten Blues-Platten gehören, haben sie doch ne Menge nicht Blues-Hörer aufmerksam auf diese Musik gemacht. Sie waren quasi "Lehrstunde" für die weißen Mitspieler und für die jungen Rockfans gleichermaßen. Und mittlerweile gibt es zum Glück genügend Weiße, die eben nicht nur einfach Bluesrock herunterschrammeln, sondern sich dem "echten" Blues mit Können und Respekt nähern.
mittlerweile? ich erinnere hier nur an Joanna Connor aus Chicago ! (seit ca. 1989)
eine der coolsten Musikerinnen, die ich je kennengelernt hab.
Blues-Pfaffe
13.02.2008, 12:12
Mittlerweile - damit meine ich im Vergleich zu den 60er und 70ern... Und eigentlich waren auch schon damals Leute wie Dr. John oder Paul Butterfield von den Farbigen als gleichberechtigt anerkannt.
Stimmt nun wirklich nicht. Auch wenn die schwarz-weiß-Platten nicht zu den besten Blues-Platten gehören, haben sie doch ne Menge nicht Blues-Hörer aufmerksam auf diese Musik gemacht. Sie waren quasi "Lehrstunde" für die weißen Mitspieler und für die jungen Rockfans gleichermaßen. Und mittlerweile gibt es zum Glück genügend Weiße, die eben nicht nur einfach Bluesrock herunterschrammeln, sondern sich dem "echten" Blues mit Können und Respekt nähern.
Hallo Blues-Pfaffe, Du hast natürlich vollkommen recht mit dem, was Du schreibst. Allerdings liegt da offensichtlich ein Missverständnis vor. Ich meinte vielmehr, dass ich ausgerechnet in dem Thread, der von den "besten Blues-Platten" handelt, über eine Platte geschrieben habe, die mir nicht so gut gefallen hat (die Diddley-Platte).
Ich finde übrigens Deine Beobachtung, dass alle Blues-Platten, bei denen die Blues-Schüler auf ihre Lehrer treffen, fast schon reflexartig der gleichen Kritik unterworfen werden (nämlich, dass die Schüler sich profilieren oder in den Vordergrund spielen wollen), sehr treffend. Und gerade bei FATHERS AND SONS ist der Vorwurf ja nun wirklich falsch, da der Sinn der Übung ja eben genau darin bestand, dass beide Welten - alt und jung, schwarz und weiss, alte und neue Schule des Blues - aufeinandertreffen sollten. Zumal sich Bloomfield auf der Platte fast über Gebühr zurückhält (er spielt, glaube ich, gerade einmal zwei recht kurze Soli auf der gesamten Doppel-LP).
Am Wochenende habe ich übrigens zufälligerweise nach langer Zeit wieder BLUES JAM AT CHESS mit Fleetwood Mac, Otis Spann, Willie Dixon, Shakey Horton etc. gehört und sie hat mir ausnehmend gut gefallen.
Blues-Pfaffe
21.02.2008, 14:50
Am Wochenende habe ich übrigens zufälligerweise nach langer Zeit wieder BLUES JAM AT CHESS mit Fleetwood Mac, Otis Spann, Willie Dixon, Shakey Horton etc. gehört und sie hat mir ausnehmend gut gefallen.
Stimmt - die höre ich auch immer wieder gerne. Und die steht hier zurecht unter den besten Blues-Platten...:wave:
@ Blues-Pfaffe: Du magst Paul Butterfield, nicht wahr? Welche Platte von ihm findest Du denn besonders gut? Ich finde die ersten beiden unglaublich gut, vor allem EAST-WEST. Leider ist Bloomfield danach ja aus der Band ausgetreten und die Bläser, die die entstandene Lücke schließen sollten, waren kein gleichwertiger Ersatz (in meinen Augen), obwohl die Musik weiterhin suberb war (vor allem auf PIGBOY CRABSHAW).
Unter den Platten, die ich von ihm habe, gefällt mir nur eine nicht sonderlich, nämlich PUT IT IN YOUR EARS. Ich habe sie jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr gehört, aber ich erinnere mich dunkel an sehr glatte Arrangements, die einem auch Streicher nicht vorenthalten (und die passen nur seltem zum Blues).
Blues-Pfaffe
03.03.2008, 08:49
@ Blues-Pfaffe: Du magst Paul Butterfield, nicht wahr? Welche Platte von ihm findest Du denn besonders gut? Ich finde die ersten beiden unglaublich gut, vor allem EAST-WEST. Leider ist Bloomfield danach ja aus der Band ausgetreten und die Bläser, die die entstandene Lücke schließen sollten, waren kein gleichwertiger Ersatz (in meinen Augen), obwohl die Musik weiterhin suberb war (vor allem auf PIGBOY CRABSHAW).
Unter den Platten, die ich von ihm habe, gefällt mir nur eine nicht sonderlich, nämlich PUT IT IN YOUR EARS. Ich habe sie jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr gehört, aber ich erinnere mich dunkel an sehr glatte Arrangements, die einem auch Streicher nicht vorenthalten (und die passen nur seltem zum Blues).
Ich hab leider noch nicht alle Sachen von Butterfield hören können. East-West ist dabei wirklich noch die beste. Put It In Your Ears hab ich noch nicht gehört, ebenso wenig wie Pigboy Crabshaw. - Du siehst: bei mir gibts noch jede Menge Bildungslücken zu stopfen. Doch leider ist die Möglichkeit hier in der Region, an gute Bluesplatten zu kommen, nicht so gut.
A propos Streicher im Blues: Gibts überhaupt eine Aufnahme mit Streichern (ich meine jetzt wirklich ganze Streichergruppen, keine Solo-Violine), die wirklich als Blues durchgeht? Mir ist bislang noch keine vor die Ohren gekommen.
Krautathaus
03.03.2008, 09:05
Doch leider ist die Möglichkeit hier in der Region, an gute Bluesplatten zu kommen, nicht so gut.
Meine 4 Butterfield Alben habe ich alle bei E-Bay ersteigert. So auch 90% der Bluesalben, die ich in den letzten 2 Jahren gekauft habe.
Auch wenn "Better Days" kein typisches Butterfield Album ist, halte ich es für ein Meisterwerk.
http://cgi.ebay.com/PAUL-BUTTERFIELD-BETTER-DAYS-1973-BEARSVILLE-EX-COND_W0QQitemZ150218619129QQihZ005QQcategoryZ306QQ rdZ1QQssPageNameZWD1VQQ_trksidZp1638.m118.l1247QQc mdZViewItem
Seine Alben "Paul Butterfield Band" und "Live" kann ich bedenkenlos empfehlen.
Ich hab leider noch nicht alle Sachen von Butterfield hören können. East-West ist dabei wirklich noch die beste. Put It In Your Ears hab ich noch nicht gehört, ebenso wenig wie Pigboy Crabshaw. - Du siehst: bei mir gibts noch jede Menge Bildungslücken zu stopfen. Doch leider ist die Möglichkeit hier in der Region, an gute Bluesplatten zu kommen, nicht so gut.
A propos Streicher im Blues: Gibts überhaupt eine Aufnahme mit Streichern (ich meine jetzt wirklich ganze Streichergruppen, keine Solo-Violine), die wirklich als Blues durchgeht? Mir ist bislang noch keine vor die Ohren gekommen.
Ach, Bildungslücken. Ich denke, wenn man sich mit Blues beschäftigt, kommt man um Bildungslücken nicht herum, weil man hier in Deutschland reichlich ab vom Schuss ist und es so unglaublich viele gute (und nahezu unbekannte) Musiker gibt.
Was die Frage mit den Streichern angeht: Also ich hab eine Fleetwood-Mac-Nummer im Ohr, die mir gut gefällt und sicher als Blues durchgeht: "Need Your Love So Bad". Außerdem habe ich auf einem Sampler einmal eine B.B.-King-Nummer gehört, die in dieselbe Richtung ging. Aber richtig gefallen hat sie mir nicht.
Insgesamt finde ich aber, dass dem Blues allzu üppige Arrangements (wenn sie nicht äußerst geschickt eingesetzt werden) nicht passen. Übrigens habe ich sogar den Eindruck, dass die produktionstechnischen Fortschritte der späten 60er Jahre und der 70er Jahre dem Blues insgesamt auch nicht gerade gut bekommen sind. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er seit diesen Tagen ein wenig ein Schattendasein fristet.
Seine Alben "Paul Butterfield Band" und "Live" kann ich bedenkenlos empfehlen. Meinst Du mit PAUL BUTTERFIELD BAND seine erste? Die ist nämlich für mich der Inbegriff dessen, was man sich unter "reinem" Chicago-Blues in den 60er Jahren bestenfalls vorstellen kann.
Krautathaus
03.03.2008, 10:50
Meinst Du mit PAUL BUTTERFIELD BAND seine erste? Die ist nämlich für mich der Inbegriff dessen, was man sich unter "reinem" Chicago-Blues in den 60er Jahren bestenfalls vorstellen kann.
Ja, das erste Album war nach "Better Days" auch mein erstes Butterfield Album.
Blues-Pfaffe
03.03.2008, 17:39
Was die Frage mit den Streichern angeht: Also ich hab eine Fleetwood-Mac-Nummer im Ohr, die mir gut gefällt und sicher als Blues durchgeht: "Need Your Love So Bad". Außerdem habe ich auf einem Sampler einmal eine B.B.-King-Nummer gehört, die in dieselbe Richtung ging. Aber richtig gefallen hat sie mir nicht.
Insgesamt finde ich aber, dass dem Blues allzu üppige Arrangements (wenn sie nicht äußerst geschickt eingesetzt werden) nicht passen. Übrigens habe ich sogar den Eindruck, dass die produktionstechnischen Fortschritte der späten 60er Jahre und der 70er Jahre dem Blues insgesamt auch nicht gerade gut bekommen sind. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er seit diesen Tagen ein wenig ein Schattendasein fristet.
"Need Your Love So Bad" kann man noch als Blues durchgehen lassen - ist auf jeden Fall eine klasse Nummer.
Was die Produktionstechnik angeht, haben die achtziger Jahre wahrscheinlich noch größere Verheerungen angerichtet. Besonders der Keyboard-Sound mancher Scheiben von BB King aus dieser Zeit ist für meine Ohren unerträglich (Beispiel etwa: "Six silver strings"). Aber wenn man sich etwa so perfekte Produktionen von Robert Cray aus der Zeit anhört, dann versteht man auch, warum die durchaus erfolgreich waren (auch wenn der Mann für mich ebenso unspannend ist wie etwa Keb Mo). Wichtig ist, dass bei aller Produktion die Seele des Musikers noch zu spüren ist. Und das ist leider immer häufiger nicht mehr möglich - und wenn selbst Ausnahmemusiker wie Clapton Blues-Alben mit Pro-Tools hinrichten, dann frag ich mich wirklich, wohin das noch führen soll.
naja es gab Ende der 80s anfang der 90s auch so Leute wie John Campbell ,der aber auch schon lange tot ist, leider, die gute Alben mit Seele gemacht haben
und Duke Robillards Alben hör ich mir sowieso auch gerne an, ganz besonders Dukes Blues
Robben Fords Album The Blue Line find ich auch klasse , auch wenn s ein bisschen "kalt" klingt^^
was ich auch sehr geil find , egal ob elektrisch oder akustisch ist John Hammond!
mein liebstes Blues Album aus der neueren Zeit ist Scott HEndersons Well To The Bone ! sooooo abgefahren!!!
hab ihn auch mal live in Karlsruhe gesehn in der Trio Besetzung! unglaublich!
Rockhindu
03.03.2008, 20:15
naja es gab Ende der 80s anfang der 90s auch so Leute wie John Campbell ,der aber auch schon lange tot ist, leider, die gute Alben mit Seele gemacht haben
und Duke Robillards Alben hör ich mir sowieso auch gerne an, ganz besonders Dukes Blues
Robben Fords Album The Blue Line find ich auch klasse , auch wenn s ein bisschen "kalt" klingt^^
was ich auch sehr geil find , egal ob elektrisch oder akustisch ist John Hammond!
John Campbell war wirklich super. Durfte ihn damals live erleben. Muss mal wieder eine seiner Platten einlegen.
Blues-Pfaffe
04.03.2008, 08:18
was ich auch sehr geil find , egal ob elektrisch oder akustisch ist John Hammond!
stimmt natürlich - der ist für mich nicht unbedingt ein Vertreter der 80er. Aber er hat (ähnlich wie - mit zwischenzeitlichen Aussetzern - auch Rory Block) akustischen Blues in höchster Vollendung zelebriert.
kingberzerk
10.03.2008, 14:30
Neulich hatte ich mir zwei Sampler geholt: The Rough Guide Delta-Blues und Chicago Blues. Wahrscheinlich bin ich mehr Chicago, aber Burnside ist nicht zu ignorieren. Jedenfalls entdeckte ich dadurch Junior Wells, und zwar den jungen, nicht den alten, den alle immer so legendär finden. Auf einem Album von 1968, "Coming At You", ist sein aus meiner Sicht bester Gesang zu finden. So etwas habe ich noch nie gehört und das Album ist einfach zu glücklichmachen. Sogar die schraddelige Gitarre von Buddy Guy macht da gar nichts.
Mainstream-Meinungen im Blues machen mich skeptisch, das war damals mit Clapton so (und fast dem ganzen britischen Blues), später mit Robert Cray, Gary Moore (dass ich das überhaupt schreibe...) und dem ganzen Zeug. Aber auch Hard Again von Muddy Waters mit urgs Johnny Winter finde ich nicht toll, auch wenn ich Muddy Waters verehre. Dafür gibt's aber mit der selben Besetzung ein Live-Album, was hingegen großartig ist.
Trotzdem gebe ich dem Mainstream mit "Born Under A Bad Sign" oder Ten Years Afters "Recorded Live" natürlich gern Recht. Auch mit "Newport 1960" usw. - aber eben nicht mit Allem.
Übrigens hatte ich vor sieben Jahren oder so in der Drogerie eine 3er-CD-Box "Blues Legends" geholt, und da waren sie alle, die ich noch nicht kannte: Blind Willie McTell, Leadbelly, Robert Johnson, Sonny Boy Williamson, Tampa Red und so weiter - echt toll und für weniger als acht Euren.
Mein Lieblingssong auf "Coming At You" ist "Little By Little", sehr zurückgelehnt, aber einen guten Eindruck als Performer bekommt man vom ihm auf http://www.youtube.com/watch?v=dWigJCSAMFY
Blues-Pfaffe
10.03.2008, 15:00
Neulich hatte ich mir zwei Sampler geholt: The Rough Guide Delta-Blues und Chicago Blues. Wahrscheinlich bin ich mehr Chicago, aber Burnside ist nicht zu ignorieren. Jedenfalls entdeckte ich dadurch Junior Wells, und zwar den jungen, nicht den alten, den alle immer so legendär finden. Auf einem Album von 1968, "Coming At You", ist sein aus meiner Sicht bester Gesang zu finden. So etwas habe ich noch nie gehört und das Album ist einfach zu glücklichmachen. Sogar die schraddelige Gitarre von Buddy Guy macht da gar nichts.
Mainstream-Meinungen im Blues machen mich skeptisch, das war damals mit Clapton so (und fast dem ganzen britischen Blues), später mit Robert Cray, Gary Moore (das ich das überhaupt schreibe...) und dem ganzen Zeug. Aber auch Hard Again von Muddy Water mit urgs Johnny Winter finde ich nicht toll, auch wenn ich Muddy Waters verehre. Dafür gibt's aber mit der selben Besetzung ein Live-Album, was hingegen großartig ist.
Burnside ist wirklich ein ganz großer gewesen - auch wenn er erst spät wirklich bekannt wurde.
Junior Wells war meiner Meinung nach die ganze Zeit klasse. Auch die Alben aus der Spätzeit höre ich immer wieder gerne. Dass Du Guys Gitarre "schraddelig" nennst, kann ich nicht so ganz verstehen. Buddy Guy gehört meiner Meinung nach zu den wichtigsten E-Gitarristen im Nachkriegsblues überhaupt. Nicht umsonst hat ihn Jimi Hendrix als sein großes Vorbild angesehen. Guy und Wells waren in den 60er/70er Jahren eines der besten Blues-Gespanne.
Was "Mainstream" im Blues meint, ist mir nicht so ganz klar. Natürlich hast Du mit Robert Cray und Gary Moore recht (obwohl man die beiden eigentlich nicht in einem Satz nennen sollte, so schlecht ist Cray nun auch nicht). Aber die Produktionen von Johnny Winter mit Muddy Waters möchte ich darunter nicht wirklich rechnen. Für mich sind diese Alben (auch wenn man zur Tonqualität/Produktion von Hard Again verschiedener Meinung sein kann) ein würdiger Abschluss von Waters' langer Karriere. Eher noch sind solche Langweiler wie Keb' Mo' Mainstream. Das ist easy listening für die Fahrstuhlbeschallung. Und dafür taugt Waters nun wirklich nicht...
Was er wahrscheinlich meint,sind die glattgebügelten Produktionen von Cray und Moore, die nicht den Blues-Fan ansprechen so9llen, sondern Leute, die mit Blues Eric Clapton verbinden.
kingberzerk
11.03.2008, 12:10
http://rateyourmusic.com/release/album/muddy_waters/muddy_mississippi_waters_live/
Ahoi!
Buddy Guy ist schon ein toller Gitarrist, besonders in späteren Jahren, aber auf "Coming at you" muss er noch sehr jung gewesen sein - obschon: wenn schon Jimi Hendrix ihn toll fand, war er 1968 offenbar schon on the top. Jedenfalls sind die Gitarrenparts auf "Coming at You" sagen wir mal, nicht essentiell, sondern verdaddelt (schraddelig trifft es nicht, stimmt). Aber ist nun einmal nicht schlimm und passt vielleicht sogar. Lustigerweise sagt ihn Wells auch immer wieder an, mitten in den Songs. Ich habe Buddy Guy in anderen Aufnahmen gehört (auch mit Junior Wells), und da tritt er ganz anders in Erscheinung. Aber Schwamm drüber.
Mit "Hard Again" habe ich wirklich meine Schwierigkeiten. Ich liebe den ganzen Katalog, die Chess Box Compilation, verschiedene Alben und The Anthology. Allerdings kann ich mit Johnny Winter echt nichts anfangen.
Nicht, dass ich etwas gegen weißen Blues hätte, obwohl mir da keiner einfällt, den ich mögen würde (jetzt nicht Peter Green erwähnen, vielleicht Slick Ballinger), aber dieses Rodeogebrülle im Hintergrund von Mannish Boy finde ich nicht nur albern, sondern auch total unpassend. "Ich bin ein Mann, nenn mich nicht Junge", das konnte Muddy Waters sehr gut bringen, weil es ein Text über Schwarze ist, die als erwachsene Männer von Weißen "Junge" genannt wurden. Mit diesem Johlen im Hintergrund wird es ein Song zum Abfeiern. So wie manche Leute immer noch im seligen Reggae-Missverständnis zu Marleys "No Woman No Cry" ihr Weizenbierglas schwenken und glauben, der Text handele davon, wie man ohne Frauen weniger Kummer habe. Aber wie gesagt, 1979 hatte der 1983 verstorbene Muddy Waters mit der schon genannten Live-Platte gezeigt, dass die Band wirklich tight ist.
Verzeihung wegen des schwammigen Begriffs "Mainstream-Blues" - es war als Marketingbegriff gedacht und ist tatsächlich wie erwähnt für Leute, die mit Blues Clapton verbinden oder für die Alvin Lee vor allem der schnellste Gitarrist der Welt ist oder denen zu Rory Gallagher vor allem "Too much Alcohol" einfällt und die noch nie einen Song von Albert King im Original gehört haben. Aber das wird zu kategorisch.
Blues-Pfaffe
11.03.2008, 12:33
http://rateyourmusic.com/release/album/muddy_waters/muddy_mississippi_waters_live/
Buddy Guy ist schon ein toller Gitarrist, besonders in späteren Jahren, aber auf "Coming at you" muss er noch sehr jung gewesen sein - obschon: wenn schon Jimi Hendrix ihn toll fand, war er 1968 offenbar schon on the top. Jedenfalls sind die Gitarrenparts auf "Coming at You" sagen wir mal, nicht essentiell, sondern verdaddelt (schraddelig trifft es nicht, stimmt). Aber ist nun einmal nicht schlimm und passt vielleicht sogar. Lustigerweise sagt ihn Wells auch immer wieder an, mitten in den Songs. Ich habe Buddy Guy in anderen Aufnahmen gehört (auch mit Junior Wells), und da tritt er ganz anders in Erscheinung. Aber Schwamm drüber.
Buddy Guys Geschichte beginnt am 30. Juli im Jahre 1936 in Lettsworth, Louisiana. Lettsworth liegt nordwestlich von Baton Rouge, ganz nahe am Cajun Country, ist aber nur auf wenigen Landkarten eingetragen. Mit 13 Jahren griff Buddy Guy zum ersten mal zur Gitarre.
”Niemand hat mir je etwas beigebracht. Ich war allein dort draußen auf dem Land, allein mit dieser Gitarre, die nie alle Saiten hatte. Aber dann eines Tages hörte ich John Lee Hooker im Radio, und der Sound ließ mich nicht mehr los. Ich versuchte und versuchte, ihn auf meiner Gitarre zu produzieren. Meine Brüder und Schwestern jagten mich aus dem Haus, da sie das Geklimper so langweilig fanden. Und ganz plötzlich griff ich in die richtigen Saiten und hatte diesen John Lee Sound gefunden. Ich spielte ihn zwei, drei Stunden lang, da ich Angst hatte, ihn nie wieder zu finden, wenn ich die Saiten losließe. Meine Hand war wie festgefroren!“
1957 zog Guy nach Chicago. Eigentlich wollte er nur einen festen Job; Musik spielte damals keine so große Rolle in seinem Leben. Doch die Atmosphäre der South Side zog ihn in ihren Bann. Und schon bald trat er in verschiedenen Clubs auf: im 708 mit Otis Rush, später mit seinem eigenen Trio; im Squeeze Club mit dem Saxophonisten Rufus Foreman und dessen Band; im Trianon Ballroom mit B.B. King; und im Blue Flame Club, wo er in der ”Schlacht um den Blues“ gegen Magic Sam, Otis Rush und Junior Wells als Sieger hervorging. Das war der Anfang seiner eigentlichen Karriere.
Sein Debüt für Chess Records war der atemberaubende Track ”First Time I Met the Blues“. Die schiere Power, gerade noch zurückgehalten, ist sicher teilweise auf B.B. King zurückzuführen, doch an Guys nächsten bei den Singles ”Broken Hearted Blues“ und ”Ten Years Ago“ wird deutlich, dass er dabei war, seinen ganz eigenen Stil zu entwickeln.
Die ”Ten Years Ago“-Session brachte ihn zum erstenmal mit einem Mann zusammen, der später für viele Jahre sein musikalischer Partner sein sollte: dem Harmonikaspieler Junior Wells. Ein Jahr später spielte Buddy Guy beim American Folk Blues Festival in Großbritannien. In einem Interview mit dem britischen Musikjournal Vox sagte er:
”Ich dachte, ich würde auf die Bühne kommen, und die Leute würden sich denken ’Da ist nochmal so einer, der krampfhaft versucht, dass ihm jemand zuhört’. Doch sie riefen meinen Namen, und ein Kid riss mir einen Knopf vom Anzug. Das war damals der einzige Anzug, den ich besaß, doch er sagte, er wollte ihn als Souvenir. Zuhause in den Staaten hatte ich tagsüber einen Job, und kein Mensch wusste, wer ich war. Und hier kannten sie meinen Namen. Ich schloss also einfach die Augen und legte los.“
Die Partnerschaft der zwei Bluesmen, Guy und Wells, die ausgezeichnet singen konnten und mit ihren Instrumenten neue Stilrichtungen einführten, war äußerst vielversprechend. Einige der besten Platten entstanden in den 70er Jahren: die erste zusammen mit Eric Clapton, ein Live-Mitschnitt beim Montreux Jazz Festival, und vor allem die Alben, die sie für das kleine Chicagoer Blueslabel Delmark einspielten, wobei Wells zwar ”den Ton angab“, Guys Gitarre ihm jedoch in nichts nachstand.
Leider ist es nicht gerade billig, zwei große Talente auf einmal zu bezahlen, und Ende der 70er Jahre gab es einfach nicht genug reguläre, gut bezahlte Arbeit, um ein Florieren des Guy- Wells-Teams zu garantieren. Und so löste sich das Duo auf und trat nur noch sporadisch gemeinsam auf.
Wie John Lee Hooker, hat auch Buddy Guy seit den 80ern wieder (und noch größere) Anerkennung gefunden als in den 60ern. Wenn man die Zahl seiner Plattenveröffentlichungen anschaut und die Intensität seiner Interpretationen hört, dann glaubt man kaum, dass da ein Mensch im Studio steht, der über 70 Jahre alt ist. Geistig und musikalisch gehört er zu den lebendigsten Musikern des Blues überhaupt.
kingberzerk
11.03.2008, 19:53
Hm. Ein Link hätte es auch getan. Ich mag übrigens das Buch "Crosstown Traffic" von Charles Shaar Murray.
Krautathaus
11.03.2008, 20:06
Schöne Beiträge, Kingberzerk!
Da bin ich dann doch nicht ganz alleine mit meiner Meinung zu "Hard Again".
Nachdem Du schon mit dem Besternen angefangen hast, würde es mich freuen wenn Du auch hier ein paar Schnuppen hinterlassen könntest:
http://forum.rollingstone.de/showthread.php?t=4552&highlight=Muddy+waters
Blues-Pfaffe
12.03.2008, 11:36
Ich mag übrigens das Buch "Crosstown Traffic" von Charles Shaar Murray.
Das hab ich auch sehr gerne gelesen. Dort gibts den meiner Meinung nach besten Beitrag zu Robert Johnson...
John Blacksad
18.03.2008, 15:36
.... muß mal eben noch Kab Mo in die Runde werfen, wurde hier noch nicht erwähnt glaube ich. Abwechslungsreich, vielseitig und gelegentlich auch melancholisch :lol:
Cheers Frank
Ist hier schon mal Chicken Shack erwähnt worden?
JPC hat gerade den 3-fach CD-Sampler "The Complete Blue Horizon Sessions" für 9,99 € im Katalog. KLICK (http://www.jpc.de/jpcng/home/detail/-/hnum/7011891/iampartner/pdfcou)
Kennt den Sampler jemand? Lohnt die sich?
@ Mick
Also, ich würd's mal so ausdrücken: Wenn Chicken Shack, dann mit Sicherheit die Blue Horizon-Aufnahmen. Und es scheint auf den ersten Blick so, als würdest Du die gesamten Blue Horizon-Aufnahmen (ich glaube 4 LPs) mit diesem Sampler auf einen Schlag bekommen.
@ Mick
Also, ich würd's mal so ausdrücken: Wenn Chicken Shack, dann mit Sicherheit die Blue Horizon-Aufnahmen. Und es scheint auf den ersten Blick so, als würdest Du die gesamten Blue Horizon-Aufnahmen (ich glaube 4 LPs) mit diesem Sampler auf einen Schlag bekommen.
Okay! Ich kenne eigentlich nur "I'd rather go blind" von Chicken Shack. Dann kann man ja bei dem Preis nicht viel falsch machen, denke ich.
Okay! Ich kenne eigentlich nur "I'd rather go blind" von Chicken Shack. Dann kann man ja bei dem Preis nicht viel falsch machen, denke ich. Ja, das denke ich auch. Ich höre sie manchmal ganz gerne. Allerdings singt in der Regel nicht Christine Perfect (wie bei "Blind"), sondern Stan Webb. Doch was heisst hier singt - krächzt...
Ist hier schon mal Chicken Shack erwähnt worden?
JPC hat gerade den 3-fach CD-Sampler "The Complete Blue Horizon Sessions" für 9,99 € im Katalog. KLICK (http://www.jpc.de/jpcng/home/detail/-/hnum/7011891/iampartner/pdfcou)
Kennt den Sampler jemand? Lohnt die sich?
Ist schon erwähnt. Das Set befindet sich schon längere Zeit in meinem Besitz.
Nicht übel.
Staggerlee
20.04.2008, 15:53
Ich habe kürzlich die CD "Jimmy Witherspoon: The Concerts" erstanden, die aus zwei Originalalben von Jimmy Witherspoon besteht. Zum Einen Witherspoon/Mulligan/Webster at the Renaissance, zum Anderen Jimmy Witherspoon at the Monterey Jazz Festival- 1959 aufgenommen. Beide sind ein einziger künstlerischer Triumph und mit einer Traumbesetzung eingespielt.
At the Renaissance: Gerry Mulligan (baritone saxophone), Ben Webster (tenor saxophone), Jimmy Rowles (piano), Leroy Vinegar (bass), Mel Lewis (drums). Monterey: Roy Eldridge (trumpet), Ben Webster (tenor saxophone), Coleman Hawkins (tenor saxophone), Woody Herman (clarinet), Earl Hines (piano), Vernon Alley (bass), Mel Lewis (drums).
Gerade das letztgenannte Konzert war für Witherspoon extrem wichtig, denn der Rock`n Roll hatte ihn aus dem Geschäft gebracht. Entsprechend gab er alles. Auf der CD hört man fantastische Versionen von C.C. Rider und Nobody`s Business.
Staggerlee
17.05.2008, 12:40
Bedauerlich, daß zum Thema Blues relativ wenig geschrieben wird- also schreibe ich etwas obwohl es hier sicherlich kompetentere Leute gibt.
Eine Platte die ich sehr liebe ist von Francis "Scrapper" Blackwell: Mr. Scrapper`s Blues, erschienen 1961. Tragischerweise wurde er ein Jahr darauf erschossen - sein "Comeback" war nur von kurzer Dauer. Recht bekannt sind vor allem seine Aufnahmen mit Leroy Carr in den 20ern und 30ern - ein enorm erfolgreiches und einflußreiches Duo, das abrupt mit Carrs Tod 1935 endete (der Einfluß reicht von Robert Johnson bis T-Bone Walker und darüber hinaus). Nachdem er Jahrzehnte aus dem Musikbusiness komplett verschwunden war wurde er Ende der 50er wieder entdeckt.
Verlernt hatte er allerdings nichts: Nach wie vor war er ein exzellenter Gitarrist. Auf Scrapper`s Blues wirkt seine Stimme zwar uralt und verbraucht, was seine Ausdruckskraft aber nicht mindert. Auch ist die Platte recht abwechslungsreich: So sind formidable Stücke wie den Carr-Hit Blues Before Sunrise zu hören, instumentales wie "A-Blues" und bei zwei Stücken spielt er Klavier. Offensichtlich wird hierbei, daß Scrapper Blackwell keineswegs nur der Begleiter von Carr war, sondern eine eigenständige Bluesgröße, dessen Bedeutung man leicht verkennt.
asdfjklö
17.05.2008, 12:58
Bedauerlich, daß zum Thema Blues relativ wenig geschrieben wird-
Das ist ein wahres Statement, aber leider ist es eine Musikrichtung, die heutzutage nicht mehr sehr beliebt ist, gerade in einer Zeit, wo doch immer mehr "den Blues haben", oder?;-)
Und überhaupt - fragt man die/den eine(n) oder anderen nach "Blues", wird dieses in der Regel mit dem in Verbindung gebracht, daß für mich gemeinhin nichts anderes ist als Bluesrock, oder Rock mit einem Schuß Blues.
Die "alten" Namen werden wenig genannt, so sie auch wenig bekannt sind....
Zeit also für einen neuen "Kreuzzug"(?)...., wie ihn Mayall mit "Crusade" ja auch einst "anzettelte"...
auch einschlägige Bluesforen kämpfen damit, daß es kaum user gibt...
Empfehlungen zu wichtigen Bluesplatten gibt es sicher gar viele, doch wo beginnen???
Spontan, weil ich sie wieder einmal gehört habe (und ich weiß auch jetzt nicht, ob sie in diesem Thread bereits auftauchte), nenne ich hier und jetzt:
2 Alben von Lightnin' Hopkins : Lightnin' and the Blues, The Herald Sessions, mit 16 fantastischen Tracks aus 1954, Ligthtnin' und seine "schneidende" E-Guitar plus bass/drums
sowie : Mojo Hand, ursprünglich 1961 auf FIRE erschienen, auch hier hier begleitet von Bass und Schlagzeug.....
Bedauerlich, daß zum Thema Blues relativ wenig geschrieben wird
Warum die Mühe machen, wenn doch kein Interesse besteht?
also bei mir ist der Blues keine Modeerscheinung, er führt kein Schattendasein und er ist immer präsent.
Ich freu mich sehr auf mein 2. geiles Blueskonzert dieses jahr :
Scott Henderson!!!
und ich empfehle uneingeschränkt das Album: Well To The Bone!
und nur noch n Jahr warten dann is wieder : www.bluesfest.de !
asdfjklö
17.05.2008, 19:57
Warum die Mühe machen, wenn doch kein Interesse besteht?
etwas mehr "Pioniergeist", bitte!
Aber - Du hast recht, fruchtlose Versuche können selbst den härtesten Missionar zur Aufgabe zwingen...
Staggerlee
18.05.2008, 12:20
Es stimmt schon was Du schreibst asdfjklö:
In der aktuelleren Popmusik spielt Blues als Inspirationsquelle eine äußerst untergeordnete Rolle - bei weitem nicht mehr wie in den 60ern und bei der schwarzen Bevölkerung scheinbar fast gar keine (schon seit sehr langer Zeit). Wühlt man zum Beispiel in den schlecht sortierten Regalen des Media Marktes mit ihrem minimalen Angeboten an Blues, könnte man fast der Meinung sein, Blues sei schon immer eine rein weiße Angelegenheit gewesen, von den einstigen Größen findet man fast nichts.
Für mich war der Zugang zu dieser Musik insoweit relativ einfach, als daß ich mich in meiner Jugend recht ausführlich mit den 60ern befaßte- von dort aus ist es natürlich ein kleiner Schritt zu fragen, warum Brian Jones oder Peter Green so spielten wie sie spielten (wobei ich auch kein wirklicher Experte bin, Blues ist eher ein kleiner Teil meiner Plattensammlung- der mir aber viel bedeutet und auf den ich niemals verzichten möchte).
Ich denke, gut ist es prinzipiell zum Verständnis sich ein Buch über Blues zu besorgen um dann von dort aus die Tonträgerforschungen zu vertiefen.
Ich denke, gut ist es prinzipiell zum Verständnis sich ein Buch über Blues zu besorgen um dann von dort aus die Tonträgerforschungen zu vertiefen.
Da gibt es einige
innilisa
19.05.2008, 18:32
Was seid Ihr nur für Kerle, he? Suche hörenswerte Bluesplatten! Mensch, Kerl, lies! Den RS z.B. Bücher darüber! Hör Dir die Platten an!
Das sagt Dir ein 62jähriger alter Mann mit 15000 Platten und CDs im Schrank.
Was seid Ihr nur für Kerle, he? Suche hörenswerte Bluesplatten! Mensch, Kerl, lies! Den RS z.B. Bücher darüber! Hör Dir die Platten an!
Das sagt Dir ein 62jähriger alter Mann mit 15000 Platten und CDs im Schrank.
ui, alter Mann, ich staune! Zeig doch mal n Bild von deinem riesigen Schrank. War wohl ne Massanfertigung?
Könntest ja auch mal deine riesige Album-liste im Forum posten :-)
asdfjklö
19.05.2008, 20:22
Was seid Ihr nur für Kerle, he? Suche hörenswerte Bluesplatten! Mensch, Kerl, lies! Den RS z.B. Bücher darüber! Hör Dir die Platten an!
Das sagt Dir ein 62jähriger alter Mann mit 15000 Platten und CDs im Schrank.
Ich habe keine Probleme damit, daß einzige, was ich suche, sind Re-issues, weil mir immer noch das eine oder andere fehlt, ansonsten - für alle Suchenden, einfach mal bei CROSSCUT RECORDS hineinschauen - wer da nicht fündig wird...:sonne:
stimmt. Crosscut Records haben nen riesen Katalog. Ich hatte den mal irgendwo durchgeblättert.
Hallo zusammen!
Ich höre schon seit Jahren Blues, aber ich bleibe meistens immer wieder an den selben Platten hängen...darum möchte ich meinen Horizont wieder etwas erweitern!
Ich steh' sowohl auf erdigen Akkustik-Blues, genauso wie auf groovigen Bluesrock und Slideguitar!
Zur Zeit läuft be mir viel Black Crowes, Blues Band, Allman Brothers, Gallagher, auch etwas Clapton, ZZ-Top und Satriani!
Danke schonmal!
Gruß Flo
Blues-Pfaffe
30.06.2008, 07:14
Hallo zusammen!
Ich höre schon seit Jahren Blues, aber ich bleibe meistens immer wieder an den selben Platten hängen...darum möchte ich meinen Horizont wieder etwas erweitern!
Ich steh' sowohl auf erdigen Akkustik-Blues, genauso wie auf groovigen Bluesrock und Slideguitar!
Zur Zeit läuft be mir viel Black Crowes, Blues Band, Allman Brothers, Gallagher, auch etwas Clapton, ZZ-Top und Satriani!
Danke schonmal!
Gruß Flo
Hi BlueFlo - wenn man nicht weiß, wass Du schon alles kennst und/oder hast, ist das schwierig, konkrete Tipps zu geben?
Gibts hier im Forum eigentlich schon eine Zusammenstellung einer Einsteigerliste? Ich bin jetzt zu faul, um da sämtliche Posts durchzuackern.
Unbedingt sollte man sich mit Robert Johnson befassen - ein unwahrscheinlicher Songwriter und sehr guter Slide-Spieler.
Und wenn ich Muddy Waters nenne, dann sollte sich das eigentlich von selbst verstehen. Ebenso wichtige Alben von B.B.King wie etwa das "Live at the Regal". Und zumindest eine Scheibe von Howlin Wolf (am leichtesten zugänglich wahrscheinlich die London Sessions).
In Sachen Bluesrock bin ich eher nicht so der richtige Ansprechpartner. An Johnny Winter kommt man da aber ebenso wenig vorbei wie an Stevie Ray Vaughan oder der Paul Butterfield Band. (Von den ganzen britischen Blues/Bluesrockbands mal ganz zu schweigen). Ach ne, ich lass das jetzt hier erst mal. Schreib mal genauer, was du schon kennst, dann wirds einfacher
Staggerlee
18.07.2008, 19:11
Heute möchte ich mal etwas allseits bekanntes vorstellen: Mississippi Fred McDowell und dessen gleichnamige Aufnahmen von 1962. Bekannt wurde er während des Bluesrevivals- für mich einer der großen Entdeckungen des legendären Blues- und Folkforschers Alan Lomax (dessen Fieldaufnahmen von McDowell widerum auf "The First Recordings" zu finden sind).
Bei den Aufnahmen von 1962 (später veröffentlicht) begleitet er sich ausschließlich an seiner unvergleidlichen Slidegitarre, aufgenommen bei ihm zu Hause in Anwesenheit seiner Familie/Freude. Zu finden sind hier etliche der Klassiker wie Kokomo Blues oder Write me a few lines. Die Unmittelbarkeit dieser mehr oder minder Liveaufnahmen sind in ihrer Direktheit eine reine Offenbarung, unverzichtbar für jeden der sich für Countryblues und den Erben von Son House interessiert.
Mag "I Do Not Play No Rock`n Roll" sein bekanntestestes und ein ganz vorzügliches Album sein (McDowell an der E-Gitarre)- meines Erachtens sind "Mississippi Fred McDowell" oder "The First Recordings" die besseren Ausgangspunkte für Einsteiger um sich seiner großen Kunst zu nähern.
Von Fred sollte man unbedingt haben:
My Home Is in The Delta (1964)
Amazing Grace (1966)
Auch nicht schlecht:
Long Way From Home (1966)
Live In New York (1971)
Ausserdem gibts von ihm noch hervorragende Compilations.
Hallo zusammen!
Ich höre schon seit Jahren Blues, aber ich bleibe meistens immer wieder an den selben Platten hängen...darum möchte ich meinen Horizont wieder etwas erweitern!
Ich steh' sowohl auf erdigen Akkustik-Blues, genauso wie auf groovigen Bluesrock und Slideguitar!
Zur Zeit läuft be mir viel Black Crowes, Blues Band, Allman Brothers, Gallagher, auch etwas Clapton, ZZ-Top und Satriani!
Danke schonmal!
Gruß Flo
Unbedingt sollte man sich mit Robert Johnson befassen - ein unwahrscheinlicher Songwriter und sehr guter Slide-Spieler.
Gehts auch ganz ausnahmsweise einmal ohne die Legende? Weder war RJ ein unwahrscheinlich guter Songwriter (falls man den Ausdruck Songwriter zu seinen Lebzeiten überhaupt kannte), noch war er ein sehr guter Slide-Spieler. Im Gegenteil, sein Gitarrenspiel war streckenweise grauselig. Aber Legende ist Legende, schon okay.
Warum nur sollen Leute, die in Bluesmusik einsteigen wollen bzw. bereits eingestiegen sind und ihren Horizont erweitern möchten, ständig mit Robert Johnson und sonstigen Adam und Eva-Bluesern malträtiert werden?
Es gibt tollen Blues ab ca. den 1980er Jahren, Blues, der nicht nach musikethnologischer Feldaufnahme klingt und für den man sich (allen Bluesgöttern sei Dank) kein Grammophon besorgen muss, um dieses seltsame uralte Flair ins Ohr zu bekommen.
BlueFlo:hör dir einfach mal Bernard oder Luther Allison an, von Buddy Guy gibts neuere Alben, die sehr gut sind. Wenn Du feinen akustischen Blues mit Singer-Songwritereinschlag möchtest, geh in Richtung Eric Bibb oder Keb´Mo`.
Wenns etwas rotziger sein soll: Popa Chubby.
Es gibt auch tolle Frauen im Blues und an der Slide: Rory Block zum Beispiel. Oder Shemekia Copeland und Marcia Ball. Auch Bonnie Raitt wird sehr oft unter Wert gehandelt, sie hat tolle Alben am Start.
kingberzerk
18.07.2008, 20:19
Es gibt tollen Blues ab ca. den 1980er Jahren
Noch mal vielen Dank für die Hilfestellung. Keb Mo' hat mir besonders gut gefallen von den Tipps!
Noch mal vielen Dank für die Hilfestellung. Keb Mo' hat mir besonders gut gefallen von den Tipps!
Innerhalb weniger Minuten? :lol: Oder hatte ich dir etwa schon eine Kostprobe rübergereicht? :doh:
Staggerlee
19.07.2008, 12:30
Ich sehe das etwas anders Wolfen. Sicher: Es gibt nachwievor guten Blues. Nur halte ich es für zwingend notwendig sich mit der Historie auseinanderzusetzen (auch mit Robert Johnson), da man sonst nicht in der Lage ist weder z.B. Stones (nicht umsonst stammt eines der besten Bluesbücher von Wyman), noch den aktuellen Blues auch nur annähernd richtig zu beurteilen.
Aber sicher dat.
Hätte ich eher gemerkt, daß BlueFlo sich seit mehr als 14 Tagen gar nicht mehr hat blicken lassen, hätte ich mir mein Posting erspart.
Große Lust auf eine Diskussion bezüglich der fundamentalen Art der "Herangehensweise" an den Blues habe ich momentan nicht. Ich selbst bin seit Jahren dazu übergegangen, den Blues, den ich sehr mag, zu hören anstatt ihn permanent im Kontext der Historie zu beurteilen.
asdfjklö
20.07.2008, 12:51
Warum nur sollen Leute, die in Bluesmusik einsteigen wollen bzw. bereits eingestiegen sind und ihren Horizont erweitern möchten, ständig mit Robert Johnson und sonstigen Adam und Eva-Bluesern malträtiert werden?
Es gibt tollen Blues ab ca. den 1980er Jahren, Blues, der nicht nach musikethnologischer Feldaufnahme klingt und für den man sich (allen Bluesgöttern sei Dank) kein Grammophon besorgen muss, um dieses seltsame uralte Flair ins Ohr zu bekommen.
.
Wer ein Haus baut, sollte auch mit dem Fundament beginnen!!!;-)
Aber, ich denke, "einsteigen" kann man auch mit Blues, der aus der "Neuzeit" stammt. Selbst bin ich Ende der 60er auch mit dem British Blues Boom eingestiegen.
Nur halte ich es schon für wichtig, sich anschließend mit der Historie auseinander zu setzen, es sei denn, persönlich zeigt man dafür kein Interesse und möchte sich einfach auf die Musik, die einem gefällt, konzentrieren.
"Quälen" mit einem Stil, der einem nicht zusagt, bringt da sicher nichts.
Als Jazzfan bin ich auch nicht unbedingt ein Freund des Jazz der 20er Jahre, obwohl ich mich damit befaßt habe und ich ihn respektiere.
Und wer sich gern mit "Adam und Eva-Bluesern malträtieren" möchte, soll es doch tun, selbst empfinde ich das nicht so, und obwohl wir uns im HiFi-Zeitalter befinden, liebe ich diese alten Klänge von Blind Lemon Jefferson, von Bukka White & Co.!
Wer ein Haus baut, sollte auch mit dem Fundament beginnen!!!;-)
Aber, ich denke, "einsteigen" kann man auch mit Blues, der aus der "Neuzeit" stammt. Selbst bin ich Ende der 60er auch mit dem British Blues Boom eingestiegen.
Nur halte ich es schon für wichtig, sich anschließend mit der Historie auseinander zu setzen, es sei denn, persönlich zeigt man dafür kein Interesse und möchte sich einfach auf die Musik, die einem gefällt, konzentrieren.
"Quälen" mit einem Stil, der einem nicht zusagt, bringt da sicher nichts.
Als Jazzfan bin ich auch nicht unbedingt ein Freund des Jazz der 20er Jahre, obwohl ich mich damit befaßt habe und ich ihn respektiere.
Und wer sich gern mit "Adam und Eva-Bluesern malträtieren" möchte, soll es doch tun, selbst empfinde ich das nicht so, und obwohl wir uns im HiFi-Zeitalter befinden, liebe ich diese alten Klänge von Blind Lemon Jefferson, von Bukka White & Co.!
Es gibt auch Menschen, die sehr gut und sehr zufrieden zur Miete wohnen.
Wenn ein Blueshörer (und als solchen sehe ich BlueFlo grundsätzlich) ein paar Tips möchte -zur Verschönerung seiner Blues-Wohnung- und dabei auch noch zumindest einen Bereich seiner Präferenzen postet, muss man ihm nicht unbedingt ein neues Fundament für ein Haus bauen wollen.
Grundsätzlich hast Du natürlich Recht, Staggerlee ebenso, ich habe es bereits gesagt.
http://pixhost.eu/avaxhome/avaxhome/2007-09-17/mighty_mo_rodgers.jpg
Blueshörer sollten sich dieses Album des "mächtigen" Mr. Mo einmal ganz genüsslich anhören.
Kein Blues, wie man ihn normalerweise erwartet, eher eine Südstaatenmixtur aus Funk, (Motown)Soul, Gospel, was weiß ich nicht noch alles. Aber es wird letztendlich Blues daraus. "Gumbo-Blues" könnte man fast sagen.
Der Mann ist Philosoph und Geschichtenerzähler, auf seiner Website (http://www.mightymorodgers.com/home.htm)bezeichnet er sich selbst als "Singer-Songwriter".
Hört man ihn (speziell das Intro auf dem Album), wird man gefangen von der Stimme, von der augenzwinkernden leichten Ironie, mit der er seine Storys zum besten gibt. Hier kommen Blues und Spoken Word zu einer für mich selten so harmonisch gehörten Einheit zusammen.
Auf jeden Fall halte ich "Redneck Blues" für ein außergewöhnliches Album, mit ganz eigenem Zauber abseits der sonstigen Blues-Pfade.
Wer hören mag: bitte sehr. (http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendID=97624922)
@Wolfen: klingt sehr interessant. ;-)
Findest Du? ;-) Mit Recht, wie ich denke.
Du machst mir übrigens punktgenau und gerade ein ziemlich schlechtes Gewissen. :krank:
Wenn Du und Frau Amadeus am Wochenende Zeit und noch nichts geplant haben: auf zu meinem "heiligen Ort", wo saftige Steaks und Flaschbier warten. Sound ist auch vorhanden, Du könntest dich dann auch im "Freiluftgehege" von Mighty Mos superbem Blues überzeugen lassen. :sonne:
Klasse.
Mein fave ist There for the grace of god.:-)
Blues-Pfaffe
23.07.2008, 16:54
Ich bin letztens per Zufall auf Rogers' erstes Album "Blues Is My Wailin' Wall" (http://allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&sql=10:jzfrxqqkldae) gestoßen und war unmittelbar begeistert. Die Mischung, die er macht, ist wirklich klasse - und zum Glück fernab jeder bemühten musikalischen Aktualität.
Klasse.
Mein fave ist There for the grace of god.:-)
Ganz ganz feines Örgelchen im Hintergrund. Eine Ballade mit Motown-Schuss zum Dahinschmelzen, stille sitzen, zuhören.
"Redneck Blues" ist nicht minder in den Bann ziehend.
Bei den ersten Takten von Gang guns testosteron hatte ich sofort ein déjà vu zu einer anderen Stimme.
Robert Cray nämlich.:zitter:
Geht das nur mir so?
Ich empfehle Canned Heat -"Livin´The Blues", allein die 45 minütige Version von Refried Boogie ist schon den Kauf wert.
Außerdem natürlich die Canned Heat mit John Lee Hooker "Hokker´n´Heat", eine Lehrstunde mit dem großen alten Mann und nach und nach steigen seine Schüler mit ein. Großartig!
Und dann hätte ich da noch einen Geheimtip:
The Red Devils "King King", ein sehr guter Liveauftritt der Band um den leider verstorbenen Sängers und Harmonikaspielers Lester Butler.
Die Gruppe hat auch schon mal mit Mick Jagger gejammt !
Blues-Pfaffe
28.07.2008, 16:51
Various - Chicago. The Blues. Today! (Vanguard 3VCD 172/74-2) *****
Als 1965 die drei LPs "Chicago The Blues Today!" erschienen, war das in geschäftlicher Hinsicht ein ziemliches Wagnis. Denn die auf den Samplern vertretenen Musiker waren bis auf den von Muddy Waters bekannten Pianisten Otis Spann außerhalb der schwarzen Community völlig unbekannt. Doch für das Bluesleben in Chicago waren Buddy Guy & Junior Wells, Big Walter Horton oder J.B. Hutto die entscheidenden Vertreter der jungen Generation, die Errungenschaften von Soul und Rock 'n' Roll in die Pflege des Blueserbes mit einbezogen. Für Vanguard zahlte sich das Risiko aus - die von Blueshistoriker Sam Charters zusammengestellte Serie schaffte es, dem Blues der 60er Jahre ein neues Publikum besonders in den kreisen der jungen weißen Rockfans zu verschaffen und führte so manchen Neuling ein in die wilde Blueswelt.
Die 3er-CD-Wiederveröffentlichung wird durch ein äußerst informatives Booklet mit den Original Liner Notes und Erinnerungen unter anderem von Samuel Charters (der damals als Produzent die Reihe betreute) ergänzt. Schade ist nur, dass das Digipack äußerst lieblos zu den CDs ist, die man daher umgehend in extra Hüllen verpacken sollte.
1 Help Me 4:05
2 It Hurts Me Too (When Things Go Wrong) 2:44
3 Messin' with the Kid 2:21
4 Vietcong Blues 4:57
5 All Night Long (Rock Me Baby) 3:44
6 Going Ahead 2:03
7 Please Help 2:53
8 Too Much Alcohol 2:29
9 Married Woman Blues 3:06
10 That's the Truth 2:47
11 Marie 2:27
12 Burning Fire 3:14
13 S.P. Blues 2:51
14 Sometimes I Wonder 3:27
15 Spann's Stomp 2:19
16 Cotton Crop Blues 2:18
17 The Blues Keep Falling 4:01
18 Love Me or Leave 3:25
19 Rocket 88 2:02
20 West Helena Blues 3:27
21 Everything's Going to Turn Out Alright 3:52
22 It's a Mean Old World 2:21
23 I Can't Quit You Baby 3:14
24 Rock 3:32
25 It's My Own Fault 5:55
26 Dust My Broom 3:15
27 Somebody Been Talkin' 2:14
28 Set a Date 2:43
29 So Mean to Me 2:48
30 One More Time 2:26
31 Kid Man Blues 2:59
32 My Black Mare 3:40
33 Stealin' Back 3:17
34 I Got Mine in Time 4:18
35 Tighten Up on It 3:09
36 Dynaflow Blues 2:34
37 Black Spider Blues 3:02
38 Layin' Down My Shoes and Clothes 2:27
39 If I Get Lucky 3:23
40 Rockin' My Boogie 3:26
41 Mr. Boweevil 3:10
42 Hey, Hey 2:21
* 1- 5: The Junior Wells Chicago Blues Band (mit Buddy Guy)
* 6-10: J.B. Hutto And His Hawks
* 11-15: Otis Spann's South Side Piano
* 16-20: The Jimmy Cotton Blues Quartet
* 21-25: The Otis Rush Blues Band
* 26-29: Homesick James And His Dusters (mit Sonny Boy Williamson II)
* 30-35: Johnny Young's South Side Blues Band
* 36-39, 41-42: The Johnny Shines Blues Band (mit Big Walter Horton)
* 40: Big Walter Horton's Blues Harp Band with Memphis Charlie (Charlie Musselwhite)
Gnagflow
16.07.2009, 02:48
Ich empfehle Canned Heat -"Livin´The Blues", allein die 45 minütige Version von Refried Boogie ist schon den Kauf wert.
Tut mir leid, aber ich finde die 45-Minutenversion von Refried Boogie fürchterlich!
Andauernd diese ewig langen Solis!
Vor allen Dingen, dieses eine Guitarrensolo ohne Band, grausames 10-Minuten-Heroingedudele!
Mr. Blake
24.11.2009, 15:45
Son House - Father of the Delta Blues
Lightnin´Hopkins - Goin´ Away
J.B. Lenoir - Down in Mississippi
folk blues, country blues oder wie man auch immer dazu sagen möchte...
das sind die DREI Bluesalben, im Namen des VATERS, des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES...
Heroingedudele!
Ist doch fein
Gnagflow
24.11.2009, 18:11
One of the few white Bluesrecords that works!
The Fabulous Thunderbirds: "The Fabulous Thunderbirds"
One of the few white Bluesrecords that work! (allmusic.com)
The Fabulous Thunderbirds: "The Fabulous Thunderbirds"
Ist doch kein Blues!
kantnerslick
24.11.2009, 20:59
Ist doch fein
Excellent :sonne:
Gnagflow
24.11.2009, 21:11
Ist doch kein Blues!
"With their fusion of blues, rock & roll, and R&B, the Fabulous Thunderbirds helped popularize roadhouse Texas blues with a mass audience in the '80s and, in the process, they helped kick-start a blues revival during the mid-'80s."
Wenn Du schon so streng einordnen willst, dann ist "Refried Boogie" ja auch ein Boogie und kein Blues.
Und die lange Fassung auf "Living the blues" ist und bleibt unerträglich auf die Dauer.
dann ist "Refried Boogie" ja auch ein Boogie und kein Blues.
Stimmt. Aber die ganze Platte ist bluesiger und mit mehr Seele eingespielt, als alles was die T-Birds je machten.
Verstehe mich nicht falsch. Ich mag die T-Birds, aber das die Jungs den Blues spiel(t)en, nee...
Wenn Du schon so streng einordnen willst, dann ist "Refried Boogie" ja auch ein Boogie und kein Blues.
Und die lange Fassung auf "Living the blues" ist und bleibt unerträglich auf die Dauer.
Da differieren die Geschmäcker (wie so oft) aber sehr deutlich!
Ich kenne keinen Bluesfan, der das jemals bekrittelt hätte. Und ich habe (auch live) noch keine einzige Note aus dem Canned Heat Umfeld gehört, die relevanzfrei geklungen hätte. Kaum eine Band kommt der "schwarzen Essenz" und dem amtlichen Feeling so nahe, wie sie. Ich würde soweit gehen, sie als regelrecht "religiöse" Bluesfanaten zu titulieren. Sorry, auch von meiner Seite kein Verständnis dafür...
Übrigends, sam! Man sollte auch das überirdisch grandiose "´70 Concert / live in Europe" nicht unterschlagen. Die Gitarren haben einen Sound wie in den zwanziger Jahren und sie beschwören auch da eine einzigartige Magie. Für mich ein absolutes Heat-Highlight...oder live at Topanga Corral...ach ja...
:-)
Gnagflow
25.11.2009, 01:45
Da differieren die Geschmäcker (wie so oft) aber sehr deutlich!
Ich kenne keinen Bluesfan, der das jemals bekrittelt hätte. Und ich habe (auch live) noch keine einzige Note aus dem Canned Heat Umfeld gehört, die relevanzfrei geklungen hätte. Kaum eine Band kommt der "schwarzen Essenz" und dem amtlichen Feeling so nahe, wie sie. Ich würde soweit gehen, sie als regelrecht "religiöse" Bluesfanaten zu titulieren. Sorry, auch von meiner Seite kein Verständnis dafür...
Übrigends, sam! Man sollte auch das überirdisch grandiose "´70 Concert / live in Europe" nicht unterschlagen. Die Gitarren haben einen Sound wie in den zwanziger Jahren und sie beschwören auch da eine einzigartige Magie. Für mich ein absolutes Heat-Highlight...oder live at Topanga Corral...ach ja...
:-)
1. Canned Heat spielen auch einen verpopten Blues oder Boogie. Deshalb sind die ersten 3 Platten der FT nicht kommerzieller als der Sound von Canned Heat.
2. Nach dem Tod von Al Wilson verlor die Gruppe Ihren musikalischen Kopf, der, noch vor Canned Heat, als Universitätsangestellter Son House aufgetrieben hatte, ihm wieder beigebracht hat, zu spielen wie Son House 30 Jahre früher, mit ihm auch gemeinsam, als Mundharmonikaspieler z.B. auftrat.
3. Seit Bob Hites Tod ist die Gruppe nun schon gar nicht mehr relevant.
4. Nicht nur ob der obigen Punkte mag ich Canned Heat mit Al und Bob sehr.
5. Trotzalledem enthält Refried Boogie völlig unnötige Solos, sie machen musikalisch nichts her, sind reines Showcase für die Instrumentalisten, sorry , aber 2 Guitarrensoli ohne Bandbegleitung sind einfach nur nervig, und haben mit Blues rein gar nichts zu tun.
Gnagflow
25.11.2009, 01:52
Die Gitarren haben einen Sound wie in den zwanziger Jahren und sie beschwören auch da eine einzigartige Magie.
:-)
Wie denn das? Spielen die da auf akustischen Guitarren oder Dobros?
1. Canned Heat spielen auch einen verpopten Blues oder Boogie. Deshalb sind die ersten 3 Platten der FT nicht kommerzieller als der Sound von Canned Heat.
2. Nach dem Tod von Al Wilson verlor die Gruppe Ihren musikalischen Kopf, der, noch vor Canned Heat, als Universitätsangestellter Son House aufgetrieben hatte, ihm wieder beigebracht hat, zu spielen wie Son House 30 Jahre früher, mit ihm auch gemeinsam, als Mundharmonikaspieler z.B. auftrat.
3. Seit Bob Hites Tod ist die Gruppe nun schon gar nicht mehr relevant.
4. Nicht nur ob der obigen Punkte mag ich Canned Heat mit Al und Bob sehr.
5. Trotzalledem enthält Refried Boogie völlig unnötige Solos, sie machen musikalisch nichts her, sind reines Showcase für die Instrumentalisten, sorry , aber 2 Guitarrensoli ohne Bandbegleitung sind einfach nur nervig, und haben mit Blues rein gar nichts zu tun.
Au weia!
Also, das was du als Pop "schimpfst" (z.B. Going up the country), ist eine uuuuralte Countryblues-Nummer, ich will jetzt gar nicht mehr wissen von wem, die Canned Heat gecovert haben. Aber schön, dass sie wenigstens dir damit eine Popfreude machen konnten...
Bis zu Al Wilsons Tod gab es nur und vorallem einige Highlights und auch nach dieser Krise erholte sich die Gruppe nochmal. Bob Hite war da viel wichtiger für das Gesamtergebnis, vorallem war er nicht so labil wie Wilson.
Auch Harvey Mandel hat den Sound viel mehr geprägt, zeitweise.
Ich habe die Band in den letzten 3 Jahren dreimal live gesehen, einmal sogar ohne Fito, der verletzt war. So sehr ich Bob Hite auch vermisse, die Sänger die sie am Start hatten, haben in jeder Sekunde vollkommen überzeugt! Der Gesang, die Harp, was immer du willst - Alles war dermaßen überzeugen, authentisch und beseelt, als wäre man in eine Zeitmaschine geraten. Und ich sage das sicher nicht leichtfertig, bin selbst Musiker und habe einen extrem hohen Anspruch an authentisches Feeling. Da gibts echt gar nix! Sogar die Gitarre klang so alt und kaputt und ranzig wie auf den allerersten Platten. Beide Gitarren. Ich konnte es selbst kaum glauben. Dagegen klingt John Mayall, bei wirklich aller inniger Liebe, wie ein Mainstreamwitz.
Und dennoch haben sie auch "modernere" Aspekte mit reingebracht - Santanamäßiges. Was runderes habe ich selten gesehen. Vorallem in dem Kontext.
Wenn das was du zur Improvisation sagst eine Analogie zum Jazz wäre, was Blues ja irgendwo auch ist, dann wären jetzt vermutlich auf der Stelle Millionen von Aufnahmen ausgelöscht, da dort genau jenes passiert, man zeigt seine individuelle, innere Stimme. Seine Seele.
Ich finde es schlimm, dass dieses Missverständnis immer noch an der Tagesordnung zu sein scheint. Bluesmusik ist doch Feeling-musik.
Hört das dann bei den Improvisationen etwa auf. Das ist doch die Sprache der Instrumentalisten; wie der Gesang/Vortrag eines Sängers...
Gerade in einer solchen intimen Situation, zeigt sich doch erst, wer wirklich was drauf oder zu sagen hat... Ich finde das ignorant und unhaltbar, aber jedem das seine...
Wie denn das? Spielen die da auf akustischen Guitarren oder Dobros?
Nein, sie spielen einen Sound, den es so eigentlich gar nicht geben dürfte. Sie spielen elektrisch mit dem Raunen der uralten Tage. Hör es dir mal an vielleicht verstehst du dann eher was gemeint ist.
Gnagflow
25.11.2009, 17:08
Ich habe nie behauptet, das "Goin' Up The Country" kein alter Bluessong wäre.
Blues ist "Feeling-Musik" – was soll denn das heißen?
Also tut mir leid, Du schreibst so viel verqueres Zeug, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.
Was hat z. B. das Gedudel in Refried Boogie mit Jazzimprovisation zu tun?
Gar nichts!
Mit "aufgepopt" meine ich, daß sie keinen klassischen Blues, sondern Blues für ein weißes Rockpublikum spielen.
Ob Du die Gruppe in letzter Zeit öfter gesehen hast, ist kein Kriterium. Ich hab sie auch gesehen, und sie waren totlangweilig.
Wie gesagt, mit Al und Bob waren sie eine Klasse Rockband mit starken Blues- und Boogiewurzeln, nur dieses 45minütige Gedudel war ein Ausrutscher und eher dem Zeitgeist (lange Solos = gute Musik), den ein echter Bluesman ablehnt, verpflichtet.
Gnagflow
25.11.2009, 17:18
Alles war dermaßen überzeugen, authentisch und beseelt, als wäre man in eine Zeitmaschine geraten. Und ich sage das sicher nicht leichtfertig, bin selbst Musiker und habe einen extrem hohen Anspruch an authentisches Feeling. Da gibts echt gar nix! Sogar die Gitarre klang so alt und kaputt und ranzig wie auf den allerersten Platten. Beide Gitarren. Ich konnte es selbst kaum glauben. Dagegen klingt John Mayall, bei wirklich aller inniger Liebe, wie ein Mainstreamwitz.
Und dennoch haben sie auch "modernere" Aspekte mit reingebracht - Santanamäßiges. Was runderes habe ich selten gesehen. Vorallem in dem Kontext.
Wenn das was du zur Improvisation sagst eine Analogie zum Jazz wäre, was Blues ja irgendwo auch ist, dann wären jetzt vermutlich auf der Stelle Millionen von Aufnahmen ausgelöscht, da dort genau jenes passiert, man zeigt seine individuelle, innere Stimme. Seine Seele.
Ich finde es schlimm, dass dieses Missverständnis immer noch an der Tagesordnung zu sein scheint. Bluesmusik ist doch Feeling-musik.
Hört das dann bei den Improvisationen etwa auf. Das ist doch die Sprache der Instrumentalisten; wie der Gesang/Vortrag eines Sängers...
Gerade in einer solchen intimen Situation, zeigt sich doch erst, wer wirklich was drauf oder zu sagen hat... Ich finde das ignorant und unhaltbar, aber jedem das seine...
Authentisches Feeling? Zeitmaschine (Oh Gott! Wer braucht so etwas?) und der ganze Rest, den Du da schreibst ist Quatsch, Du hast leider von Blues keine Ahnung.
Und noch etwas: Gospel ist die Lobpreisung des Herrn in der Kirche, Blues ist quasi die weltliche Beichte, da improvisiert man eigentlich überhaupt nicht.
Erst mit dem elektrischen Chicago-Blues wurde der Blues mit Pop-Elementen, sie z. B. Guitarrensolos, verwässert.
Trotsdem: nichts gegen Muddy Waters oder Howlin' Wolf.
Moderne Aspekte = santanamäßiges (was soll denn das?)
Und zu guter Letzt: John Mayall: Wie kannst Du nur glauben, ich würde denken, solch ein Scheiß wäre Blues?
Authentisches Feeling? Zeitmaschine (Oh Gott! Wer braucht so etwas?) und der ganze Rest, den Du da schreibst ist Quatsch, Du hast leider von Blues keine Ahnung.
Und noch etwas: Gospel ist die Lobpreisung des Herrn in der Kirche, Blues ist quasi die weltliche Beichte, da improvisiert man eigentlich überhaupt nicht.
Erst mit dem elektrischen Chicago-Blues wurde der Blues mit Pop-Elementen, sie z. B. Guitarrensolos, verwässert.
Trotsdem: nichts gegen Muddy Waters oder Howlin' Wolf.
Moderne Aspekte = santanamäßiges (was soll denn das?)
Und zu guter Letzt: John Mayall: Wie kannst Du nur glauben, ich würde denken, solch ein Scheiß wäre Blues?
Movie George unter einer neuen Tarnkappe? Nee, dass hier sprengt alles Bisherige. Adios Amor!!!
:krank:
Hier eine spontane Bestenliste meinerseits:
Rory Gallagher - same
Roy Buchanan - same
Steve Ray Vaughan - Texas Flood
Livin´ Blues - Wang dang Doodle
John Lee Hooker / Canned Heat - Hooker´n´Heat
John Lee Hooker - The Healer
Alexis Korner - Bootleg him
Savoy Brown - Blue Matter
John Mayall Bluesbreakers - Bare Wires
John Mayall Bluesbreakers - Blues from Laurel Canyon
Climax Blues Band - same
Climax Blues Band - Rich man
Jimmy Page - Outrider
Free - Tons of Sobs
Jethro Tull - This was
Johnny Winter - Leavin´blues
Aynsley Dunbar Retaliation - Dr. Dunbars Prescription
Jorma Kaukonen - Quah
Hot Tuna - Double Dose
Ten Years After - Stonedhenge
Taste - On the Boards
Steamhammer - Reflection
Steve Miller Band - Sailor
Fleetwood Mac - Then play on
J. Geils Band - same
Jeff Beck Group - Truth
Allman Brother - Fillmore East (Deluxe edition)
Robert Johnson - King of the Delta Blues
Bukka White - Panama limited
Howlin´ Wolf - same
Sampler - Chicago, the Blues today 1 & 2
Chicken Shack - 100 Ton Chicken
J.J. Cale - Naturally
Johnny Guitar Watson - Superman Lover / 3CD Anthology
Groundhogs - Blues Obituary
...to be continued... :sonne:
Extrabreit
25.11.2009, 20:00
Na, dann schau'n mer mal, wem nun was nicht gefallen wird ;-)
Blues mag ich sehr gern, aber wie bei jeder Schublade, insbesondere einer so alten Schublade, gibt es so einige Ecken, und jede ist anders.
Dann noch die ganze liebe Verwandtschaft. Ich denke da an den Jazz, aber auch den (bluesinspirierten) Rock. Meine Gedanken haengen aber auch gerade an afrikanscher Musik, wie der von Ali Farka Toure, oder dem Fado, dem Tango und wer weiss, was nicht noch alles!?
Ist Bach so wie Richard Strauss, sind die beiden vergleichbar mit Verdi oder Vivaldi, wie steht's mit Renaissancemusik oder Schoenberg? Und doch hat alles Platz in der "Klassik-Schublade", oder nicht?
Und so in etwa sehe / hoere ich auch Blues! So lang es ihn schon gibt, so viele Facetten hat er auch entwickelt, und mir gefallen fast alle.
Die "guten alten", Robert Johnson, JB Lenoir oder Mississippi John Hurt, das verehrte "Mittelalter" a la JL Hooker und BB King und auch "moderne" Recken wie John Mayall und Peter Green, als auch "Greenhornes" wie Popa Chubby finden meinen allergroessten Gefallen!
Klar sind die sehr unterschiedlich, aber das macht es aus, was mir gefaellt. Ich habe auch keine Lust sie gegeneinander aufzu"wiegen", ich lasse sie unterschiedlich gut sein, anders sein, je nach Lust und Laune gebe ich mich ihnen einfach hin und sie machen mich alle ..., ja, sie machen mich gluecklich!
Diese grossartigen Blueser, diese Leute wie Canned Heat, Little Axe, Seasick Steve, John Mayall, Willie Dixon, Albert King und auch Robert Cray oder Robert Lukas und etliche andere: Sie streicheln allesamt meine Seele ... und sie haben alle Platz in dieser grossen Schublade: Blues!
Amen
Extra
Extrabreit
25.11.2009, 20:09
Hier eine spontane Bestenliste meinerseits:
Steve Ray Vaughan - Texas Flood
Savoy Brown - Blue Matter
Ten Years After - Stonedhenge
Fleetwood Mac - Then play on
Allman Brother - Fillmore East (Deluxe edition)
Das sind fuer mich zum Beispiel bluesbeseelte Rockalben, die mich schweben lassen, und bei denen ich ueberhaupt keine Lust habe, mir darueber Gedanken zu machen, zu wieviel Prozent da Blues drin steckt, oder eben Rock. Es ist einfach unbeschreiblich gut!
Extra
Das sind fuer mich zum Beispiel bluesbeseelte Rockalben, die mich schweben lassen, und bei denen ich ueberhaupt keine Lust habe, mir darueber Gedanken zu machen, zu wieviel Prozent da Blues drin steckt, oder eben Rock. Es ist einfach unbeschreiblich gut!
Extra
Ach, Extra, wenigstens Du verstehst offenbar, wenn man von "Feeling-Musik" spricht! Hätte auch niemals gedacht, dass man die Begrifflichkeit in einem Bluesthread ausdiskutieren müßte. ;-)
Hau rein!
Extrabreit
25.11.2009, 21:09
Tja, Westfalen unter sich... :-)
Jetzt laeuft gerade Gov't Mule: Blues-Rock. Ohne "Wenn-und-Aber"! und die sind gut.
Extra
Eines meiner liebsten Blues Alben:
Muddy Waters - Hard again
http://www.jazz.com/assets/2008/12/24/albumcoverMuddyWaters-HardAgain.jpg
Extrabreit
25.11.2009, 21:45
Ja, klassischer Blues, so wie ich ihn liebe! Es gibt so viele gute und bester Bluesalben, aber dieses gehoert bestimmt immer dazu!
Extra
icculus66
26.11.2009, 00:45
Tja, Westfalen unter sich... :-)
Jetzt laeuft gerade Gov't Mule: Blues-Rock. Ohne "Wenn-und-Aber"! und die sind gut.
Extra
Bin zwar kein Westfale, aber in gewisser Hinsicht genauso veranlagt wie ihr.
Warren Haynes und seine Leute machen schon ordentliche Mucke.
Nur: In der Redaktion des "Rolling Stone" (deutsche Musikzeitschrift, kommt
monatlich raus ...) scheint man das nicht so zu sehen. Nichts dagegen, wenn
man irgendwas schlecht findet und das auch deutlich sagt.
Aber das hier (Link (http://forum.rollingstone.de/showpost.php?p=2023831&postcount=362))
und das hier (Link (http://forum.rollingstone.de/showthread.php?t=21861))
spricht doch eine Sprache, die nicht nur deutlich ist, sondern fast schon arrogant.
Extrabreit
26.11.2009, 19:18
Zustimmung, Icculus. Soetwas liest sich nicht gut!
Gnagflow
26.11.2009, 20:20
Ach, Extra, wenigstens Du verstehst offenbar, wenn man von "Feeling-Musik" spricht! Hätte auch niemals gedacht, dass man die Begrifflichkeit in einem Bluesthread ausdiskutieren müßte. ;-)
Hau rein!
Du hast leider überhaupt nicht verstanden, was ich gemeint habe.
Nichts gegen Canned Heat, aber das Gedudel in "Refried Boogie" ist doch nun wirklich schwer zu ertragen!
Nebenbei: Ich besitze alle Canned Heat Platten mit Al Wilson und Bob Hite und liebe sie, trotzdem ist es kein authentischer Blues, auch wenn man die Musik noch so mag.
Von der ganzen englischen Bluesszene (Korner, Mayall, Clapton, Green etc. halte ich allerdings wirklich nicht viel.
Anstatt z. B. Fleetwood Mac, höre ich lieber das Original Elmore James, das haut mich auch heute noch vom Hocker.
Es gibt amerikanische Rocktruppen, wie z. B. Little Feat (nur mit Lowell George), die ganz hervorragende Bluessongs spielten.
Apolitical Blues z. B. geschrieben von Lowell George, gewidmet Chester Burnett (Howlin' Wolf).
Also: Bottle up 'n' go! (Stomp, Stomp, Stomp),
Howl, Howl, Howl!
Gonna shoot ya right down ...
Gnagflow
26.11.2009, 20:29
Eines meiner liebsten Blues Alben:
Muddy Waters - Hard again
http://www.jazz.com/assets/2008/12/24/albumcoverMuddyWaters-HardAgain.jpg
"The Real Folk Blues" finde ich noch ein bischen besser, vor allem die erste elektrische Aufnahme von Mannish Boy. Genialer geht's nicht.
Extrabreit
29.11.2009, 01:38
Ein Alter, der ganz "jung" ist: Seasick Steve! Der Mann hat den Blues, und den bringt er 100%ig rueber! Seasick Steve? Eine unbedingte Empfehlung!
Extra
PS: Gerade drei Tage alt: Sein aktuelles Album! Wie schon die Vorgaenger: Auf Vinyl erhaeltlich.
Ein Alter, der ganz "jung" ist: Seasick Steve! Der Mann hat den Blues, und den bringt er 100%ig rueber! Seasick Steve? Eine unbedingte Empfehlung!
Extra
PS: Gerade drei Tage alt: Sein aktuelles Album! Wie schon die Vorgaenger: Auf Vinyl erhaeltlich.
Yeah! Ein wildes, "altes" und ungezähmtes Reptil, der gute Steve. Seine Gitarren sehen aus, als wären 50 Lastwagen drübergefahren, aber sein (elektrischer) Voodoo könnte von Robert Johnson abstammen, oder so...
Prince Kajuku
29.11.2009, 12:33
Ein Alter, der ganz "jung" ist: Seasick Steve! Der Mann hat den Blues, und den bringt er 100%ig rueber! Seasick Steve? Eine unbedingte Empfehlung!
Extra
PS: Gerade drei Tage alt: Sein aktuelles Album! Wie schon die Vorgaenger: Auf Vinyl erhaeltlich.
Was man aus drei Saiten alles so rausholen kann...schon geil.
Extrabreit
29.11.2009, 20:46
Ja, wenn man die, ...sagen wir mal "Linernotes", zum Debut "Doghouse music" liest, beziehungsweise anguckt, ziehen sich die Mundwinkel doch verdammt weit nach oben, oder nicht? In dieser "Mistgitarre" mit nur drei (!) Saiten steckt so viel Musik und Hingabe drin, das ist wirklich atemberaubend!
Extra
Ja, wenn man die, ...sagen wir mal "Linernotes", zum Debut "Doghouse music" liest, beziehungsweise anguckt, ziehen sich die Mundwinkel doch verdammt weit nach oben, oder nicht? In dieser "Mistgitarre" mit nur drei (!) Saiten steckt so viel Musik und Hingabe drin, das ist wirklich atemberaubend!
Extra
...in der Gitarre und Bass gab es mal ein größeres, sehr witziges Interview und Bilder seiner kompletten, ähem, Ausrüstung. Holy shit!!!
Ich meine, er spielt live über so einen "Kinderamp" von Roland. 15Watt, Transistor. Ganz winzig. Der ist echt fullcrazy... Dem Sounderlebnis schadet es zum Glück nicht :-) und Rory Gallagher hat sich backstage zumindest auch über einen ähnlichen Roland-Amp warmgespielt... Jaja...:sonne:
Prince Kajuku
30.11.2009, 19:49
Ihr müsst Euch den Tourbus (http://www.youtube.com/watch?v=JsRg0Jlj5Tw) mal ansehen, da hängt eine aus einer Zigarrenkiste zusammengebastelte Gitarre herum...ihm ist es wohl egal worauf er spielt.
Ihr müsst Euch den Tourbus (http://www.youtube.com/watch?v=JsRg0Jlj5Tw) mal ansehen, da hängt eine aus einer Zigarrenkiste zusammengebastelte Gitarre herum...ihm ist es wohl egal worauf er spielt.
Ist das herrlich! Auch das Duett mit KT Tunstall!!! Er hat einfach einen Murdertone. Ich hoffe mit der Kaffeemühle macht er auch mal einen Song :lol:
Extrabreit
11.12.2009, 19:31
Ja, ich mag es sehr, wie er spielt, das geht mir richtig gut runter! Heute musste ich leider meine Neuerwerbung umtauschen, da auf Seite zwei ein fieser Kratzer drauf war. Na, dann warten wir mal ab und tragen auf dem Weg direkt Album Nummer drei nach hause :-)
Und diese herrlich lockere und unkonventionelle Art, das ist Blues fuer mich!
Extra
kingberzerk
17.02.2010, 09:27
Neulich hatte ich mir zwei Sampler geholt: The Rough Guide Delta-Blues und Chicago Blues. Wahrscheinlich bin ich mehr Chicago, aber Burnside ist nicht zu ignorieren.
Inzwischen bin ich eindeutig Delta.
http://www.abraxasrecords.com/dati/copertina/album_copertina_2381.jpg (http://www.abraxasrecords.com/showPage.php?template=album&id=2381)
Kurze Empfehlung: Blind Willie McTell (http://bluesnet.hub.org/readings/mctell.html): Scarey Day Blues (http://www.abraxasrecords.com/showPage.php?template=album&id=2381), Monk Records. Bei Monk ist ohnehin viel erschienen, was mich interessiert. Das nächste ist wohl Blind Lemon Jefferson.
http://www.john-meekings.co.uk/mctelw.gif (http://bluesnet.hub.org/readings/mctell.html)
Gnagflow
22.02.2010, 00:42
Auf der Seite gibt's einen Son House Song: "Death Letter Blues".
http://www.myspace.com/unserekleinebar
Und Mittwochs legt eine junge Dame namens Chiara alte Blues und R' 'n' B Platten auf, und dazu einen Absacker und die Nacht ist gerettet.
BDXBluesguitar
19.03.2010, 18:15
Ich habe das Glück gehabt und habe 2 Original Chess Singles je 10" bei ebay ersteigert:
Einmal: MUDDY WATERS - Hoochie Coochie Man
und : HOWLIN WOLF - Smokestack Lightning
Die wirklichen ganz alten Platten sind das :D.
zum Blues bin ich durch Eric "Slowhand" Clapton gekommen.
EIne Platte die man meiner Meinung nach haben muss ist J.B. LENOIR - Alabama Blues.
Eine wirklich richitg geile Bluesplatte, wo er auf die Situation der schwarzen Bevölkerung in den USA, Mitte der '60er, eingeht.
André
Oha, längere Zeit nicht in diesen Thread geschaut.
Da habe ich mit Living The Blues ja eine mittlere Lawine losgetreten.
Hooker´n´Heat halte ich übrigens für genauso gelungen.;-)
Das Kennenlernen der Band mit dem alten Blueser ist , wie ich finde, sehr gut festgehalten.
Außerdem sollten hier mal die drei aufeinander folgenden John Mayall Alben
Bluesbreakers With Eric Clapton
A Hard Road
Crusade
erwähnt werden. :-)
Gnagflow
20.03.2010, 17:05
Außerdem sollten hier mal die drei aufeinander folgenden John Mayall Alben
Bluesbreakers With Eric Clapton
A Hard Road
Crusade
erwähnt werden. :-)
Die sollen zu den besten Blues-Platten gehören?
Oh, jeh!
Oh, jeh!
Wann kommt denn mal ne Liste von Dir?
Prince Kajuku
21.03.2010, 10:55
Oha, längere Zeit nicht in diesen Thread geschaut.
Da habe ich mit Living The Blues ja eine mittlere Lawine losgetreten.
Hooker´n´Heat halte ich übrigens für genauso gelungen.;-)
Das Kennenlernen der Band mit dem alten Blueser ist , wie ich finde, sehr gut festgehalten.
Außerdem sollten hier mal die drei aufeinander folgenden John Mayall Alben
Bluesbreakers With Eric Clapton
A Hard Road
Crusade
erwähnt werden. :-)
Mit "Bluesbreakers with..." kann ich mich bis heute nicht anfreunden, die anderen habe ich mir erst gar nicht gekauft. Hooker'n'Heat dagegen ist genial. Absolut...wie vieles von JLH.
Mit "Bluesbreakers with..." kann ich mich bis heute nicht anfreunden, die anderen habe ich mir erst gar nicht gekauft. Hooker'n'Heat dagegen ist genial. Absolut...wie vieles von JLH.
Woran liegt es bei Mayall? Kenne einige Leute, die mit seiner Stimme Probleme haben.
The Wistler
21.03.2010, 13:31
Außerdem sollten hier mal die drei aufeinander folgenden John Mayall Alben
Bluesbreakers With Eric Clapton
A Hard Road
Crusade
erwähnt werden. :-)
Und nicht zu vergessen "Blues from Laurel Canyon", das ja auch schon
ein Jahr später 1968 kam (mit "Mick Taylor" wie bei "Crusade") .
Und nicht zu vergessen "Blues from Laurel Canyon", das ja auch schon
ein Jahr später 1968 kam (mit "Mick Taylor" wie bei "Crusade") .
Und auch nicht zu vergessen: "Bare Wires", ebenso mit Taylor und anderen Größen. Kein Album für Puristen, aber für offene Ohren, eines der schönsten Konzepte im britischen Blues.
Und "A hard Road" mit Peter Green ist teils so groß, dass man keine Worte dafür findet...
Ich möchte noch "A Sense of Place" von 1990 erwähnen. Auch hier ein großer Wurf, mit tollen Songs / Gitarren. Ein sehr gelungenes "Comeback". (war auch live super)
The Wistler
21.03.2010, 14:31
Und auch nicht zu vergessen: "Bare Wires", ebenso mit Taylor und anderen Größen. Kein Album für Puristen, aber für offene Ohren, eines der schönsten Konzepte im britischen Blues.
Und "A hard Road" mit Peter Green ist teils so groß, dass man keine Worte dafür findet...
Ich möchte noch "A Sense of Place" von 1990 erwähnen. Auch hier ein großer Wurf, mit tollen Songs / Gitarren. Ein sehr gelungenes "Comeback". (war auch live super)
Ja ja die"Bare Wires Suite" ist schon etwas komplexer als man "Mayall" eigentlich normalerweise hört, aber auch sehr hörenswert.
"A Hard Road" auch ohne Worte natürlich ein Meilenstein des Bluesrock.
Die "A Sense of Place" habe ich leider nicht.
Cripple Creek Ferry
22.04.2010, 21:57
Ich muss voraus schicken, dass ich kein Blues-Fachmann bin. Letztens ist mir aber durch einen glücklichen Zufall, eine sowas von geiler Tonträger in die Hände geraten! Dieser knochentrockene Sound hatte es mir sofort angetan!
HOODOO MAN BLUES von JUNIOR WELL'S CHICAGO BLUES BAND with Buddy Guy
Kennt einer dieses Hammerteil! Kann mir einer Scheiben, die in die selbe Kerbe schlagen empfehlen?
Copperhead
22.04.2010, 22:16
Ich muss voraus schicken, dass ich kein Blues-Fachmann bin. Letztens ist mir aber durch einen glücklichen Zufall, eine sowas von geiler Tonträger in die Hände geraten! Dieser knochentrockene Sound hatte es mir sofort angetan!
HOODOO MAN BLUES von JUNIOR WELL'S CHICAGO BLUES BAND with Buddy Guy
Kennt einer dieses Hammerteil! Kann mir einer Scheiben, die in die selbe Kerbe schlagen empfehlen?
"hoodoo man blues" ist ein klassiker und schwer zu toppen. versuchs evt. mal mit luther allison´s "live in paris".
HOODOO MAN BLUES von JUNIOR WELL'S CHICAGO BLUES BAND with Buddy Guy
Kennt einer dieses Hammerteil! Kann mir einer Scheiben, die in die selbe Kerbe schlagen empfehlen?
Spontan habe ich nur bedingt was parat, aber dafür auch sehr gut!
2 Sampler (lass dich davon nicht abschrecken!)
Chicago - The Blues today Vol. 1 und 2 (auf Vanguard)...
Feine Teile in der Richtung!
Krautathaus
22.04.2010, 22:23
"hoodoo man blues" ist ein klassiker und schwer zu toppen. versuchs evt. mal mit luther allison´s "live in paris".
Junior Wells' Livealbum v. 1965 hört sich auch sehr gut an:
http://www.amazon.de/S-My-Life-Baby/dp/B000000EG3/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1271967695&sr=1-1
Hab' mir mal beide Alben bestellt.
"hoodoo man blues" ist ein klassiker und schwer zu toppen. versuchs evt. mal mit luther allison´s "live in paris".
Copper, wie meistens liegst Du richtig.
Junior Wells' Livealbum v. 1965 hört sich auch sehr gut an:
http://www.amazon.de/S-My-Life-Baby/dp/B000000EG3/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1271967695&sr=1-1
Hab' mir mal beide Alben bestellt.
Nicht übel, aber fällt gegen den "Hoodoo Man" etwas ab.
Whole Lotta Pete
22.04.2010, 22:29
Ich muss voraus schicken, dass ich kein Blues-Fachmann bin. Letztens ist mir aber durch einen glücklichen Zufall, eine sowas von geiler Tonträger in die Hände geraten! Dieser knochentrockene Sound hatte es mir sofort angetan!
HOODOO MAN BLUES von JUNIOR WELL'S CHICAGO BLUES BAND with Buddy Guy
Kennt einer dieses Hammerteil! Kann mir einer Scheiben, die in die selbe Kerbe schlagen empfehlen?
"hoodoo man blues" ist ein klassiker und schwer zu toppen. versuchs evt. mal mit luther allison´s "live in paris".
Danke für den Tipp, werde mir das bestellen.
Von Luther sind auch noch die beiden im Berliner "Quasimodo" aufgenommenen Platten wärmstens zu empfehlen.
Prince Kajuku
23.04.2010, 19:06
Ich muss voraus schicken, dass ich kein Blues-Fachmann bin. Letztens ist mir aber durch einen glücklichen Zufall, eine sowas von geiler Tonträger in die Hände geraten! Dieser knochentrockene Sound hatte es mir sofort angetan!
HOODOO MAN BLUES von JUNIOR WELL'S CHICAGO BLUES BAND with Buddy Guy
Kennt einer dieses Hammerteil! Kann mir einer Scheiben, die in die selbe Kerbe schlagen empfehlen?
Blues am obersten Limit meines Erachtens. Bin ebenfalls kein Blues-Purist, doch auch ich erkenne daß das Teil hat die Höchstnote verdient hat. Ich denke dafür muß man auch kein Kenner sein, gute Musik erschliesst sich von allein wenn man halbwegs interessiert ist.
Krautathaus
25.04.2010, 13:58
HOODOO MAN BLUES von JUNIOR WELL'S CHICAGO BLUES BAND with Buddy Guy
Kennt einer dieses Hammerteil! Kann mir einer Scheiben, die in die selbe Kerbe schlagen empfehlen?
"Folk Singer" von Muddy Waters schlägt vielleicht nicht direkt in dieselbe Kerbe, aber ist ähnlich toll produziert und transparent aufgenommen. Auf beiden spielt Buddy Guy, beide sind in fast demselben Zeitraum entstanden und auf beiden ist "Good Morning (Little) Schoolgirl" drauf, allerdings in recht unterschiedlichen Versionen. "Folk Singer" ist ein akustisches Bluesalbum und Muddy Stimme steht mehr im Vordergrund, als Juinior Wells.
@ Hoodoo Man Blues:
Nachdem ich gestern abend bei einem Freund die 180 gr Pressung von Analogue Production (33rpm) komplett gehört habe und diese kaum noch zu bekommen ist, habe ich mir die 2 x 45rpm Version für bestellt, zumal ich mir das Album sicherlich noch etliche Male anhören werde.
Die bestellte CD mit den 2 Bonustrack werde ich bei passender Gelegenheit verschenken.
Cripple Creek Ferry
25.04.2010, 20:39
Hallo Ihr Lieben!
Vielen Dank für die guten Tips! Habe schon die Fühler ausgestreckt.
Chicago The Blues Today Vol. 1, die Live-Tonträger von Junior Wells und Luther Allison sowie Folk Singer von Muddy Waters sind auf dem Weg zu mir.
Rogg 'N' Rohler
11.11.2010, 18:39
Ich fange eben erst an mich in den blues reinzuhören und bin momentan bei buddy guys living proof...welche platten für mich könntet ihr mir empfehlen?
danke schon mal :lol:
Ich fange eben erst an mich in den blues reinzuhören und bin momentan bei buddy guys living proof...welche platten für mich könntet ihr mir empfehlen?
danke schon mal :lol:
Muddy Waters - Chess Box
Howlin´Wolf - Chess Box
Big Bill Broonzy - The Bill Broonzy Story
Robert Johnson - The Complete Recordings
Leadbelly - Sings Folk Songs
Prince Kajuku
11.11.2010, 19:09
Mein Einstieg in Sachen Blues war der späte John Lee Hooker, generell eher die elekrifizierten Sachen weil ich sonst eher Metal/Hardrock höre, da passt das sehr gut. Was nicht heissen soll daß die älteren akustischen Sachen nicht auch was hätten.
Ich meine daß in diesem Thread die Frage diverse Male gestellt und beantwortet wurde, lies mal von Anfang an.
Oder schau Dich hier (http://rateyourmusic.com/customchart?page=1&chart_type=top&type=album&year=alltime&genre_include=1&genres=Blues&include_child_genres=t&include=both&limit=none&countries=) mal um, die ersten 10 Scheiben wären für den Einstieg bestens geeignet.
Ach...wenn ich nicht ständig blank wäre...ich könnte schon wieder zuschlagen.
Die vom Prince genannte Liste ist nicht schlecht, aber einige der dort aufgeführten zähle ich nicht zum Blues.
Prince Kajuku
11.11.2010, 19:12
Gaaaaaanz wichtig, weil pure Energie:
Muddy "Mississippi" Waters Live DoCD - 2 geniale Auftritte an einem Abend !
Prince Kajuku
11.11.2010, 19:14
Die vom Prince genannte Liste ist nicht schlecht, aber einige der dort aufgeführten zähle ich nicht zum Blues.
Hast recht...aber nimm einfach den Haken bei "Child Genres" raus, dann sieht die Liste schon anders aus.
icculus66
11.11.2010, 22:37
Ich fange eben erst an mich in den blues reinzuhören und bin momentan bei buddy guys living proof...welche platten für mich könntet ihr mir empfehlen? ...
http://img44.imageshack.us/img44/7002/sonhousefatherofthefolk.jpg
http://www.discogs.com/Son-House-Death-Letter/master/141387
http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/Eddie-James-Son-House-Father-Of-The-Delta-Blues-The-Complete-1965-Sessions/hnum/9630576
Rogg 'N' Rohler
11.11.2010, 22:59
Danke viel mal für die hilfreichen tipps.
Ich werde mich mit vergnügen in das hören dieser Platten reinstürzen :-)
MuddyLives
18.11.2010, 16:18
generell liebe ich alles was T-Bone Walker uns hinterlassen hat. Live habe ich ihn auch erleben dürfen. Eine besondere Scheibe hat er zum Ende seines Lebens aufgenommen "Super Black Blues" und "Super Black Blues II".
Die Alben sind Aufnahmetechnisch von guter Qualität aber sie sind vorallem wunderbare Zeugnisse dieses ausnahme Musikers und einmalig gute Bluesmusik. Vorallem "Super Black Blues", aus dem Jahre 1969, ist ein Album das ich jedem Blues-Fan empfehlen kann. Es wurde 1969 bei einem Konzert in New York Live aufgenommen. Leider war es zu der Zeit noch nicht möglich mehr als 40 Minuten auf eine LP zu bannen, daher ist die Spielzeit auf 38 Minuten begrenzt. Heute wünscht sich jeder T-Bone Fan das man damals das komplette Konzert aufgenomen hätte, aber vieleicht schlummern irgendwo in einem Archiv die Masterbänder und eines Tages.....man darf träumen.
Das Line-Up dieses Albums liest sich wie das who is who der damaligen Blues-Größen.
T-Bone Walker-Gitarre/Gesang, Big Joe Turner-Gesang, Otis Spann-Piano/Gesang, George "Harmonica" Smith-Harp, Paul Humphrey-Drums, Ernie Watts-Saxophone,Arthur Wright-Rhythmus Gitarre, Ron Brown-Bass.
Es finden sich "nur" 4 Titel auf dem Album:
Paris Blues 14:03 Minuten
Here am I broken hearted 3:47 Minuten
Jot's Blues 8:15 Minuten
Blues Jam 10:59 Minuten
Was besonders gefällt, das die Songs improvisiert und spontan klingen und den Eindruck hinterlassen das hier Musiker am Werk sind die jede Note erleben und uns teilhaben lassen. T-Bone Walker und Joe Turner lösen sich spontan beim Gesang ab oder werfen sich Textzeilen zu oder ergänzen sie.
Zur Zeit der Aufnahme war George Harmonica Smith mit Sicherheit der Beste lebende Blues-Harper und hatte die Krone von Little Walter übernommen, man hört es auf diesem Album, einfach Genial.
Otis Spann hatte sich von der Muddy Waters Band gelöst und seine Solo-Karriere begonnen, 6 Monate nach diesen Aufnahmen verstarb er. Die Rhythmusabteilung war mit Paul Humphrey, Arthur Wright und Ron Brown hervorragend besetzt.
Paul Humphrey war ein Jazz & Blues Drummer der später auch mal bei Frank Zappa, Steely Dan, Quincy Jones Sammy Davis oder Natalie Cole spielte.
Alle vier Songs sind außergewöhnlich gut. Der Blues Jam ist allerdings das Sahnehäubchen. Hier stimmt alles um einen Blues-Song Perfekt zu machen. Alle Musiker sind auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren angelangt und zeigen das in diesem Song (auf dem ganzen Album). Wie T-Bone Walker seine Gitarre spielt, besser gesagt wie er sie behandelt, streichelt ist einfach Wunderbar. Gerade die leisen Töne sind das Besondere an seinem Spiel.
Die letzte Textzeile, gesungen von T-Bone Walker, aus Blues Jam geht so:"I got News for you, Good Night to you all, it was a lovely Party". Genau das ist es, eine Wunderbare Bluesparty geht zu Ende. Aber der CD-Player hat zum Glück eine Wiederholtaste.
Das zweite Album heisst "Super Black Blues Vol.2" und wurde 1970 Live in der Carnegie Hall/New York eingespielt.
Wieder sind T-Bone Walker und Big Joe Turner dabei. Diesmal begleitet vom Sänger und Percussionisten Leon Thomas und Saxophonist/Sänger Eddie "Cleanhead" Vinson. Eddie spielte schon Früh mit John Coltrane zusammen, war Bandmitglied bei Count Basie und der Johnny Otis Show. Am Piano hören wir Wynton Kelly, am Bass Al Hall und an den Drums Elvin Jones.
Auf diesem Album finden sich 10 Titel aber die Spielzeit ist auch dieses mal leider nur knapp 38 Minuten.
Insgesamt ist das Album sehr jazzig ausgefallen, bis auf wenige Ausnahmen waren fast alle Musiker im Jazz verwurzelt.
T-Bone Walker spielt wie immer seine wunderbare Gitarre und singt natürlich seine Songs "Stromy Monday" und "Sail on".
Neben den T-Bone Walker Songs, sind besonders die Titel "Disillusion Blues" und "Damn Nam", die Leon Thomas singt zu empfehlen. In "Damn Nam" kann man sich vorstellen worum es geht, Vietnam war das Thema.
Angesicht dessen, das Barak Obama nun im Weißen Haus sitzt, ist der von Eddie Cleanhead Vinson gesungene Titel "I had a Dream" besonders zu beachten. Die Textzeile auf die man achten sollte, hatte etwas mit dem Ausspruch von Martin Luther King zu tun und geht so:
I dream I was in the White House Sittin' in Nixons Chair I dream he shook my hand Said "Cleanhead, I'm glad you're here". But that was a dream. Yes, a dream I had on my mind....
Alleine die Tatsache das T-Bone Walker auf diesem Album zu hören ist macht es für mich zum Erlebnis. Die Aufnahmequalität ist auch diesmal sehr gut, vorallem wenn man bedenkt das es sich um ein Live-Album handelt.
Immer wieder liest man das B.B.King etwas mit der Live-Show an diesem Tag im Mai 1970 zu tun hatte, aber was? Ist er zu hören? Hat er anderswo seine Finger im Spiel? Ich weiss es nicht, eventuell weiss jemand von euch was er mit diesem Album zu tun hat.
Viel Spass beim hören
Bernd
MuddyLives
18.11.2010, 16:20
generell liebe ich alles was T-Bone Walker uns hinterlassen hat. Live habe ich ihn auch erleben dürfen. Eine besondere Scheibe hat er zum Ende seines Lebens aufgenommen "Super Black Blues" und "Super Black Blues II".
Die Alben sind Aufnahmetechnisch von guter Qualität aber sie sind vorallem wunderbare Zeugnisse dieses ausnahme Musikers und einmalig gute Bluesmusik. Vorallem "Super Black Blues", aus dem Jahre 1969, ist ein Album das ich jedem Blues-Fan empfehlen kann. Es wurde 1969 bei einem Konzert in New York Live aufgenommen. Leider war es zu der Zeit noch nicht möglich mehr als 40 Minuten auf eine LP zu bannen, daher ist die Spielzeit auf 38 Minuten begrenzt. Heute wünscht sich jeder T-Bone Fan das man damals das komplette Konzert aufgenomen hätte, aber vieleicht schlummern irgendwo in einem Archiv die Masterbänder und eines Tages.....man darf träumen.
Das Line-Up dieses Albums liest sich wie das who is who der damaligen Blues-Größen.
T-Bone Walker-Gitarre/Gesang, Big Joe Turner-Gesang, Otis Spann-Piano/Gesang, George "Harmonica" Smith-Harp, Paul Humphrey-Drums, Ernie Watts-Saxophone,Arthur Wright-Rhythmus Gitarre, Ron Brown-Bass.
Es finden sich "nur" 4 Titel auf dem Album:
Paris Blues 14:03 Minuten
Here am I broken hearted 3:47 Minuten
Jot's Blues 8:15 Minuten
Blues Jam 10:59 Minuten
Was besonders gefällt, das die Songs improvisiert und spontan klingen und den Eindruck hinterlassen das hier Musiker am Werk sind die jede Note erleben und uns teilhaben lassen. T-Bone Walker und Joe Turner lösen sich spontan beim Gesang ab oder werfen sich Textzeilen zu oder ergänzen sie.
Zur Zeit der Aufnahme war George Harmonica Smith mit Sicherheit der Beste lebende Blues-Harper und hatte die Krone von Little Walter übernommen, man hört es auf diesem Album, einfach Genial.
Otis Spann hatte sich von der Muddy Waters Band gelöst und seine Solo-Karriere begonnen, 6 Monate nach diesen Aufnahmen verstarb er. Die Rhythmusabteilung war mit Paul Humphrey, Arthur Wright und Ron Brown hervorragend besetzt.
Paul Humphrey war ein Jazz & Blues Drummer der später auch mal bei Frank Zappa, Steely Dan, Quincy Jones Sammy Davis oder Natalie Cole spielte.
Alle vier Songs sind außergewöhnlich gut. Der Blues Jam ist allerdings das Sahnehäubchen. Hier stimmt alles um einen Blues-Song Perfekt zu machen. Alle Musiker sind auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren angelangt und zeigen das in diesem Song (auf dem ganzen Album). Wie T-Bone Walker seine Gitarre spielt, besser gesagt wie er sie behandelt, streichelt ist einfach Wunderbar. Gerade die leisen Töne sind das Besondere an seinem Spiel.
Die letzte Textzeile, gesungen von T-Bone Walker, aus Blues Jam geht so:"I got News for you, Good Night to you all, it was a lovely Party". Genau das ist es, eine Wunderbare Bluesparty geht zu Ende. Aber der CD-Player hat zum Glück eine Wiederholtaste.
Das zweite Album heisst "Super Black Blues Vol.2" und wurde 1970 Live in der Carnegie Hall/New York eingespielt.
Wieder sind T-Bone Walker und Big Joe Turner dabei. Diesmal begleitet vom Sänger und Percussionisten Leon Thomas und Saxophonist/Sänger Eddie "Cleanhead" Vinson. Eddie spielte schon Früh mit John Coltrane zusammen, war Bandmitglied bei Count Basie und der Johnny Otis Show. Am Piano hören wir Wynton Kelly, am Bass Al Hall und an den Drums Elvin Jones.
Auf diesem Album finden sich 10 Titel aber die Spielzeit ist auch dieses mal leider nur knapp 38 Minuten.
Insgesamt ist das Album sehr jazzig ausgefallen, bis auf wenige Ausnahmen waren fast alle Musiker im Jazz verwurzelt.
T-Bone Walker spielt wie immer seine wunderbare Gitarre und singt natürlich seine Songs "Stromy Monday" und "Sail on".
Neben den T-Bone Walker Songs, sind besonders die Titel "Disillusion Blues" und "Damn Nam", die Leon Thomas singt zu empfehlen. In "Damn Nam" kann man sich vorstellen worum es geht, Vietnam war das Thema.
Angesicht dessen, das Barak Obama nun im Weißen Haus sitzt, ist der von Eddie Cleanhead Vinson gesungene Titel "I had a Dream" besonders zu beachten. Die Textzeile auf die man achten sollte, hatte etwas mit dem Ausspruch von Martin Luther King zu tun und geht so:
I dream I was in the White House Sittin' in Nixons Chair I dream he shook my hand Said "Cleanhead, I'm glad you're here". But that was a dream. Yes, a dream I had on my mind....
Alleine die Tatsache das T-Bone Walker auf diesem Album zu hören ist macht es für mich zum Erlebnis. Die Aufnahmequalität ist auch diesmal sehr gut, vorallem wenn man bedenkt das es sich um ein Live-Album handelt.
Immer wieder liest man das B.B.King etwas mit der Live-Show an diesem Tag im Mai 1970 zu tun hatte, aber was? Ist er zu hören? Hat er anderswo seine Finger im Spiel? Ich weiss es nicht, eventuell weiss jemand von euch was er mit diesem Album zu tun hat.
Viel Spass beim hören
gypsy tail wind
18.11.2010, 16:40
T-Bone! :sonne:
Ich hab zwei Compilations von ihm mit frühen Aufnahme:
http://image.allmusic.com/00/amg/cov200/drc400/c460/c460612tqfg.jpg
Complete Capitol/Black & White Recordings (http://www.allmusic.com/album/complete-capitol-black--white-recordings-r220905) (3CD, rec. 1940-47)
http://image.allmusic.com/00/amg/cov200/drf700/f776/f77699txrgb.jpg
The Complete Imperial Recordings: 1950-1954 (http://www.allmusic.com/album/the-complete-imperial-recordings-1950-1954-r89683) (2CD)
Bin momentan grad mitten im ersten Set! Wunderbare Musik, mehr R&B als Blues, aber wohl auch für Blues-Fans tolle Musik!
Kleine Warnung aber fürs erste Set: da sind viele Alternate Takes drauf - wer das nicht mag sollte sich wohl andersweitig umsehen (oder zur Best Of (http://www.allmusic.com/album/the-best-of-the-black--white-and-imperial-years-r723387)-Compilation greifen, die auch zu haben ist von den Black & White UND Imperial Jahren)
Bin mir selber immer noch am Überlegen, ob ich nicht gelegentlich doch noch die Mosaic-Box suchen soll... aber irgendwie wär das recht dekadent, wegen etwas mehr als einem Dutzend Tracks, die auf den obigen beiden Sets fehlen.
Prince Kajuku
18.11.2010, 19:12
Mal was anderes, Kaufberatung quasi...: Bin drauf und dran mir die '71er Scheibe von Hound Dog Taylor "Hound Dog Taylor & The Houserockers" zuzulegen. Die steht in vielen Blues-Bestenlisten ganz weit oben...ich kenne HDT aber bis jetzt nicht, bin allerdings in alle Richtungen offen. Zurecht in diesem Fall ?
Feine T-Bone Rezi übrigens, Bernd.
Gruß Bernd:-)
Mal was anderes, Kaufberatung quasi...: Bin drauf und dran mir die '71er Scheibe von Hound Dog Taylor "Hound Dog Taylor & The Houserockers" zuzulegen. Die steht in vielen Blues-Bestenlisten ganz weit oben...ich kenne HDT aber bis jetzt nicht, bin allerdings in alle Richtungen offen. Zurecht in diesem Fall ?
Feine T-Bone Rezi übrigens, Bernd.
Gruß Bernd:-)
Wenn Du die Möglickeit hast, leg Dir ALLES zu!
Glaube, die habe ich schon besternt!
Prince Kajuku
18.11.2010, 19:26
Ich fang dann mit o.g. erst mal an...und dann wollte ich evtl. noch die B.B. King - Live at the Regal bestellen...ich muss mich erst mal an den Klassikern abarbeiten.
B.B. King - Live at the Regal bestellen
Die hat bei mir****
Als "Hardrock-Fan" wird Dir Hound Dog Taylor hoffentlich besser gefallen!
Prince Kajuku
18.11.2010, 19:59
Hmmmm...welche würdest Du mir denn von B.B.King empfehlen ?
Ich bin da immer erstmal auf andere angewiesen wenn es um Interpreten geht die ich noch nicht kenne...und wie's scheint bin ich bei Dir ganz gut aufgehoben.:zitter:
Hmmmm...welche würdest Du mir denn von B.B.King empfehlen ?
Die "Live At The Regal" ist nicht schlecht. Bei B.B. ist das für mich eine zwiespältige Sache, weil er für mich nicht den traditionellen Blues spielt, sondern sich oft nach "weissen" Hörgewohnheiten richtet. Überraschend stark finde ich seine Zusammenarbeit auf "Riding With The King" mit Eric Clapton sowie "Blues On The Bayou". Bei den anderen Scheiben ist mir zuviel "Gebläse" dabei. Er war eigentlich nie ein Favorit von mir.
Blues-Pfaffe
19.11.2010, 14:31
Die "Live At The Regal" ist nicht schlecht. Bei B.B. ist das für mich eine zwiespältige Sache, weil er für mich nicht den traditionellen Blues spielt, sondern sich oft nach "weissen" Hörgewohnheiten richtet. Überraschend stark finde ich seine Zusammenarbeit auf "Riding With The King" mit Eric Clapton sowie "Blues On The Bayou". Bei den anderen Scheiben ist mir zuviel "Gebläse" dabei. Er war eigentlich nie ein Favorit von mir.
"Live at the Regal" ist nun garantiert nicht mit dem Blick auf weiße Zuhörer gespielt - das ist eines der besten Live-Alben des Blues überhaupt. Natürlich ist B.B. King (und seine Zeitgenossen wie Bobby Bland etc) aus der Szene von Memphis nicht so stark dem Mississippi oder Chicago verpflichtet. Dass sie "polierter" (oder böser gesagt: geleckter) klingen, hat was damit zu tun, dass sie eben Blues für die Leute ihrer Zeit spielen. Und vor allem eben: sie spielen mehr für Frauen in den Städten als für Baumwollpflücker auf den Plantagen.
"Live at the Regal" ist nun garantiert nicht mit dem Blick auf weiße Zuhörer gespielt.
Deswegen hat sie ja auch**** und wurde von mir dem Prinzen empfohlen!
gypsy tail wind
19.11.2010, 16:13
Rock'n'Roll ist eben dazu da, um Frauen abzuschleppen.
Rock ist für die pickligen Jungs... :lol:
Prince Kajuku
26.11.2010, 18:53
Höre soeben in die ersten Takte der "Hound Dog Taylor And The Houserockers" rein und bin schwer begeistert. Fettes Bluesgitarrenriffgewitter jagt coole Drums meets pumpenden Bass...sehr geil. Dengel, hast Recht gehabt.
Höre soeben in die ersten Takte der "Hound Dog Taylor And The Houserockers" rein und bin schwer begeistert. Fettes Bluesgitarrenriffgewitter jagt coole Drums meets pumpenden Bass...sehr geil. Dengel, hast Recht gehabt.
Freut mich wirklich. :bier:
Und dann noch zu empfehlen: Die neue Kenny Wayne Shepherd "Live: In Chicago". Gegen den sind Bonamassa u. Co. Waisenknaben.
Prince Kajuku
26.11.2010, 19:33
Bestimmt auch ein guter Tipp...mal sehen was noch so geht in nächster Zeit. Hatte mir noch den Molly Hatchet 5er Pack mitbestellt, da habe ich ja jetzt erstmal was zu tun...
Zurück zu Hound Dog Taylor. Die Scheibe hat zwar m.E. im Opener bereits ihren Höhepunkt doch danach eine gleichbleibend (hohe) Qualität. Eine gute Scheibe die meine Sammlung auf jeden Fall bereichert.
Prince Kajuku
26.11.2010, 19:49
Ist übrigens gar kein pumpender Bass auf der Scheibe drauf, dafür eine zweite Gitarre. Muss man auch erstmal raushören...
Zurück zu Hound Dog Taylor.
Kannst ja im Sterne-Thread nachsehen. Mit Bass hat der nie gespielt. seine selbst gebastelte Gitarre, Brewer Phillips an der Gitarre und Ted Harvey am Schlagzeug und das ergab ein scharfes Gebräu.
Das neue Album von Gregg Allman- Low Country Blues aus 2011 haut mich fasst um. Die teils uralten Blues und RnB Songs hat Allman aus einer Festplatte von T-Bone Burnett mit ein paar tausend Bluesnummern ausgesucht und ist dabei sehr gut fündig geworden. Satt des E-Bass wählte er einen akustischen Standbass, der den überragenden Sound stark prägt. Der Opener "Floating Bridge" ist ein absoluter Groover, ebenso wie "Devil got my woman". Greg singt durchgehend sehr kraftvoll. Die Gastmusiker hinterlassen ihre Spuren: Dr John am Piano und Doyle Braham II an der Gitarre. Eines der besten Blues Alben, das ich die der letzten Jahre gehört habe.
Das neue Album von Gregg Allman- Low Country Blues aus 2011 haut mich fasst um. Die teils uralten Blues und RnB Songs hat Allman aus einer Festplatte von T-Bone Burnett mit ein paar tausend Bluesnummern ausgesucht und ist dabei sehr gut fündig geworden. Satt des E-Bass wählte er einen akustischen Standbass, der den überragenden Sound stark prägt. Der Opener "Floating Bridge" ist ein absoluter Groover, ebenso wie "Devil got my woman". Greg singt durchgehend sehr kraftvoll. Die Gastmusiker hinterlassen ihre Spuren: Dr John am Piano und Doyle Braham II an der Gitarre. Eines der besten Blues Alben, das ich die der letzten Jahre gehört habe.
:bier:
Edit: .... neben den beiden letzten Moreland & Arbuckle Alben.
asdfjklö
18.04.2011, 16:12
Hmmmm...welche würdest Du mir denn von B.B.King empfehlen ?
Ich bin da immer erstmal auf andere angewiesen wenn es um Interpreten geht die ich noch nicht kenne...und wie's scheint bin ich bei Dir ganz gut aufgehoben.:zitter:
"Live At The Regal" ist zweifelsohne ein hervorragendes Album
Doch sollte man darüber hinaus nicht jene Titel ausser Acht lassen, die B.B. davor aufnahm, für RPM oder Modern oder Kent z.B.
Hier gibt es einige Kompilationen, die sich aus meiner Sicht empfehlen:
Best Of The Early Years, auf ACE erschienen, noch wesentlich rauerer Stoff als auf der Livescheibe.
Oder die
RPM Hits 1951-1957, auch auf ACE
Oder die
Best Of The Kent Singles, auch auf ACE
asdfjklö
18.04.2011, 16:16
Höre soeben in die ersten Takte der "Hound Dog Taylor And The Houserockers" rein und bin schwer begeistert. Fettes Bluesgitarrenriffgewitter jagt coole Drums meets pumpenden Bass...sehr geil. Dengel, hast Recht gehabt.
Gratuliere, ein wahrlich guter Griff, die ALLIGATOR-Scheiben von Hound Dog sollte man besitzen, für mich ein Muss!
Wer aber A sagt (= Hound Dog). sollte auch B sagen (= J.B.Hutto). Dieser hat nach Taylor's Tod auch noch mit den Houserockers gespielt.
Es war herrlich schräg teilweise, was der Hound Dog aus seiner alten japanischen Billiggitarre rausholte, Feeling pur!
asdfjklö
18.04.2011, 16:27
Kannst ja im Sterne-Thread nachsehen. Mit Bass hat der nie gespielt. seine selbst gebastelte Gitarre, Brewer Phillips an der Gitarre und Ted Harvey am Schlagzeug und das ergab ein scharfes Gebräu.
Das ist nicht ganz korrekt, denn es gab auch eine Zeit vor ALLIGATOR und den HOUSEROCKERS.
Bei dortigen Aufnahmen wurde auch der Bass eingesetzt.
Die Musik war allerdings weniger rau und orientierte sich am seinerzeit eher typischen Chicacoblues.
Prince Kajuku
18.04.2011, 19:19
Das neue Album von Gregg Allman- Low Country Blues aus 2011 haut mich fasst um. Die teils uralten Blues und RnB Songs hat Allman aus einer Festplatte von T-Bone Burnett mit ein paar tausend Bluesnummern ausgesucht und ist dabei sehr gut fündig geworden. Satt des E-Bass wählte er einen akustischen Standbass, der den überragenden Sound stark prägt. Der Opener "Floating Bridge" ist ein absoluter Groover, ebenso wie "Devil got my woman". Greg singt durchgehend sehr kraftvoll. Die Gastmusiker hinterlassen ihre Spuren: Dr John am Piano und Doyle Braham II an der Gitarre. Eines der besten Blues Alben, das ich die der letzten Jahre gehört habe.
Zumindest eines der besten Blues Alben aktuellen Datums würde ich sagen...ansonsten hast Du vollkommen Recht. Bin ebenfalls schwer begeistert. Das mit dem Bass hätte ich aber nicht gemerkt.
Blues-Pfaffe
08.08.2011, 16:48
Also für mich die bislang besten Bluesalben 2011:
- Big Daddy Wilson - Thumb A Ride (ok, ist eher was für die Akustik-Freunde)
- Ernest Lane - 72 Miles from Memphis
- Gregg Allman - Low Country Blues
und national:
- Bernd Kleinow - The Harp
- Dynamite Daze - Scarecrows on Rampage (Stormy onday/in-akustik)
Pfaffe, wo siehst Du die aktuelle von Seasick Steve?
Blues-Pfaffe
09.08.2011, 10:41
@Mick: Die hab ich noch nicht hören können. Muss ich Ausschau danach halten.
Sag mal, Blues-Pfaffe, ich habe neulich gelesen, dass Muddy Waters eine Platte rausbrachte, die seine "psychedelische" genannt wird. Jetzt habe ich den Titel vergessen. Kannst du mir da weiterhelfen?
Prince Kajuku
25.08.2011, 22:31
Electric Mud müsste es sein...:wave:
Prince Kajuku
25.08.2011, 22:32
...ziemlich abgefahrenes Zeug, aber cool
Electric Mud müsste es sein...:wave:
Die ist es. Aber Klassiker auf Psycho-Blues zu trimmen? Igitt. Für mich die schlechteste von ihm. Da wollte er wohl den Hendrix machen!
Prince Kajuku
25.08.2011, 22:44
Für Puristen unerträglich...bin ich aber nicht.
Blues-Pfaffe
26.08.2011, 02:40
So schlecht finde ich die Electric Mud nicht - für mich ist sie längst nicht so schlecht wie die lahmen "London Sessions"...
asdfjklö
26.08.2011, 08:13
Sag mal, Blues-Pfaffe, ich habe neulich gelesen, dass Muddy Waters eine Platte rausbrachte, die seine "psychedelische" genannt wird. Jetzt habe ich den Titel vergessen. Kannst du mir da weiterhelfen?
Es war aber nicht nur "Electric Mud", sondern es folgte noch "After The Rain"!
Diese schon lange seit damals von mir wohl gehütete LP kann nun gottlob 'in den Ruhestand', da neben der bereits länger existenten "Electric Mud"-CD-Veröffentlichung auch die zweite als CD erschienen ist, jedoch nicht einzeln, sondern beide zusammen auf einer CD!
Der Nachfolger steht der ersten in nichts nach. Ursache war seinerzeit ein 'Modernisierungs'-Schub bei CHESS, bedingt durch den Generationswechsel an der Spitze. In diesem Zusammenhang entstand ja dann auch das berühmte Album von HOWLIN' WOLF, jenes, das er angeblich gar nicht mochte...
Alles interessante Versuche der Modernisierung des Blues, auf gewisse Weise letztlich fehl geschlagen......, oder aber der Zeit weit voraus, wenn man die weitere Entwicklung verfolgt....
Super, Leute, ich danke euch allen. Und Kompliment für eure Kompetenz. :wave:
Prince Kajuku
26.08.2011, 19:10
In diesem Zusammenhang sei nochmals auf die für Blues-Beginner, als auch -Experten, höchst interessante DVD-Box "Martin Scorsese presents - The Blues" verwiesen.
Wenn ich mich recht erinnere wurde die hier irgendwo, wenn nicht sogar in diesem Thread, bereits ausgiebig besprochen. Jedenfalls wird auf einer der 7 DVDs die Electric Mud ausgiebig behandelt. Höchst interessant kann ich nur sagen.
Gnagflow
27.08.2011, 00:58
Bin mal wieder zufällig hier hineingeraten, und habe bemerkt, daß eine der schönsten traditionellen Blues-Platten noch gar nicht erwähnt wurde:
B.B. KING "ONE KIND FAVOR" (2008),
produced by T-Bone Burnett
Live im Studio aufgenommen, mit seiner alten Band aus den 40ern und 50ern, und sie spielen auch alte B.B. King Stücke aus der Zeit.
Geniale Songauswahl - wunderschöne Platte!
Blues-Pfaffe
07.09.2011, 23:42
Bin mal wieder zufällig hier hineingeraten, und habe bemerkt, daß eine der schönsten traditionellen Blues-Platten noch gar nicht erwähnt wurde:
B.B. KING "ONE KIND FAVOR" (2008),
produced by T-Bone Burnett
Live im Studio aufgenommen, mit seiner alten Band aus den 40ern und 50ern, und sie spielen auch alte B.B. King Stücke aus der Zeit.
Geniale Songauswahl - wunderschöne Platte!
hast recht - Burnett hat King wirklich mal wieder so spielen lassen, wie er am besten ist (anders als etwa Clapton, der King zu nem Langweiler machte)
Blues-Pfaffe
11.11.2011, 14:01
http://wasser-prawda.de/images/reiter_nothing.jpg
Zwischen Blues, Soul und funkigen Klängen - Jimmy Reiters Debüt "High Priest of Nothing" ist definitiv eines der besten Bluesalben aus deutschen Landen im Jahre 2011.
Letztens waren wir vor einem Konzert am Fachsimpeln: Wer sind eigentlich die besten - und das meinte bei uns auch: eigentständigsten - Bluesgitarristen in Deutschland? Als dann ein Musiker Jimmy Reiter ins Gespräch brachte, musste ich doch nachfragen. Denn den Namen hatte ich bislang noch nicht gehört. Als allerdings jetzt das Debüt Reiters "High Priest of Nothing" hier ankam, konnte die die Nennung schnell verstehen und nachvollziehen.
Denn Reiter ist - ähnlich wie der Schweizer Philipp Fankhauser - einer der Bluesgitarristen, die scheinbar gänzlich ohne Beeinflussung durch die Rockmusik auskommen. Statt dessen klingen seine Lieder wie eine Reminiszenz an die großen Zeiten der drei Kings, an die Zeit, als Blues und Soul fast austauschbare Begriffe waren. Dazu singt seine Gitarre scheinbar schwerelos Linien, bei denen wirklich keine Note zuviel und keine zuwenig ist. Und begleitet wird er dabei unter anderem von Pianist Christian Rannenberg, "Sax" Gordon Beadle udn Tommy Schneller. Klassischer Gitarrenblues in seiner schönsten Form. Vollkommen einsehbar, warum "High Priest of Nothing" auf die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik gesetzt wurde.
Prince Kajuku
11.11.2011, 18:50
http://wasser-prawda.de/images/reiter_nothing.jpg
Zwischen Blues, Soul und funkigen Klängen - Jimmy Reiters Debüt "High Priest of Nothing" ist definitiv eines der besten Bluesalben aus deutschen Landen im Jahre 2011.
Letztens waren wir vor einem Konzert am Fachsimpeln: Wer sind eigentlich die besten - und das meinte bei uns auch: eigentständigsten - Bluesgitarristen in Deutschland? Als dann ein Musiker Jimmy Reiter ins Gespräch brachte, musste ich doch nachfragen. Denn den Namen hatte ich bislang noch nicht gehört. Als allerdings jetzt das Debüt Reiters "High Priest of Nothing" hier ankam, konnte die die Nennung schnell verstehen und nachvollziehen.
Denn Reiter ist - ähnlich wie der Schweizer Philipp Fankhauser - einer der Bluesgitarristen, die scheinbar gänzlich ohne Beeinflussung durch die Rockmusik auskommen. Statt dessen klingen seine Lieder wie eine Reminiszenz an die großen Zeiten der drei Kings, an die Zeit, als Blues und Soul fast austauschbare Begriffe waren. Dazu singt seine Gitarre scheinbar schwerelos Linien, bei denen wirklich keine Note zuviel und keine zuwenig ist. Und begleitet wird er dabei unter anderem von Pianist Christian Rannenberg, "Sax" Gordon Beadle udn Tommy Schneller. Klassischer Gitarrenblues in seiner schönsten Form. Vollkommen einsehbar, warum "High Priest of Nothing" auf die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik gesetzt wurde.
Hört sich interessant an. Schade nur dass ich gerade gestern eine Bestellung abgeschickt habe...
Blues-Pfaffe
01.12.2011, 13:59
http://wasser-prawda.de/images/milton_grits.jpg
Lange lagen die Aufnahmen von Little Miltons Konzert im Rahmen des Wattstax-Festivals 1972 in den Archiven und wurden erst 1984 als LP veröffentlicht. "Grits Ain't Groceries" wird jetzt von Concorde als CD wiederveröffentlicht.
Anfänglich eiferte Little Milton vor allem Bobby Blue Bland und B.B. King nach. Doch dann - noch als Künstler bei Checker/Chess in Chicago fand er zu seinem ganz eigenen Stil, der Blues und Soul miteinander verschmolz. Folgerichtig war auch sein Wechsel zu Stax Records in Memphis in diesem Zusammenhang. Auch wenn der Sänger und Gitarrist längst nicht die großen Hits etwa von Otis Redding oder Sam & Dave vorzuweisen hatte, gelangen ihm doch dort beeindruckende Aufnahmen vor allem von langsameren Stücken wie "Walkin The Back Streets & Crying".
Dass er aber nicht nur ein Balladenspezialist war, kann man auf "Grits Ain't Groceries" nachvollziehen. Die 1972 im Summig Club von Los Angeles mitgeschnittenen Aufnahmen zeigen ihn auf der Höhe seines Könnens: Rauher als die polierten Aufnahmen etwa von Bland oder King dreht er die Gitarre auf bis zum Feedback. Sein patentiertes Staccato-Picking treibt die fantastische Band voran. Das ist Soul-Blues, wie man ihn heutzutage kaum noch zu hören bekommt.
hallo an alle bluesfans,
zuerst sollte man mal unterscheiden welcher stil gemeint ist
1. blue traditionell
2. blues heartbeats
3. bluesrock
4. country blues
zur traditionellen bluesrichtung sind zu zählen (die top interpreten)
john lee hooker - otis redding - wilson pickett - ben e king - marvin gaye - howlin' wolf - muddy waters - mike bloomfield - b.b. king - buddy guy - uvm. uvm.
country blues - alan jackson - doug sahm ( sir douglas quintett ) - michael stanley band - travis tritt - dwight yoakam - the tractors - the radio kings - uvm.
blues heartbeats - percy sledge - fats domino - solomon burke - roscow sheldon - slim harpo - clarence edward - don nix - eric bibb - uvm.
bluesrock - duke robbillard - canned head - tommy castro - brian lee - lonnie mack - walter trouth - leslie west - savoy brown - zz top - uvm.
so das war eine kleine auswahl meiner bluessammlung die inzwischen aus ca. 2500 songs beteht.( keine ollen kaqmellen vor 1950 )
wer nähere information will kann ja antworten.
bis baldhttp://forum.rollingstone.de/images/ibulletin/smilies/laola0.gif
Joshua Tree
22.12.2011, 12:55
Damit sind eigentlich alle Fragen uvm beantwortet.
stop hab noch 2 wichtige bluesrocker vergessen (wie kann man nur)
alvin lee und joe bonamassa
Krautathaus
22.12.2011, 13:09
Damit sind eigentlich alle Fragen uvm beantwortet.
Yep. Ich bin jetzt auch voll bedient...
(keine ollen kaqmellen vor 1950 )
Nix olle Kamellen !
Hör dir besser noch mal die ollen Aufnahmen von Muddy Waters, T-Bone Walker, Blind Boy Fuller & Sonny Terry, Sleepy John Estes etc. genau an.
Danach können wir mal über Blues reden.
Nix olle Kamellen !
Hör dir besser noch mal die ollen Aufnahmen von Muddy Waters, T-Bone Walker, Blind Boy Fuller & Sonny Terry, Sleepy John Estes etc. genau an.
Danach können wir mal über Blues reden.
Halit, so einfach geht das jetzt nicht mehr, denn
zuerst sollte man mal unterscheiden welcher stil gemeint ist
1. blue traditionell
2. blues heartbeats
3. bluesrock
4. country blues
Andere Stilrichtungen gibt es nämlich nicht und auch diese Bezeichnungen sind absolut unstrittig. Also bitte unsere neuen Experten nicht vergrätzen!
Halit, so einfach geht das jetzt nicht mehr, denn
Andere Stilrichtungen gibt es nämlich nicht und auch diese Bezeichnungen sind absolut unstrittig. Also bitte unsere neuen Experten nicht vergrätzen!
:-)
Sorry. Zukünftig will ich nicht mehr so vorlaut sein.
gypsy tail wind
22.12.2011, 14:00
blue traditionell - alles andere ist Kacke :-)
(der gelbe Herr links findet das auch!)
Joshua Tree
22.12.2011, 14:10
Nix olle Kamellen !
kaqmellen, soviel Zeit muss sein.
gypsy tail wind
22.12.2011, 14:38
Letzte Nacht an der Kreuzung hab ich ein olles Kamel gesehn.
Ja im Dunkeln an der Kreuzung, da stand ein olles Kamel.
Als ich näher kam sah ich es war meine olle Frau...
(in der nächsten Strophe geht's dann darum, wie sie mich zusammengekloppt hat, danach sah ich aus wie eine olle kaqmelle.)
asdfjklö
22.12.2011, 14:56
Na, so ganz konform kann ich als oller Kamellen-Blueser doch nicht mit allem gehen...
Über die Stile des Blues ist sicher bereits viel geschrieben worden, und welche Einteilung nun maßgeblich ist, das soll einmal dahin gestellt bleiben...
Doch wenn ich lese, dass der 'traditionellen' Bluesrichtung Interpreten wie Wilson Pickett, Otis Redding, Ben E.King, Marvin Gaye einverleibt werden, dann sträubt sich in mir etwas, oder???
Die Sparte "Blues Heartbeats" ist mir unbekannt, ist das eine persönliche Einteilung??? Ich vermute einmal, dass hier Musik mit einem Hauch von Blues gemeint sein soll..., die genannten Interpreten würde ich einmal als Interpreten von Rhythm & Blues bezeichnen. (um einmal ein kleines 'Schublädchen' aufzuziehen)
Und mit den Interpreten des Country Blues bin ich so gar nicht einverstanden.
Für mich sind und bleiben das Robert Johnson, Blind Willie McTell, Mississippi John Hurt, Blind Boy Fuller, Son House und viele viele mehr...
Die oben genannten Musiker haben mit dem erwähnten Begriff sicher EINES gemeinsam, einige von ihnen sind COUNTRY MUSIKER......, darf ich das so sehen?;-)
In diesem Sinne....
gypsy tail wind
22.12.2011, 15:05
Na, so ganz konform kann ich als oller Kamellen-Blueser doch nicht mit allem gehen...
Über die Stile des Blues ist sicher bereits viel geschrieben worden, und welche Einteilung nun maßgeblich ist, das soll einmal dahin gestellt bleiben...
Doch wenn ich lese, dass der 'traditionellen' Bluesrichtung Interpreten wie Wilson Pickett, Otis Redding, Ben E.King, Marvin Gaye einverleibt werden, dann sträubt sich in mir etwas, oder???
Aber klar doch! Diese Einteilung ist Schwachsinn...
Die Sparte "Blues Heartbeats" ist mir unbekannt, ist das eine persönliche Einteilung??? Ich vermute einmal, dass hier Musik mit einem Hauch von Blues gemeint sein soll..., die genannten Interpreten würde ich einmal als Interpreten von Rhythm & Blues bezeichnen. (um einmal ein kleines 'Schublädchen' aufzuziehen)
"Still Got the Blues"?
Und mit den Interpreten des Country Blues bin ich so gar nicht einverstanden.
In welchen Punkten stimmst Du ihnen denn nicht zu? ;-)
Für mich sind und bleiben das Robert Johnson, Blind Willie McTell, Mississippi John Hurt, Blind Boy Fuller, Son House und viele viele mehr...
In diesem Punkt stimme ich Dir zu, wobei dann eine weitere Untereilung in Delta und was weiss ich alles Blues fällig ist (um diese vorzunehmen kenn ich mich allerdings bei weitem nicht genügend aus).
Die oben genannten Musiker haben mit dem erwähnten Begriff sicher EINES gemeinsam, einige von ihnen sind COUNTRY MUSIKER......, darf ich das so sehen?;-)
Aber Country ist doch reaktionäre Kaqmelle? :party:
In diesem Sinne....
Genau, jetzt essen wir zusammen Gumbo bei Mama Roux :bier:
Krautathaus
22.12.2011, 16:16
Doch wenn ich lese, dass der 'traditionellen' Bluesrichtung Interpreten wie Wilson Pickett, Otis Redding, Ben E.King, Marvin Gaye einverleibt werden, dann sträubt sich in mir etwas, oder???
Wahrscheinlich waren seine bereits zigmal getauschten mp3 files falsch getaggt...
ja wunderbar, wenn man auf monoveröffentlichungen und grundrauschen steht.
meine anlage verträgt das nicht . über die qualität der sänger(innen) möchte ich doch gar nicht streiten da hast du ja recht, nur die aufnahmen - ohh mann.
ich steh halt mehr auf fullsound und rockige songs, nicht auf wehklagen.
das geklampfe von clapton ist auch nicht dauernd zu ertragen.
der oldhouse blues ist auch kaum zu ertragen.
der oldhouse blues ist auch kaum zu ertragen.
"Oh Mann, ich sitz' hier in meinem oldhouse
und habe wieder mal den Blues
Ich sag, ich sitz' hier in meinem oldhouse
und habe wieder mal den Blues
Und muss so vieles hier ertragen,
was ich hier wieder lesen muss "
maql ganz ehrlich
alle die hier auf die ollen klassiker stehen und nicht über 50 jahre alt sind
und auch in den letzten 4 wochen keine bluesplatte gekauft haben.
wer hört sich das dauernd an ??
meine aufnahmen sind so gut das ich sie mir immer wieder gerne anhören.
hie der auszug meiner letzten cd die ich selbst zusammengestellt habe.
ihr könn ja mal reinhören.
alvin lee - play it, like it....
dave hole - travelling riverside...
eddie taylor - train fare
john hammond - nadine
mason casey - it's that time....
matthew cooper - here i come....
leslie west - love you forever
craig erickson - broken heart.....
joe platt - i knew the bridge
stringbean & stalkers - I's allright
mike hallal band - going down
oli brown - stone cold
otis rush - baby what you want....
philip sayce group - backwater blues
robert eckholm - looser three times
rockhead - chelsea rose
rusty kershaw - swee peace of mind
shakura s'aida - chasing the sun
billy shew band - guilty
ein wenig rock'n roll darf dabei sein.
die negativen urteile vertrag ich schon keine bange.
bin ja mal gespannt wieviele junge bluesfans da sind.
ps. zu den klassikern noch ein wort - hier fängt alles erst an
die aufnahmen vor 1950 waren einfach selten gut. :-)
Doch wenn ich lese, dass der 'traditionellen' Bluesrichtung Interpreten wie Wilson Pickett, Otis Redding, Ben E.King, Marvin Gaye einverleibt werden, dann sträubt sich in mir etwas, oder???
Gottseidank habe ich eine Glatze!:lol:
Selten so einen Unfug gelesen wie den von catta 1
gypsy tail wind
22.12.2011, 19:42
maqlloser unfug, immerhin :lol:
Prince Kajuku
22.12.2011, 20:11
...was sich hier alles so rumtreibt. Wessen Erfindung ist denn die Stilrichtung "Blues Heartbeats" ? Hört sich irgendwie nach 'ner Kuschelrock-LP an. Und vor 1950 geb es nur Dreck hä ? Oh mann...da kriege ich den Blues.
"Oh Mann, ich sitz' hier in meinem oldhouse
und habe wieder mal den Blues
Ich sag, ich sitz' hier in meinem oldhouse
und habe wieder mal den Blues
Und muss so vieles hier ertragen,
was ich hier wieder lesen muss "
:lol:
Joshua Tree
22.12.2011, 20:23
Viel Material für die lustigsten Forumszitate, jetzt aber mal ehrlich.
pipe-bowl
22.12.2011, 20:26
keine ollen kaqmellen vor 1950
der oldhouse blues ist auch kaum zu ertragen.http://www.youdopia.com/wp-content/uploads/2010/05/robert-johnson-delta-blues-music-devil-fnord_512x400.jpg
Das ist der König des Blues. Er starb 1938. Wenn er hier außen vor bleiben soll, dann lass uns besser nicht über "Blues" sprechen.
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