Prodigal Son
03.07.2005, 01:22
Der Abend begann im Biergarten. Jener ist Bestandteil des Postbahnhofs und bietet die gute Gelegenheit, der Vorband nur akustisch folgen zu müssen. Ich weiß den Namen der Kapelle nicht mehr – spielt ohnehin keine Rolle. Dass überhaupt ein Support zugegen war, ärgerte mich ein wenig. Völlig unnötig. Nun ja.
Nachdem ich mich von Okorie für die Dauer des Gigs verabschiede, (er bevorzugt die hinteren Reihen) finde ich mich beinahe am Bühnenrand wieder ein. Es kann losgehen.
Callahan erscheint, der Rest der Band nimmt die Plätze ein, Gitarren werden kurz gestimmt – Startschuss: „Say Valley Maker“ vom neuen Album. Die von Wowee bereits beschriebene Gesichtsakrobatik Callahans setzt unvermittelt ein; ich muss ein wenig staunen. Aber ich merke schnell, dass hier alles passt. Bills erstes „Aufbrausen“ erlebt der gut besuchte Saal bei der „I’m Gonna Be Phoenix“-Zeile“, die ja den Höhepunkt des Songs darstellt. Erwartungsgemäß folgen weitere Songs des aktuellen Albums. Mein liebster Song „Rock Bottom Riser“ wird auch ohne die wunderbare Klavierbegleitung Joanna Newsoms bestens zur Aufführung gebracht. Und so sehr man „A River Ain’t To Much Too Love“ inzwischen schätzt, wartet man doch ein wenig auf ein „Greatest Hits“ Programm.
Jenes begann mit einer fulminanten Version von „Bloodflow“, gefolgt vom unglaublich gespielten „Justice Aversion“. Das Publikum dankt es Callahan mit teils frenetischem Jubel; dazu hat es aber auch allen Grund. Drummer Jim White ist neben Bill der Star des Abends. Er bildet mit der Bassistin nicht nur ein sicheres Fundament, nein er brilliert. Mal kommen Jazzbesen zum Einsatz, die mit einer Leichtigkeit gespielt werden, dass es eine Freude ist. Bei Songs der rhythmisch härteren Gangart arbeitet White wie ein Schmied, zweimal fällt ein Becken um.
Ähnlich wie in Köln konzentriert sich Callahan auf die letzten Alben. Überraschenderweise jedoch spielt er „Blood Red Bird“ aus dem großartigen „Red Apple Falls“-Album. Wowee, das hättest Du hören müssen...
Zum Ende hin gibt es das wunderbare „Our Anniversary“, das mit der selben Entspanntheit vorgetragen wird, wie man es von „Supper“ kennt. Beim abschließenden „Held“ bebt der Saal, eine andere Beschreibung gibt es hierfür nicht.
Für meinen Geschmack lässt sich die Band dann einen Moment zu lange zur Zugabe bitten – egal, Hauptsache es geht weiter. Callahan lässt das Publikum entscheiden. Wir haben die Wahl zwischen „River Guard“ und „Cold-Blooded Old Times“. Die Mehrheit wünscht sich zu meiner großen Freude (und Überraschung) erstgenannten Song. Der ist trotz seiner Länge von 6 Minuten natürlich viel zu schnell rum – ich hoffe auf mehr. Aber Callahan bleibt bei seiner Ankündigung, dass danach Schluss sei.
Ein hervorragendes Konzert hat heute in Berlin stattgefunden. Ich lebe in der Hoffung, dass nicht wieder Jahre vergehen werden, bis der Meister sich erneut blicken lässt. Bill, es war herrlich Dich singen und spielen zu hören.
Nachdem ich mich von Okorie für die Dauer des Gigs verabschiede, (er bevorzugt die hinteren Reihen) finde ich mich beinahe am Bühnenrand wieder ein. Es kann losgehen.
Callahan erscheint, der Rest der Band nimmt die Plätze ein, Gitarren werden kurz gestimmt – Startschuss: „Say Valley Maker“ vom neuen Album. Die von Wowee bereits beschriebene Gesichtsakrobatik Callahans setzt unvermittelt ein; ich muss ein wenig staunen. Aber ich merke schnell, dass hier alles passt. Bills erstes „Aufbrausen“ erlebt der gut besuchte Saal bei der „I’m Gonna Be Phoenix“-Zeile“, die ja den Höhepunkt des Songs darstellt. Erwartungsgemäß folgen weitere Songs des aktuellen Albums. Mein liebster Song „Rock Bottom Riser“ wird auch ohne die wunderbare Klavierbegleitung Joanna Newsoms bestens zur Aufführung gebracht. Und so sehr man „A River Ain’t To Much Too Love“ inzwischen schätzt, wartet man doch ein wenig auf ein „Greatest Hits“ Programm.
Jenes begann mit einer fulminanten Version von „Bloodflow“, gefolgt vom unglaublich gespielten „Justice Aversion“. Das Publikum dankt es Callahan mit teils frenetischem Jubel; dazu hat es aber auch allen Grund. Drummer Jim White ist neben Bill der Star des Abends. Er bildet mit der Bassistin nicht nur ein sicheres Fundament, nein er brilliert. Mal kommen Jazzbesen zum Einsatz, die mit einer Leichtigkeit gespielt werden, dass es eine Freude ist. Bei Songs der rhythmisch härteren Gangart arbeitet White wie ein Schmied, zweimal fällt ein Becken um.
Ähnlich wie in Köln konzentriert sich Callahan auf die letzten Alben. Überraschenderweise jedoch spielt er „Blood Red Bird“ aus dem großartigen „Red Apple Falls“-Album. Wowee, das hättest Du hören müssen...
Zum Ende hin gibt es das wunderbare „Our Anniversary“, das mit der selben Entspanntheit vorgetragen wird, wie man es von „Supper“ kennt. Beim abschließenden „Held“ bebt der Saal, eine andere Beschreibung gibt es hierfür nicht.
Für meinen Geschmack lässt sich die Band dann einen Moment zu lange zur Zugabe bitten – egal, Hauptsache es geht weiter. Callahan lässt das Publikum entscheiden. Wir haben die Wahl zwischen „River Guard“ und „Cold-Blooded Old Times“. Die Mehrheit wünscht sich zu meiner großen Freude (und Überraschung) erstgenannten Song. Der ist trotz seiner Länge von 6 Minuten natürlich viel zu schnell rum – ich hoffe auf mehr. Aber Callahan bleibt bei seiner Ankündigung, dass danach Schluss sei.
Ein hervorragendes Konzert hat heute in Berlin stattgefunden. Ich lebe in der Hoffung, dass nicht wieder Jahre vergehen werden, bis der Meister sich erneut blicken lässt. Bill, es war herrlich Dich singen und spielen zu hören.