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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Léo Malet, Père du roman noir français



Mark Oliver Everett
05.06.2005, 00:57
Wer kennt ihn, wer mag ihn? Hab bisher etwa 4-5 Krimis von ihm gelesen. In der Hauptrolle immer der charmante Privatdetektiv Nestor Burma aus Paris. Die Krimis spielen im Paris der 40er Jahre (wobei sich jeder der krimis in einem anderen viertel von paris abspielt) und wurden später auch mal in Farbe verfilmt. (Leider noch keinen der Filme gesehen, wobei Michael Serrault die Rolle des Nestor Burma spielte) 2 Bücher, die ich von Léo Malet, vom Père de roman noir francais speziell empfehlen kann, sind "Cent vingt, rue de la Gare" und "5. Arrondissement: Micmac moche au Boul´ Mich´"

Zu Malet

"Léo Malet wurde am 7. März 1909 in Montpellier geboren. Er machte eine Lehre zum Bankangestellten und ging 1925 als Waise nach Paris unter der Obhut des Redakteurs André Colomer, der ihm die Familie ersetzte und ihn entscheidend mit prägte. Dort war er Clochard und schlug sich unter dem Einfluß der Surrealisten als Chansonnier im Kabarett Vache Enragée durch. Danach begann er mit dem Schreiben und arbeitete als Büroangestellter, Filmstatist, Journalist, Herausgeber einer Modezeitschrift oder Ghostwriter eines analphabetischen Erpressers.

Als Poet trat er von 1930 an in der Groupe Surréaliste in Erscheinung. In den 40er Jahren begann Malet Krimis zu schreiben. 1942 erschien sein Roman "120, Rue de la Gare", der Beginn seiner Reihe um den Pariser Privatdetektiv Nestor Burma, an der er die nächsten 30 Jahre schrieb. Das Besondere an Nestor Burma sind jene 15 Romane, die den Zyklus "Die neuen Geheimnisse von Paris" bilden. Jeder Roman spielt in einem anderen Pariser Arrondissement.

Besonders reizvoll sind die Auflagen des Elster-Verlags (leider nicht mehr lieferbar), da sie mit farbigen Stadtteilplänen verziert sind und jeweils in einem Nachwort die Schauplätze der Romane vorgestellt werden. Diese Informationen findet man aber auch in der neueren rororo-Reihe, allerdings nicht in so schöner Aufmachung." (Quelle: Krimi-Couch.de)


1948 erhält Malet den "Grand Prix du club des détectives" und 1958 den "Grossen Preis des schwarzen Humors"

Malet starb am 3. März 1996. Er wurde begraben an seinem Wohnsitz Chatillon-sous-Bagneux (Hauts-de-Seine).

Napoleon Dynamite
05.06.2005, 00:59
Ich kenne die Bücher nicht, kann deswegen auch nichts dazu sagen, aber von den Filmen sei deutlich abgeraten.

jimmyjazz
05.06.2005, 13:03
unbedingt die schönen comic-adaptionen von jacques tardi lesen (120, rue de la gare!)!

http://www.thrillingdetective.com/images/nestor.gif

Loplop
05.06.2005, 15:29
Habe neulich erst von seiner Existenz erfahren, noch nichts gelesen, für mich als Paris-reisenden und-fan ist das natürlich sehr interessant. Ich lese Simenon auch sehr gerne. Gibt es ab und zu bei ebay.

Mark Oliver Everett
23.06.2005, 17:43
unbedingt die schönen comic-adaptionen von jacques tardi lesen (120, rue de la gare!)!

http://www.thrillingdetective.com/images/nestor.gif


http://www.cc.jyu.fi/~teeriss/tardi/tardipage2.htm :)

AnnaMax
23.06.2005, 19:35
Ich kenne die Bücher nicht, kann deswegen auch nichts dazu sagen, aber von den Filmen sei deutlich abgeraten.
Die Filme sind tatsächlich Mist! Die Bücher sind aber klasse. Ich habe bestimmt um die 20 davon gelesen. Die komplette "Geheimnisse von Paris"-Reihe, die die Handlung in unterschiedlichen Arrondissements ansiedelt. Außerdem noch ein paar ältere, aber später veröffentlichte Romane.
Die Geschichten strotzen nur so vor Klischees aus dem 'Noir'-Universum und sind gespickt mit zynischen Bonmots.
Wer sich Jim Thompson oder Elmore Leonard im Paris der 40er- und 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts vorstellen kann, der macht mit Leo Malet keinen Fehler.
Und ich sage euch ... Hélène ... ich will diese Sekretärin kennenlernen ... jetzt, sofort ...