Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ryan Adams Demolition
Hat schon wer die Demolition ???????
lostblues
23.09.2002, 12:45
jep. Aus´m Netz! Läuft momentan auf Heavy Rotation. Bester Titel: Nuclear (ist glaube ich auch Single-Auskopplung).
Insgesamt eine sehr lohnenswerte Angelegenheit. Ich warte mal auf´s Vinyl.
candycolouredclown
23.09.2002, 12:48
Und Haubentaucher, eher `Gold´ oder `Heartbreaker´? Hoffe doch eher zweites.
lostblues
23.09.2002, 12:52
Eigentlich sowohl als auch...
Es sind 2-3 Stücke (u.a. die Single), die etwas kräftiger rocken.
Aber der Großteil ist doch eher Heartbreaker-mäßig ruhig.
Eigentlich müßte demolition auf Vinyl schon erhältlich sein .....oder ???
candycolouredclown
23.09.2002, 12:56
Aber der Großteil ist doch eher Heartbreaker-mäßig ruhig.
Puuh... Zum Glück. Fand ich doch Gold eher enttäuschend.
lostblues
23.09.2002, 12:56
Bei cdnow.com gibt´s die Vinyl-Version für USD 9.99
Aber Deutschland? keene Ahnung...
müßte auf Vinyl schon erhältlich sein......
bei www.jpc.de steht folgendes
Adams,Ryan
Demolition
Merc LP, 6134770 EUR 12.99
VÖ-Datum: 23.9.2002
Glitterhouse Rezension .....
Achtung: Das Vinyl folgt wahscheinlich in zwei Wochen!
Ein Jahr nach dem Durchbruch mit “Gold” (wie die Zeit vergeht) kommt Ryan Adams mit einer Art Zwischendurch-Album. Bei dem High-Speed-Jahr, dass er hinter sich hat war zwar offensichtlich reichlich Zeit für Songwriting und Recordingsessions, aber auf ein „richtiges“ neues Album konnte er sich wohl nicht fokussieren. Aber wie gesagt, zwischen Dezember 2000 und Oktober 2001 nahm er bei 5 Studiosessions zwischen Nashville und Stockholm zirka 60 Songs auf, die erst als 4-CD-Box erscheinen sollten, nun aber zur Essenz komprimiert wurden. Nebenbei gibt es wohl ganze Alben mit seiner Pink Hearts Supergroup (mit u.a. Evan Dando), eines mit Beth Orton, sas „Suicide Handbooks“ mit Steelplayer Bucky Baxter und seine Solo-Aufnahme des gesamten Strokes Debüts in den Archiven.
Von den 13 Songs auf „Demolition“ erschien keines in überarbeiteter Form auf „Gold“ und für das nächste Album kommen sie auch nicht in Betracht. Obwohl die Songs durchweg mit voller Band eingespielt wurden, ähneln sie vom Feeling her eher dem „Heartbreaker“ Album.
Eins sei vorab gesagt, wie Demos klingt keines dieser Live-im-Studio entstandenen Stücke, die Soundqualität ist durchweg exzellent, und auch das Material harmoniert gut miteinander, ein Patchwork-Charakter ist nicht zu entdecken. Das Album beginnt mit „Nuclear“, einem Adams-typischen midtempo-Rocker, wie er auch auf „Stranger´s Almanac“ oder „Gold“ hätte sein können. Harmonica, Steel, Hammond B3 und Backgroundstimmen (Chris Stills) veredeln “Hallelujah”, ebenfalls einer dieser ebenso gnadenlos catchy wie zeitlosen Adams-Songs. Bei „You Will Aways Be The Same“ nimmt er das Tempo zurück und präsentiert sich in „Heartbreaker“-Fashion – mit Cello und Dobro („I was listening to Nick Drake and Joni Mitchell and a lot of stuff like that.“ – Ryan Adams).
Mit “Starting To Hurt” und “Gimme A Sign” gibt es noch zwei überschäumende Gitarrenrocker, aber es sind vor allem die in der Mehrzahl angetretenen Balladen, die ohne Ausnahme zu den Höhepunkten des Albums zählen. „Cry On Demand“ oder „Dear Chicago“ oder das mit David Rawlings und Gillian Welch eingespielte „Tomorrow“, alles Beispiele für die außerwöhnliche Songwriting-Kunst des Mannes, der gerade in den langsamen, spärlich instrumentierten Songs das Feeling der unglücklichen Liebe (darum geht es hier oft) transportiert wie kaum ein anderer.
„Desire“, zwar mit voller Band eingespielt, aber ganz relaxt arrangiert (mit schöner Harmonica), ist ein weiterer Track, für den andere Songwriter wahrscheinlich ihre ganze Habe gehen würden.
Bei „Chin Up, Cheer Up“ geht es nochmal recht heiter/locker zu („It´s bluegrass meets The Smiths. Kind Of. The chord changes are Johnny Marr…”), bevor er mit “Jesus (Don´t Touch My Baby)” den unerwarteten Tod einer Freundin beklagt und den Schmerz entsprechend musikalisch umsetzt.
Eigentlich kann ich mich dem Fazit des britischen Uncut Magazins nur anschließen:
Wunderschönes Album!Wenn das nur die Demos sind,was kommt danach?
Schon nach den ersten paar Takten hat er mich wieder gepackt,das gleiche Gefühl im Bauch wie bei "Gold".
Allerdings ist "Demolition" wesentlicher reduzierter und "einfacher",mit 45min Spielzeit auch auf das wesentliche beschränkt.
Viel Folk und richtige,eigene Rocksongs.Ich habe das Gefühl,daß sich Adams diesmal mehr auf "neuere" Rockmusik eingelassen hat,während "Gold" sich wohl mehr auf die 70er bezog.
Egal,wie auch immer......Kaufen,Kaufen,Kaufen!
Vinyl wurde mir heute schon vor die Nase gehalten. 14 Euro.
naja ich kann eure Begeisterung nicht ganz nachvolziehen....auf dem Album befinden sich sowohl hervorragende Tracks wie Hallelujah, Dear Chicago, Tomorrow oder Gimmie a sign.......aber auch Füller wie Nuclear und Starting to Hurt die wie U2 Outtakes klingen.......
Der Tiefpunkt ist für mich der letzteTrack Jesus (Don't Touch My Baby) der völlig überladen wirkt.......
Fazit
wie Gold eine sehr gemischte Angelegenheit.........
DR.Nihil
25.09.2002, 18:39
naja ich kann eure Begeisterung nicht ganz nachvolziehen....auf dem Album befinden sich sowohl hervorragende Tracks wie Hallelujah, Dear Chicago, Tomorrow oder Gimmie a sign.......aber auch Füller wie Nuclear und Starting to Hurt die wie U2 Outtakes klingen.......
Der Tiefpunkt ist für mich der letzteTrack Jesus (Don't Touch My Baby) der völlig überladen wirkt.......
Fazit
wie Gold eine sehr gemischte Angelegenheit.........
Hab sie noch nicht, aber wenn wie "Gold", kann ich mich wohl freuen.
dr.music
25.09.2002, 20:46
Also nach docks "Negativ"beschreibung bin ich jetzte sehr interessiert!!
Meine dasselbe wie Kollege nihil!!!
Wird meine nächste Scheibe wohl sein!
beatlebum
25.09.2002, 23:13
Also nach auf den ersten Höreindruck kann ich Dock`s Fazit einigermaßen nachvollziehen. Für mich bis jetzt auch eine teilweise durchwachsene Platte. Der U 2 Verweis wird im letzten Stück Jesus... besonders deutlich, denn das ging mit Bono`s Gesang glatt als U 2 Stück durch. Bei Starting To Hurt gibt es teilweise U 2 Soundeinschübe, dabei bleibt es aber noch als Ryan Adams erkennbar.
Wie der Name des Albums schon sagt, handelt es sich um Demos, wovon es ja noch eine ganze Menge gibt. Dabei sind mir noch einige Songs bekannt, die deutlich besser sind als die von Dock angesprochenen "Ausfälle". Erst das nächste richtige Album wird zeigen, wie der Weg nach Heartbreaker und Gold weitergeht.
Wesentlich umfangreicher und gelungener finde ich für die Zwischenzeit die manigfaltigen und hervorragenden Live-Mittschnitte von Ryan Adams, die mit Zustimmung des Künstlers ohne Profit getauscht werden dürfen.
Righty Right.....erst sein nächstes Studioalbum wird zeigen wohin der Weg führt..................
Also ich habe sie auf Vinyl (ich glaub in Deutschland gibt's die noch garnicht, oder?) und finde sie schön anzuhören, kann aber absolut keine Meinung bilden.
zum reinhören
www.losthighwayrecords.com/store/088170333.htm
auf dem Album befinden sich sowohl hervorragende Tracks wie Hallelujah, Dear Chicago, Tomorrow oder Gimmie a sign.......aber auch Füller wie Nuclear und Starting to Hurt die wie U2 Outtakes klingen.......
Der Tiefpunkt ist für mich der letzteTrack Jesus (Don't Touch My Baby) der völlig überladen wirkt...
Bitte? U2 Outtakes?? Ok, bin kein U2-Experte, aber von denen ist der Mann sicher nicht beeinflusst. Ich behaupte mal, dass Bands aus den 80ern und 90ern ihn kaum beeinflussen (siehe die Covers: Stones, Gram Parsons, Grateful Dead, Willie Nelson) und wenn, dann amerikanische.
Muss mich dir aber zum 2. Mal ausnahmsweise anschließen, Dock, Jesus (Don't Touch My Baby) ist ein ziemlicher Ausfall.
Wesentlich umfangreicher und gelungener finde ich für die Zwischenzeit die manigfaltigen und hervorragenden Live-Mittschnitte von Ryan Adams, die mit Zustimmung des Künstlers ohne Profit getauscht werden dürfen.
jaawoohl! da gibt es zur zeit wenige Künstler, die so Grandioses zustande bringen.
Höre grade Frisco 14.11.01. :) :gitarre:
Wann und wie hat er denn seine Zustimmung zu Bootlegs signalisiert, beatlebum?
Meine Meinung zu DEMOLITION:
Trotz vier fantastischer Songs zum Start reicht es nicht ganz an die Vorgänger heran, dafür ist das Album nicht homogen genug. Man merkt, dass es im Zeitraum eines Jahres aufgenommen wurde, und dass die Inspirationen zu den Songs durchaus in unterschiedlichem Maße kamen. Das fällt auf, wenn man einen Blick auf die Credits wirft. So sind die von Ethan Johns produzierten Stücke (Hallelujah, Desire, Chin Up Cheer Up) allesamt Meisterwerke. Desire halte ich für die schönste Ballade, die er je geschrieben hat.
Die von Dave Domanich produzierten Stücke (1, 6, 8, 10, 11, 13) fallen dagegen teils deutlich ab, besonders 13 und 8. Unglücklich war Ryan hier auch in der Songauswahl. Starting to hurt (6) und Gimme a sign (10) stammen von den furiosen Pinkhearts Demos ab, unter denen sich noch wesentlich gelungenere Songs befinden, so zB Candy Doll, Charmed oder das punkige I Don't Wanna Work (welches zugegebenermaßen schlecht in den Kontext gepasst hätte). Außerdem haben sie einen völlig anderen Sound, dies wird zB deutlich wo Starting to hurt auf Cry on demand folgt.
Die von Michael Blair bzw. Ryan selbst produzierten Songs sind ausschließlich langsame, fast Solo-Songs, die auch durchaus gelungen sind, aber eben nicht zwischen die vorher genannten Songs passen. Hier wäre es evt gut gewesen, hätte Ryan das Album chronologisch aufgebaut, aber das lässt sich nicht beweisen, da der gute Ryan ja auf die Recording dates verzichtet hat...
Fazit: ***1/2
Wenn ich Ryans Plattenfirma wäre, würde ich ihn dazu drängen, eine "Candy Doll"-EP mit 4-5 unveröffentlichten Songs, allesamt von den Pinkhearts Demos, in nicht zu großer Stückzahl rauszubringen. Das Teil würde schnell n Sammlerstück werden, seinen Ruf als "letzte Hoffnung des Rock'n'Roll" festigen und zudem die Fans schon hungrig auf ein nächstes, richtig rockiges Album machen (auch wenns gar nicht so rockig wird).
Was sagen die nüchternen 20-Jahre-Stone-Leser zu meinen Fantasien?
beatlebum
03.10.2002, 11:07
@JanPP
Dock hat ja nichts vom U2 Einfluss geschrieben, den Du ausdrücklich verneinst. Vielmehr, und da habe ich ihm nach anhören der Platte zugestimmt, klingt der Sound teilweise, die beiden für mich betroffenen Stücke habe ich genannt, nach besagter Band.
Ryan Adams Live-Mitschnitte werden über Further Net als SHN Files zum kostenlosen Download angeboten. Dort werden nur Aufnahmen von Künstlern zugelassen, die damit ausdrücklich einverstanden sind und dies auch bestätigen.
beatlebum
03.10.2002, 15:07
hier ist der Link: http://furthurnet.org/ zum Thema meines vorherigen Posts.
Soeben bei Glitterhouse bestellt. Demnächst mehr...
candycolouredclown
04.10.2002, 11:48
Was ich nach dem ersten Hören sagen kann, ist..., dass ich erst mal gar nichts sagen kann. Vielleicht besser als `Gold´ , was ja so schwer nicht ist, doch `Heartbreaker´ bleibt (wahrscheinlich) unerreicht. Manche Arrangements kamen mir sehr subtil vor, andere wieder ziemlich simpel. Aber wie gesagt, der erste Eindruck...
Werde mir eine Meinung wohl erst nach merhmaligen (sehr viel mehr) Hören bilden können.
hab sie ja selber noch nicht gehört, folgendes aber grade als Kritik von www.schallplattenmann.de (http://www.schallplattenmann.de) bekommen:
Ryan Adams: "Demolition" (1 von 5 Sterne)
("Die Kopie der Kopie der Kopie" ist wieder da, Universal)
Hallo Ryan,
mein Name ist Erich, ich bin 17 Jahre alt und ein großer Fan von dir. Ich spiel auch in einer Band. Deine neue Platte beschäftigt mich sehr. Vorab schonmal etwas Nettes: Ich finde es so schön, dass "Demolition" keinen einzigen Song über den 11. September enthält. Danke dafür! Ich finde es auch ganz toll, dass du immer so schön zwischen lauten Krachern und sanften Balladen abwechselst. Meine Freundin bemängelt zwar, man könne zu dieser Platte nie richtig schmusen, aber die hat ja auch gesagt, dass du bei "Starting To Hurt" und den anderen Rockern ganz genau wie Bryan Adams klingst. Das ist doch richtig gemein von der, oder? Ich habe dann dagegengehalten, dass "Cry On Demand", "Dear Chicago" oder "Chin Up, Cheer Up" doch ganz hübsche Lieder sind, die, zugegeben, besser hätten sein können, wenn du dich ein wenig mehr angestrengt hättest, aber, dass man das so nicht sehen könne, weil "Demolition" ja eigentlich nur Demos sind.
Mein großer Bruder hat nun gesagt, dass man "Demos" von großen Künstlern früher nur ganz geheim und teuer auf Plattenbörsen oder so kaufen konnte. Aber der hat ja auch behauptet, dass in der Jack Daniels Flasche, die du bei deinen Shows immer dabei hast, Apfelsaft drin ist. So ein Arsch! Er hat mir dann noch eine alte Platte von einer mir bis dato unbekannten Band namens The Jesus & Mary Chain vorgespielt, und, Ryan, ich muss sagen, dass klang total wie diese eine neue Komposition von dir, "Jesus (Don't Touch My Baby)".
Einzig mein Papa mäkelt nicht rum. Er sagt es ist okay, dass sich jemand, der nichts von Bob Dylan, den Beatles, den Stones, den Byrds, von Neil Young, von Bruce, Steve Earle, Townes van Zandt, oder von den Replacements, Tom Petty, usw. kennt, sich für dich begeistert. Er selbst hört deine Platten allerdings nicht so oft an.
Im Proberaum meiner Band gab es dafür gestern richtig Zoff, weil der Sänger (ein profilneurotischer Egomane) zu mir sagte, "Demolition" sei für ihn zur Zeit die schlechteste Platte der Rockgeschichte und das wäre irgendwie noch zuviel der Ehre. Ich glaube ich steig da aus; echte Künstler wie du brauchen loyale Fans!
Kindest regards
Erich [eg]
hab sie ja selber noch nicht gehört, folgendes aber grade als Kritik von www.schallplattenmann.de (http://www.schallplattenmann.de) bekommen:
Ryan Adams: "Demolition" (1 von 5 Sterne)
("Die Kopie der Kopie der Kopie" ist wieder da, Universal)
Hallo Ryan,
mein Name ist Erich, ich bin 17 Jahre alt und ein großer Fan von dir. Ich spiel auch in einer Band. Deine neue Platte beschäftigt mich sehr. Vorab schonmal etwas Nettes: Ich finde es so schön, dass "Demolition" keinen einzigen Song über den 11. September enthält. Danke dafür! Ich finde es auch ganz toll, dass du immer so schön zwischen lauten Krachern und sanften Balladen abwechselst. Meine Freundin bemängelt zwar, man könne zu dieser Platte nie richtig schmusen, aber die hat ja auch gesagt, dass du bei "Starting To Hurt" und den anderen Rockern ganz genau wie Bryan Adams klingst. Das ist doch richtig gemein von der, oder? Ich habe dann dagegengehalten, dass "Cry On Demand", "Dear Chicago" oder "Chin Up, Cheer Up" doch ganz hübsche Lieder sind, die, zugegeben, besser hätten sein können, wenn du dich ein wenig mehr angestrengt hättest, aber, dass man das so nicht sehen könne, weil "Demolition" ja eigentlich nur Demos sind.
Mein großer Bruder hat nun gesagt, dass man "Demos" von großen Künstlern früher nur ganz geheim und teuer auf Plattenbörsen oder so kaufen konnte. Aber der hat ja auch behauptet, dass in der Jack Daniels Flasche, die du bei deinen Shows immer dabei hast, Apfelsaft drin ist. So ein Arsch! Er hat mir dann noch eine alte Platte von einer mir bis dato unbekannten Band namens The Jesus & Mary Chain vorgespielt, und, Ryan, ich muss sagen, dass klang total wie diese eine neue Komposition von dir, "Jesus (Don't Touch My Baby)".
Einzig mein Papa mäkelt nicht rum. Er sagt es ist okay, dass sich jemand, der nichts von Bob Dylan, den Beatles, den Stones, den Byrds, von Neil Young, von Bruce, Steve Earle, Townes van Zandt, oder von den Replacements, Tom Petty, usw. kennt, sich für dich begeistert. Er selbst hört deine Platten allerdings nicht so oft an.
Im Proberaum meiner Band gab es dafür gestern richtig Zoff, weil der Sänger (ein profilneurotischer Egomane) zu mir sagte, "Demolition" sei für ihn zur Zeit die schlechteste Platte der Rockgeschichte und das wäre irgendwie noch zuviel der Ehre. Ich glaube ich steig da aus; echte Künstler wie du brauchen loyale Fans!
Kindest regards
Erich [eg]
Dämliche Kritik. Nicht wegen der Bewertung sondern einzig wegem dem Inhalt. Ich selbst kenne die Platte noch nicht und kann somit auch nichts dazu sagen, aber diese Kritik würde mich bestimmt nicht davon abhalten sie zu kaufen. Ein bißchen mehr Sachlichkeit kann man ja wohl schon erwarten.
soulster
08.10.2002, 12:37
also, ich fand die kritik semi-spaßig. immer ok, wenn jemand in die 'das neue große rockgenie'-suppe pinkelt. :voidod:
also, ich fand die kritik semi-spaßig. immer ok, wenn jemand in die 'das neue große rockgenie'-suppe pinkelt. :voidod:
so sehe ich auch... irgendwie schon wahr.
ich finde sie auch gelungen. ob sie der platte gerecht wird, kann ich nicht sagen. dem phänomen ryan adams, wie ich es mitbekommen habe, und meiner enttäuschung darüber, als ich gold hörte, kommt sie recht nahe.
Also mich stört an der Kritik dieser pubertäre touch. Erich scheint tatsächlich erst 17 zu sein...
:lol:
mich stört an der Kritik außer der übertrieben-ironschen Schreibweise am meisten, dass sie impliziert, Ryan Adams würde nur von denjenigen gemocht, die von den Stones, Byrds, Neil Young etc keine Ahnung haben. Ryan ist ganz sicher kein neues "Rockgenie" auf einer Ebene mit den ebengenannten, aber er ist ein hervorragender Songwriter und Entertainer (vor allem bei seinen Live-Shows in Amerika).
soulster
08.10.2002, 14:24
die diskussion führe ich nicht nochmal...
beatlebum
08.10.2002, 22:09
Wir haben doch schon durch JanPP eine wesentlich differenziertere Kritik des Albums erhalten. Der Schallplattenmann amüsiert zwar, und das ist auch viel wert, aber er feiert doch irgendwie eher subtil klugscheißerisch seine eigene, vermeintliche Cleverniss ab, was ihm gegönnt sei, aber über schlechtes Schülerzeitungsniveau nicht hinaus kommt. Dafür 0 von 0 Sternen.
DR.Nihil
09.10.2002, 15:19
Wieso steht denn im neuen RS in der "Neu im Regal"-Rubrick, dass "Demolition" erst am 4.11. erscheint? Ich denk, ihr, die hier schreiben haben das Teil schon längst.
beatlebum
09.10.2002, 15:38
Ich glaube damit ist die CD-Veröffentlichung gemeint, die LP gibt es wohl wie bei Johnny Cash einen Monat früher. Ansonsten kusieren die Stücke aber auch schon "anderweitig" im Netz.
DIE CD gibts auch schon lange.....nett alles glauben was der Stone so in die Welt setzt.......
Wir haben doch schon durch JanPP eine wesentlich differenziertere Kritik des Albums erhalten. Der Schallplattenmann amüsiert zwar, und das ist auch viel wert, aber er feiert doch irgendwie eher subtil klugscheißerisch seine eigene, vermeintliche Cleverniss ab, was ihm gegönnt sei, aber über schlechtes Schülerzeitungsniveau nicht hinaus kommt. Dafür 0 von 0 Sternen.
Genau so ist es.
soulster
09.10.2002, 17:27
komisch, wie so oft nach 'ironie' das wort 'schülerzeitung' erscheint. lieber eine missratene satire mehr als rock'n'roll halls of fame, biographien über jeden hans und franz und alles ist wichtig und hochkultur.
mit kulturpessimistischen grüßen,
s.
komisch, wie so oft nach 'ironie' das wort 'schülerzeitung' erscheint. lieber eine missratene satire mehr als rock'n'roll halls of fame, biographien über jeden hans und franz und alles ist wichtig und hochkultur.
mit kulturpessimistischen grüßen,
s.
Stimme dir voll und ganz zu Soulster ....
Ich habe die Platte jetzt ein paar mal gehört und würde sagen für ein Zwischendurchalbum recht ordentlich. Aber auch ist mußte beim Hören von 'Nuclear' erst einmal an U2 denken. Wobei es vor allem die rockigeren Stücke sind, die hier weniger überzeugen als früher. 'Nuclear', 'Starting to hurt' und vor allem 'Gimme a sign' klingen doch zu sehr middle of the road, sind zwar nicht wirklich schlecht, hätten aber durchaus besser sein können (man denke nur an 'Enemy fire' vom famosen Gold Album). Dafür gibt es aber mit 'Hallelujah', 'Desire', 'Cry on demand' oder dem mit Gillian Welch und David Rawlings eingespielten 'Tomorrow' hervorragende Songs, die dieses Album durchaus empfehlenswert machen. Was allerdings die Synthis und die Drummachine bei 'Jesus (Don't touch my baby)' sollen wird wohl das Geheimnis von Ryan Adams bleiben. Weniger wäre hier sicher mehr gewesen. Alles in allem ***1/2.
beatlebum
16.10.2002, 12:22
Sparch,
das deckt sich ungefähr mit meinem Höreindruck, allerdings finde ich dann 3,5 Sterne die es z.b. für Van Morrison`s letztes Werk im Stone gab für zu hoch gegriffen. Soll ja auch im Stone schon vorgekommen sein, dass nach einem eher negativ, kritischen Reviewtext zu viele Sterne druntergesetzt wurden und das störrt schon etwas wenn man diese Sternenseglerei ernst nehmen soll. Ansonsten müsste, um dies wieder etwas geradezurücken, mindestens der sechste Stern eingeführt werden. Positiv an Maik Brüggemeyers Beck Kritik fand ich übrigens gerade, dass er trotz positivem Text nicht so verschwenderisch mit den Sternen umgegangen ist.
Soulster
Da ich selbst mal Schülerzeitungen verbrochen habe, kam mir dies wohl in den Sinn. Die Betonung lag hier ausserdem auf schlechtem Schülerzeitungsniveau. Dein Fazit teile ich aber auch nicht bzw. kann ich einer missratenen Satire auch nicht mehr abgewinnen als wichtigtuerischer Hochkultur, zudem bei dieser "Kritik" das Wichtigtuerische noch erschwerend hinzu kommt.
@beatlebum
***1/2 für Demolition halte ich für gerechtfertigt. Der Durchschnitt wäre 3 Sterne, da aber einige wirklich hervorragende Songs drauf sind lege ich noch einen halben Stern drauf.
beatlebum
16.10.2002, 12:53
Sparch
Vielleicht habe ich auch einfach nur ein mathematisches Problem. Wenn ich 5 Sterne durchschneide (der Durchschnitt) erhalte ich 2 mal 2,5 Sterne, also würde ich den Durchschnitt bei 2,5 ansetzen und gefühlsmässig korrigiert höchstens auf drei kommen.
DR.Nihil
16.10.2002, 13:02
Sparch
Vielleicht habe ich auch einfach nur ein mathematisches Problem. Wenn ich 5 Sterne durchschneide (der Durchschnitt) erhalte ich 2 mal 2,5 Sterne, also würde ich den Durchschnitt bei 2,5 ansetzen und gefühlsmässig korrigiert höchstens auf drei kommen.
Nein, der Durschnitt liegt bei 2,75 Sternen, denn es gibt keinen einzelnen halben Stern. Zählen wir mal durch:
1=*
2=*1/2
3=**
4=**1/2
5=***
6=***1/2
7=****
8=****1/2
9=*****
Die Hälfte von 9 ist 4,5.
4=**1/2
5=***
Folglich: 4,5=**3/4
So!!!
DR.Nihil
16.10.2002, 13:05
Sparch
Vielleicht habe ich auch einfach nur ein mathematisches Problem. Wenn ich 5 Sterne durchschneide (der Durchschnitt) erhalte ich 2 mal 2,5 Sterne, also würde ich den Durchschnitt bei 2,5 ansetzen und gefühlsmässig korrigiert höchstens auf drei kommen.
Nein, der Durschnitt liegt bei 2,75 Sternen, denn es gibt keinen einzelnen halben Stern. Zählen wir mal durch:
1=*
2=*1/2
3=**
4=**1/2
5=***
6=***1/2
7=****
8=****1/2
9=*****
Die Hälfte von 9 ist 4,5.
4=**1/2
5=***
Folglich: 4,5=**3/4
So!!!
Jetzt stellt sich die Frage, ob im rollingstoneschen Sternensystem auf- oder abgerundet wird?
beatlebum
16.10.2002, 13:07
Vielleicht sollten sie auch einfach Punkte vergeben.
DR.Nihil
16.10.2002, 13:09
Vielleicht sollten sie auch einfach Punkte vergeben.
Nur keine Halben!!!
Sparch
Vielleicht habe ich auch einfach nur ein mathematisches Problem. Wenn ich 5 Sterne durchschneide (der Durchschnitt) erhalte ich 2 mal 2,5 Sterne, also würde ich den Durchschnitt bei 2,5 ansetzen und gefühlsmässig korrigiert höchstens auf drei kommen.
Nein, der Durschnitt liegt bei 2,75 Sternen, denn es gibt keinen einzelnen halben Stern. Zählen wir mal durch:
1=*
2=*1/2
3=**
4=**1/2
5=***
6=***1/2
7=****
8=****1/2
9=*****
Die Hälfte von 9 ist 4,5.
4=**1/2
5=***
Folglich: 4,5=**3/4
So!!!
Die Rechnung ist leider falsch. Denn wenn ich die neun Werte addiere, komme ich auf 27. 27/9 = 3. Also ist der Durschnitt 3, wenn man davon ausgeht, daß 1 die schlechteste und 5 die beste Bewertung ist.
DR.Nihil
16.10.2002, 13:23
Sparch
Vielleicht habe ich auch einfach nur ein mathematisches Problem. Wenn ich 5 Sterne durchschneide (der Durchschnitt) erhalte ich 2 mal 2,5 Sterne, also würde ich den Durchschnitt bei 2,5 ansetzen und gefühlsmässig korrigiert höchstens auf drei kommen.
Nein, der Durschnitt liegt bei 2,75 Sternen, denn es gibt keinen einzelnen halben Stern. Zählen wir mal durch:
1=*
2=*1/2
3=**
4=**1/2
5=***
6=***1/2
7=****
8=****1/2
9=*****
Die Hälfte von 9 ist 4,5.
4=**1/2
5=***
Folglich: 4,5=**3/4
So!!!
Die Rechnung ist leider falsch. Denn wenn ich die neun Werte addiere, komme ich auf 27. 27/9 = 3. Also ist der Durschnitt 3, wenn man davon ausgeht, daß 1 die schlechteste und 5 die beste Bewertung ist.
Mathe, mündliches Abi: 3 Punkte (oder Sterne :lol: )!!! Also verzeiht mir.
beatlebum
16.10.2002, 16:27
Dann hatte ich ja mit meiner gefühlsmäßigen Korrektur wohl recht, die funzt bei mir auch viel schneller als die ganze Rechnerei.
Der amerikanische RS hat der scheibe *** gegeben(das hat zwar fachlich keinerlei Bedeutung)
Werd mir gleich das Vinyl bestellen.
beatlebum
16.10.2002, 20:22
Jetzt hat die Amerikanisierung auch schon meine Bewertungsskala erreicht.
Hab mir im Urlaub eine Ausgabe des Schwesterproduktes gekauft. Die Bildzeitung der Musikpresse.
DR.Nihil
10.11.2002, 15:43
Hab die limitierte Ausgabe des Albums jetzt auch seit ein paar Tagen. Nachdem ich nach dem ersten Hören schon ein bisschen enttäuscht war, finde ich "Demolition" jetzt eigentlich schon recht gelungen. Allerdings hauptsächlich nur als das, was es ist, nämlich eine Sammlung diverser Demoaufnahmen. Da brauch es nicht unbedingt so unglaublich homogen rüberkommen, sondern kann ruhig ein wenig wahllos (so kommt mir "Demolition" vor) daherkommen. Die dadurch erzeugte Lässigkeit, die "Demolition", neben natürlich auch einigen äußerst guten Songs (speziell "You will always be the same", "She wants to play hearts", "Starting to hurt", "Tomorrow" und "Chin Up, Cheer Up") ausmacht, kommt wirklich gut, wobei das Album selten die Klasse seiner beiden Vorgänger erreicht.
Vielleicht noch zu den Bonus-Tracks:
1.+2.: Zwei ordentlich rockende Live-Aufnahmen von "New York, New York" und "To be Young (is to be sad, is to be high) aus einem Konzert in Amsterdam. Wie gesagt ziemlich ordentlich.
3. Der Song "Blue" erinnert mich ganz ganz stark an diese eine Single-Auskopplung aus dem "Pup Fiction"-Soundtrack.
4. "Song for Keith" ist - wie der Name erahnen lässt - eine anhörbare Ode an die Stones, insbesondere natürlich an Keith Richards.
Ist schon okay die Bonus-CD, aber man muss sie - ist man nicht gerade Fan von Adams - nicht dringend besitzen.
Zitat:
Ist schon okay die Bonus-CD, aber man muss sie - ist man nicht gerade Fan von Adams - nicht dringend besitzen.
Da stimme ich zu.
Ich finde die neue CD in jedem Fall besser als den Vorgänger.
An ihm hat mir das recht Gleichförmige und Einlullende gegen Ende nicht so gefallen.
DR.Nihil
23.12.2002, 11:28
An ihm hat mir das recht Gleichförmige und Einlullende gegen Ende nicht so gefallen.
Definiere das "Gleichförmige"!
Ist doch eigentlich etwas, das man "Gold" gar nicht vorwerfen kann.
So, ich muss jetzt auch ein Album heruntermachen.
Wilco hat es nicht verdient, Lambchop bestimmt auch nicht, aber Ryan Adams hat in meinen Augen sein schlechtestes Album herausgebracht. Von vorne bis hinten langweilige Lieder. Langweilige Rock-Lieder mit seiner Band, viel zu wenig Energie, viel zu "gemütlich". Wenn er jedoch in Nuclear (durchschnittliches Lied) "Gimme An Answer" singt, finde ich das doch irgendwie schön. Die ruhigen Lieder sind interessant, das er das kann hat er ja auch schon auf "Heartbreaker" ausgiebig bewiesen. Die ruhigen Demolition-Songs sind gegenüber den Heartbreaker-Songs ein bisschen "angenehmer", d.h. ein Refrain, Schlagzeug. Die Refrains mag ich an Demolition sowieso nicht. Vorallem den von "Desire", weil ich das Lied eignetlich mag.
Irgendwie hat das Album auch zu wenig Kanten, es ist zu "gemütlich".
Ich glaube, ich verkaufe es :D
Hm, nach dem, was ich da geschrieben habe, habe ich richtig Lust auf das Album. Gimme an answer.......!
TheCopywriter
31.12.2002, 02:32
Also, Nuclear riecht schon ein wenig nach U2, was ja nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Ich habe jedoch bei den Rockern auf Demolition
bisweilen den Eindruck, dass sich Ryan beim singen ziemlich quälen
muß.
Sein Terrain ist da schon eher die klassische Singer/Songwriter-Nummer,
wobei ich die Abwechslung bei diesem Album durchaus zu schätzen weiß. Ich kann sie aber noch nicht so recht einordnen: Besser, schlechter als
Heartbreaker und Gold? Keine Ahnung, mir gefallen alle drei.
Aber Gold wäre mit weniger Stücken noch besser gewesen und mir sind
die "kompakten", knackigen 10, 12 Song-Alben auch grundsätzlich lieber.
TheCopywriter
31.12.2002, 02:35
Ach ja, da hätte ich doch glatt die Faves vergessen: You Will Always Be The Same und She Wants To Play Hearts.
Ich finde aber, dass "Shakedown..." sehr sehr gut klingt, weshalb ich doch mehr erwartet hatte.
Hab sie seit heute Nachmittag nun schon mehrere Male durchgehört, und sehe sie ähnlich wie Gold:
Ordentliche Songs, aber nichts was mich jetzt unheimlich vom Hocker hauen würde. Ich werde sie wohl meinem Vater vor die Anlage legen... :-o
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