sparch
18.10.2004, 11:33
Giant Sand und Thalia Zedek an einem Abend, eine Kombination, die ich mir nur schwer hätte entgehen lassen können. Allerdings wäre es mir umgekehrt fast noch lieber gewesen, sprich ich hätte Thalia lieber als "Headliner" gesehen. Was nun aber nicht bedeuten soll, daß Giant Sand einen schlechten Auftritt hingelegt hätten, nein, der war sehr gut und Howe Gelb schien auch bester Laune zu sein, aber an Thalia's ganz eigener Art den Blues zu spielen kommen bei mir nicht viele dran vorbei. Und weil es so schön war, habe ich auch gerne die etwas längere Anfahrt auf die Schwäbische Alb in Kauf genommen, wobei die Rätsche auch eine schöne "Location" ist. Dank netter Forumsmitglieder (Grüße an Zappa und Krautathaus) habe ich dann auch noch quasi einen Platz in der ersten Reihe bekommen.
Wie bereits erwähnt machte Thalia Zedek den Anfang. Ihr Programm bestand fast ausschließlich aus den Songs des aktuellen Albums in nicht ganz klassischer Trio-Besetzung: Gitarre-Violine-Schlagzeug. Den Bass habe ich ehrlich gesagt gar nicht vermißt, dafür verstärkte die Violine noch die melancholische Grundstimmung und auch der Schlagzeuger legte einen sehr guten Auftritt hin und bildete somit ein gutes Fundament für Thalia's ganz eigene Art des Gitarrenspiels, das vermutlich nicht besonders virtuos ist, Soli um klassichen Sinne gab es nicht, aber dafür umso eindringlicher. Dazu kam dann noch ihre kaputte, vom Leben gezeichnete Stimme und alles in allem waren es etwa 45 Minuten, in denen eine Gänsehaut nach der anderen folgte. 'You're a big girl now' spielte sie leider nicht, dafür aber am Ende das apokalyptische 'Hell is in hello', inklusive einer Lärmorgie, bei der die Violine kurz durch eine Trompete ersetzt wurde. Danach war leider Schluß und nach der Umbaupause legten Giant Sand einen etwas 2-stündigen Auftritt hin. Höhepunkte der Show waren für mich neben dem tollen 'Cracklin' water' zwei Coverversionen: zum einen war da Rainer's 'Inner flame' und als Zugabe gab es noch eine elektrische Version von 'House of the rising sun', bei dem Thalia Zedek noch einmal auf die Bühne kam und Gesang und Gitarre beisteuerte. Wenig aufregend fand ich dagegen die Version von 'NYC of time', das an diesem Abend wohl nicht so recht gelingen wollte. Howe selbst war, wie ich es auch schon von 2 Solo Auftritte her kannte, guter Laune, witzelte mit Band und Publikum oder machte sich auch schon mal über die deutsche Sprache lustig. Und daß sie meinen Lieblingssong 'Elevator music' nicht spielen werden, habe ich mir schon vorher gedacht. So bleibt unterm Strich ein großartiger Konzertabend, der kaum etwas zu wünschen übrig ließ.
Wie bereits erwähnt machte Thalia Zedek den Anfang. Ihr Programm bestand fast ausschließlich aus den Songs des aktuellen Albums in nicht ganz klassischer Trio-Besetzung: Gitarre-Violine-Schlagzeug. Den Bass habe ich ehrlich gesagt gar nicht vermißt, dafür verstärkte die Violine noch die melancholische Grundstimmung und auch der Schlagzeuger legte einen sehr guten Auftritt hin und bildete somit ein gutes Fundament für Thalia's ganz eigene Art des Gitarrenspiels, das vermutlich nicht besonders virtuos ist, Soli um klassichen Sinne gab es nicht, aber dafür umso eindringlicher. Dazu kam dann noch ihre kaputte, vom Leben gezeichnete Stimme und alles in allem waren es etwa 45 Minuten, in denen eine Gänsehaut nach der anderen folgte. 'You're a big girl now' spielte sie leider nicht, dafür aber am Ende das apokalyptische 'Hell is in hello', inklusive einer Lärmorgie, bei der die Violine kurz durch eine Trompete ersetzt wurde. Danach war leider Schluß und nach der Umbaupause legten Giant Sand einen etwas 2-stündigen Auftritt hin. Höhepunkte der Show waren für mich neben dem tollen 'Cracklin' water' zwei Coverversionen: zum einen war da Rainer's 'Inner flame' und als Zugabe gab es noch eine elektrische Version von 'House of the rising sun', bei dem Thalia Zedek noch einmal auf die Bühne kam und Gesang und Gitarre beisteuerte. Wenig aufregend fand ich dagegen die Version von 'NYC of time', das an diesem Abend wohl nicht so recht gelingen wollte. Howe selbst war, wie ich es auch schon von 2 Solo Auftritte her kannte, guter Laune, witzelte mit Band und Publikum oder machte sich auch schon mal über die deutsche Sprache lustig. Und daß sie meinen Lieblingssong 'Elevator music' nicht spielen werden, habe ich mir schon vorher gedacht. So bleibt unterm Strich ein großartiger Konzertabend, der kaum etwas zu wünschen übrig ließ.